HetMeisje

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RE: Drohendes Ende eines Berufsstandes | 02.06.2010 | 16:42

@frau37: Ihre Argumentation zum Thema "finanzielle Wiedergutmachung" kann ich teilweise sogar nachvollziehen. Die Konsequenz daraus ist aber, dass Kaiserschnitte weiter massiv ansteigen werden - nicht, weil es die risikoärmere Geburtsvariante wäre, sondern weil Fehler dem Chirurgen schwerer nachzuweisen sind. Bei einem KS wird suggeriert, dass immer "das Maximale versucht wurde, um das Kind zu retten". Das ist eine Imagefrage.

Das außerklinische Geburten generell risikoreicher sind, ist falsch, Sie sollten sich besser informieren:
www.aerzteblatt.de/nachrichten/37926/Geplante_Hausgeburt_so_sicher_wie_Entbindung_in_der_Klinik.htm

Im Übrigen darf bei Ihrer Betrachtung der Dinge dann auch nicht unter den Tisch gekehrt werden, dass Geburten mit hoher geburtsmedizinischer Intervention (auch bei den Nicht-Risikogeburten, die es ja - so hat man den Anschein - kaum noch gibt, alles ist irgendwie risikoreich) für die Gemeinschaft der Versicherten sehr hohe Kosten verursachen, während eine außerklinische Geburt deutlich günstiger ist. Eine Anhebung des Postens für Geburtshilfe für freiberufliche Hebammen kostet die Kassen immer noch einen Bruchteil dessen, was sie an Geldern für unnötige Kaiserschnitte ausgeben müssen (und damit denke ich nicht an Wunschkaiserschnitte, sondern den 16-Uhr-Feierabend-KS).

beste Grüße
HetMeisje, mit 2 außerklinischen Geburten, die nicht aus esoterischen Gründen stattgefunden haben, sondern weil mir die Sicherheit einer 1:1 Betreuung wichtig war