Hfftl

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RE: Der Spiegel und die "Gewalt gegen Männer" | 04.06.2013 | 08:47

Die billigen Taschenspielertricks mit den Prozentzahlen gab es schon im Spiegel-Forum, sie wurden dort in gebührender Weise argumentativ erledigt. Denn es handelte sich bei dieser Studie nicht um eine Befragung von Paaren, sondern von Frauen und Männern. Von einer persönlichen Beziehung zwischen den Befragten ist ebenso wenig die Rede wie davon, mit wievielen Partnern sie innerhalb der letzten 12 Monate Erfahrungen gemacht haben. Deshalb ist ein Abwägen der Zahlen gegeneinander völliger Quatsch und jede "Schlussfolgerung", die sich darauf gründet, erst recht.

Dass Hunterte von internationalen Studien aus den letzten Jahrzehnten, die alle zu den gleichen Ergebnissen kommen (Gewaltausübung in jeder Ausprägung, bis hin zu schwerster physischer Gewalt, ist im häuslichen Bereich zwischen Mann und Frau paritätisch verteilt), im Artikel selbstverständlich ignoriert werden, war so vorhersehbar, dass es kaum der Erwähnung bedarf.

Warum muss man nun wissen, wie häusliche Gewalt verteilt ist? Weil sie ein gesellschaftliches Problem ist. Und die Chance, ein Problem zu lösen, besteht überhaupt nur dann, wenn man die Realität kennt und sich ihr stellt. Insofern kann man sagen: Die feministische Ideologie fördert häusliche Gewalt, weil sie die Realität mit allen publizistischen Mitteln verfälscht und umlügt.

Ganz logisch ist es da, dass es für gewalttätige Frauen, die ihr Problem erkennen und sich nicht von feministischen Hilfseinrichtungen zum "Opfer" uminterpretieren lassen wollen, ebenso keine Anlaufstelle gibt, wo sie Rat und Hilfe finden, wie für Männer, die geschlagen werden.

RE: Liebe Maskulisten, habt keine Angst! | 09.04.2013 | 15:28

Der Artikel selbst ist zwar völlig belanglos (lustig die Wendung einer "überhandnehmenden Weiblichkeit" angesichts einer politisch etablierten Genderideologie, deren Ziel es ist, Männlichkeit und Weiblichkeit so weit wie möglich einzuschränken und letztlich zu zerstören).

Bedeutsam ist aber die Tatsache, dass dieser Artikel, so wie eine größere Zahl anderer mit gleicher Tendenz, erscheint. Das humanitäre antifeministische Engagement zeigt also Wirkung, es wird offenbar ernst genommen und nicht, wie bis vor kurzem, einfach totgeschwiegen - dies scheint nicht mehr möglich. Nein, "das Imperium schlägt zurück", aus Angst um seine Pfründen und Privilegien. Ein schöner Erfolg, der Männer und Frauen ohne ideologische Scheuklappen ermuntern sollte, sich weiterhin für eine (Wieder-)Herstellung der Gleichberechtigung einzusetzen.

RE: Streng feudalistisch | 03.04.2013 | 04:53

"Einst haben Männer den weisen Frauen die Heilkunde streitig gemacht."

Wenn ein Artikel gleich mit so einer typischen geschichtsfälschenden feministischen Legende anfängt, verliere ich sofort jede Lust, weiterzulesen.

RE: AfD: Familienunternehmer versus BDI | 21.03.2013 | 23:59

@ Herr Kemper

"@HFTL

lassen Sie mich raten: Sie sind Maskulinist oder Sarrazin-Anhänger?"

Wie nicht anders zu erwarten: Zweimal falsch geraten. Aber wen wundert's - Quellenstudium und Sammeln von stichhaltigen Belegen ist ja - euphemistisch ausgedrückt - nicht gerade Ihre Stärke. Unvoreingenommenes Nachdenken schon gar nicht - darin decken Sie sich mit Herrn Sarrazin, der mir herzlich zuwider ist.

"Maskulinisten" gibt es nicht, wie Sie sehr wohl wissen - das ist einfach Ihre kindische Art à la: "Ätsch, ich schreibe deinen Namen falsch, um dich zu ärgern!" - mit meinem Namen machen Sie das ja auch so. Maskulist bin ich übrigens auch nicht - als Antifeminist finde ich einen bloßen Negativabdruck des Feminismus ziemlich albern und kontraproduktiv.

So, das dürfte für Sie wohl trotzdem reichen, um mich mit pawlowschem Reflex als ganz ganz schlimmen Rechtsradikalen einzustufen.

RE: AfD: Familienunternehmer versus BDI | 21.03.2013 | 09:33

Nun ja, von Herrn Kemper, der bekanntlich alles, was außerhalb seines engen ideologischen Gesichtskreises liegt, umstandslos in die rechte Ecke schiebt, kann man eine ernsthaft kritische Auseinandersetzung mit der AfD wohl nicht erwarten.

RE: Unter Modernisierungsdruck | 21.03.2013 | 09:10

"Der Streit um die Homo-Ehe ist eigentlich ein Streit um Pfründe".

Für alle, die nicht richtig Deutsch können: Es heißt nicht etwa, wie viele zu glauben scheinen, "das Pfrund" (Singular) und "die Pfründe" (Plural), sondern "die Pfründe" (Singular) und "die Pfründen" (Plural). Insofern wäre auch der Streit um die Homo-Ehe ein Streit um Pfründen.

Dass die Sprache eine Feindin der Autorin ist, zeigt auch dieser Passus:

"...Argumente, nach denen sich Frauen angeblich von Männern unterscheiden und es deshalb legitim sei, ihnen nicht dieselben Rechte, Chancen und Privilegien einzuräumen."

Nun ist ein Privileg bekanntlich ein Vorrecht, das jemand gegenüber anderen genießt, die dieses Recht nicht haben. Wenn nun Frauen dieselben Privilegien eingeräumt werden sollen wie Männern - wem gegenüber sind es dann Privilegien? Zwittern? Der Satz ist ein offenbar völlig gedankenlos hingeschriebener Unsinn.

RE: Die Zumutungen des Actressen-Interviews | 21.03.2013 | 08:12

Es ist völlig unsinnig, einen der Beteiligten gegen den anderen ausspielen zu wollen. Herr Baumgarten hat ziemlich blöde Fragen gestellt, Frau Riemann hat darauf äußerst unsouverän reagiert - die beiden nahmen sich gar nichts. Und wer an solchen Quatsch wie eine "phallisch orientierte Welt" glaubt, ist in diesem Bunde der Dritte.

RE: Wann ist der Mann ein Mann? | 19.03.2013 | 04:26

Bekanntlich werden redundante theoretische Diskussionen über Humor mit Vorliebe von Leuten geführt, die keinen Humor haben. Mit der Männlichkeit scheint es sich genauso zu verhalten.

RE: Ein Armutszeugnis | 11.03.2013 | 20:02

Das einzige wirkliche Unwort, das eine größere Verbreitung gefunden hat, ist "Unwort".

RE: Reden wir von den Profiteuren | 11.03.2013 | 19:39

"Ich fände es besser, an 365 Tagen im Jahr würden Frauen für ihre Rechte kämpfen und den Männern keine Ruhe lassen"

Wieso "würden"? Haben Frauen je etwas anderes getan, als ihre Wünsche durchzusetzen, indem sie "den Männern" keine Ruhe ließen? In früheren Zeiten taten sie es lediglich weniger plump und unintelligent als heute. Und ohne die lächerlich infantile Gleichsetzung "Frauenwünsche = Frauenrechte". Deshalb wurden sie von "den Männern" auch ernster genommen als heutzutage.