Gott ist für Gender-Mainstreaming

Infantilität Die christliche Propaganda gegen Gleichberechtigung durch Gender-Mainstreaming
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Die Bibel sagt, alle Menschen sind Gottes Ebenbilder. Nun, da Gott personal ist und völlig alleine die Welt lenkt, ist doch eines evident. Gott ist verschieden geschlechtlich, ergo auch homosexuell. Wie sonst hätte er homosexuelle Ebenbilder schaffen können. Er spricht durch seine Bibel nicht von DEM Menschen als die Krönung der Schöpfung, sondern von ALLEN MENSCHEN! Oder nicht?

Also die Logik zeigt kirchenglockenklar, Gott kann mit Gender-Mainstreaming keinerlei Probleme haben, ist er doch selbst mal schwul, lesbisch, trans… .etc.. Und um es mit Wowereits weisen Worten zu sagen, das ist auch gut so, zeigt es doch, dass vor Gott alle Menschen gleich sind, wenn man denn daran glauben möge.

Nun kommt es zur Verwirrung. Gabriele Kuby z. B. verweigert dem Herrn den Gehorsam und kämpft gegen seine verschieden sexualisierte Schöpfung und das aber wiederum in Gottes Namen höchst persönlich.

Aber, ist das nicht schizophren?

Einem Auftritt Kubys zu lauschen ist für einen weltlich vernunftbegabten Menschen schon ein Abenteuer. Was diese religiös fanatische Frau an Irrwitzigem so von sich gibt, ist für einen gesunden Menschenverstand geradezu unglaublich. Diese Form religiös fanatischen Glaubens ist demokratie- und menschenrechtsfeindlich. Da schauen wir alle beängstigt auf die radikalen Islamisten, dabei braucht man nur in das „christliche“ Uganda oder auch zunehmend nach Russland oder Ungarn zu schauen um es mit der freiheitlichen Angst zu bekommen.

Wer Frau Kuby hört, der merkt: Hätten hier so religiotische Fanatiker wie Kuby, Meissner, Overbeck, Matussek , Hahne oder auch die homophobe Heilige Gloria von Thurn und Taxis das Sagen, hätten wir hier die gleiche Hetzjagd gegen Minderheiten zu beklagen wie Russland oder gar Uganda. Menschen, die aufgrund ihres Glaubens heute noch Homosexuelle für kranke halten, sind psychotisch und ein Fall für eine psychiatrische Begutachtung, besonders wenn sie Personen der Öffentlichkeit sind. Der Begriff Persönlichkeiten statt Personen, findet hier mangels Respekts vor Minderheiten, gezielt keine Verwendung.

Wenn Menschen erzählen, sie hätten Kontakt zu Auserirdischen oder hörten Stimmen die Ihnen die Wahrheit vor Augen geführt hätten, die aber wohl nur sie hören könnten, dann landen diese Menschen zu Recht in der Psychiatrie. Daran ist auch nichts Schlimmes, sie sind krank und bedürfen einer entsprechenden Versorgung unter Wahrung ihrer Persönlichkeit. Aber sie sind psychisch krank oder zumindest vorübergehend psychisch gestört. Auch Gott ist ein Auserirdischer und seine Stimme kann auch nur wahrnehmen, dessen Wahrnehmung religiös dahingehend auserwählt wurde. An dieser Stelle würde jetzt ein evangelikal geprägter Peter Hahne typisch religiös empört fragen, ob man denn allen Ernstes behaupten möge, dass alle gläubigen wahnsinnig sein. Nein Herr Hahne, 95 % aller gläubigen sind nicht religiotisch verblendet und daher auch nicht des Wahnsinns. Diese 95 % glauben privat eher tradiert an einen Gott, der schon alles richten wird und sind sonst völlig weltlich im Leben unterwegs. Über solch eine göttliche Weltanschauung kann man für beide Seiten durchaus erkenntnisbringend respektvoll diskutieren und die jeweilige Sichtweise zu Kenntnis nehmend achten. Psychologisch auffällig sind nur Menschen die behaupten sie hätten hinter die göttlichen Wahrheiten geschaut und hätten die Gabe, die göttliche Botschaft vom Heiligen Geist direkt empfangen zu haben. Solche Behauptungen tragen alle Anzeichen eines Wahns, und so ist auch Richard Dawkins Buchtitel "Gotteswahn" zu verstehen. Das man solche Aussagen nicht der Lächerlichkeit preisgeben "darf", was durchaus angemessen wäre, liegt an der tradierten "Ehrfurcht" vor dem klerikalen Machtgefüge und der mangelnden Aufklärung schon in Schulen und Kindergärten.

Spirituelle Musikalität, in welch transzendenter Form auch immer, ist eine zu respektierende Weltanschauung. Spirituell unmusikalisch oder gar taub zu sein, ist aber in gleichem Maße zu respektieren. Einer ganzen Gesellschaft ernsthaft aufoktroyieren zu wollen, man hätte Gesetze von Gott erhalten und wisse ohne Zweifel das man damit der Wahrheit habhaft wäre, ist ein gesamtgesellschaftlich unakzeptabler Aberglaube.

Er ist die Saat der Intoleranz, der Inhumanität und der Völkerspaltung, die jede humanistisch gesellschaftliche Entwicklung weltweit behindert und gefährdet.

Glaube privat jeder was er wolle, aber aggressiv missionierende, organisierte und fundamentalreligiöse Menschenseparierer müssen im Sinne der Glaubens-, aber auch der Unglaubensfreiheit, ihren zerstörerischen Einfluss verlieren.

H.Farnk

23:34 26.08.2014
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