10 Gründe, am 22.9. zur Wahl zu gehen

Bundestagswahl 2013 Viele Menschen sehen kaum Aussicht auf politische Veränderung durch Wahlen. Dennoch kann es sinnvoll sein, zur Wahl zu gehen! 10 Gründe dafür:
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1. Legitimation der Regierenden
Ohne ausreichende Wahlbeteiligung fühlen sich gewählte Mandatsträger weniger legitimiert und weniger geliebt. Dieses persönliche Leid kann mit Ihrer Wahlbeteiligung verringert werden.

2. Stabilisierung der Sozialsysteme
Wahlverweigerung erhöht auch bei gewählten Kandidaten die Zahl chronischer Fälle von Burn Out oder Depression - zu Lasten der Gesundheits- und Pensionskassen. Jede Stimme ist deshalb eine Stimme für die Erhaltung unserer Sozialsysteme.

3. Spannender Wahlabend
Eine originelle Stimmvergabe verspricht einen spannenderen und unterhaltsameren Wahlabend am Fernseher.

4. Arbeitsplatzsicherung
Unerwartete Wahlresultate bieten viel Stoff für Redaktionen, Journalisten und Blogger. Sie sichern mit Ihrer Stimmabgabe prekäre Jobs bei Verlagen, Praktikaplätze bei Agenturen und Artikelideen für Blogger.

5. Furchtlosigkeit vor BND & NSA
Eine Geheimhaltung Ihres Wahlverhaltens kann nicht mehr garantiert werden (Prism, Tempora, XKeystroke). Wer wählt oder sich zur Wahl äußert beweist damit, dass er sein Recht auf politische Mitwirkung ohne Furcht vor Überwachung ausübt.

6. Finanzielle Vorteile
Da Nichtwähler die Wahlinfrastruktur nicht nutzen, dürfen Sie nicht an den Kosten der Wahldurchführung beteiligt und ihr dafür aufgewendetes Steuergeld muss anteilig erstattet werden. Da dies aber aktive Wähler benachteiligen würde, ist nach Diskussionen im Innenausschuss damit zu rechnen, dass Wahlgänger mit einem Wahlgeld entsprechend stärker entschädigt werden.

7. Historischer Sammlerwert
Für Wechselwähler bietet sich die Gelegenheit, historisch besonders seltene Wahlentscheidungen zu treffen wie: AfD, Piraten, Violette (in Bayern), Partei der Vernunft (Bayern, NRW, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg)

8. Lebendige Demokratie und Konjunktur
Jede abgegebene Stimme bringt der gewählten Partei bares Geld und sichert deren Fortbestand sowie indirekt die Konjunktur

9. Wählen ist effektiver als Nichtwählen
Von einer Nichtwahl profitieren rechnerisch gesehen alle Parteien, die man nicht gewählt hätte, und zwar proportional zu ihrem Stimmenanteil. Ein Bayer fördert durch Nichtwahl z.B. die "Feministische Partei Die Frauen" (tritt nur dort an) entsprechend ihrem Stimmenanteil. Immerhin profitiert von jedem Nichtwähler auch die Partei "Mensch Umwelt Tierschutz" und zwar in den fünf Bundesländern Bayern, Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg. Wer eine Partei gezielt stärken will, kann sie am effektivsten auch gleich wählen.

10. Zusatzwert für Wähler in NRW
Wer in Nordrhein-Westfalen wohnt, kann etwaige Zweifel am politischen System besonders deutlich dokumentieren: Mit Kreuzchen bei der Nichtwählerpartei.


Welches ist Ihr wichtigster Grund, zur Wahl zu gehen? Ich freue mich über Ihre Abstimmung oder Ergänzung!

15:47 04.08.2013
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Geschrieben von

Heinz-Günter Weber

Medien Quer Denker, Autor
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