Hülya Gürler
09.12.2010 | 16:00 479

Antimuslimische Hochburg Deutschland

Rassismus Deutsche hatten schon vor Sarrazin mehr Vorurteile gegen Muslime als andere Europäer. Jetzt drücken sie diese freier aus. Das bezeugen nicht zuletzt die Islamverbände

Wieder ein Anschlag auf eine Moschee. Ende November traf die Zündelei die Al-Nur-Moschee in Berlin-Neukölln. Kurz davor die Sehitlik- Moschee, zum vierten Mal innerhalb von sechs Monaten. So etwas gehört mittlerweile zum Alltag – wie auch tägliche Hass- und Drohbriefe an muslimische Verbände und säkulare Migrantenorganisationen, etwa die Türkische Gemeinde Deutschland (TGD). Gegen deren Vorsitzenden Kenan Kolat ist eine ganze Facebook-Seite gerichtet: Etwa 130 Nutzer unterschrieben dort unter „Ausweisung für Kenan Kolat“ die Aussage: „Aufgrund der anti-deutschen Haltung sollte dieser Parasit (..) bedingungslos ausgewiesen werden.“ Initiator ist Franz Herbert Schneider, ein Mitglied der Gruppierung Pro NRW.

„Immer dann, wenn in der Öffentlichkeit verstärkt negative Klischees in Debatten über Muslime, Türken und Araber auftauchen, nehmen Hass-Mails zu“, kommentiert ein Sprecher des Zentralrats der Muslime dessen Erfahrungen. Das bestätigt auch Erol Pürlü vom Koordinationsrat der Muslime. Der Hass auf Muslime zeige sich immer unverfrorener, sagt er: Auf dem Baugelände einer Moschee in Neckarsulm hätten Körperteile von Schweinen gelegen; ein Hakenkreuz sei angebracht gewesen, so Pürlü. Es bleibt nicht bei Einzeltaten: In einer konzertierten Aktion seien in diesem Frühjahr an viele größere Moscheegemeinden abgeschnittene Schweineohren geschickt worden, schreibt der Zentralrat auf seinem Webportal islam.de.

In den Hass- und Drohbriefen zeigen sich Anklänge an die aktuellen Terrorwarnungen: „Wenn ihr am Montag einen Anschlag verübt, dann werdet ihr noch am selben Tag ausgerottet.“ Aufgegriffen werden auch jüngste Äußerungen etwa von CSU-Chef Horst Seehofer über so genannte Kulturkreise. In einer Mail heißt es: „Verschwindet in euren Kulturkreis, dann seid ihr und sind wir glücklich.“ Offensichtlich tragen rechtspopulistische Äußerungen einiger Politiker und von Ex-Bundesbankchef Thilo Sarrazin Früchte: „Insbesondere nach Thilo Sarrazin sind die eingehenden Mails hemmungsloser, unverschämter geworden als früher“, sagt Kenan Kolat.

„Muslimhass unverfrorener“

Eine zum Wochenende erschienene Studie der Universität Münster kommt zu dem Schluss, dass die Deutschen islamfeindlicher sind als vier westeuropäische Vergleichsländer – Frankreich, Dänemark, Niederlande und Portugal. Vorurteile und Ängste gegenüber Muslimen hat es demnach im Verborgenen schon vor Sarrazins Thesen gegeben. Fast zeitgleich veröffentlichte der Bielefelder Sozialisationsforscher Wilhelm Heitmeyer einen Zwischenstand aus seiner Langzeiterhebung zur „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“. Er erklärt, dass sich die Islamfeindlichkeit in der Mitte der Gesellschaft und im Spektrum links davon deutlich verstärkt habe.

Auch nach dem 11. September 2001 bekam der Zentralrat Hassbriefe, „welche die Heftigkeit der gegenwärtigen Briefe aber nicht annähernd erreichten“, sagt ein Zentralrats-Vertreter. Die Schreiber seien durch die Integrationsdebatte bestens mit Argumenten gewappnet. Zudem halte die Welle schon seit Monaten an, was 2001 ebenfalls nicht der Fall gewesen sei. In der Regel würden solche Mails an die Behörden weitergeleitet. Doch die seien „angesichts der Masse der eingegangenen Mails überfordert“.

TGD-Chef Kenan Kolat forderte deshalb jüngst, „dass die Sicherheitsbehörden das Ausmaß islamfeindlicher Straftaten systematisch statistisch erfassen“. Die Verfassungsschutzämter differenzieren zwar zwischen ausländer- und fremdenfeindlichen Delikten auf der einen – und antisemitischen Delikten auf der anderen Seite. Die Unterscheidung nach antimuslimischen Straftaten gibt es bislang nicht. Sie ist längst fällig. Und nicht nur das. Der nächste Schritt wäre möglicherweise ein ausreichender Polizeischutz von Moscheen, wie es ihn auch für Synagogen gibt. Behörden, Polizei und Gesellschaft müssen sich für antimuslimisch motivierte Einstellungen und Hassdelikte sensibilisieren lassen. Verfolgung und Bestrafung der Täter müssen einen auch öffentlichen Stellenwert erhalten.

Es sollte aufmerken lassen, dass es nicht verfolgungswürdig ist, wenn Menschen öffentlich als „Parasiten“ – einst ein Schimpfwort für jüdische Menschen – bezeichnet werden. Mittlerweile wird – laut islam.de – einmal im Monat ein Anschlag auf eine Moschee verübt, ohne dass es die breitere Öffentlichkeit wahrnimmt. Es müsste irritieren, dass es „so normal wird, dass man gar nicht mehr darüber zu reden braucht, wenn muslimische Frauen mit Kopftuch auf offener Straße beschimpft und angespuckt werden“, wie Bekir Yilmaz, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde zu Berlin berichtet. Höchste Zeit, die Menschenrechte religiöser und säkularer Muslime konsequenter zu schützen.

Hülya Gürler ist Diplom-Pädagogin und schreibt über Diversity- Themen

Kommentare (479)

Muhabbetci 09.12.2010 | 17:40

Danke schön Frau Gürler.
Sie schreiben mir aus der Seele.
Heute noch habe ich mit einem Beamten aus dem Ausländeramt gesprochen. Der Wörtlich sagte " Türken und Araber sind - dumm will ich nicht sagen- aber doch zurückgeblieben".
Ich musste mich schwer beherrschen.

Wer ist jetzt eigentlich verantwortlich dafür? Wer muss zur Rechenschaft gezogen werden?
Wenn nur eine einzige Kirche gebrannt hätte, dann ....
Möge sich jeder denken was er möchte, was dann geschehen wäre.

Ich kann nur nochmals sagen, danke Frau Gürler!

Alien59 09.12.2010 | 17:53

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, fürchte ich, bis Schlimmeres passiert.
Heute morgen gab es wieder einen Brandanschlag auf eine islamische Einrichtung. Die Polizei meinte, der sechste seit Juni 2010, laut eines Schreibens am Tatort der zehnte.
bit.ly/fHlz7Y
Das passt dazu, dass viele Moscheen kleinere Vorfälle nicht anzeigen.
Wenn man bedenkt, dass viele Gebetsräume sich in Gebäuden befinden, die auch Wohnungen beherbergen, kann einem nur Angst werden.
Zündstoff liefern fleißig Leute wie Sarrazin, aber auch eigentlich ganz honorige Politiker, die ja schon arabisch sprechende Leute für grundsätzlich verdächtig erklären.

derDonnerstag 09.12.2010 | 18:41

@Hülya Gürler
"Verfolgung und Bestrafung der Täter müssen einen auch öffentlichen Stellenwert erhalten.
...
Höchste Zeit, die Menschenrechte religiöser und säkularer Muslime konsequenter zu schützen."

Nun kann man sich darüber streiten, ob es wirklich sinnvoll ist, über solche Fälle antimuslimischer Gewalt detailliert zu berichten. Wenn es um antisemitische Gewalttaten geht, ist das ja auch nicht der Fall.
Und es gibt Gründe dafür. Als ich vor ein paar Jahren mal wegen eines solchen Vorfalls - Grabsteine auf einem jüdischen Friedhof waren umgestoßen worden - mit einem jüdischen Verbandsvertreter sprach, sagte der mir, dass es besser sei, möglichst knapp - oder besser gar nicht - darüber zu berichten, um keine Nachahmungstäter anzulocken.

Außerdem frage ich mich, ob es im Sinne der Menschenrechte nicht auch angebracht wäre, wenigstens mal so ganz am Rande über die beiden dt. Journalisten zu berichten, die nun schon seit dem 10. Oktober im Iran als Geiseln inhaftiert sind. Angeblich, weil sie "eine Hetzkampagne gegen die Islamische Republik“ geplant hätten.

Aber leider schließe ich aus dem Diskussionsverlauf im unten verlinkten Thread und dem offenbar parteiischen Einschreiten der Redaktion, dass der Freitag der Auffassung ist, es sei "Hetze", darüber zu berichten.
www.freitag.de/community/blogs/iranopoly/fragen-sie-mina-ahadi-herrn-kuentzel

j-ap 09.12.2010 | 21:15

(Rahab schrieb am 09.12.2010 um 19:20)

Jawohl, das lag mir auch schon auf der Zunge, denn das ist und bleibt eine schlechte Praxis, die aber leider immer mehr einreißt. Oder fänden Sie's gut, wenn sich die Staaten dieser Welt dahingehend ver-glichen, mit dem Finger aufeinander zu zeigen und, weil's alle machen, eben weitermachen?

Aber dieser Hinweis hätte mindestens erfordert, daß Analogie herrscht. Genau das ist aber hier nicht der Fall.

Muhabbetci 09.12.2010 | 21:18

@derDonnerstag schrieb am 09.12.2010 um 17:41

Was für ein vergleich ist das denn nun schon wieder Herr Donnerstag?

1) Seit Sarrazin sind die Brandanschläge gestiegen. Hätte nur ein einziger Moslem, in irgendeine Kirche in diesem Land ein Molotow-Coktail geschmissen würde es heissen " Der Fundamentalismus ist in Deutschland angekommen".
Aber in allen Medien dieses Landes!

Dann nehme ich mir das Recht als Bürger dieses Landes zu behaupten " Der Christliche Fundamentalismus ist in Deutschland etabiliert und sie wird steigen".
Dann müsste die nächste Frage lauten " Was machen wir dagegen?".

2) Zwei Journalisten sind in Iran inhaftiert und weswegen sind sie inhaftiert? Sind diese beiden auf rechtlichen Wege dorthin gereist? Wenn ja, dann ist es unrecht was ihnen widerfahren ist, wenn sie aber illegal sich dort aufhalten dann ist es rechtens. Übrigens macht Deutschland das genauso und das hat dann diesen schönen Namen " Abschiebehaft".

Aber mal abgesehen von all diesem sind wir weder im Iran noch in Afganistan oder Türkei.
Sondern wir leben in einem Land das von sich behauptet " Demokratisch und Modern" zu sein. Wenn dies der Fall ist, kann und sollte in diesem Land solcherleri Sachen nicht toleriert werden!

Ich hatte gefragt in meinem Blog.
Was machen wir wenn die ersten Opfer zu beklagen sind!
Wer wird dafür gerade stehen wenn es einen neuen Solingen gibt!
Wem geben wir dann die schuld?
und ich bin überzeugt davon das es diese Opfer geben wird.
Es gab sie schon und zwar letztes Jahr wurde eine Schwangere Frau in einem Gerichtsaal brutal ermordet von einem Antimuslimischen Deutschen.

www.youtube.com/watch?v=U64IzizVVro

Wie blind muss eine Gesellschaft eigentlich sein das sie nicht merkt wohin diese Hetze führt! Hat denn dieses land überhaupt nichts von seiner Geschichte gelernt?

poor on ruhr 09.12.2010 | 21:40

Auch mir schreiben Sie aus der Seele liebe Frau Gürler ! So ist es! Lieder!

Ich finde, es spricht auch sehr für den Freitag , dass er Ihnen mit Ihrer gut begründeten Postion einen Raum für Ihren Artikel gibt!

Als deutscher tut es mir auch gleichzeitig etwas weh Ihnen so einen Kommentar schreiben zu müssen.

Es ist eine Scham für die deutsche Haltung bei mir da!
Ich habe ja bei meinem Weg ins Leben diese Denkmuster auch mit erlebt, auch wenn ich eigentlich schon seit meiner Kindheit in der ich auch bei den Pfadfindern (Tiki Tawi-Die Wölfe) war, versucht
habe , sie mir möglichst weit vom Leibe zu halten.

Ich finde es schlimm , dass es so ist, aber es darf nicht totgeschwiegen werden! Die Wahrheit ist eben die Wahrheit.

Danke für Ihren Blog! Hoffentlich wird es besser!

Herzliche Grüße

poor on ruhr

thinktankgirl 09.12.2010 | 22:09

@Muhabbetci

Immer wenn sie auftauchen fühle ich mich zubetoniert. Muss wahrscheinlich an dem Zement liegen den sie mit sich schleppen.

Ich glaube, da verwechselst du mich jemanden: ich fahre einen Panzer und keinen Betonmischer. Das nächste Mal besser hinschauen;-)

Andere:

- Schwule/Lesben
- Farbige
- Linke
- nichtmoslemische Ausländer
- Juden
- Behinderte

Auch diese Menschen werden/wurden Opfer von Übergriffen in D.

Es geht nicht nur um Moslems, es geht um alle, die diskrimiert und bedroht werden, weil sie anders sind.

derDonnerstag 09.12.2010 | 22:24

@Muhabbetci
"Wem geben wir dann die schuld?"
Was mir schon gehörig auf die Nerven geht ist dieses "schuld" und mehr noch das "wir".
Sie werden wahrscheinlich u.a. Sarrazin die "Schuld" geben. Der hat ein Buch geschrieben, über das man streiten kann, indem er aber nicht dazu aufgerufen hat, Moscheen anzuzünden. Wenn also jemand meint, Moscheen anzünden zu müssen/dürfen/sollen, dann trägt dieser jemand die Verantwortung dafür.
Nachdem Goethe "Die Leiden des jungen Werthers" veröffentlicht hatte, stiegen die Selbstmordfälle deutlich an. War das nun Goethes "Schuld"?

Abgesehen von Sarrazin laufen alle Ihre Beiträge hier darauf hinaus, dass die Mehrheitsgesellschaft grundsätzlich an allem "schuld" ist, was schief läuft. Z.B., dass man "den Migranten" nicht extra mitgeteilt hat, dass es vielleicht ganz hilfreich sein könnte, deutsch zu lernen. Von alleine hätte man da ja nicht drauf kommen können. Komisch nur, dass manche trotzdem darauf gekommen sind.

Der Opferstatus ist eben oft bequemer, als zu versuchen, da raus zu kommen. Und der obligatorische Verweis auf den Holocaust ist ein leicht zu durchschauender Versuch, diesen Status um jeden Preis zu verteidigen und zugleich der Gegenseite, nämlich "den Deutschen", ein schlechtes Gewissen einzureden. Eine sachliche Diskussion soll damit nicht befördert, sondern im Keim erstickt werden.

Natürlich gibt es Islamfeindlichkeit in Deutschland. Aber was hat das bitte mit dem Holocaust zu tun?
Abgesehen davon, dass Sie dieses monströse Verbrechen gerne ausschlachten möchten, um zu suggerieren, die Muslime seien "die Juden von heute". Ein geschmackloser und hanebüchener Vergleich.
Ich sage auch nicht: "Was haben 'die Türken' nur aus ihrer Geschichte gelernt. Schon wieder brennen christliche Kirchen und Pfarrer werden ermordet."
Obwohl diese Frage gar nicht mal so unberechtigt wäre, denn immerhin steht in Deutschland die Holocaustleugnung unter Strafe, während in der Türkei unter Strafe steht, den Völkermord an den Armeniern beim Namen zu nennen. Wer hat da also wohl eher aus seiner Geschichte gelernt?

Zu den Journalisten im Iran: Ich habe hier keinerlei "Vergleich" gezogen, sondern nur darauf hingewiesen, dass ich es peinlich finde, dass in dieser Zeitung nicht über diesen Fall berichtet wird.
Wenn Sie meinen, dass es "rechtens" sei, wenn Journalisten an ihrer Arbeit gehindert werden, inhaftiert, im Fernsehen mit erzwungenen Schuldeingeständnissen vorgeführt und aus reinem Machtkalkül der "Spionage" bezichtigt werden, dann sagt das eine Menge über Ihr - mangelndes - Demokratieverständnis.
O.k., der Iran ist nun mal keine Demokratie - auch wenn oft gerne so getan wird als ob. Es ist aber völlig klar, dass es sich hier um eine Geiselnahme handelt, mit dem Ziel, die deutsche Regierung zu erpressen.
Und wie j-ap schon ganz richtig sagte: In demokratischen Ländern benötigen Journalisten keine Genehmigung oder ein spezielles Visum, um ihrer Arbeit nachgehen zu dürfen.
Im Iran dagegen werden auch zahlreiche einheimische Journalisten und auch Blogger eingesperrt, weil sie das tun, was die Aufgabe von Journalisten ist: kritisch berichten. Umgekehrt dürfen dagegen Nazis - die sich auch noch selbst so nennen - aus dem Dunstkreis der "Holocaustforscher" um Ahmadinedschad ihre antisemitischen Verschwörungstheorien von einem Server in Isfahan aus in die Welt hinausblasen.
Ihr Vergleich mit der "Abschiebehaft" in Deutschland ist daher kompletter Unsinn.

derDonnerstag 09.12.2010 | 22:50

@Rahab
Habe Deinen Beitrag erst gerade gesehen, nachdem ich zu Chrome gewechselt bin. Beim Firefox wird mal wieder nur ein Teil der Kommentare angezeigt.
Wie ich gerade, in meinem Kommentar an Muhabbetci, schon sagte: Es ging hier um keinen Vergleich, nur um eine Randbemerkung, eingeleitet mit: "Außerdem frage ich mich ..." Und ich finde, diese Frage ist berechtigt.
Die in diesem Artikel angesprochenen Probleme sollten natürlich unabhängig davon diskutiert werden.

Querdenker 09.12.2010 | 23:20

Die Schreiber seien durch die Integrationsdebatte bestens mit Argumenten gewappnet.

Das ist ja wirklich unverschämt. Dem Zentralrat der Muslime mit Argumenten kommen.

Die "breitere Öffentlichkeit" nimmt die Anschläge auf Moscheen sehr wohl wahr - sie nimmt aber eben auch die überdurchschnittlich hohe Kriminalität und Gewalt, den Antisemitismus und Rassismus unter Türken und Arabern wahr.
www.youtube.com/watch?v=GFtJSCW9wew

Höchste Zeit, die Menschenrechte aufgeklärter, friedliebender Bürger in Deutschland konsequenter zu schützen.
derDonnerstag 09.12.2010 | 23:21

Passend zum Thema hat sich Günter Wallraff heute in einem Interview mit der "Welt" geäußert:

"Gerade bei fortschrittlich eingestellten Menschen, die mir nahe stehen, gibt es eine bedauerliche Tendenz, Menschenrechtsverletzungen in islamischen Ländern nicht eindeutig genug zu thematisieren. ... Sonst könnte einem ja Fremdenfeindlichkeit nachgesagt werden. Gerade wir, die wir uns für die Rechte der hier lebenden Einwanderer einsetzen, sollten den politisch instrumentalisierten Islam viel kritischer in die Pflicht nehmen."

Zu den beiden Geiseln im Iran sagte Wallraff, unabhängig von seiner kritischen Haltung zur "Bild" sehe er "in diesen beiden Kollegen mutige Journalisten, die ihrer Aufgabe gerecht wurden, Menschenrechtsverletzungen sichtbar zu machen, und denen meine volle Solidarität zukommt. Sie auch noch der Spionage zu beschuldigen, ist völlig abwegig. Sich im Iran zu akkreditieren, heißt ja, sich in die Aufsicht des Regimes zu begeben."

Und zur Lage in der Türkei, wo sich Wallraff gerade aufhält: "Gerade als Freund der Türkei kann man die Türkei gar nicht genug kritisieren. Die schleichende Islamisierung wagt bei uns in Deutschland kaum ein Politiker anzusprechen. Da gibt es Säuberungswellen, da werden laizistische Lehrer an den Schulen gegen islamische oder gar islamistische ausgewechselt, und um Erdogan herum gibt es Positionen, die mit dem Iran kokettieren."

Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass Wallraff keinen einzigen der drei größten türkischen Verbände in Deutschland für eine gemeinsame Protestaktion gegen die geplante Steinigung von Sakineh Ashtiani gewinnen konnte.

Das komplette Interview ist hier nachzulesen:
www.welt.de/kultur/literarischewelt/article11507175/Guenter-Wallraff-ueber-Islam-Linke-und-Moral.html

Muhabbetci 09.12.2010 | 23:25

@thinktankgirl schrieb am 09.12.2010 um 21:09

Wenn sie einen Panzer fahren um so besser. Dann brauche ich mir wenigstens keine Sorgen zu machen das ich zubetoniert werde. Von einem Panzer platt gefahren zu werden ( meiner Meinung nach)dürfte humaner sein als zubetoniert zu werden. Doch das dürfte ein anderes Thema sein.

Farbige, Juden, Nichtmoslemische Ausländer sind Migranten über die sowohl ich wie auch Frau Gürler gesprochen und kommentiert haben. Sie waren übrigens auch darin beteiligt soweit ich mir errinere, oder nicht?

Linke? Nun wir sind grad in einer Linken Zeitung. Auch darüber kann man reden, was hier in diversen Blogs gemacht wird. Schwule und Lesben ist ein Thema über die ich persönlich nicht gern rede weil ich sehr wenig darüber etwas weiss und trotzdem habe ich mit einigen hier darüber gesprochen. Gar keine Frage ihre Menschenrechte sind wichtig!

Behinderte sind ganz anderes Thema, eine Gesellschaft das keine Achtung vor Menschen haben mit handicaps, ist eine Gesellschaft das zum Untergang geweiht ist. Eine Gesellschaft ist nur so viel Wert, wieviel sie ihrem Schächstem Glied zugesteht.
Behinderte und Kinder sind ein Thema das in diesem Land viel zu wenig zur Debatte kommt.

Richtig ist das es um alle geht. Die Mehrzahl dieser, die sie " Die Anderen" nennen, sind eben jene die in dieser Gesellschaft ausgegrenzt sind. Auch ihre Wortwahl ( was mich persönlich gestört hat) zeigt wie heikel diese Thema ist.
Warum sagen sie " Die Anderen", sind das nicht Bürger dieses Landes? Nein, es sind nicht "die Anderen" sondern es sind "Bürger die ausgegrenzt werden".

Wie dem auch sei, ich denke aber das sie das auch so gemeint haben.

Dann sollten wir nun endlich lernen genau jene in dieses Land zu integrieren die immer noch nicht gelernt haben Behinderte, Kinder, Ausländer, Homosexuelle zu akzeptieren.

Wer sind denn aber diese Menschen? Sind nicht jene die Herrn Sarrazin aplaudiert und ihm ihre Zustimmung gegeben haben? Sind das nicht die Nachbarn die immer gerne wegsehen wenn ein Unrecht in der Nachbarschaft passiert? Sind das nicht eben jene, die viel reden und nie fähig sind oder waren in ihrem Leben einmal eine Haltung zu haben und sind das nicht eben jene die fern von Zivilcourage leben....

Es sind jene...die immer noch nicht gelernt haben was Demokratie bedeutet.

Muhabbetci 10.12.2010 | 00:19

@derDonnerstag schrieb am 09.12.2010 um 21:24
--Was mir schon gehörig auf die Nerven geht ist dieses "schuld" und mehr noch das "wir".--

Dieses "Wir" was ihnen auf die Nerven geht ist Deutschland! Mit all seinen Bürgern. Was geht ihnen bitte da auf die Nerven?

--Sie werden wahrscheinlich u.a. Sarrazin die "Schuld" geben. Der hat ein Buch geschrieben, über das man streiten kann, indem er aber nicht dazu aufgerufen hat, Moscheen anzuzünden. Wenn also jemand meint, Moscheen anzünden zu müssen/dürfen/sollen, dann trägt dieser jemand die Verantwortung dafür.--

Oh Nein, ich gebe Sarrazin nicht die Schuld dafür. Ich gebe die Schuld den Politikern. Sarrazin ist niemand.. Der Mann ist bekannt für seine Provokativen, Scheinheiligen, nichts bedeutenten und leicht Rassistischen Aussagen.

Sei es nun Hartz4, Mindestlohn, oder Ausländerfrage.
Dieser Mann sagte wörtlich " Jemand der arbeitet und 800 Euro im monat verdient ist nicht Arm".

Dieser Mann sagte wörtlich :"Die Renten sinken, Hartz-IV-Empfänger sind Verschwender und Kinder für manche Frauen nur ein Mittel, um Zuschüsse einzustreichen."

Dieser Mann sagte wörtlich:"Hartz-IV-Empfänger sollen kalt duschen, um zu sparen.” Das sei gesünder und Warmduscher kämen im Leben ohnehin nicht sonderlich weit.

Das sind nur einige seiner Weisheiten. Was soll ich bitte diesem Mann die Schuld geben, nein dieser Mann tut mir einfach nur Leid.

Ich habe schon einmal gefragt und immer noch habe ich keine Antwort darauf bekommen. Wieviele der Migranten die hier geboren worden können keinen Deutsch? Irgenwo muss es ja eine Zahl geben an dem man sich festhält, denn irgendwer muss es ja nachgerechnet haben.
Ich kenne keinen Ausländer der hier geboren ist und kein Deutsch spricht. Persönlich kenne ich nicht einen einzigen!

Und der liebe Gott weiss das ich sehr viele Ausländer kenne!

Der Vergleich mit dem Holocoaust ist eben nicht ein leichte möglichkeit aus der Debatte rauszukommen, nein; dieser Vergleich muss gemacht werden. Denn, was jetzt in Deutschland passiert ist mit den gleichen Argumenten vor 80Jahren auch passiert. Wenn sie sich nicht daran errinern dann werde ich ihnen mal helfen.

Hier mal etwas aus Wikipedia:

Um eine „Mobilisierung der Massen“ zu erreichen, wurde das Schwergewicht der politischen Arbeit auf die Propaganda gelegt. Hitlers bereits in Mein Kampf entwickelte Prinzipien

* Beschränkung auf wenige Themen und Schlagworte,
* geringer geistiger Anspruch,
* Abzielen auf das gefühlsmäßige Empfinden der Massen,
* Vermeidung von Differenzierungen
* und die tausendfache Wiederholung der jeweiligen Glaubenssätze
bestimmten nun das Vorgehen der nationalsozialistischen Propaganda, die so zu einer höchst erfolgreich eingesetzten Waffe des NS-Apparates wurde.
...
Ein wichtiger Grundstein der nationalsozialistischen Ideologie war der – mit pseudowissenschaftlichen Elementen durchsetzte – Rassismus. Bezugnehmend auf wissenschaftlich nicht haltbare, zur damaligen Zeit jedoch durchaus populäre Rassentheorien wurde versucht, die „deutsche Rasse“, das Germanentum der „nordischen Arier“ (mit der berühmten Formel „blond und blauäugig“) gegenüber anderen „Rassen“ (etwa der „slawischen Rasse“), die als „Untermenschen“ abgewertet wurden, als höherwertig darzustellen (→ Herrenrasse). Aus der „natürlichen Überlegenheit“ des Deutschtums wurde im Geiste eines konsequenten Sozialdarwinismus die Erlaubnis abgeleitet, andere „Völker“ in einem „Rassenkampf“ kriegerisch zu unterwerfen und zu unterdrücken. Die „deutsche Rasse“, so die Ideologie, sei von Natur aus zum „Führen“ bestimmt, womit der Führerkult innerhalb der Gesellschaft auch auf äußere Beziehungen übertragen wurde, stets legitimiert durch scheinbar wissenschaftliche Theorien. Der Zweite Weltkrieg wurde in diesem Kontext als biologischer Kampf des deutschen Volkes für mehr Lebensraum im Osten dargestellt. Eine wichtige Figur war in diesem Zusammenhang das von Hans Grimm geprägte und von den Nationalsozialisten übernommene Bild des „Volkes ohne Raum“.
..."

Was ist bitte der Unterschied zwischen den Äusserungen Sarrazins über die Türken und Araber und der NSDAP Propaganda? Ich sehe keine!

Und ja ich sage ihnen, die Muslime von heute sind die Juden von gestern. Seit 9/11 geht das schon so.
Hitler fing mit einer Lüge an, Amerika fing mit einer Lüge an. Gibt es irgenjemanden der die offizielen Aussagungen zur 9/11 noch glaubt?
Wenn aber 9/11 nicht stimmt, was bleibt dann noch über?
Ich sage nur, Europa und hier vor allem Deutschland muss aufpassen und nicht die gleichen Fehler machen wie damals. Aber es werden die gleichen Fehler gemacht.
" Es wird ja in Deutschland noch gesagt werden dürfen".. waren die meisten rufe der Sarrazin befürworter, dann sage ich auch " Es wird ja noch in Deutschland gesagt werden dürfen das Deutschland in die Rechte Ecke gleitet".

Übrigend hatte und habe ich einen sehr gesunden Demokratie verständniss gehabt bis Amerika mich und die Welt belehrt hat was " Demokratie" bedeutet.

Ich zitiere:Die "unlawful combatants", die Insassen, haben hier keine Rechte. Sie sind den willkürlichen Verhörmethoden ausgeliefert. Die einzige humanitäre Organisation, die Guantanamo betreten durfte, war das Internationale Komitee vom Roten Kreuz. Ihren Berichten zufolge handelt es sich bei den Verhörmethoden um Folter. Die Bedingungen, denen die Gefangenen ausgesetzt sind, wurden als untragbar bezeichnet und stark kritisiert. Auch in einem Bericht des Pentagon ist von Foltervorgängen die Rede..Zitat ende!
menschenrechte.suite101.de/article.cfm/das_gefaengnis_von_guantanamo

Was machen sie wenn Iran sagt " Wir nehmen uns das Recht das gleiche zu tun was Amerika getan hat". Was machen wir dann?
Sehen sie, Terrorismus liegt im Auge des betrachters. Es ist leicht mit Vorurteilen über ein land herzufallen.
( Bevor sie mich jetzt als " Befürworter der Menschrechtsverletzungen in arabischen Ländern" bezeichen, sage ich noch einmal das ich nichts dergleichen tue).

Und was ich auch nicht verstehe ist wieso sie nicht fähig sind eine Diskussion zu führe "In Deutschland" mit " Deutschen Bürgern" die " mit ihnen in diesem Land leben" ohne irgendwelche zustände von sonstwo herholen.
Wir sind in Deutschland Herr Donnerstag, lassen sie doch erstmal unsere Probleme hier lösen und wenn wir mit unseren Problemen fertig sind und alle glücklich und zufrieden sind, dann können wir den Anderen Ländern die nicht so fortschrittlich in Sachen Demokratie sind Hilfe leisten.

Was für sie als Unsinn vorkommt ist brutale Realität in Deutschland. Sie scheinen nichts über Abschiebetechniken der Deutschen Ausländerbehörde und Justiz zu wissen. Dann sollten sie sich aber schnell schlau machen.

Zitat:Die Betonmauern sind das Einzige, was von außen vom Ingelheimer Abschiebegefängnis zu sehen ist. Sie vermitteln den BürgerInnen den Eindruck, dass die Menschen im Inneren gefährlich seien. Den Insassen (in diesem Knast alle männlich) wird durch die Mauern jeder Blick nach draußen versperrt. Viel zu sehen gäbe es an diesem Ort jedoch ohnehin nicht: Im Süden liegt die Autobahn, die den Knast sauber von Ingelheim abgrenzt, im Norden das mittlerweile nach Trier verlegte, leerstehende „Ausreisezentrum“, in dem Menschen auf ihre Abschiebung vorbereitet wurden, im Osten die Pampa und im Westen der Verein für Deutsche Schäferhunde, auf dessen Grundstück die obligatorische Deutschlandfahne weht. Auch an diesem Ort scheint der deutsche Nationalstolz ungebrochen zu sein.
Von der deutschen „Gastfreundschaft“ und von Hunden dürften die Insassen dieses Abschiebeknastes wohl fürs erste genug haben. Erfahrungen machen sie nämlich in den Mauern des Gefängnisses mit beidem genug. 60 Wärter und zehn Hunde bewachen die rund 50 teilweise minderjährigen Ausreisepflichtigen. Das Innere des Knastes wirkt sogar noch hoffnungsloser als man es von außen erwarten würde. Er erscheint genau als das was er ist: Ein Hochsicherheitstrakt. Außer kahlen, klinisch weißen Wänden und eine Unzahl von Gitterstäben bekommen die Menschen an diesem Ort nichts zu sehen – bis zu 18 Monate. Denn so lange kann die Abschiebehaft dauern. Zitat ende.
www.asta-uni-mainz.de/index.php?option=com_content=article=621%3Aaktiv-gegen-abschiebehaft-aktion-zum-tag-der-menschenrechte=217%3Aunipress-346=145;=de

Das ist Deutschland.
Jetzt sagen sie mir was der Unterschied zu Iran ist!

thinktankgirl 10.12.2010 | 00:19

@Mubbatecin

a) Mich würde mal interessieren, was die Anspielungen wg. Beton und Zement mit meinem Kommentar zu tun haben?

b) Farbige, Juden, Nichtmoslemische Ausländer sind Migranten über die sowohl ich wie auch Frau Gürler gesprochen und kommentiert haben.

Farbige und Juden sind nicht automatisch Migranten, sondern können auch Deutsche sein. Du produzierst hier ein Vorurteil, daß Farbige u/o Juden keine Deutsche seien, indem du sie sofort mit Migranten assozierst.

c) Auch ihre Wortwahl ( was mich persönlich gestört hat) zeigt wie heikel diese Thema ist.

Was stört an meiner Wortwahl?

d) Warum sagen sie " Die Anderen", sind das nicht Bürger dieses Landes?

Ich habe von "anderen benachteiligten Gruppen" gesprochen. Bitte nicht etwas anderes hineininterpretieren!

thinktankgirl 10.12.2010 | 00:34

@Muhabbetci

Dieses "Wir" was ihnen auf die Nerven geht ist Deutschland! Mit all seinen Bürgern. Was geht ihnen bitte da auf die Nerven?

Du gibst allen Deutschen die Verantwortung dafür, was ein Teil der Deutschen denkt und macht?

Tja, genauso hält es ein Teil der Deutschen mit den Moslems, die ja auch von Bin Laden bis zur Fatwa vollverantwortlich für alles in der islamischen Welt sind.

Emma in Uniform 10.12.2010 | 01:12

Muhabettci,

thinktankgirl ist schwer in Ordnung ...und sicher nicht Verfasserin des kriminellen MoslemHassBlogs in dem ein paar potentiell gewaltätigen Backpfeifengesichter aus der Hauptstadt sich die Haare selber blutig kratzen. ...

Du hast sie nur falsch verstanden, sie besteht, wie übrigens auch ich, auf den folgenden Umstand:

"Es geht nicht nur um Moslems, es geht um alle Minderheiten"....
, die diskrimiert, mit platten Nullhumor verhöhnt und genauso regelmäßig bedroht werden, weil sie "anders" sind.

Es geht thinktankgirl um Solidarität, mit Menschen, die von exakt den selben Friedhofsmaden bekrochen werden wie viele Muslime...

Denn erst Solidarität mit anderen Minderheiten schreckt diese wirren Hampelmänner:

Vor allem die Solidarität mit Minderheiten, die der Meinung der verwirrten Islamhasser nach ganz und gar nicht zu Muslimen passt: Die Solidarität mit Juden und Schwule ganz vorneweg.

gruß-emma

derDonnerstag 10.12.2010 | 01:26

@Muhabbetci
Ich soll Ihnen sagen, was der Unterschied zum Iran ist? Sorry, aber wenn Sie da nicht von selbst drauf kommen, wird es wohl wenig nützen, wenn ich Ihnen das kleine Einmaleins der Menschenrechte erkläre.
Mit Ihrer Kritik an den Abschiebeknästen in Deutschland haben Sie grundsätzlich Recht. Eigentlich dürfte Ihnen aufgefallen sein, dass ich nicht diese Kritik als Unsinn bezeichnet habe, sondern Ihren Vergleich von Abschiebeknästen mit der Situation im Iran und der abstrusen Behauptung, in Deutschland würden ausländische Journalisten mal eben abgeschoben, wenn sie kritisch über die Verhältnisse in Deutschland berichten wollten.

Komischerweise haben Sie meist etwas dagegen, wenn ich Vergleiche anstelle - selbst wenn das gar nicht der Fall ist. Nun kommen Sie mit Guantanamo und fragen: "Was machen sie wenn Iran sagt 'Wir nehmen uns das Recht das gleiche zu tun was Amerika getan hat'. Was machen wir dann?"
In Guantanomo wird gefoltert, richtig. Das ist zu verurteilen. Was machen wir nun, wenn im Iran auch gefoltert wird. Sagen wir dann: Ist nicht so schlimm, weil es in den USA ja auch passiert?
Ihre Frage entbehrt dagegen jeglicher Grundlage, da sich das Mullah-Regime dieses Recht bekanntlich seit Beginn seines Bestehens herausnimmt.
Und die Definition von Terrorismus ist längst nicht so relativ und beliebig, wie Sie es anscheinend gerne hätten. Ich finde es ja noch verständlich, dass das iranische Regime Menschen, die Bombenanschläge auf Politiker oder Angehörige der Revolutionsgarden verüben, als Terroristen bezeichnen. Bekanntlich werden im Iran aber auch Menschen, die an Demonstrationen teilnehmen, als solche bzw. als "Feinde Gottes" behandelt.
Das ist nur einer der vielen Unterschiede zwischen den USA und dem Iran.

Dennoch kann ich den obigen Vergleich noch so gerade nachvollziehen. Bei Ihrem NSDAP- und Holocaust-Vergleich hört es allerdings auf. Sie wollen also allen Ernstes 9/11 mit dem Antisemitismus vergleichen?
9/11 war der verheerendste Terroranschlag aller Zeiten, ausgeführt von islamistischen Terroristen. Die Bush-Regierung nahm ihn zum Vorwand, um einen "Krieg gegen den Terror" zu beginnen, der sich in Wahrheit nicht um Terror, sondern um strategische und wirtschaftliche Interessen dreht.
Ich wüsste jetzt nur nicht, was der vergleichbare Auslöser gewesen sein soll - die "Lüge", von der Sie sprechen - die am Anfang des Völkermords an den Juden und der Ermordung von Kommunisten, Demokraten, Homosexuellen, Sinti und Roma etc. stand. Seine Mordpläne gegen die Juden hat Hitler bekanntlich schon 1925/26 in "Mein Kampf" öffentlich gemacht und rassistisch begründet.
Gibt es in den USA irgendwelche führenden Politiker, die
die Ausrottung von Muslimen planen, diese als "Untermenschen" o.ä. bezeichnen würden?

Im Übrigen haben die Nazis und schon die Antisemiten vor ihnen den Juden nicht vorgeworfen, dass sie zu wenig integriert seien, zu dumm oder zu arm, sondern jeweils das genaue Gegenteil.
Und da Sie angeblich keinen Unterschied zwischen Sarrazin und den Nazis erkennen:
Sarrazin hat meines Wissens bisher noch nicht behauptet, Türken, Araber oder sonst eine "Rasse" wären unserer "Rasse" von Natur aus unterlegen. Man kann viele seiner Thesen mit einigem Recht menschenverachtend finden. Mich erinnert Sarrazin unangenehm an die "Philantropen" des 19. Jh., aber nicht an die Nazis.

An die Nazis erinnert mich der heutige Iran. Dafür spricht, dass:
- Ahmadinedschad und andere Politiker Israel wiederholt mit der Vernichtung bedroht haben
- die staatlichen Medien ständig die Propaganda von der "zionistisch-amerikanischen Weltverschwörung" verbreiten und diese schon Schulkindern eingetrichtert wird, ebenso wie antisemitische Stereotype (wie auch in diversen arabischen Ländern)
- ethnische Minderheiten und Religionsgemeinschaften staatlicher Verfolgung ausgesetzt sind
- das Regime offensichtlich von der Weltherrschaft träumt und größenwahnsinnig ist (auch schön ablesbar an den Blogs von "Iranopoly")
- Nazis aus aller Welt zu "Holocaustkonferenzen" eingeladen werden
- Nazis im Iran - wo sonst fast alles zensiert wird - ungehindert Propaganda im Internet betreiben dürfen
- Kontakte mit der NPD geknüpft werden, mit dem Hinweis, die Iraner seien ja auch ein "arisches Volk"

Emma in Uniform 10.12.2010 | 02:01

Mal abgesehen, daß ich den Holocaust-Vergleich auch nicht goutiere, ja nicht verstehe(aber anders argumentieren würde)

Schon wieder vergessen, wer den Schah inthronisiert hat und jedem Funken Menschlichkeit und Freiheit im Iran,sowieso Nahost. wie ein Berserker-Komando hinterhergestoben ist, um ihn auszutreten?
Und alles dafür mit Waffenlieferungen und brutal-dümmster Propaganda getan hat, damit der Iran wieder ins Mittelalter zurückfällt. So wie auch der Libanon.
So wie weiterhin Afghanistan und der Irak?

Wer hat von den KZ bereits 1938 allumfassend gewusst und hat keinen Finger gerührt?

Wer hat den deutschen Arschgeigen im Dritten Reich Öl und LKWs geschickt bis die Schwarte dann endlich krachte?

Wer bringt gerade die halbe Welt gegen sich auf, aber egal, muss sein, ein Fünftel des Bruttosozialprodokts stammt aus dem reinen Waffenhandel.

"Gibt es in den USA irgendwelche führenden Politiker, die die Ausrottung von Muslimen planen, diese als "Untermenschen" o.ä. bezeichnen würden?"

Ja. Allerdings.

Die USA haben bis vor einem knappen Jahrhundert Afro-Amerikaner dikriminiert, gejagt, getötet, Schwule ebenso, sie gestatten fröhlich Hakenkreuze, Hitlertempel und jagen inbrünstig Abreibungbefürworter und das alles, wieder aufgepasst:

OHNE dass ihnen eine Kolonialmacht, ein Geheimdienst oder eine Armee vom anderen Ende der Welt ein Jahrhundert das Leben versaut hätte.

Wenn Sie noch einmal die Meuchelmörder USA als moralisch dem Iran überlegen bezeichnen, kriegen Sie auch einen Oskar. Aus Wolfram und Phosphor.

Muhabbetci 10.12.2010 | 02:33

@thinktankgirl schrieb am 09.12.2010 um 23:34

Sehr Richtig und es kommt jedem der es hört unfair vor oder nicht?
Ich gebe nicht allen Deutschen die Schuld. Zumindest ist es das erstemal das ich " Ganz Deutschland" sage und da bin ich und alle anderen mit eingeschlossen. Wir alle sind schuld daran. Wir alle sitzen im gleichen Boot. Wir alle sind betroffen von jeder Entscheidung die in Deutschland gefällt wird.

Na ja ob Bin laden verantwortlich für die Anschläge in WTC ist, das muss ich ein Fragezeichen hinterstellen.

Fakt ist aber das dieser Mann von der CIA unterstützt wurde und er ist ohne zweifel gefährlich.

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Ehemaliger Nutzer 10.12.2010 | 02:34

@Muhabbetci
Liebe Emma, ich blicke bald nicht mehr durch wer wer ist hier.

Zunächst mal: thinktankgirl ist nicht Inhaberin von thinktankboys Blog. Sie steht vielmehr auf der "Kandidatenliste" für den Beton-Oscar.

Der Blog gehört fidelche, thinktankboy und Manfred Breitenberger. Alle drei sind immer derselbe.

Dieser Blog ist übrigens eine ziemliche schrille Veranstaltung, will mir scheinen.

Ciao
Wolfram

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Ehemaliger Nutzer 10.12.2010 | 02:44

@derDonnerstag
9/11 war der verheerendste Terroranschlag aller Zeiten, ausgeführt von islamistischen Terroristen.

"Heute wollte mein noch nicht siebenjähriger Sohn den Unterschied zwischen einem Soldaten und einem Terroristen wissen. Ich weiß nicht recht, was ich ihm sagen soll. Ich nehme an, ein Terrorist kämpft für etwas, an das er glaubt, während ein Soldat für etwas kämpft, an das jemand anderer glaubt. Ob wohl einer Ihrer Leser ihm eine bessere Auskunft geben kann?"
"Guardian"-Leser Robin Wilson am 21.04..86 in einem Leserbrief

"Eine Antwort für Robin Wilson: Ein Terrorist ist jemand, der eine Bombe besitzt, aber keine Luftwaffe."
Ein anderer "Guardian"-Leser am 23.04.86

Ciao
Wolfram

derDonnerstag 10.12.2010 | 02:46

@Emma in Uniform
Um es gleich vorwegzunehmen, da Du mich letztens mit dem Samstag verwechselt hast. Bin ich nicht. Sollte ich in Zukunft bei den Tabublogs meinen Senf dazu geben, dann sicher als Donnerstag - wie auch sonst.

Eine philosophische Diskussion über die "moralische Überlegenheit" der USA gegenüber dem Iran werde ich nicht führen. Ich halte das für müßig und darum geht es auch gar nicht. Denn dann sind wir schon mitten im Vergleichen und beim Relativieren. Mir geht es allein um Fakten.
Ob Du's mir glaubst oder nicht, bei mir steht auch der Chomsky im Regal und zu großen Teilen bin ich sogar seiner Meinung. Soll heißen: ich sehe die USA durchaus kritisch.
Sehr wahrscheinlich wären die Mullahs ohne die kurzsichtige Politik der USA - angefangen spästestens mit dem Sturz Mossadeghs 1953. Und der Iran ist beileibe kein Einzelfall, was kurzfristige "Realpolitik" der USA betrifft.

Dass die USA es nun aber bewusst darauf angelegt hätten, den Iran zurück ins Mittelalter zu schicken, erscheint mir doch als eine sehr gewagte Behauptung. Die CIA wird wohl in den Revolutionswirren 1979 kaum die Mullahs unterstützt haben, damit ausgerechnet sie im Kampf gegen die diversen anderen politischen Gruppierungen die Oberhand behielten. Und Carter wird den Schah auch nicht kurz vor der Revolution zu demokratischen Reformen gedrängt haben, um dieses Ende herbeizuführen.
Denn dieses Ende war wohl kaum im Sinne der USA. Die Amis haben zwar oft Diktatoren demokratischen Regierungen vorgezogen, aber logischerweise nur dann, wenn diese ihnen wohlgesonnen waren.

Nun bejahst Du meine Frage, "Gibt es in den USA irgendwelche führenden Politiker, die die Ausrottung von Muslimen planen, diese als "Untermenschen" o.ä. bezeichnen würden?", begründest das aber nicht.
Ich hatte nach Muslimen gefragt. Du kommst mit Sklaven, Homosexuellen etc.
Sklaven wurden bekanntlich über Jahrtausende in vielen Teilen dieser Erde gehalten. In der Neuzeit waren neben Europäern und später den Amerikanern die Araber führend in diesem Geschäft.
Nun liegt es wohl kaum im Interesse von Sklavenhaltern, ihr Hab und Gut auszurotten. Klingt zynisch, ist aber so. Das macht es auch nicht besser, nur ist es eben doch ein klein bisschen was anderes als einen Völkermord zu veranstalten, weil man davon überzeugt ist, eine bestimmte "Rasse" sei "parasitär" und müsse daher "ausgerottet" werden.

Ich finde es vollkommen o.k., daran zu erinnern, dass es auch in den USA übelste Diskriminierung, Sklavenhaltung und Lynchjustiz gab, Rassismus (auch heute noch) und Antisemtismus. Nur was hat das mit der Frage zu tun, ob amerikanische - oder deutsche - Politiker einen Holocaust an den Muslimen planen.
Wer suggeriert, so etwas stünde demnächst bevor, leidet entweder an Paranoia oder betreibt bewusst Propaganda, um von anderen Fragen abzulenken. Z.B. wie es mit dem Antisemitismus und der Homophobie unter Muslimen - bei uns - bestellt ist. Rassismus ist nämlich - auch wenn viele Linke es gerne so hinstellen - keine Angelegenheit, die grundsätzlich nur von der jeweiligen Bevölkerungsmehrheit ausgeht.

Und wie man hier in der F.C. studieren kann, dienen Verweise auf die - tatsächlichen oder nur behaupteten - Untaten der USA und Israels häufig dazu, von der derzeit größten Gefahr für den Weltfrieden abzulenken, die vom Iran ausgeht.

derDonnerstag 10.12.2010 | 02:55

@Muhabbetci
"Na ja ob Bin laden verantwortlich für die Anschläge in WTC ist, das muss ich ein Fragezeichen hinterstellen.

Fakt ist aber das dieser Mann von der CIA unterstützt wurde und er ist ohne zweifel gefährlich."

Wenigstens der zweite Teil des letzten Satzes ist korrekt.
Aber unabhängig davon: Gab es außer 9/11 in den vergangenen Jahren irgendwelche Terroranschläge von Islamisten? Oder waren die letztlich alle von der CIA geplant?

Muhabbetci 10.12.2010 | 03:12

@derDonnerstag schrieb am 10.12.2010 um 00:26

Laut Iran werden die beiden Journalisten der Spionage beschuldigt.
www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,729332,00.html
Ich weiss es nicht, es ist der mittlere Osten, da ist alles möglich. Möglich ist alles aber das wäre zu diesem Zeitpunkt nur eine Verschwörungstheorie.

Doch laut Wikileaks hat Amerika das doch gemacht oder nicht?
derstandard.at/1289609050594/Cablegate-Empoerung-in-Europa-ueber-Spionageauftrag-an-US-Diplomaten

Herr dD, sie sollten besser Recherchieren.
Niemand sagt das Folter ( egal welches Land, übrigens gibt es das auch in Deutschland) in Ordnung ist. Nein dagegen sind wir alle. Jeder Bürger dieses Landes ist dagegen. Darüber brauchen wir uns nicht zu streiten aber wir müssen dann so konsuquent sein und sagen :" Amerika ist ein Land das Terror und Folter übt".

Und wenn Deutschland dies unterstützt ( und das tut sie leider) dann ist Deutschland Scheinheilig den Bürgern gegenüber.
hp.kairaven.de/misc/folter.html
www.123recht.net/Amnesty-International-prangert-Folter-in-Deutschland-an-__a13144.html

Das bedeutet aber nicht das dies die anderen Länder relativiert. Terrorismus wird nach welchen Kriterien festgelegt, dürfte ich sie darum mal bitten dies aufzuzählen?

9/11 war eben nicht von Islamistischen Terroristen verübt worden. Dagegen ist sehr grosse Zweifel und viele ungereimtheiten zu Tage gekommen.
Im Irak Krieg wurde behauptet " Saddam hätte Chemische Waffen" und es war Lüge. Diese lüge kostete bis dato 600 000 Tausend Menschen das Leben. Kinder, Frauen, Babys...

Wer das macht, glauben sie die scheren sich um die 3000 tausend Tote im WTC?

Afganisten 15 000 zivile Opfer. Kinder, Babys, Frauen.
50 tonnen bomben regneten insgesamt auf Afghanistan.
Angeblich wären dort die Terroristen gewesen, Terroristen die nie gefunden worden sind.
Und der Krieg geht weiter.
Wiviele Opfer sind nötig damit man vom Holocaust redet?
100 000 ?
250 000?
500 000?
1 Million?

Wenn es wenigstens weniger geworden wäre mit der Hasspredigten in der Welt gegen den Islam hätte ich ja noch versändniss aber es wird immer mehr.
Nein, wir müssen das Thema endlich beim Namen nennen, hier wird ganz bewusst die Angst der Leute gegen eine Minderheit geschürt und es wird gebilligt das Opfer auftreten können. Ich bin übrigens davon überzeugt das man nur darauf wartet das ein Moslem einen klitzekleinen Anschlag führt. Dann geht die Post ab. Aber darunter werden wir alle Leiden.
Jetzt schon redet man von einschränkungen der Pressefreiheit.

Wie Naiv sind sie eigentlich? Glauben sie denn wirklich das es nur bei den Moslems bleiben wird?
Glauben sie wirklich das man bei den Moslems halt machen wird? Wie lange wird das wohl dauern?

www.welt.de/politik/article2673269/Antisemitismus-in-Deutschland-nimmt-stark-zu.html
www.bpb.de/themen/CTEAZV,0,Antisemitismus_in_Deutschland.html

***
Sarrazin sagte wörtlich :"„Wir“ (als ethnisches Pluralsubjekt) werden auf natürliche Weise immer dümmer, weil ausgerechnet die kognitiv minderbemittelten Muslime in unserem Land die meisten Kinder zeugen. „Die kulturelle Fremdheit muslimischer Migranten könnte relativiert werden, wenn diese Migranten ein besonderes qualifikatorisches oder intellektuelles Potential verhießen. Das ist aber nicht erkennbar. Anzeichen gibt es eher für das Gegenteil, und es ist keineswegs ausgemacht, dass dies ausschließlich an der durchweg bildungsfernen Herkunft liegt. So spielen bei Migranten aus dem Nahen Osten auch genetische Belastungen – bedingt durch die dort übliche Heirat zwischen Verwandten – eine erhebliche Rolle und sorgen für einen überdurchschnittlich hohen Anteil an verschiedenen Erbkrankheiten.“
www.faz.net/s/Rub26B658D129854FA4AAC01A726777C753/Doc~EE2D543295E12432A8CFFBDA3CE51C3D2~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Das hört sich für mich sehr wohl wie moderne Nazi Propaganda an!

War klar das sie jetzt den Miesepeter wieder Iran zuschieben.

Aber darüber werde ich hier nicht diskutieren. Lassen sie uns zurück nach Deutschland kommen.

Akzeptieren sie das die Merhheit der Muslime in Deutschland ingegriert sind? Ja oder Nein Herr dD?

Emma in Uniform 10.12.2010 | 03:12

leider gerad wieder nur eine Hand frei -

Ich habe Sie nicht verwechselt, (sa.- do.)das nennt man "Humor", allumfassend diejenigen meinend, die sich nicht entblöden mit den Rassisten dort solidarisch zu zeigen.

Und: Chomsky dann auch lesen, wenn schon zur Hand:
die Amis bauen Freund UND Feind nach Belieben auf, das Waffenarsenal muss verbraucht werden.

Ich schrieb doch, Hitler wurde fleissig beliefert bis er endlich, aber lahm bekämpft wurde.

Und: Wer ist nochmal der erklärte Feind der USA seit 2001?
Wie waren die Reaktionen der US-Presse auf die vielen Erschießungskommandos bei Wikileaks? - yeah:"Basically:
Nothing new"!
Na denn.

Keine Freunde oder Bekannte in den USA?
Nein. Dann mal googeln o.a. was viele Amerikaner den Moslems, Arabern und Terroristen(alles das gleiche, sowieso), die ihrer Meinung für 9/11 verantwortlich zeichnen, so allet "wünschen" wenn der Tag lang genug ist und das Zucker im Blut sinkt, wa.

Und Sie sprengen wie wildgeworden gegen iranische Holocaust-Leugner in die Bresche?

Ihr zweierlei Maß ist nicht sehr chomsky.

Schmeissen Sie mal lieber ein paar Eier auf den Dalai Lama wenn er mal wieder in Berlin ist, ja? Schon mal gehört was der über Juden denkt?
(Und natürlich auch über Moslems und Afrikaner, logisch)

Fro 10.12.2010 | 03:21

Dieser Artikel ist wirklich aufschlussreich. Die meisten Antiislamisten sind für mich strukturelle Antisemiten.
Zur Erläuterung ein Blogbeitrag, den ich mal schrieb.

Ich kann es nicht verstehen, dass im derFreitag immer noch einige voller missionarischen Eifers über Muslime herziehen. Es gibt kulturelle Unterschiede, die man als aufgeklärter Mensch einfach respektieren muss.
Falls jemand hier gegen Gesetze verstößt, muss er die Konsequenzen tragen, egal ob er Muslim, Katholik oder ein Gartenzwerg ist. Damit ist das Thema durch.

Und was kann der gemeine Deutsche den Menschen dieser Welt denn lehren? Den Obrigkeitskult? Die kollektive Gehirndeaktivierung? Gehorsam bis in den Tod? Das stumpfsinnige Abnicken von schwachsinnigen Regierungsentscheidungen?
Die christliche Leitkultur, die all das erst möglich gemacht hat?
Das alles für alle Menschen auf diesem Planeten? Nein Danke!

Kritik an Glaubenskonstrukten aller Art ist eine gute Sache – aber da würde ich mich doch als erstes hier vor unserer eigenen Haustür umsehen – und als erstes sehe ich da den Glauben an den freien Markt, den es radikal zu kritisieren gilt.

weinsztein 10.12.2010 | 03:42

@ Querdenker

Sie denken gar nicht quer.

Dürfte man hier einen Stammtisch-Quaker einen Stammtisch-Quaker nennen, würde ich Sie gern so nennen.

Sie sehen sich als aufgeklärten friedliebenden Bürger, dessen Menschenrechte in Deutschland konsequenter zu schützen seien.

Wie gedenken Sie die Rechte unserer muslimischen Mitbürger zu schützen, die Ihrer Nachbarn - gegen Rassismus, Gewalt und Antisemitismus?

derDonnerstag 10.12.2010 | 04:05

@Muhabbetci
"Akzeptieren sie das die Merhheit der Muslime in Deutschland ingegriert sind? Ja oder Nein Herr dD?"

Vermutlich. Diese Frage lässt sich natürlich nicht exakt beantworten, da man dazu erstmal definieren müsste, ab wann jemand als "integriert" gilt. Tatsächlich ist wohl jeder mehr oder weniger integriert, d.h. die Realität ist nicht so schwarz-weiß wie Ihre Frage.

Zu der Verschwörungstheorien zu 9/11 gehe ich heute nacht nicht mehr ein.
Nur soviel: Googeln Sie doch mal nach den neuesten Nachrichten zum Stichwort "deutsche Journalisten Iran" o.ä. Da werden Sie erfahren, dass irgendein iranischer Justizsprecher neuerdings behauptet, es hätte nie einen Verdacht auf "Spionage" gegeben.

Komisch, warum erinnert mich das an die widerliche Propagandalügen, Sakineh Ashtiani sei ja noch gar nicht verurteilt worden? Oder neuerdings: Wikileaks werde von den USA eingesetzt, um dem Iran zu schaden. Letztere Lüge ist nun so dummdreist, dass sie selbst die verstrahltesten Antiamerikaner in Europa nicht daran glauben werden.

Im Übrigen wäre es auch mein Ideal, wenn hier und sonstwo in der Welt alle gemeinsam für die Menschenrechte eintreten würden. Dazu gehört auch Meinungs- und Pressefreiheit - die Sie offenbar für nicht so wichtig halten.

Muhabbetci 10.12.2010 | 04:19

@derDonnerstag schrieb am 10.12.2010 um 03:05

Herr dD, freie Meinungsäusserun beinhaltet nicht Hetze bzw eine ganze Gesellschaft in Verruf bringen.

Ich bin sogar sehr für die Pressefreiheit, für mein Geschmack ist es sogar noch in Deutschland nicht gut genug, es könnte mehr sein.
Keine Ahnung ob sie das wissen aber auch in Deutschland wird kräftig Zensur geübt.

Herr dD, Integriert heisst, jemand ( hier der Ausländer) spricht die deutsche Sprache und bekennt sich zum Grundgesetz.
Mehr können sie von einem Bürger nicht verlangen!
Unter diesem Aspekt, würden sie dann sagen das die Mehrheit der Muslime in Deutschland integriert sind oder würden sie sagen " nein die Mehrheit ist nicht integriert".

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beaurivages 10.12.2010 | 09:22

Ich kann es langsam nicht mehr hören/lesen.
Dieses ewige Gehabe der Islamisten beleidigt zu sein!
Ich empfehle Arbeiten und Beten. Ora et labora!

Was jetzt noch fehlt, ist ein weiterer Blogbeitrag darüber, weshalb das Arbeiten und Beten wegen der verschiedenen Koranauslegungen nicht so einfach möglich ist!

Wenn alle Zuwanderer genauso ein Theater um ihr Verständnis hier machen würden, wie die Islamisten, dann müßten tausend neue Communities gegründet werden!

Die Islamisten sollten sich meines Erachtens mehr damit beschäftigen, weshalb mit ihnen in Deutschland nicht allles rund läuft und sich besser anpassen/integrieren, wie alle anderen Zuwanderer auch!

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hibou 10.12.2010 | 10:16

"Gerade als Freund der Türkei kann man die Türkei gar nicht genug kritisieren. Die schleichende Islamisierung wagt bei uns in Deutschland kaum ein Politiker anzusprechen. Da gibt es Säuberungswellen, da werden laizistische Lehrer an den Schulen gegen islamische oder gar islamistische ausgewechselt, und um Erdogan herum gibt es Positionen, die mit dem Iran kokettieren."

hört, hört

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beaurivages 10.12.2010 | 10:23

@merdeister
Ob Frau Gürler gut intergriert ist, kann ich nicht beurteilen. Ich kenne sie nicht.
Da sie beim "der Freitag" arbeitet, liegt sie dem deutschen Durchschnittsbürger deshalb wohl auch nicht auf der Tasche.
Das ist schon mal nicht schlecht.

Christliche Gotteshäuser werden leider ebenfalls von Islamisten fast überall auf der Erde angezündet.

Natürlich muß so etwas genauso bekämpft werden, wie alle Straftaten durch religiöse Extrtemisten.

Nein, es geht auch darum, dass die Islamisten hier schlecht integriert sind und sie sich viel zu wichtig nehmen.

Das liegt auch ganz klar am Fehlverhalten der Muslime hier in Deutschland!

Mich persönlich stört es z. B. nicht sonderlich, dass viele Muslima hier herumlaufen, als wenn das ganze Jahr Fasching wäre. Aber es trägt nicht zur Integration bei.
Es trägt auch nicht zur Integration bei, wenn besonders durch Familienzuzammenführung hier Millionen von Muslime Stütze vom Steuerzahler erhalten.

Und es trägt auch nicht zur Integration bei, wenn die Muslime sich hier zu wichtig nehmen und dauernd wegen irgend etwas beleidigt sind.

Wenn wir in Deutschland mit den übrigen Zuwanderern genauso viel Theater hätten, würde ich auswandern.

Querdenker 10.12.2010 | 10:59

Verachten Sie nicht die Stammtische, weinsztein. Wissen Sie, das ist so was wie die Teestube für Abendländer. Lauter Männer, die Flüssiges runterspülen, ihren Frust ablassen und über Gott und die Welt schimpfen. Teestuben finden Sie gut, oder?

Aber was hat der Beitrag vom heute-journal mit Stammtischen zu tun? Ich sehe Sie da eher mit Hülya Gürler nach zehn Gläsern Tee zum Ausgang schwanken:

"Weinsztein, das ist alles furchtbar hier: Deutschland ist eine Antimuslimische Hochburg. Neulich gab es wieder einen Anschlag auf eine Moschee. Und mein Kopftuch verrutscht ständig bei dem schlechten Wetter."

"Mensch Hülya, dann komm doch zu mir in die Türkei. Hier trägt kaum noch jemand Kopftuch ... kicher, kicher ... Und du musst lange nach einer Kirche suchen, auf die ein Anschlag verübt wurde. Gibt ja kaum noch welche.... höhöhhö."

Red Bavarian 10.12.2010 | 11:30

Tacheles aus dem Realen Leben geschrieben:

Es sind nicht alle Deutschen. Aber wenn ich die eigenen Erlebnisse, die Erlebnisse und Berichte meiner Genossinnen und Genossen, sowie die der bewegten und linksaktiven Bürger, dazu die deutsche Geschichte und die gegenwärtigen Studien zusammennehme, so kann ich nur konstatieren, dass es zusammengenommen viele Deutsche sind und es immer mehr werden, die Schuld auf sich laden. Als Agitatoren und Propagandisten, als mentale Brandstifter, als Täter, als Mittäter, als Mitläufer. Es ist so, dass die Deutschen aus der Vergangenheit ihres Landes (Deutsches Kaiserreich, Weimarer Republik, Nazi-Reich, DDR, Alt-BRD, Groß-BRD) eine historische Verantwortung haben, wo auch Nichtstun bzw. Laufenlassen negativ ist. Darum bin ein bewegter und linksaktiver Bürger (citoyen), obwohl ich lieber ein alltagsruhiges Leben hätte, statt insbesondere meine Abende und Wochenenden auf diversen Veranstaltungen zu verbraten, sowie Zeit, Mühe und Nerven zu opfern. Das für den Erhalt des demokratischen und sozialen Rechtsstaates, den die BRD nach dem Grundgesetz eigentlich ist (heutzutage zunehmend nur noch auf dem Papier), den von den Über-5%-Parteien Die Linke am ehesten vertritt. Und "als Lohn" gibt es Beschimpfungen anachronistischer "Kalter Krieger" in Wort und Schrift, vor allem das Mantra: "DDR - SED - Stasi - Mauermörder", inklusive Verrisse von mainstreammedialer und Repressionen von behördlicher Seite, wo quasi die linken Augen Adleraugen sind, und auf den rechten Augen schlecht gesehen wird (was in Bayern traurige Tradition hat). Siehe auch meinen Blog-Artikel 'Die Renaissance des Klassenkampfes'. Der dort erwähnte Deutschkurde wäre fast das 150 Todesopfer der Gewalt von Neonazis bzw. Rechtsextremen in der Groß-BRD geworden, wenn er von den Sanitätern nicht wiederbelebt hätte werden können. In der Nähe des Tatortes steht an einer Wand in großen roten Buchstaben das einprägsame Fazit: "Nazis morden, Bullen schweigen" mit dem Kennzeichen einer kurdisch-kommunistischen Partei. Es wird solange auf "die Anderen" eingeprügelt, bis sie sich einmal handfest wehren. Und dann werden die vielen deutschen Bourgeois und deutschen Michel mit den Finger auf "die Anderen" zeigen und rufen: "Wir haben es doch gewusst, alles Terroristen!"

Genug aufgeregt. Es gibt auch Deutsche, vor denen ich größten Respekt habe. Beispielsweise die Seniorin, die ich heuer auf einer antifaschistischen Kundgebung (anlässlich der fortgesetzten Gewalttaten von Neonazis in unserer Region) getroffen und mit der ich geredet habe. Sie hat mir von damals erzählt, als sie selber als Kind die Nazi-Gewalt miterlebt hat. Sie hat zusammen mit ihrem Mann eine antifaschistische Initiative ins Leben gerufen. Ganze vier Generationen von engagierten und couragierten Menschen. Das macht mir wieder Hoffnung, trotz dem deutschen Jammertal (im doppelten Sinn) heutzutage.

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rahab 10.12.2010 | 11:36

aber... zurück zur sache, ttg

sicher geht es um einen (mehrere?) gesamtgesellschaftlichen zusammenhang
aber: es ist nicht zu übersehen, dass 'der muslim' ( auch der weibliche) zum "anderen" par excellence avanciert ist

da tut es dann schon not, danach zu fragen, wie es kommt, dass 'der muslim' in sich alles übel dieser welt (von arbeitslosigkeit bis perversion und xenophobie=deutschenfeindlichkeit) vereinigen kann
und wie es weiter kommt, dass menschen sich durch dies konstrukt zunehmend ermächtigt fühlen, leibhaftige menschen (die irgendwie so aussehen) und gebäude (die auch irgendwie so aussehen) anzugreifen - manchmal sogar mit der behauptung, mit diesem angriff die aufklärung und die menschenrechte zu verteidigen

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Ehemaliger Nutzer 10.12.2010 | 11:37

@Muhabbetci
9/11 war eben nicht von Islamistischen Terroristen verübt worden. Dagegen ist sehr grosse Zweifel und viele ungereimtheiten zu Tage gekommen.
Im Irak Krieg wurde behauptet " Saddam hätte Chemische Waffen" und es war Lüge. Diese lüge kostete bis dato 600 000 Tausend Menschen das Leben. Kinder, Frauen, Babys...

Wer das macht, glauben sie die scheren sich um die 3000 tausend Tote im WTC?

Vergiß die Geschichte mit dem selbstinszenierten Anschlag wieder. Die Psychologie stimmt nicht. Niemand inszeniert einen Fake, der ihn selbst wie den hinterletzten Idioten aussehen läßt.

Ciao
Wolfram

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belle-hopes 10.12.2010 | 13:33

um das wort "unverfroren" zu benutzen: unverfroren einfach sind darstellungen wie "die ausländer", "die deutschen", "hochburg", unverfroren klischeehaft. in der summe ergibt sich Null und keiner hat was gewonnen, aber beide seiten verloren. frau gürler, wenn ihnen das wieder zu sachlich war dann nähere ich mich ihrer rhetorik an und sage: was wollen sie mit ihrem vergleich der hochburg bezwecken ausser orientierungslosem aufgescheuche?

j-ap 10.12.2010 | 13:39

Wolfgang Benz war Vorurteilsforscher, der es mittlerweile dahin gebracht hat, dem Mob das Stichwort dafür zu geben, sich in jeder noch so absurden Situation wissenschaftlich-evident beleidigt fühlen zu können.

Sprich: Genau das, was heute so schwer en vogue ist, immerhin ist jede einigermaßen finanzierbare Gesellschaftswissenschaft nichts anderes als die Rationalisierung der Ideologie aus Hausverstand und gesundem Volksempfinden. Der deutsche Michel schuftet schließlich schwer dafür, sich seine akademischen Experten fettzumästen, da kann man ja wohl erwarten, daß man zu hören bekommt, was man hören will.

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belle-hopes 10.12.2010 | 13:43

also erstmal sollten wir da ankommen kommentare richtig zu lesen und nicht unverfroren einfach drauf los zu gehen. ich rede hier nämlich weder einseitig noch unsachlich entgegen dem text und einer vielzahl der kommentare. ihre art, frau rahab, dinge zu sehen die nicht geschrieben sind erschreckt mich erhlich gesagt. genauso wie ein vergleich deutschlands mit einer antimuslimischer hochburg.

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belle-hopes 10.12.2010 | 14:05

hätten WIR (?) nicht alle gerne annäherung anstatt draufklopfen? oder hat man das große idealistische ziel schon vor lauter kleinkramerei und spielchen aus den augen verloren? erfreut sich sogar daran immer wieder öl ins feuer zu giessen und hält das auflodern für den großen knall? was soll man von texten halten, die sich gegen feindlichkeit aussprechen und dabei die selben mittel bedienen wie die, die man anklagen will!

Tycho 10.12.2010 | 14:31

Ja, warum eigentlich nicht umdrehen.
Warum denn nicht den Zirkel deutsch größer ziehen?

Nur da wären wir dann wieder am Punkt a dieser Möbiusschleife...
Die sind Rasissten, die wollen uns assimilieren, ich scheiß auf alles und das Gesetz, und dann von anderer Seite: das sind alle diegleichen muselmane, wollen nicht dazu gehören, die wollen wir hier nicht haben.

Gleichsam kann man unterhalb ebenfalls aufdröseln|
ist ja sowieso ein scheiß Staat hier
Ist ja sowieso alles ungerecht
Etc etc.

Man wird müde dran...

Emma in Uniform 10.12.2010 | 16:22

"Vergiß die Geschichte mit dem selbstinszenierten Anschlag wieder. Die Psychologie stimmt nicht. Niemand inszeniert einen Fake, der ihn selbst wie den hinterletzten Idioten aussehen läßt."

Ja genau.

Vortrefflich argumentiert.

Da auch die von den US-behaupteten biologischen und chemischen Massenvernichtungswaffen und unterirdische Anlagen zur Urananreicherung im Irak, Saddams Besitz von Uran aus Afrika (und A-Bombe "within a year",(!)yes, yes), natürlich Verbindungen zu Al Kaida und haha, Bin Laden, baldiger irakischer Angriff auf die USA bzw. den Westen, mithin der seltsamen Wahlvorgängen Florida u.a., uswusf. KEINE:

"fakes" waren, die die USA besonders jetzt auch GAR NICHT wie die "hinterletzten Idioten" aussehen lassen.

Neinnein.

Vor allem, hübsch, anzunehmen das "als hinterletzte Idioten" dazustehen, eine der ganz großen Sorgen solcher Menschen wäre.

Es soll einzig nur nach folgendem aussehen:

Army. Strong!

Muhabbetci 10.12.2010 | 16:39

Sechster Brandanschlag auf Moschee seit Juni 2010

Erneut wurde eine Moschee in Berlin Ziel eines Brandanschlags. Damit hat sich die Zahl der Brandanschläge auf Moscheen seit Juni 2010 auf sechs erhöht. Stimmen, die Politikern Mitschuld für diese Übergriffe geben, häufen sich.
www.migazin.de/2010/12/10/sechster-brandanschlag-auf-moschee-seit-juni-2010/
__
Islamophobie 2010 – Deutschland ist Europameister

Die Bevölkerung in Deutschland ist viel intoleranter gegenüber dem Islam als ihre westeuropäischen Nachbarn. Das ist das zentrale Ergebnis einer der bislang größten repräsentativen Umfragen zur religiösen Vielfalt in Europa.
www.migazin.de/2010/12/03/islamophobie-2010-deutschland-ist-europameister/

Erneuter Brandanschlag auf Moschee

In der Nacht zum Sonntag wurde ein weiterer Brandanschlag auf eine Neuköllner Moschee verübt. Eine politische Tatmotivation schließen die Ermittler nicht aus. Die CDU verurteilt den Anschlag.
www.migazin.de/2010/11/30/erneuter-brandanschlag-auf-moschee/

Immer mehr Übergriffe auf Moscheen und Muslime

Der Koordinationsrat der Muslime verzeichnet immer mehr Übergriffe auf Moscheen und Muslime. Diese hätten parallel mit populistischen Äußerungen und dem „starken Sinneswandel der Politik gegenüber der muslimischen Minderheit“ zugenommen.
www.migazin.de/2010/11/25/immer-mehr-ubergriffe-auf-moscheen-und-muslime/

934 politisch rechts motivierte Straftaten im September 2010
24. November 2010 | Keine Kommentare

Im September 2010 wurden bislang 934 Straftaten dem Phänomenbereich „Politisch motivierte Kriminalität – rechts“ zugeordnet. Dabei wurden 40 Personen verletzt. In nur einem Fall wurde Haftbefehl erlassen.
www.migazin.de/2010/11/24/1-082-politisch-rechts-motivierte-straftaten-im-septembe-2010-2/

Noch fragen?

derDonnerstag 10.12.2010 | 16:42

@Muhabbetci
Was die Meinungs- und Pressefreiheit betrifft, bezog ich mich auf Ihre merkwürdige Äußerung, es sei "rechtens", wenn im Iran ausländische (in diesem Fall: deutsche) Journalisten an ihrer Arbeit gehindert und als Geiseln genommen werden.
Im Iran werden bekanntlich systematisch Menschenrechte verletzt, auch wenn Ihnen das angeblich nicht bekannt ist. Um so besser scheinen Sie sich mit den "wahren" Hintergründen von 9/11 und der angeblichen "Zensur" in Deutschland auszukennen.
Mir scheint, Ihnen fehlt da völlig der Maßstab.

Wenn ein Land wie der Iran spezielle Visa für Journalisten verlangt, dann nur zu dem Zweck, sie an ihrer Arbeit zu hindern. Die Aufgabe von Journalisten ist es nämlich, kritisch zu berichten und nicht im Sinne der jeweiligen Regierung.
Solche Sachverhalte zu verstehen, gehört m.E. auch zur Integration. Das Grundgesetz pro forma anzuerkennen, reicht nicht. Nicht die Worte zählen, sondern die Taten.

Querdenker 10.12.2010 | 16:49

Wirklich ohne Worte. Eine wirklich beeindruckende Demonstration von "vorurteilsfreiem" Journalismus und Ihrer Auffassung von Recht, Frau Gürler.

Aus dem SPON-Artikel: "Bisher ist unklar, wer die Moscheen ins Visier nimmt - und warum."

Für Sie stehen die Täter aber jetzt schon fest: Deutsche. Deutsche, denen Sie selber alle möglichen Vorurteile gegen Muslime vorwerfen. Bravo.

Volker Beck ist leider auch nicht viel besser: Die Serie von Brandanschlägen begann laut dem Artikel am 16. Juni, 1. und 10. August. Trotzdem macht er Merkel und Seehofer wegen ihrer Reden als "politisch Verantwortliche" aus. Dumm nur, daß Seehofer seine „Multikulti ist tot“-Rede erst am 15.10. gehalten hat.

Cui bono?

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beaurivages 10.12.2010 | 16:51

@Muhabbetci

Dazu fällt mir gerade noch ein, dass in meiner Stadt ein Brandanschlag auf eine Wohnung einer Islamischen Familie ausgeübt wurde.

Die Empörung war zu Recht sehr groß!
Neonazis waren im Verdacht.

Dann stellte sich heraus, dass ein Mitglied der irakischen Familie den Anschlag wegen Versicherungsbetrug begangen hatte!

Kommentar einer grünen Lokalpolitikerin in der Tageszeitiung:

Das schlimmste ist aber, dass es so hätte gewesen sein können!

Ohne Worte, außer für @merdeister!

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beaurivages 10.12.2010 | 16:51

@Muhabbetci

Dazu fällt mir gerade noch ein, dass in meiner Stadt ein Brandanschlag auf eine Wohnung einer Islamischen Familie ausgeübt wurde.

Die Empörung war zu Recht sehr groß!
Neonazis waren im Verdacht.

Dann stellte sich heraus, dass ein Mitglied der irakischen Familie den Anschlag wegen Versicherungsbetruges begangen hatte!

Kommentar einer grünen Lokalpolitikerin in der Tageszeitiung:

Das schlimmste ist aber, dass es so hätte gewesen sein können!

Ohne Worte, außer für @merdeister!

derDonnerstag 10.12.2010 | 16:52

@Emma in Uniform
" ... danach trachtet, das Image der islamischen Welt allumfassend zu ruinieren ..."

Es ist höchst fraglich, ob die USA ein Interesse daran hat, der "islamischen Welt" ein schlechtes Image zu verpassen. Mit Saudi-Arabien z.B. versteht sie sich bekanntlich ganz gut.

Und selbst wenn es so wäre: Meinst Du nicht, das erledigt die "islamische Welt" ganz von alleine? Ich weiß, es langweilt Dich, aber ich finde, Iranopoly ist ein schönes Beispiel dafür. Da schicken die Mullahs so einen Blogger zwecks Manipulation der linken Szene vor und was passiert? So gut wie nix, da die Propaganda einfach zu platt ist.
Und wer ein bisschen aufmerksam mitliest, der merkt, wo der Hase langläuft: Den Westen einlullen, damit der Iran ungehindert Atombomben basteln kann. Und das Ganze garniert mit Drohgebärden - "wenn die BRD nicht zu Kreuze kriecht, hat sie demnächst gar nix mehr zu melden" etc. - und Großmachtphantasien.

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beaurivages 10.12.2010 | 16:58

@Querdenker
>Wirklich ohne Worte. Eine wirklich beeindruckende Demonstration von "vorurteilsfreiem" Journalismus und Ihrer Auffassung von Recht, Frau Gürler.

Aus dem SPON-Artikel: "Bisher ist unklar, wer die Moscheen ins Visier nimmt - und warum."

Ich gestatte mir noch anzumerken, dass Islamisten/Migranten in Berlin und sonst in Deutschland deutlich krimineller als die deutsche Bevölkerung sind!

Hoffentlich werden die islamischen Symphatisanten nicht wieder so erwischt, wie in meinem Kommentar von 15:51 Uhr.

derDonnerstag 10.12.2010 | 17:11

@merdeister
Nun hatte ich gerade wwalkie versprochen, noch mal ganz scharf drüber nachzudenken, ob ich den Begriff "Gutmensch" weiterhin verwenden will.
Wenn ich aber Deine Kommentare und die einiger Gleichgesinnter lese, dann fällt mir leider kein besserer Begriff ein.

Meine Definition eines "Gutmenschen": Notorischer Opportunist und Mitläufer, dessen einziges Ziel es ist, stets auf der "richtigen" Seite zu stehen. Stellt sich im Zweifel einfach dumm, um nur ja nie in den Verdacht zu geraten, auf der "falschen" Seite zu stehen. Gibt vor, sich für Menschenrechte einzusetzen, ist in Wahrheit aber nur daran interessiert, selbst zu den "Guten" zu gehören und sich "gut" dabei zu fühlen.
Im Zweifel sind ihm die Rechte einer "Kultur" wichtiger als die von Individuen. Was er für sich selbst fordert - z.B. das Recht auf freie Meinungsäußerung - verweigert er Menschen, die das Pech haben, in eine andere "Kultur" hineingeboren zu sein. Und diejenigen "Kulturen", deren selbsternannte Sprecher am lautesten schreien und am schnellsten beleidigt sind, stehen unter dem ganz besonderen Schutz des Gutmenschen.

Muhabbetci 10.12.2010 | 17:20

@Wolfram Heinrich schrieb am 10.12.2010 um 10:37

Bei allem Respekt lieber Wolfram, 09/11 mag alles gewesen sein aber ein Anschlag von Islamisten? Daran habe ich sehr grosse Zweifel. Übrigens nicht nur ich, viele Wissentschaftler und Politologen auch.
Aus Deuschland wäre da Peter Scholl Latour zu erwähnen der ganz offen in einer Sendung gesagt hat das die Anschläge nicht von Islamisten verübt worden sei.

Natürlich dürfte dies ein Thema sein der extra aufgerollt werden sollte.

Emma in Uniform 10.12.2010 | 17:45

@Borievaasch:

Rahab kommt nicht aus dem Osten, Sie
Möchtegern-Franak.

("Zonen"-Hass treibt Sie ebenfalls um,ja.. wer hätte es gedacht.:))

Nochmal, Sie haben mit sehr viel Schmelz in jenem Kommentar doch behauptet,
Sie hätten "auch keine Lust mehr auf den Islam",
war das nicht so? Erinnern Sie sich?

Dann mal Abgang aus diesen Blogs, sonst wirken Sie:

Fou-fou.

Ist Ihnen Ihr blanker irrer Hass aber auch wert?

Bon.

Ich empfehle Ihnen, Ihren Brüdern und der einen Schwester im Geiste, einfach mal zu schauen, wie seltsam ähnlich Ihr Geschwätz tatsächlich demjenigen ähnelt, dass
seit 1933 massenhaft postal, sehr beflissen und enthusiastisch geschrieben, bei der Gestapo reingetrudelt kam, allerdings MIT NAMEN und ADRESSE, zum Wohle der deutschen Bevölkerung,
wurden die jüdischen und vermeintlich jüdischen, kommunistischen, homosexuellen Mitbürger denunziert, astrein wurden da die Gebetsmühlen betätigt, "jeden Tag:Fasching..,...Betrüger, Mißbrauch,..Stütze...Fehlverhalten..."wir" ja "wir" "zahlen" für "die"...."

Ihr ellipsen-epileptisches Gekreische
klingt nach.

Lauschen Sie genau hin.

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belle-hopes 10.12.2010 | 18:20

merdeister: DAS ist nicht meine aufgabe, sondern eigentlich die der autorin, oder? die autorin, die DIESES SCHÖNE ZIEL übrigens nicht schreibt/ anstrebt (?), oder wo bleibt die VERANTWORTUNG des scheibers? andere kommentatoren haben ja anscheinend auch so verstanden, ob sie es gut finden oder nicht, was ich meine. bei hochburg wird mir auch ganz schwummrig. auch bei autoren, die immer wieder mit derselben unüberlegten oder bewussten machart solche texte schreiben. feuer mit feuer bekämpfen, anstatt wasser zum löschen nehmen. schon ABSURD, dass man das gut findet und sich an meinem appell für "ruhe" ereifert. verdrehte welt!

merdeister 10.12.2010 | 21:31

Mein allerliebster Donnerstag,

wir spielen Rollen, die und von anderen zugewiesen werden. In Deinem Theater spiele ich den dümmlich grinsenden Gutmenschen, mit vom Kopfnicken hypertropher Nackenmuskulatur. Die Kritik, so hörte ich, ist begeistert.

Deine Rollenbeschreibung ist wirklich herzallerliebst, deutet jedoch darauf hin, dass Du dem Stück nicht sehr aufmerksam folgst, oder es nicht verstehst.

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belle-hopes 10.12.2010 | 21:53

wenn nichts mehr geht dann werden die "du bist ja dumm- die anderen hier sind so klug"- karten raus gezogen; wie fad. ja, wenns mal nicht anders herum ist und hier jemand gekränkte eitelkeit mit wissen verwechselt. wo du schon auf dem wissen herum reitest dann erklär doch mal was dir nicht passt. ich habs deutlich ausgedrückt, ganz ohne ego, hier gehts doch um die sache, um die gute sache, oder? oder doch bloß um das virtuelle ego- spiel, das man überall im internet findet. alle der sache dienlichen hinweise werden gerne entgegen genommen. herzlichst.

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belle-hopes 10.12.2010 | 22:10

und was hat das mit meiner kritik zu tun? ich kritisiere die art und weise wie darüber berichtet wird, nicht dass berichtet wird. muss ich das dazu sagen? autoren in einem politischen forum sollten doch die eh schon augfewühlte stimmung nicht noch mehr aufwiegeln. provokation braucht keiner mehr. und "hochburg" ist provokation, so viel anspruch an sprache stelle ich schon an den autor. wut vernebelt das hirn, habe ich mal gelesen. anyway. derDonnerstag: der iranblogger hat gerade einen noch schlimmeren anti- israel- blog geladen, den habe ich gerade gemeldet. lg

derDonnerstag 10.12.2010 | 22:20

@Belle Hopes
So ist das hier. Ich finde nur, in mehrfacher Hinsicht ist die F.C. einzigartig. Auf Leute (bzw. Nicks) wie merdeister, die ca. einmal im Jahr einen Beitrag zur Sache schreiben und sich ansonsten mit Schleimereien, unlustigen Witzeleien, blöden Anmachen und vieldeutigem Geschwurbel gefallen, bin ich sonst noch nirgends getroffen.
Ich kenne auch kein anderes Forum, wo es geduldet, anscheinend sogar gerne gesehen wird, dass User sich unter mehreren Nicks anmelden und umgekehrt mehrere User einen Nick besetzen, z.B. die "Spaßguerilla" oder "Streifzug" - das Geheimnis, wer sich dahinter verbirgt, aber streng gehütet wird.
Dass es erlaubt ist, andere User regelmäßig als "Faschisten" zu beschimpfen, die treffende Kennzeichung einer Argumentationsstrategie als rabulistisch dagegen verboten ist, ist wohl auch einmalig.
Und was diesen und diverse andere Artikel betrifft. Ich kenne auch keine Zeitung, abgesehen vielleicht von der "Neuen Rheinischen Zeitung" (die nur online erscheint), die so einen dilettantischen Murks veröffentlicht.

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belle-hopes 10.12.2010 | 22:56

derDonnerstag: ja, wenn kritik am niveau und der machart eines textes als was- weiß- ich ausgelegt wird ohne auch nur ein funken vom inhalt der kritik zu verstehen oder wahrnehmen zu wollen dann ist echt ein unteridisches level erreicht worden, da wäre es ehrlicher sich gleich bei der BILD anzumelden und sich nicht scheinheilig unter dem dach des FREITAG zu verlustieren. ups, schon wieder anspruch. das muss ich lassen, diese zielorientiertheit und das anspruch- haben.

Muhabbetci 10.12.2010 | 23:09

@Belle Hopes schrieb am 10.12.2010 um 21:10

"im journalistischen Sprachgebrauch einen Ort, an dem eine bestimmte geistige, politische, gesellschaftliche oder wirtschaftliche Richtung besonders stark vertreten ist (z. B.: Parteihochburg; Fußballhochburg, Karnevalshochburg)."
sagt Wikipedia...

"Die Deutschen sind viel intoleranter gegenüber dem Islam und anderen nicht-christlichen Religionen als ihre westeuropäischen Nachbarn", das ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Umfrage zur religiösen Vielfalt in Europa.
bildungsklick.de/pm/76213/uni-muenster-deutsche-sind-besonders-intolerant-gegenueber-dem-islam/

Darf man da von "Hochburg" sprechen oder nicht Frau Hopes?
Oder lassen sie mich das andersherum fragen.
Ab wann würde Deutschland für sie zum Hochburg der Anti-Islamisten sein?
Wieviele Brandanschläge? Opfer? Diskriminierungen?

Muhabbetci 10.12.2010 | 23:25

@beaurivages schrieb am 10.12.2010 um 21:56

Richtig!
Die Fakten sagen uns das die Kriminalität von Ausländern und Deutschen genau so hoch ist, nachdem man die Asylantenvergehen und Ausländergesetz aus der Rechnung raus nimmt!

Was bedeuten würde, das sowohl Deutsche wie auch Ausländer im grossen und ganzem die gleichen Probleme haben.

Sozialer Umfeld und darüber redet keiner! ( Warum eigentlich nicht?)

Liegen nicht eben dort die Probleme?
Sei es nun Türken, Araber, Russen oder aber auch Deutsche!

Lassen sie uns die Armut dort bekämpfen wo sie ensteht. Bei der Politik.

Die Gesellschaft macht es sich einfach wenn sie die Schuld auf eine Gruppe abwälzt. Somit lässt es sich sehr gut verschleiern welche Fehler gemacht wurden und die wahren Absichten werde sehr schön verdeckt.

Na ja.., eine sehr gute Freundin sagt immer " Die Geschichte besteht nur aus wiederholungen"
Hoffen wir das sie nicht recht hat....

thinktankgirl 10.12.2010 | 23:43

Um auf mein gesamtgesellschaftliches Konzept zurückzukommen, habe ich nach antisemitischen Straftaten gesucht.

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres[2008] gab es bundesweit fast 800 antisemitische und 14.000 rechtsextreme Straftaten.

Und ich wiederhole nochmals:

Es wäre schön, wenn jetzt noch ein solidarischer Bogen zu allen anderen benachteiligten Gruppen in D geschlagen und die eigene Diskrimierung als Teil eines gesamtgesellschaflichen Zustandes analysiert werden könnte.

Muhabbetci 10.12.2010 | 23:58

@beaurivages schrieb am 10.12.2010 um 22:32

Ich kann es aber beweisen, das ist der Unterschied zwischen ihnen und mir. Ich behaupte niemals etwas was ich auch nicht beweisen kann!

Probleme und Kritik statistischer Auswertung

Während in den Medien und der Öffentlichkeit regelmäßig aus den bloßen Zahlen der PKS Aussagen über Kriminalität gezogen werden, besteht unter Kriminologen Einigkeit darüber, dass ein Vergleich der TVBZ zwischen Deutschen und Nichtdeutschen nicht ohne weiteres möglich ist. Teilweise wird angenommen, dass die PKS gar keine Rückschlüsse auf Kriminalität zulässt (Brüchert, 1).
In der Mehrzahl wird jedoch auf die im folgenden kurz erläuterten Verzerrungsfaktoren hingewiesen, um die vor einem Vergleich lediglich kontrolliert werden müssten (Rebmann, 174 ff).
Dunkelfeld

Die PKS enthält lediglich Informationen über das Hellfeld und somit über die Registrierung von Tatverdächtigen.
Bevölkerungsstatistik

Bestimmte Gruppen von Nichtdeutschen sind in der Bevölkerungsstatistik nicht enthalten, treten aber dennoch als Tatverdächtige in der PKS auf. Hierzu gehören Illegalisierte, Touristen/Durchreisende, Besucher, Grenzpendler und Stationierungskräfte. Das führt bei einer Umrechnung der Tatverdächtigen auf 100000 Einwohner automatisch zu einer höheren TBVZ in der Kategorie der Nichtdeutschen.
Strukturelle Zusammensetzung

Das Geschlecht, das Alter und die soziale Herkunft haben Einfluss auf das Risiko, in der PKS als tatverdächtig registriert zu werden.
Der Anteil männlicher Personen zwischen 20 und 30 Jahren, der generell einem hohen Registrierungsrisiko unterliegt, ist in der Kategorie der Nichtdeutschen deutlich überrepräsentiert.
Darüber hinaus leben Nichtdeutsche häufiger in Großstädten und gehören zu einem größeren Teil unteren Einkommens- und Bildungsschichten an.
Das alles sind Faktoren, die zu einem höheren Registrierungsrisiko und somit zu einer hohen TVBZ führen.
Ausländerspezifische Delikte

Ungefähr ein Fünftel der in der PKS erfassten Delikte von Nichtdeutschen sind Tatbestände aus dem Ausländer- und Asylverfahrensgesetz. Diese Delikte können tatbestandlich nur oder eher von Nichtdeutschen begangen werden. Demgegenüber haben Delikte, die ausschließlich von Deutschen begangen werden können, keinen erheblichen Einfluss auf die PKS.
Selektivität strafrechtlicher Sozialkontrolle

Die PKS wird wesentlich durch das Anzeigeverhalten der Bevölkerung sowie der Verfolgungsintensität durch die Polizei bestimmt.
Eine erhöhte Anzeigebereitschaft der Bevölkerung sowie eine erhöhte Protokollierungsbereitschaft der Polizei gegenüber Nichtdeutschen wirkt sich insofern negativ auf die TVBZ aus (Kubink, 54 f; Mansel 1989, 156)
www.kriminologie.uni-hamburg.de/wiki/index.php/Ausl%C3%A4nderkriminalit%C3%A4t

Hier sollten sie auch mal vorbei schauen.
www.isoliert.de/pks.php

Nachdem sie das alles gelesen haben würde ich sie bitten, nochmals zu sagen das ich mich irren würde.

Aber bitte erst unbedingt lesen. Danke!

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rudi-loehlein 11.12.2010 | 00:11

@Emma in Uniform am 10.12.2010 um 00:12

"thinktankgirl ist schwer in Ordnung"

"Es geht thinktankgirl um Solidarität, mit Menschen, die von exakt den selben Friedhofsmaden bekrochen werden wie viele Muslime..."

Stimmt thinktankgirl ist sehr brav! "Bravsein" muss sich wieder lohnen! Für das "Naturweib" und das "Mutterrecht" mit seiner "emanzipatorischen" "Hochzucht und der Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat...."

Uwe Theel 11.12.2010 | 03:25

@ thinktankgirl und Rahab,

Ich bitte doch mir gegenüber die Contenance zu bewahren, immerhin wurde mir der Titel "Ehrenfrau" verliehen (fidelche glaubt inzwischen ernsthaft, ich sei einen Frau, hält mich auch für jünger als ich bin - er hat halt noch Sehnsüchte, in seinem Alter), sodaß ich unter gleichen Voraussetzungen wie ihr in den schrägen Wettbewerb geschubst wurde. Also: Solidarität!

Als öffentliche Gestalten der Bloggeschichte müssen wir das hinnehmen. Die noch viel schrägeren Preise bekommen ja fescher Weise, sowieso diejenigen, die glauben sie wären gegen das, was in den zu übergebenden Büchern und stünde und was die offerierten Urlaubspartnerinnen so zu sagen haben.

Nicht Mysogonie in der FC ist hier also das Thema, sondern Masochismus bei den Tabubloggern und "Freunden".

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Ehemaliger Nutzer 11.12.2010 | 10:45

Seit 2002 erstellt die Amadeu Antonio Stiftung nach Pressemeldungen bzw. Informationen von Projekten und Initiativeneine Chronik antisemitischer Vorfälle .

Amadeu Antonio Kiowa lebte als angolanischer Vertragsarbeiter in Eberswalde in Brandenburg. In der Nacht vom 24. auf den 25. November 1990 zog eine Gruppe von etwa 50 rechtsextremen Jugendlichen mit Baseballschlägern durch die Stadt, um Jagd auf Schwarze zu machen. In einer Gaststätte trafen sie auf drei Afrikaner, die sie verprügelten. Während zwei Mosambikaner teils schwer verletzt flüchten konnten, erwachte der 28-jährige Amadeu Antonio Kiowa nicht mehr aus dem Koma. Er starb zwei Wochen später.

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belle-hopes 11.12.2010 | 10:52

herr muhabbetci, sie kommen mir langsam etwas neurotisch vor in ihrer faktenverdreherei und bekehrversuchen, wenn sie dinge nicht verstehen AKZEPTIEREN sie doch einfach andere meinungen und hören VERDAMMT nochmal damit auf das als fremdenfeindlichkeit zu bezeichnen, sonst könnte man im gegenzug mal damit anfangen ihre liebelei zu einem iranopoly aufzudecken, der hier in einer tour wie sie mit anti- israelischer hetze um sich schmeisst.

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belle-hopes 11.12.2010 | 10:58

herr muhabbetci, weil sie es selbst nicht merken: mit ihren schrulligen überredungsversuchen sind sie bei mir falsch, mit ihrer faktenauslegung wie es ihnen passt, mit ihrer ideologie, ich nehme sie jedenfalls nicht ernst, sie sich selbst vermutlich dafür umso mehr. ERKLÄREN SIE DOCH LIEBER WARUM SIE ANDERE MEINUNGEN HIER NICHT AKZEPTIEREN WOLLEN, ANTI- ISRAEL/ ANTI- DEMOKRATIE- TEXTE EINES BLOGGERS IRANOPOLY VERTEIDIGEN! danke

Muhabbetci 11.12.2010 | 11:35

@Belle Hopes schrieb am 11.12.2010 um 09:52

Verehrteste, ich sagte ihnen schon drüben im Blog das ich nicht für ihre Probleme die Schuld trage. Was auch ihnen widerfahren sein mag, bitte lassen sie ihre Frust nicht bei mir ab! Denn ich bin es nicht gewesen.
Sie beschuldigen mich schon wieder als jemanden der hier Menschen bekehren möchte. Ohne zu wissen oder zu merken sagen sie " Die Menschen hier sind dumm, sie lassen sich leicht bekehren", was meiner Meinung nach eine Beleidigung für alle Menschen sind die hier Schreiben.
Niemand ist dumm und niemand möchte irgendjemanden bekehren.

Nicht jeder der Israel kritisiert betreibt Hetze. Ich habe jüdische freunde, ich habe jüdische Menschen mit denen ich mich Unterhalte. Wir haben keine Probleme damit das man sowohl Israel wie auch Iran kritisiert.
Das ist der Unterschied zwischen ihnen und mir.

Vielleicht bringen sie mal zur Abwechslung etwas Produktives mit in die Debatte die hier geführt wird?
Ich würde es begrüßen.

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beaurivages 11.12.2010 | 11:52

@Muhabbetci

Bei allem Verständnis für Ihre Position ist das natürlich Quatsch, was Sie da schreiben.

Tatsache ist, dass in 2009 lt. statistischem Bundesamt allein für Mord und Totschlag in Deutschland ca. 30 % der Verurteilten Ausländer sind (siehe link).
Wenn Sie die "Paßdeutschen" mit Migrationshintergrund dazu zählen würden, wäre die Quote noch weit höher.
Außerdem sind ca. 60 % der Insassen in deutschen Gefängnissen ausländisch oder mit Migrationshintergrund.
Die Quote von sogenannten Intensivtätern liegt bei über 90 %.
Ihre türkischen Landsleute zählen in allen dieser Bereiche zur traurigen Spitzengruppe.

Sie wissen es wahrscheinlich auch mindestens so gut wie ich, dass besonders grüne und SPD-Politiker zu allen Kriminalitätsstatistiken immer mit langen Erklärungen vorweg darauf hinweisen, dass die Kriminalität von Ausländern/Migranten angeblich gar nicht so hoch sei.
Damit wollen sie offensichtlich ihre verfehlte Zuwanderungspolitik relativieren.
Und natürlich "Paßdeutsche" als Wähler gewinnen.

Die Zahlen sagen aber klar etwas anderes:

www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Rechtspflege/Strafverfolgung/Tabellen/Content75/AuslaendischeVerurteilte.psml

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beaurivages 11.12.2010 | 12:21

@Muhabbetci

Bei allem Verständnis für Ihre Position ist das natürlich Quatsch, was Sie da schreiben.

Tatsache ist, dass in 2009 lt. statistischem Bundesamt allein für Mord und Totschlag in Deutschland ca. 30 % der Verurteilten Ausländer sind (siehe link).
Wenn Sie die "Paßdeutschen" mit Migrationshintergrund dazu zählen würden, wäre die Quote noch weit höher.
Außerdem sind ca. 60 % der Insassen in deutschen Gefängnissen ausländisch oder mit Migrationshintergrund.
Die Quote von sogenannten Intensivtätern liegt bei über 90 %.
Ihre türkischen Landsleute zählen in allen dieser Bereiche zur traurigen Spitzengruppe.

Sie wissen es wahrscheinlich auch mindestens so gut wie ich, dass besonders grüne und SPD-Politiker zu allen Kriminalitätsstatistiken immer mit langen Erklärungen vorweg darauf hinweisen, dass die Kriminalität von Ausländern/Migranten angeblich gar nicht so hoch sei.
Damit wollen sie offensichtlich ihre verfehlte Zuwanderungspolitik relativieren.
Und natürlich "Paßdeutsche" als Wähler gewinnen.

Die Zahlen sagen aber klar etwas anderes:

www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Rechtspflege/Strafverfolgung/Tabellen/Content75/AuslaendischeVerurteilte.psml

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beaurivages 11.12.2010 | 12:52

@Belle Hopes

Ich habe die Kommentare zwischen Ihnen und Herrn @muhabbetci und teilweise von Frau @Rahab gelesen.

Sie sehen die Dialoge mit ziemlich viel Herzblut!
Würde ich an Ihrer Stelle nicht so machen.
Dadurch gehen oft Dialoge zu sehr ins Persönliche.

Das ist doch hier nur eine offenen Community, in der Jeder der es möchte "nur" seine Meinung äußern kann/darf.

Trotzdem, die FC ist für mich sehr interessant als "Nicht-Linksliberaler".

Man lernt die Meinungen der linken Szene gut kennen und kann auch hervorragned etwas mobben, wenn man außerhalb des Mainstreams hier kommentiert.

In einer Community, die einen "mittigen" Mainstream vertritt, würde ich es langweilig finden zu kommentieren.

Das liefe dann meistenteils in einer "Selbstbeweihräucherung" hinaus, so wie hier auch häufig praktiziert unter linksorientierten Kommentatoren.

Dann gibt es hier noch die Beiträge und Kommentare von den Redaktionsmitgliedern, die natürlich linksliberal sein müssen. Alles andere wäre auch widersinnig.

Die Redakteure vom "der Freitag" wären sicher fehlplaziert bei der FAZ und umgekehrt.

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rahab 11.12.2010 | 13:29

was fang ich jetzt mit dieser statistik an?
nicht viel
denn sie ist - liegt wohl in der natur der sache - recht nichtssagend bis undifferenziert
sie verrät mir nichts über nationalitäten
sie verrät mir nichts über religionszugehörigkeiten
sie verrät mir nichts über die die kombinationen dieser beiden (oder noch anderer wie z.b. geschlecht) daten
sie verrät mir auch nichts über verfolgungsintensitäten
und darüber, wie sie zustandegekommen ist, verrät sie mir auch nichts

dann kann ich mir gedanken darüber machen, zu welchem zweck sie hier eingestellt wird
hm?
also frag ich mal ganz naiv:
angenommen, alle diese ausländischen straftäter wären muslimische (sunnitische) türken
kann das rechtfertigen
frauen mit türban aggressiv anzugehen
bewerbungen mit einschlägig aussehenden namen auszusortieren
beim job-center/bei der arge statt einer fortbildung zu xy eine stelle aus bauhilfsarbeiter/putzkraft anzubieten
beim lesen von wörtern wie islam, minarett, moschee, imam, sharia, koran .... zeter und mord zu schreien
und was es da an diskriminierung/herabsetzung noch mehr gibt...
also: selbst wenn es so wäre, rechtfertigt das irgendwelche vorbehalte bis angriffe wegen ethnie, nation, religion?

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beaurivages 11.12.2010 | 13:47

@Rahab
>...denn sie ist - liegt wohl in der natur der sache - recht nichtssagend bis undifferenziert
sie verrät mir nichts über nationalitäten usw.

Wenn Sie mehr über die von Ihnen gewünschten Differenzierungen erfahren möchte, sollte Sie sich an www.destatis.de wenden.
Wobei ich aber annehme, das Differenzierungen wie z. B. über muslimische (sunnitische) Türken datenmäßig eher nicht erhoben wurden.

Das die Daten im o. a. link Ihrer Meinung nach nichtssagend sind, entspringt wohl eher ihrer eingefärbten Grundhaltung.

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rahab 11.12.2010 | 14:53

eingefärbte grundhaltung?
was wäre das denn, beau...?

meine fragenden anmerkungen resultieren eher daraus, dass sich mit dieser statistik eben nicht viel anfängen läßt

schließlich verrät sie uns noch nicht mal, wieviel "Paßdeutsche" bei den "Ausländern" versteckt sind
und wieviel amis und franzmänner und itaker und ... und ob die eher bei den einen oder bei den anderen....

und wie hoch nun der echt-deutsche anteil an welchen arten von kriminalität (ach ja - die sparte regierungskriminalität fehlt ja auch!) ist, erfährt mensch auch nicht

aber, nochmals:
selbst wenn sich dieser statistik genaueres entnehmen ließe - wofür wäre dies im zusammenhang mit den im ausgangsartikel behandelten studien relevant?

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beaurivages 11.12.2010 | 15:29

@Rahab
>meine fragenden anmerkungen resultieren eher daraus, dass sich mit dieser statistik eben nicht viel anfängen läßt

schließlich verrät sie uns noch nicht mal, wieviel "Paßdeutsche" bei den "Ausländern" versteckt sind

Nun, wer selber schon einmal Statistiken erstellt hat, weiß, dass die Erstellung von Daten sich immer nach den Erhebungsfragen richtet.
Der o. a. link ist eben "nur" aus dem Internet und die Auflösung der Daten entspricht den Überschriften der Rubriken.
Deshalb ist aber sicherlich noch eine größere Auflösung beim Ersteller abfragbar.

Was die Erhebung zu den "Paßdeutschen" angeht, ist wohl zu vermuten, dass diese in der Gruppe der Mörder und Totschläger ziemlich sicher zu den ca. 70% der nichtausländischen Straftäter gezählt wurden.
Heißt, dass viele "Paßdeutsche" mit Migrationshintergrund ganz allgemein als Deutsche verkauft wurden.
Darüber sind ja die Grünen und die SPD immer ganz glücklich.

Aber wie gesagt, dass alles müßten Sie bei Interesse bei destatis.de (Statistisches Bundesamt) hinterfragen.

Ich wollte Herrn @Muhabbetci mit dem link nur wieder richtig rum aufs Pferd oder das Kamel helfen.

Ausländer und "Paßdeutsche" mit Migrationshintergrund sind deutlich krimineller als autochthone Deutsche.
Da hilft auch kein linksliberales Deuteln drüber hinweg!

Uwe Theel 11.12.2010 | 16:55

@Rudi Löhlein schrieb am 11.12.2010 um 14:20

@thinktankgirl

ich schau dir in die Augen, Kleines

Wenn Sie imposter wirklich Rudi Löhlein wären, dann würden Sie schweigen, so wie Ihr spiritus rector, der herr Polt , erschaffen hat.

Aber Sie sind nicht Rudi Löhlein, da Polt nicht so ungebildet wäre´, die vollkommen falsche Übersetzung von Here`s lookin´ at you kid!" aus der deutschen (sic!) Fassung von "Casablanca" zu benutzen.

Gehen Sie zurück dahin, von wo Sie herkommen! - Vulgo: Verpiss´ Dich!

Muhabbetci 11.12.2010 | 17:12

@beaurivages schrieb am 11.12.2010 um 11:21

Gut gebrüllt Löwe.
Aber lassen sie uns zusammen Brüllen ;)
Gesamt %
Straftaten insgesamt 169 315 20,0

Davon abzuziehen sind
Straftaten gegen Staat,
öffentl. Ordnung und im Amt1 4 325 16,7

Verletzung der Unterhaltspflicht 324 12,2

Urkundenfälschung
(einschl. Falschbeurkundung
und verändern von amtlichen Ausweisen) 5 563 31,4

Gemeingefährliche einschl.
Umweltstraftaten1 812 14,3

Straftaten im Straßenverkehr 30 335 16,1

nach dem Aufenthaltsgesetz 7 458 94,2

Bleiben über 120 498!

Hier können sie dann auch mal die "Deutschen" begutachten. Daran können sie dann sehen wer wieviel Straftaten hat.
Ein paar Beispiele!

Mord und Totschlag2 602 Gesamt
Ausländer Mord und Totschlag2 178 Ausländer!
Hier sind aber auch Touristen, Europäer mit drin!

Sexueller Missbrauch von Kindern 2 242 Gesamt
Sexueller Missbrauch von Kindern 216 Ausländer

Körperverletzung
(auch schwere und gefährliche)1 83 951 Gesamt
Körperverletzung
(auch schwere und gefährliche)1 17 409 Ausländer

So kann man dann sehr schöne einzeln rechnen und nachschauen ob die Vorurteile stimmen.

Natürlich spielen da noch andere Kriterien eine Rolle die ja oben in einem Link von mir sehr gut gelistet sind.

www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Rechtspflege/Strafverfolgung/Tabellen/Content75/VerurteilteStrafart,templateId=renderPrint.psml

Uwe Theel 11.12.2010 | 17:15

@ Rahab schrieb am 11.12.2010 um 16:06
wer verdünnisiert sich bei tab-uhu?

Das durchlüftungsfähige, biegsame und abwaschbare Arielchen. Dem ist Die Fahrerei mit dem Jungen im Panzer wohl zu anstrengend geworden. Sie sieht jetzt recht blass aus und ruft nurmehr:

"me: sry, get me pardon (of OFFme), please."

Aber die Panzerbesatzung ist ja mit Web 2.0 beschäftigt. Und: Eine Null mehr oder weniger, was macht das schon?

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beaurivages 11.12.2010 | 18:21

@Muhabbetci

>Mord und Totschlag2 602 Gesamt
Ausländer Mord und Totschlag2 178 Ausländer!
Hier sind aber auch Touristen, Europäer mit drin!
...
Körperverletzung
(auch schwere und gefährliche)1 83 951 Gesamt
Körperverletzung
(auch schwere und gefährliche)1 17 409 Ausländer.

Ja, was soll ich antworten?!
Ihr Kommentar ist jetzt viel objektiver als die vorherigen.

Wir sind uns sicher einig darüber, dass Verstöße gegen das Asylrecht, z. B. unberechtigter Aufenthalt außerhalb der zugewiesenen Stadt, eigentlich kein kriminelles Vergehen ist.
Über solche "Taten" sollte man m. E. gar keine Statistiken führen.

Mit den oben genannten Straftaten sieht es schon ganz anders aus.
Eine Anmerkung zu den Zahlen für Mord und Totschlag.
Sicherlich sind da auch Touristen und Europäer drin enthalten.
Andererseits sind bei den 424 Deutschen auch einige "Paßdeutsche" mit Migrationshintergrund drin enthalten.
Ähnliches gilt auch für die Straftaten zur Körperverletzung.

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rahab 11.12.2010 | 18:51

ne
kindergottesdiensthelferin

im übrigen find ich so was
www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/weniger-verdachtsfaelle-bei-scheinehen/
viel interessanter

und warte immer noch auf die beantwortung der frage, was kriminalität nicht-als-inländer-begriffener menschen mit vorurteilen gegenüber muslimen und übergriffen auf selbige zu tun hat! was die daran rechtfertigen soll!
nu? ich warte

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beaurivages 11.12.2010 | 19:00

@Rahab
>und warte immer noch auf die beantwortung der frage, was kriminalität nicht-als-inländer-begriffener menschen mit vorurteilen gegenüber muslimen und übergriffen auf selbige zu tun hat! was die daran rechtfertigen soll!
nu? ich warte

Frage bitte mal anders.
Ich bin zu doof, die Frage so zu verstehen.
Ist mir fürchterlich peinlich und unangenehm, - muß aber leider damit leben!

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belle-hopes 12.12.2010 | 11:22

wenn ich den kommentaren hier entnehmen soll, dass kritik am niveau eines textes fremdenfeindlichkeit sein soll, weil der autor so einen namen hat (was mir ja weder über seine religion noch geburtsort oder sonst was sagt), dann sind diese kommentatoren wirklich auf BILD- niveau, nur in der linken ecke. die herr- und frauschaften, wo ist denn hier das liberalsein und der verstand, mit dem einloggen flöten gegangen? so viel stumpfsinn in worte zu fassen beleidigt die worte.

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Ehemaliger Nutzer 12.12.2010 | 13:12

@Emma in Uniform
Da auch die von den US-behaupteten biologischen und chemischen Massenvernichtungswaffen und unterirdische Anlagen zur Urananreicherung im Irak, Saddams Besitz von Uran aus Afrika (und A-Bombe "within a year",(!)yes, yes), natürlich Verbindungen zu Al Kaida und haha, Bin Laden, baldiger irakischer Angriff auf die USA bzw. den Westen, mithin der seltsamen Wahlvorgängen Florida u.a., uswusf. KEINE: "fakes" waren, die die USA besonders jetzt auch GAR NICHT wie die "hinterletzten Idioten" aussehen lassen.

Ist der Unterschied zwischen den beiden Arten von Fakes nicht klar?
Das eine ist ein moralischer Nachteil für einen selber: Huhu, sie haben mich beim Lügen erwischt. Es handelte sich hier um Propagandalügen, die man sich mal ausdenkt, um irgendeine Aktion, die man auf jeden Fall gemacht hätte, zu rechtfertigen. Gut, vorher glaubt die Geschichten kaum einer, nach der Aktion ist der Unfug dann erwiesen, aber erfahrungsgemäß wird bis dahin sowieso wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben und die Geschichte kann man dann mit einem Achselzucken abhaken.
Das andere wäre ein inszenierter Anschlag gegen sich selber, mit dem man sich selber als wirklich den hinterletzten Idioten darstellen würde. Es ist eine technische Selbstbezichtigung . Wir, der mächtigste, höchstgerüstete Staat der Welt, lassen uns von einer Handvoll Kameltreibern nicht irgendein Gebäude zerstören, sondern das Symbolgebäude (Word Trade Center) des Kapitalismus mitten in der Hauptstadt des Kapitalismus. Wir lassen uns zeitgleich fünf Verkehrsflugzeuge einfach klauen, die dann als Waffe gegen uns verwendet werden.

Ist der Unterschied nicht mit Händen zu greifen?

Ciao
Wolfram

derDonnerstag 12.12.2010 | 17:00

@Belle Hopes
Im Grunde steckt dahinter jene Geisteshaltung, die Pascal Bruckner als "Rassismus der Antirassisten" bezeichnet hat.
www.perlentaucher.de/artikel/3594.html
Die Wurzeln sind dieselben, vor allem ein kulturalistisches Denken. Der Unterschied ist: Rassisten halten ihre eigene Kultur hoch - oder was sie dafür halten, "linke" Rassisten hassen ihre Kultur - nicht nur die angebliche "deutsche Leitkultur", sondern auch Demokratie, die Errungenschaften der Aufklärung und die universalen Menschenrechte.

Vor allem aber hassen sie die Amis, weil sie uns befreit haben und den Juden verzeihen sie den Holocaust nicht. Vermutlich bevorzugen sie gerade deshalb Muslime als Opfergruppe, für deren Interessen sie sich vorgeblich einsetzen. Damit der "linke" Rassist solche Opfer beschützen kann, müssen diese natürlich erst mal zu Opfern deklariert werden. Muslime sind nach dieser Lesart ein wenig unterbelichtet, vertragen keine Kritik, sind total empfindlich - wogegen nur "Achtsamkeit" hilft - und generell ganz schwach und hilflos.

Nach dem Schema der Transaktionsanalyse nach Thomas A. Harris fallen Rassisten unter die Kategorie "ich bin o.k. - du bist nicht o.k." und die antirassistischen Rassisten unter die Kategorie "ich bin nicht o.k. - du bist o.k."
Folgt man dieser Theorie, dann gibt es sehr viel mehr antirassistische Rassisten als Rassisten, denn die Einstellung "ich bin nicht o.k. - du bist o.k" gilt als die häufigste, die gegensätzlich als sehr selten.

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belle-hopes 12.12.2010 | 18:00

rassismus, feindbild, was weiß ich, was einem hier noch alles verdreht unterstellt werden kann, mir ist das zu gruslig. und mir fällt dazu nur paul watzlawick ein mit seiner klaren nennung von neurosen und psychosen; ich für meinen teil hab ja schon länger festgestellt, dass die mehrheit hier weder mit reflektiertheit, differenzierung oder akzeptanz gesegnet ist und sich wehrhaft gegen das spiegelvorhalten weigert. internet machts möglich. nochmals: gruslig. zum thema kann ich nur sagen, dass es mir egal ist wer welchen artikel schreibt, wenn ich ihn nicht gut halte rein qualitativ ist das nun mal so. könnte man auch schnell überprüfen...egal.

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Ehemaliger Nutzer 12.12.2010 | 18:49

@derDonnerstag
Der Unterschied ist: Rassisten halten ihre eigene Kultur hoch - oder was sie dafür halten, "linke" Rassisten hassen ihre Kultur - nicht nur die angebliche "deutsche Leitkultur", sondern auch Demokratie, die Errungenschaften der Aufklärung und die universalen Menschenrechte.

Ob du diese Verachtung der linken Rassisten gegenüber ihrer eigenen Kultur, gegenüber Aufklärung und Menschenrechten anhand von Äußerungen hier mitdiskutierender linker Rassisten belegen könntest? Du darfst gerne meine Beiträge für diese Analyse nehmen.

Vor allem aber hassen sie die Amis, weil sie uns befreit haben und den Juden verzeihen sie den Holocaust nicht.

Der Spruch von den Antiamerikanern kam mit den 68ern auf. Ich bin damals viel in Kreisen von Antiamerikanern verkehrt und was dort auffiel, das waren lebensgroße Ganzkörperbilder von Humphrey Bogart und Marilyn Monroe, aus der ständig laufenden Stereoanlage kam Musik von Frank Zappa oder Janis Joplin, auf dem Klo lagen Salinger und Hemingway im Original zur gefälligen Lektüre rum.
Und was Israel und die Juden betrifft, so möchte ich zum wiederholten Male darauf hinweisen, daß der Staat Israel und die damit verbundenen Probleme für den Nahen Osten und die Weltpolitik eine direkte Folge des europäischen Antisemitismus, mit dem Holocaust als Krönung, ist.
Als man die Juden ausgrenzte und in Ghettos abschob, hat man ihnen ihre Andersartigkeit und mangelnde Integrationsbereitschaft vorgeworfen, als die Juden sich dann assimilierten und bis auf den samstäglichen Synagogenbesuch nicht mehr von den anderen Leuten unterscheidbar waren, hat man ihnen ihre tückische Tarnung vorgeworfen.

Vermutlich bevorzugen sie gerade deshalb Muslime als Opfergruppe, für deren Interessen sie sich vorgeblich einsetzen.

Naheliegende Erklärungen sind anscheinend so nah, daß du sie mit deinen kurzsichtigen Augen nicht mehr wahrnehmen kannst. Die Erklärungen nämlich, daß Muslime die bei weitem größte Bevölkerungsgruppe in Deutschland sind, die - von uns gerufen - nach Deutschland gekommen sind und nunmehr seit einigen Generationen bei uns leben.

Ciao
Wolfram

derDonnerstag 12.12.2010 | 19:22

@Wolfram Heinrich
Ich glaube nicht, dass ich in Deinen Beiträgen Belege für meine Aussage finden werde. Bei anderen Bloggern dagegen schon. Ich habe aber keine Lust, jetzt stundenlang Dutzende von Blogs zu durchforsten, um Belege zu sammeln.
Beispiele gibt es genügend: das verächtliche Gerede von der "FDGO", die Häme über den Karikaturisten Westergaard, dem es ganz recht geschehe, wenn ein Mordanschlag auf ihn verübt wird, der unverhohlene Hass auf freiheitliche Werte, die als "deutsches Wesen, an dem die Welt genesen soll" verunglimpft werden etc.pp. Die "Logik" lautet: Liberale = Nazis; Wer Islamofaschisten (Iran, Hamas, Hisbollah ...) kritisiert = Nazi.

Was den Antiamerikanismus betrifft: Sicher, ist mir auch aufgefallen, dass selbst die glühendsten Antiamerikanisten nicht umhin können, amerikanische Bands zu hören und amerikanische Autoren zu lesen. Ging mir selbst nicht anders, als ich noch so eine Art Antiamerikanist war.

Ich weiß ja nicht, ob Du auf das unsägliche "Bonmot" hinauswillst, "Muslime sind die Juden von heute."
Falls ja, will ich an dieser Stelle nur einen fundamentalen Unterschiede anführen: Juden konnten und können mit Kritik umgehen. Wer sie kritisiert oder sich über ihre Religion lustig macht, wird nicht mit Fatwas überzogen und mit Mord bedroht.

Muss ich extra hinzufügen, dass dies nur für einen Teil der Muslime gilt? Das Problem ist nur, dass dieser Teil einen großen Einfluss darauf hat, was öffentlich gesagt werden darf. Nicht nur durch Morddrohungen, sondern vor allem durch vorauseilenden Gehorsam.
Und durch die Mechanismen, die durch simple Freund-Feind-Bilder und den Schuldkomplex in Gang gesetzt werden: USA, Israel böse -> Muslime unterdrückt, arme Opfer, gut.

Was Du über die Gründung des Staates Israel sagst, ist ja allzu bekannt. Ich weiß nicht, warum Du meinst, mich daran erinnern zu müssen. Die Frage ist doch, welche Folgerungen daraus abgeleitet werden sollen. Ich plädiere nicht dafür, die israelische Politik von jeder Kritik auszunehmen. Wenn ich aber solche Sprüche lese - wie nebenan bei "Iranopoly"; von einem deutschen Linkspartei-Mitglied - wonach Israel von kriegslüsternen "Extremisten" beherrscht werde, die den friedliebenden Iran bedrohten, dann frage ich mich schon, was sich hinter einer solchen Denke verbirgt. Offensichtlich eine Wahrnehmungsstörung. Einige der möglichen Gründe dafür habe ich angesprochen.

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Ehemaliger Nutzer 12.12.2010 | 19:25

@Belle Hopes
rassismus, feindbild, was weiß ich, was einem hier noch alles verdreht unterstellt werden kann, mir ist das zu gruslig. und mir fällt dazu nur paul watzlawick ein mit seiner klaren nennung von neurosen und psychosen; ich für meinen teil hab ja schon länger festgestellt, dass die mehrheit hier weder mit reflektiertheit, differenzierung oder akzeptanz gesegnet ist und sich wehrhaft gegen das spiegelvorhalten weigert. internet machts möglich. nochmals: gruslig. zum thema kann ich nur sagen, dass es mir egal ist wer welchen artikel schreibt, wenn ich ihn nicht gut halte rein qualitativ ist das nun mal so. könnte man auch schnell überprüfen...egal.

Obst du nicht wenigstens ab und an etwas Inhaltliches absondern könntest? Dieses ewige Geweine über böse Menschen geht auf die Nerven, da rettet dich ein klitzebißchen Name-Dropping auch nicht mehr. Ja, dir fällt Paul Watzlawick ein, schön, aber was fällt dir dazu ein?
Öffne das Schatzkästlein deiner Argumente und laß ein wenig davon auf uns tropfen.

Ciao
Wolfram

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Ehemaliger Nutzer 12.12.2010 | 19:54

@derDonnerstag
Ich glaube nicht, dass ich in Deinen Beiträgen Belege für meine Aussage finden werde. Bei anderen Bloggern dagegen schon. Ich habe aber keine Lust, jetzt stundenlang Dutzende von Blogs zu durchforsten, um Belege zu sammeln.

Mach es wie ich: Grapsch dir den Dummschwatz, wenn er dir gerade über den Weg läuft. Schreib nicht "Erwin du bist ein Depp, weißt eh" sondern schreibe
Ziwui Ziwui, Ziwui Ziwui, Ziwui Ziwuia
Ziban, zaban Zechenkaas, es schlogt scho hoiba duia
www.youtube.com/watch?v=kDN5IBiwKJo

Erwin, das ist Dreck, weil erstens, zweitens, drittens.

Was den Antiamerikanismus betrifft: Sicher, ist mir auch aufgefallen, dass selbst die glühendsten Antiamerikanisten nicht umhin können, amerikanische Bands zu hören und amerikanische Autoren zu lesen.

Sie können nicht "nicht umhin", dies zu tun, sie tun dies freiwillig, weil diese Antiamerikaner (du schriebst "Antiamerikanist" und bereicherst damit die deutsche Sprache wieder um ein neues Wort) amerikanische Kultur und Lebensart lieben. Was sie nicht - das aber auch gar nicht - mögen, das ist der amerikanische Kapitalismus und die Politik der amerikanischen Regierung.

Ich weiß ja nicht, ob Du auf das unsägliche "Bonmot" hinauswillst, "Muslime sind die Juden von heute."
Falls ja, will ich an dieser Stelle nur einen fundamentalen Unterschiede anführen: Juden konnten und können mit Kritik umgehen.

"Mein liebster Graf Emicho", sprach der Rabbi, "eure erleuchtete These, es würden wir Juden Hostien schänden und Christenkinder schlachten, kann ich in dieser Form nicht stehen lassen. Ich erlaube mir, euch auf einige kleine sachliche Fehler in der Argumentation hinzuweisen. Selbstverständlich wird durch diesen Einwand euer Recht auf ein Judenpogrom nicht beeinträchtigt."

Ciao
Wolfram

Muhabbetci 12.12.2010 | 20:05

@beaurivages schrieb am 11.12.2010 um 17:21

Natürlich sind auch Paßdeutsche mit drin ( schreckliches Wort, na ja).
Das Problem besteht doch darin, das man Asylvergehen, Ausländeramtliche vergehen alle mit in diesen Topf wirft.
Damit wird dann ein Ausländer-problem suggeriert das es so nicht gibt.

Wenn man dann nämlich die Zahlen sich anschaut und in Prozene umwandelt bekommt man die gleichen Zahlen wie bei den Deutschen auch.

derDonnerstag 12.12.2010 | 20:16

@Wolfram Heinrich
Worauf ich eigentlich hinauswollte, hat Martenstein in seiner Zeit-Kolumne unnachahmlich zusammengefasst:

"Sehr viele Deutsche haben das gleiche Problem wie ihr Landsmann Maxim Biller, sie können sich mit ihrem Deutschsein nicht anfreunden, sie hassen das, was an der deutschen Geschichte hassenswert ist, und den ganzen Rest hassen sie der Einfachheit halber gleich mit, einschließlich ihrer selbst, also verfassen sie antideutsche Pamphlete, erklären, alles Deutsche sei schlecht, die Deutschen seien zum Beispiel als Rasse rassistisch, eine absurde, unfreiwillig komische Haltung, mit der man sich das Leben schwer macht und wodurch man aggressiv wird, ohne dass es zu etwas gut wäre."

www.zeit.de/2009/24/Martenstein-24

Uwe Theel 12.12.2010 | 20:53

@ derDonnerstag am 12.12.2010 um 16:00

Langsam implodiert bei Ihnen wohl die Vernunft:

Sie schreiben wörtlich:

"Im Grunde steckt dahinter (i.e die Geisteshaltung der hier in der FC von Ihnen laufend kritisierten Linken; U.T.) jene Geisteshaltung, die Pascal Bruckner als "Rassismus der Antirassisten" bezeichnet hat.
www.perlentaucher.de/artikel/3594.html
Die Wurzeln sind dieselben, vor allem ein kulturalistisches Denken. Der Unterschied ist: Rassisten halten ihre eigene Kultur hoch - oder was sie dafür halten, "linke" Rassisten hassen ihre Kultur - nicht nur die angebliche "deutsche Leitkultur", sondern auch Demokratie, die Errungenschaften der Aufklärung und die universalen Menschenrechte.

Vor allem aber hassen sie die Amis, weil sie uns befreit haben und den Juden verzeihen sie den Holocaust nicht. "

behaupten also frank und frei Linke seien Rassisten (aus Antirassismus), hassten, das, was als linke Großziele gelten, (die Kleinigkeit "Amis zu Hassen" - nicht etwa "Amerikanische Politik zu verurteilen" - lassen wir weg) und verziehen den Juden den Holocaust nicht

Ich wiederhole: verziehen den Juden den Holocaust nicht

Dass Linke den Nazis den Holocaust nicht verzeihen, halte ich für plausibel, dass Juden den Deutschen den Holocaust nicht verzeihen ist verständlich, Ihre Formulierung aber ist ein entlarvender Lapsus, der nur demjenigen unterlaufen kann, der den Juden die Schuld an der Ermordung ihrerselbst durch andere gibt. Genau das war die "Denke" der Nazis, die ihrem rassistischen Wahn, dass die Juden "lebensunwertes Leben " seien, das also gerechterweise ausgelöscht gehörte die grausige Tat auch folgen ließen, da die Juden das selbst nicht einsahen und sich freiwillig entleibten (Wir erinnern uns: Viele taten es, dies aber aus anderen Gründen).

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Ehemaliger Nutzer 12.12.2010 | 21:05

@Rahab
angenommen, ich tät verlangen, weil vergewaltiger ja männers sind, dass sämtliche männers ab dem ersten nächtlichen samenerguß in sicherungsverwahrung genommen würden - na aber holla! da bekäm ich aber was zu hören über vorurteile und tralala...

Ach was. Die Männer sind alle Verbrecher, ihr Herz ist ein finsteres Loch...
www.youtube.com/watch?v=vQm93OJ3XHw

Ciao
Wolfram

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Ehemaliger Nutzer 12.12.2010 | 21:06

@derDonnerstag
Worauf ich eigentlich hinauswollte, hat Martenstein in seiner Zeit-Kolumne unnachahmlich zusammengefasst:

So optimistisch bin ich wieder nicht, daß ich glaube, Martenstein wäre unnachahmlich.

"Sehr viele Deutsche haben das gleiche Problem wie ihr Landsmann Maxim Biller, sie können sich mit ihrem Deutschsein nicht anfreunden,

"Biller wurde als Kind russisch-jüdischer Eltern in Prag geboren und emigrierte mit seinen Eltern und seiner Schwester, der späteren Journalistin und Schriftstellerin Elena Lappin, als Zehnjähriger 1970 nach Westdeutschland."
de.wikipedia.org/wiki/Maxim_Biller

War dieser Martenstein schlicht zu faul, auch nur die Grunddaten über Biller nachzuschlagen oder steckt in seiner Bemerkung vom Deutschsein dieses Deutschen mit Migrationshintergrund ein Witz, der sich mir nicht erschließt?

"...erklären, alles Deutsche sei schlecht, die Deutschen seien zum Beispiel als Rasse rassistisch..."

Was denn für eine deutsche Rasse? Wo hätte es so was jemals gegeben? Mir scheint, dieser Martenstein sollte dichter werden, so ganz dicht scheint er mir nicht zu sein.

Ciao
Wolfram

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belle-hopes 12.12.2010 | 21:14

herr heinrich: LANGSAM geht mir das einfache rumgenöle und draufgekloppe hier auf den keks, welchen meiner etwa 30 inhaltlichen kommentare zuvor haben sie denn nicht gelesen hier im blog?! wenn es ihnen nicht passt, dass einer hier mal dinge beim namen nennt dann nenn ich das weinerlich. suchen sie sich einen der kommentare aus, auch in anderen beiträgen, da gibts genug argument. und da regen sie sich auf, wenn andere das hier als kasperle- theater bezeichnen. erst lesen, dann schreiben, und dazwischen denken.

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Ehemaliger Nutzer 12.12.2010 | 21:20

@Uwe Theel
Ich wiederhole: verziehen den Juden den Holocaust nicht

Dass Linke den Nazis den Holocaust nicht verzeihen, halte ich für plausibel, dass Juden den Deutschen den Holocaust nicht verzeihen ist verständlich, Ihre Formulierung aber ist ein entlarvender Lapsus, der nur demjenigen unterlaufen kann, der den Juden die Schuld an der Ermordung ihrerselbst durch andere gibt.
Immer langsam mit der jungen Braut ins Bett, wie meine Mutter gerne sagt. Der zitierte Spruch ist eine Anspielung auf das eigentlich relativ bekannte Bonmot des israelischen Psychoanalytikers Zwi Rex: "Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen."

Ciao
Wolfram

Käptn Kirk 12.12.2010 | 21:51

Wer lesen kann ist klar im Vorteil! Ist alles dem Ztierten zu entnehmen!
Da stand "wäre" für den (noch?) nicht vorhandenen Moscheen-Polizeischutz. --> "müssten"
Und bekannterweise werden Synagogen schon länger geschützt (eine Erklärung vor wem und warum ist obsolet) --> "müssen"

So, nun ist dir genug vorgekaut worden! Den Rest dürfen deine Hirnzellen selbst erarbeiten. Ist ganz praktisch, denn dann kannst du dir auch selbst Gedanken dazu machen und bist nicht mehr auf meine angewiesen! Damit WÄRE uns beiden geolfen;)

miauxx 12.12.2010 | 22:39

@Käpt'n Kirk 19:57

Was soll das: "man vergleiche, vor wem die Synagogen hauptsächlich geschützt werden ..." ?
Im Artikel geht es um die offenbar fehlende Sensibilität der Behörden, wenn es um Gewalt gegen eine religiöse Minderheit geht, der Religionsfreiheit und der Bau ihrer Gotteshäuser zugesichert ist. Wenn sich sowas häuft, muss man da eine Tendenz politischer und/oder fremdenfeindlicher Motivationen ableiten. Und selbst ungeachtet dessen, sind selbstgerechte Taten aus der Bevölkerung nicht mit dem Rechtsstaat vereinbar. Wenn Behörden solche Anschläge nicht systematisch erfassen und verfolgen, ist das eigentlich eine unterlassene Stützung des Rechtsstaates.
Für mich klingt Ihr Kommentar nach: 'Die Muslime haben erstmal ihre drohende Hand von jüdischen Einrichtungen zu nehmen, bevor sie hier Schutz beanspruchen dürfen?' - Oder versteh' ich Sie da falsch?

Hülya Gürler 12.12.2010 | 23:07

thinktankgirl,

damit bin einverstanden. Zumal manche Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Minderheitenpositionen mehrfach diskriminiert werden. Nur: Ein einzelner Artikel kann nicht alles abdecken. Dieses Thema hier ist sehr aktuell. Es gibt Studien dazu. Es kann doch als einzelnes ruhig stehen gelassen werden.

Zu Ihrer vorherigen Frage: Mir liegen keine Erkenntnisse über die Täter vor. Aber ein Hakenkreuz an einer Moschee deutet auf einen rechtsradikalen Hintergrund hin. Und auch die Hassmails sind diesbezüglich aussagekräftig.

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Ehemaliger Nutzer 12.12.2010 | 23:15

@Belle Hopes
herr heinrich: LANGSAM geht mir das einfache rumgenöle und draufgekloppe hier auf den keks, welchen meiner etwa 30 inhaltlichen kommentare zuvor haben sie denn nicht gelesen hier im blog?! wenn es ihnen nicht passt, dass einer hier mal dinge beim namen nennt dann nenn ich das weinerlich. suchen sie sich einen der kommentare aus, auch in anderen beiträgen, da gibts genug argument. und da regen sie sich auf, wenn andere das hier als kasperle- theater bezeichnen. erst lesen, dann schreiben, und dazwischen denken.

Also, ich habe mir relativ viel Mühe gemacht und sämtliche deiner erleuchteten Beiträge in diesem Thread bis zum Zeitpunkt jenes Beitrags, auf den ich jetzt antworte, zusammengestellt.
Vielleicht bist du so freundlich und belohnst meine Fleißarbeit dadurch, daß du alle Sätze (oder meinetwegen auch nur Satzteile), die einen inhaltlichen Bezug zum Thema "Ausländerfeindlichkeit bzw. Rassismus in Deutschland" haben, markierst oder deinerseits auflistest.

Folgt elend langes Zitat:

Belle Hopes schrieb am 10.12.2010 um 12:33
um das wort "unverfroren" zu benutzen: unverfroren einfach sind darstellungen wie "die ausländer", "die deutschen", "hochburg", unverfroren klischeehaft. in der summe ergibt sich Null und keiner hat was gewonnen, aber beide seiten verloren. frau gürler, wenn ihnen das wieder zu sachlich war dann nähere ich mich ihrer rhetorik an und sage: was wollen sie mit ihrem vergleich der hochburg bezwecken ausser orientierungslosem aufgescheuche?

Belle Hopes schrieb am 10.12.2010 um 12:43
also erstmal sollten wir da ankommen kommentare richtig zu lesen und nicht unverfroren einfach drauf los zu gehen. ich rede hier nämlich weder einseitig noch unsachlich entgegen dem text und einer vielzahl der kommentare. ihre art, frau rahab, dinge zu sehen die nicht geschrieben sind erschreckt mich erhlich gesagt. genauso wie ein vergleich deutschlands mit einer antimuslimischer hochburg.

Belle Hopes schrieb am 10.12.2010 um 12:53
mir klar, dass sie drauf anspringen und sich weiter in ihrer wut im kreise drehen. zum thema kann ich mich nur wiederholen: Was soll ein solcher Text mit unverfroren unverfrorener Rhetorik bezwecken ausser Aufscheucherei, wie man im Thread sehen kann? Ausser Frontenbildung? Ausser Aggression? Oder gehts am Ende gar nicht um Ergebnisse?

Belle Hopes schrieb am 10.12.2010 um 13:05
hätten WIR (?) nicht alle gerne annäherung anstatt draufklopfen? oder hat man das große idealistische ziel schon vor lauter kleinkramerei und spielchen aus den augen verloren? erfreut sich sogar daran immer wieder öl ins feuer zu giessen und hält das auflodern für den großen knall? was soll man von texten halten, die sich gegen feindlichkeit aussprechen und dabei die selben mittel bedienen wie die, die man anklagen will!

Belle Hopes schrieb am 10.12.2010 um 17:20
merdeister: DAS ist nicht meine aufgabe, sondern eigentlich die der autorin, oder? die autorin, die DIESES SCHÖNE ZIEL übrigens nicht schreibt/ anstrebt (?), oder wo bleibt die VERANTWORTUNG des scheibers? andere kommentatoren haben ja anscheinend auch so verstanden, ob sie es gut finden oder nicht, was ich meine. bei hochburg wird mir auch ganz schwummrig. auch bei autoren, die immer wieder mit derselben unüberlegten oder bewussten machart solche texte schreiben. feuer mit feuer bekämpfen, anstatt wasser zum löschen nehmen. schon ABSURD, dass man das gut findet und sich an meinem appell für "ruhe" ereifert. verdrehte welt!

Belle Hopes schrieb am 10.12.2010 um 20:53
wenn nichts mehr geht dann werden die "du bist ja dumm- die anderen hier sind so klug"- karten raus gezogen; wie fad. ja, wenns mal nicht anders herum ist und hier jemand gekränkte eitelkeit mit wissen verwechselt. wo du schon auf dem wissen herum reitest dann erklär doch mal was dir nicht passt. ich habs deutlich ausgedrückt, ganz ohne ego, hier gehts doch um die sache, um die gute sache, oder? oder doch bloß um das virtuelle ego- spiel, das man überall im internet findet. alle der sache dienlichen hinweise werden gerne entgegen genommen. herzlichst.

Belle Hopes schrieb am 10.12.2010 um 21:10
und was hat das mit meiner kritik zu tun? ich kritisiere die art und weise wie darüber berichtet wird, nicht dass berichtet wird. muss ich das dazu sagen? autoren in einem politischen forum sollten doch die eh schon augfewühlte stimmung nicht noch mehr aufwiegeln. provokation braucht keiner mehr. und "hochburg" ist provokation, so viel anspruch an sprache stelle ich schon an den autor. wut vernebelt das hirn, habe ich mal gelesen. anyway. derDonnerstag: der iranblogger hat gerade einen noch schlimmeren anti- israel- blog geladen, den habe ich gerade gemeldet. lg

Belle Hopes schrieb am 10.12.2010 um 21:56
derDonnerstag: ja, wenn kritik am niveau und der machart eines textes als was- weiß- ich ausgelegt wird ohne auch nur ein funken vom inhalt der kritik zu verstehen oder wahrnehmen zu wollen dann ist echt ein unteridisches level erreicht worden, da wäre es ehrlicher sich gleich bei der BILD anzumelden und sich nicht scheinheilig unter dem dach des FREITAG zu verlustieren. ups, schon wieder anspruch. das muss ich lassen, diese zielorientiertheit und das anspruch- haben.

Belle Hopes schrieb am 10.12.2010 um 21:58
und sage daher ganz einfach: mir wurscht wer einen text schreibt, ob max mustermann oder giovanotti oder gürler, wenn der text weder produktiv noch orientiert ist ist es eben kein guter journalismus.

Belle Hopes schrieb am 11.12.2010 um 09:58
herr muhabbetci, weil sie es selbst nicht merken: mit ihren schrulligen überredungsversuchen sind sie bei mir falsch, mit ihrer faktenauslegung wie es ihnen passt, mit ihrer ideologie, ich nehme sie jedenfalls nicht ernst, sie sich selbst vermutlich dafür umso mehr. ERKLÄREN SIE DOCH LIEBER WARUM SIE ANDERE MEINUNGEN HIER NICHT AKZEPTIEREN WOLLEN, ANTI- ISRAEL/ ANTI- DEMOKRATIE- TEXTE EINES BLOGGERS IRANOPOLY VERTEIDIGEN! danke

Belle Hopes schrieb am 10.12.2010 um 17:40
pf, als argument einen alten link liefern, frau gürler, sie mögens ja gut meinen, auch wenn das schwer oder kaum durch die zeilen schimmert, aber für diese art von "journalismus" kann ich mir auch irgendein firlefanz- blättchen kaufen.

Belle Hopes schrieb am 10.12.2010 um 21:00
eben Rahab, ist bestimmt auch im Sinne der Zeitung, Reduktion der Leser auf einen erlesenen Kreis, noch kleineren Kreis...

Belle Hopes schrieb am 11.12.2010 um 09:52
herr muhabbetci, sie kommen mir langsam etwas neurotisch vor in ihrer faktenverdreherei und bekehrversuchen, wenn sie dinge nicht verstehen AKZEPTIEREN sie doch einfach andere meinungen und hören VERDAMMT nochmal damit auf das als fremdenfeindlichkeit zu bezeichnen, sonst könnte man im gegenzug mal damit anfangen ihre liebelei zu einem iranopoly aufzudecken, der hier in einer tour wie sie mit anti- israelischer hetze um sich schmeisst.

Belle Hopes schrieb am 11.12.2010 um 10:01
das glaub ich, von den ovarien hat man aber genug, das sollte nicht so schlimm sein. fauchen sie doch lieber da, wo es vielleicht sinnvoller wäre. oder fehlt der mut dazu?

Belle Hopes schrieb am 11.12.2010 um 10:04
soll heissen: von den eiern gibts genug, man sollte aber auch eier haben dort entgegenzutreten wo es nötig ist; z.B. iranopoly, titelthemen usw. lg

Belle Hopes schrieb am 11.12.2010 um 10:17
hmm, jetzt wird aber in einer ganz tiefen kiste gekramt. die frage ist eher warum sie sich an anderen meinungen oder feststellungen über das niveau eines textes so reiben. ist ja auch nicht so, dass es hier nicht genug beiträge gibt im FC die im inhalt äußerst bedenklich sind.

Belle Hopes schrieb am 11.12.2010 um 10:44
NEIN, sie machen es anders. SIE BEZEICHNEN JEDEN DER KRITIK ÜBT ALS ANTI- MUSLIM! das spricht für sich. und gegen sie. wurde zeit, dass sie das mal kenntlich machen und ihre mechanismen aufzeigen.

Belle Hopes schrieb am 11.12.2010 um 09:59
ich kann mich nur wiederholen, das ist schlechter journalismus. von text/ kommentarbetreuung auch keine spur.

Belle Hopes schrieb am 11.12.2010 um 10:44
wo steht das?

Belle Hopes schrieb am 11.12.2010 um 11:21
stimmt, da steht mein kommentar. ? was auch immer dahinter stecken mag in ihren gegenkommentaren, wünsche viel spass dabei.

Belle Hopes schrieb am 11.12.2010 um 11:25
herr muhabbetci ist mittlerweile übergegangen, leute, die kritik üben, als anti- muslime zu bezeichnen. ich glaube er ist nicht empfänglich für fakten. trotzdem nett ihren kommentar zu lesen. in einer durch subjektive wahrnehmungen unzugänglichen sachdiskussion. lg

Belle Hopes schrieb am 11.12.2010 um 12:33
ja, inzwischen hab ich frische luft geschnappt und diene wieder der sache. guter tipp für alle. .-)

Belle Hopes schrieb am 12.12.2010 um 10:22
wenn ich den kommentaren hier entnehmen soll, dass kritik am niveau eines textes fremdenfeindlichkeit sein soll, weil der autor so einen namen hat (was mir ja weder über seine religion noch geburtsort oder sonst was sagt), dann sind diese kommentatoren wirklich auf BILD- niveau, nur in der linken ecke. die herr- und frauschaften, wo ist denn hier das liberalsein und der verstand, mit dem einloggen flöten gegangen? so viel stumpfsinn in worte zu fassen beleidigt die worte.

Belle Hopes schrieb am 12.12.2010 um 17:00
rassismus, feindbild, was weiß ich, was einem hier noch alles verdreht unterstellt werden kann, mir ist das zu gruslig. und mir fällt dazu nur paul watzlawick ein mit seiner klaren nennung von neurosen und psychosen; ich für meinen teil hab ja schon länger festgestellt, dass die mehrheit hier weder mit reflektiertheit, differenzierung oder akzeptanz gesegnet ist und sich wehrhaft gegen das spiegelvorhalten weigert. internet machts möglich. nochmals: gruslig. zum thema kann ich nur sagen, dass es mir egal ist wer welchen artikel schreibt, wenn ich ihn nicht gut halte rein qualitativ ist das nun mal so. könnte man auch schnell überprüfen...egal.

Belle Hopes schrieb am 12.12.2010 um 17:09
ach gottchen, merdeister. mal wieder nichts verstanden. mann. mal was produktives zum thema? dass du dich hier wohl fühlst ist klar. im übrigen: etwas anmaßend, oder? wenn man den inhalt schon nicht kapiert.

Belle Hopes schrieb am 12.12.2010 um 17:15
die fraktion hab ich vergessen: die spassigen, ohne tiefgang. die haudraufs, sternchenvergeber. bloß nicht ehrlich sein, aber die fahne hochhalten "wir, ja wir". absurdistan fürs amüsement.

Belle Hopes schrieb am 12.12.2010 um 17:32
fällt mir noch ein: die 6 blogs gestern über den medienkongress wegen "gescheiterter revolution" und "enttäuschung über das internet"...also wenn das hier im hauseigenen FC nicht die beste antwort ist.


Ciao
Wolfram

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belle-hopes 12.12.2010 | 23:32

also wenn sie nichts sehen (wollen), dann weiß ich nicht, warum sie hier im forum sind, wo es doch um kommunikation geht. man nehme nur die 6 blogs vom freitag, die sie anscheinend nicht gelesen haben und damit nicht meine kommentare dort, da wird ein wichtiges thema angesprochen...presse, quo vadis. die mühe sollte man sich schon machen, wenn man jemanden aushebeln will. darum gehts hier doch, oder? ums ego- füttern und andere an den karren rumpeln, jedenfalls deute ich ihr verhalten so. denn wirklich inhalt kommt nicht, jedenfalls keiner, der sich wirklich mit kommentaren auseinandersetzt. wenn sie doch noch was produktives tun wollen, lesen sie mal diese 6 blogs.

Käptn Kirk 12.12.2010 | 23:52

Rahab, ich hoffe schwer, dass du nicht wirklich so dämlich bist wie du dich hier gibst! ...wobei für ne feministisch veranlagte Person, welche Mullas und die Sharia, trotz sehr frauenfeindlichen Ansichten, doch nicht so ganz verabscheuhungswürdig findet, ja gar in einigen Fällen diese verteidigt - das passt einfach nicht ganz zusammen. Aber das ist ja deine Sache.
Sicherheitshalber hier nochmals extra für dich: "kauf dir ein Geschichtsbuch!" bezog sich logischerweise auf deine obsolete Frage "vor wem werden synagogen gleich noch mal geschützt?"
Gute Nacht

derDonnerstag 13.12.2010 | 00:03

@Wolfram Heinrich
Lies doch bitte einfach mal den kompletten Text von Martenstein, dann kannst Du die Pointe nicht übersehen: Biller, der alles Scheiße findet in Deutschland, als der deutscheste aller deutschen Autoren.
Ob Biller einen "Migrationshintergrund" hat oder nicht, ist dabei nebensächlich.

@Rahab
Auf deine boshaften Verdrehungen und sinnfreien Pöbeleien gehe ich nicht mehr ein. Dass du dich regelmäßig extra doof stellst, um dieses Spiel bis ultimo weitertreiben zu können, macht es nicht besser.

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rahab 13.12.2010 | 00:08

weißte - mit der verteidigung von frauenrechten aus muslimischem ehevertrag befinde ich mich in bester gesellschaft, nämlich der des BGH
aber das ist jetzt grad nicht das thema...

sondern: synagogen werden hierzulande immer noch eher von jungen/alten deutschen angegriffen als von muslimen woher auch immer

dass neuerdings juden dazu übergegangen wären, vor moscheen schweinebacken abzulegen etc., willst du mir hoffentlich nicht erzählen

also wer bleibt dann noch übrig?
irgendwelche irregeleiteten mannschaften aus den tiefen des raumes vielleicht?

in Lübeck waren es vier jungs, nämlich
"Stephan W., Niko T., Dirk B. und Boris H.-M."
klingt nicht sehr orientalisch...

derDonnerstag 13.12.2010 | 00:12

@Uwe Theel
Wolfram Heinrich hat es Dir ja schon erklärt, als Psychologe. Aus meinem Mund ist es Küchenpsychologie.
Ob du das nun verstehst oder nicht, ist nicht mein Problem. Was du für plausibel hältst, ebenso wenig. Lern besser erst mal lesen. Oder ist dein Inquisitionseifer mal wieder mit dir durchgegangen und hat dir das Hirn vernebelt?
Ich habe nicht von "den" Linken gesprochen, sondern von "linken" Rassisten. Damit meine ich wie gesagt "antirassistische Rassisten" - Leute, die sich gemeinhin für "links" halten.
Ebenso wenig habe ich "Amis zu Hassen" und "Amerikanische Politik zu verurteilen" in einen Topf geworfen. Dass du mir das unterstellt, ist in der Tat entlarvend. Zeigt es doch, dass du dein eigenes Schubladendenken - entweder Amis gut oder Amis böse - auf mich projizierst. Küchenpsychologie, aber sehr plausibel, finde ich.

miauxx 13.12.2010 | 00:13

Aha, falsch verstanden. Ich habe ja auch nicht unterstellt, sondern mein Verständnis Ihres Textes dargelegt und um dessen Richtigstellung gefragt.
Danke für den Hinweis, es sei "mein Bier". Mit dem kann ich ja dann diskutieren.
Oder gibt es nichts zu diskutieren? Denn jetzt, da ich nochmal richtig hinsehe, geht mit natürlich auf, was Sie geschrieben haben, weil Sie haben es ja geschrieben und nichts anderes.

Hülya Gürler 13.12.2010 | 00:44

Das sind eigene Aussagen der Verbandssprechern. Es gibt keine zumindest mir bekannte Statistik. Laut dem Webportal des Zentralrats finden einmal im Monat Anschläge statt. Aber laut der Heitmeyer Studie, die letzte Woche rauskam, haben zumindest antimuslimische Einstellungen noch vor Sarrazin zugenommen, so, dass Sarrazin mit seinen Thesen einen fruchtbaren Nährboden vorfand.

Hülya Gürler 13.12.2010 | 00:45

Das sind eigene Aussagen der Verbandssprechern. Es gibt keine zumindest mir bekannte Statistik. Laut dem Webportal des Zentralrats finden einmal im Monat Anschläge statt. Aber laut der Heitmeyer Studie, die letzte Woche rauskam, haben zumindest antimuslimische Einstellungen noch vor Sarrazin zugenommen, so, dass Sarrazin mit seinen Thesen einen fruchtbaren Nährboden vorfand.

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Ehemaliger Nutzer 13.12.2010 | 01:32

@Belle Hopes
also wenn sie nichts sehen (wollen), dann weiß ich nicht, warum sie hier im forum sind, wo es doch um kommunikation geht. man nehme nur die 6 blogs vom freitag, die sie anscheinend nicht gelesen haben und damit nicht meine kommentare dort, da wird ein wichtiges thema angesprochen...presse, quo vadis.

So hetzt man Hasen tot. Du schriebst vollmundig: "LANGSAM geht mir das einfache rumgenöle und draufgekloppe hier auf den keks, welchen meiner etwa 30 inhaltlichen kommentare zuvor haben sie denn nicht gelesen hier im blog?!
Ich präsentiere hier deine 27 inhaltlichen Kommentare in vollem Wortlaut und bitte dich, mir die inhaltlichen Passagen daraus zu markieren. Du machst einen eleganten Sprung zur Seite und kommst mir jetzt mit irgendwelchen 6 Blogs vom Freitag (ob damit jetzt der Freitag im Sinne des Wochentages gemeint ist oder der "Der Freitag" als Zeitung bleibt unklar, ist aber auch wurscht). Du wirst hoffentlich entschuldigen, daß ich nicht sämtliche Blogs hier zur Kenntnis nehme, ich bin kein hauptamtlicher Kommentator. Ich lese auch nicht sämtliche Kommentare deinerseits, noch bin ich nicht völlig dem Wahnsinn verfallen, hoffe ich jedenfalls. Wenn also irgendwo ein inhaltlich relevanter Beitrag von dir vorhanden ist, so präsentiere ihn mir, dann können wir drüber diskutieren.

die mühe sollte man sich schon machen, wenn man jemanden aushebeln will. darum gehts hier doch, oder? ums ego- füttern und andere an den karren rumpeln, jedenfalls deute ich ihr verhalten so. denn wirklich inhalt kommt nicht, jedenfalls keiner, der sich wirklich mit kommentaren auseinandersetzt.

Wenn du dir meine Beiträge hier oder anderswo mal ins Gedächtnis rufst, dann findest du - abgesehen von einigen leicht als solche erkennbaren Blödeleien - fast nur inhaltliche Beiträge von mir, einige davon sehr ausführlich und ins Detail gehend. Die meisten dieser inhaltlichen Beiträge meinerseits sind im Tonfall deutlich weniger aggressiv und persönlich als die Beiträge, auf die sie sich beziehen.

Ciao
Wolfram

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Ehemaliger Nutzer 13.12.2010 | 01:32

@derDonnerstag
Lies doch bitte einfach mal den kompletten Text von Martenstein, dann kannst Du die Pointe nicht übersehen: Biller, der alles Scheiße findet in Deutschland, als der deutscheste aller deutschen Autoren.

Gott sei's geklagt, ich hatte den Text gelesen. Und wo die Pointe ist? Hilf mir. Martenstein ernennt ihn einfach dazu, weil's ihm grad so schön in seine Argumentation zu passen scheint.

Ob Biller einen "Migrationshintergrund" hat oder nicht, ist dabei nebensächlich.

Wenn das so ist, dann schlage ich vor, wir wählen Mustafa Celebi zum deutschesten aller deutschen Blogger hier in dieser Runde. Mit welcher Begründung? Scheißegal.

Ciao
Wolfram

Uwe Theel 13.12.2010 | 02:26

derDonnerstag schrieb am 12.12.2010 um 23:12

Sehr geehrter derDonnerstag,

ich bin grundsätzlich gerne bereit, anzunehmen, dass ich mich in einer Aussage geirrt haben könnte und mich, wenn nötig zu entschuldigen.

Solange meine Kritik, die sich am mir durch Sie gelieferten Text, nicht an der Person des Autors abarbeitet, aber nicht am selben Text durch Sie widerlegt wird, macht es wenig Sinn so wie bisher weiter zu machen.

Am Beispiel: Das Zitat von Pascal Bruckner ist für mich weiterhin in exakt dem Sinne zu verstehen, wie ich es o. interpretiert habe: Bruckner baut auf derselben These auf, die Fidelche hier aus konkret herüberschleppte, es gäbe Linke und linke Theorie, die in Wahrheit Rechte und rechts seien. Bruckner sagt, Linke (= Die Anhänger des von ihm so bezeichneten "Multikulturalismus angelsächsischer Prägung") seien Rassisten (aus Antirassismus) - damit sind es in Wahrheit Rechte! - , die hassten, was als historisch linkes Projekt gilt (die Aufklärung) und landet dann bei der Aussage, diese Denkrichtung würde den Juden den Holocaust nicht verzeihen. Bruckner plädiert im referenzierten Artikel für eine totale Assimilation der Muslime und erklärt dem als pseudolinks verurteilten Multikulturalismus eine Absage, behauptet, nur so könne das Erbe der (bürgerlichen) Aufklärung Europas erhalten, für die Muslime überhaupt erst erreicht werden.

Soweit ich erkennen kann, deckt sich diese Position mit Ihren bisher hier in der FC vertretenen Thesen.

Sollten Sie, derDonnerstag, sich nicht mit diesen Zeilen Bruckners identifizieren, dann träfe Sie meine erste Replik nicht und ich entschuldigte mich bei Ihnen.

Dies gilt insbesondere, wenn Sie mir deutlich machen könnten, dass die Aussage Bruckners, den Juden würde der Holocaust durch die "Rassisten aus Antirassismus" nicht verziehen, ein bloßer Lapsus war, bzw, mir am Text Bruckners belegen könnten, dass sie als ironisch zu erkennen wäre, wie Wolfram es intendierte, als er an den bei Bruckner aber eben nicht erwähnten (sic!) Urheber dieses Wortes, Zwi Rex und dessen Intention dabei erinnerte.

Ich kann bisher leider nur erkennen, dass von Ihrer Seite weiter die These des "linken strukturellen Antisemisismus", bzw. einer Variation davon, wohl als Ausdruck überholter Totalitarismustheorie, erhoben wird.

Da Sie Ihre Ausführungen regelmäßig mit objektiv unhaltbaren, im reinsten Sinne ideologischen Scheinargumenten gegen linke (marx`sche) Theorie garnieren, nur behauptet linkstheoretische Thesen formulieren, die Sie mir oder anderen dann zuschreiben, ohne, dass sich zuvor so geäußert worden wäre, die Darlegung linker Theorie zum Zwecke der Diskussion durch mich als rechthaberische und sowieso unhaltbare Dogmatik verunglimpfen, werden Ihre Versuche sich hier in die Diskussion einzubringen und dabei voranzukommen, wohl keinen Erfolg haben, ich ihnen widersprechen müssen, wenn ich dadurch in die rechte Ecke gerückt werde, was, wie Sie verstehen werden, für mich als Linken nur von rechts aus erfolgend betrachtet werden kann, wenn dabei regelmäßig die Schlüsselworte "Israel", "Juden", "Holocaust" und "Marx", etc. auftauchen, bewußt Köderworte wie "Feigling" o.ä. ausgelegt werden, statt eine kategoriale Diskussion leidlich theoretisch, philologisch fundierter Natur am Text und seinem Inhalt zu führen.

Gruß

Uwe Theel

Muhabbetci 13.12.2010 | 03:25

@Belle Hopes schrieb am 11.12.2010 um 09:58

Frau Hopes, ich wusste gar nicht das sie eine Meinung hatten?
Ich zumindest habe bis jetzt keine gesehen.
Leichte aggresive, nichts sagende Äusserungen vielleicht ja, aber Meinungen?
Aber das liegt wahrscheinlich daran, das ich mit meinen "Schrulligen, Überredungsversuchen" bei ihnen falsch liege, und mir die " Fakten so auslege" wie es mir grad passt, um dann Ihnen eine " Ideologie" aufzuzwingen damit sie mich Ernst nehmen. Was sie aber nicht machen möchten, weil ich keine andere "Meinung akzeptiere" und " Anti-Isralische und Anti-Demokratische Texte eines Bloggers" wie " Iranopoly" verteidige.

Sehr erhellend, danke!

derDonnerstag 13.12.2010 | 04:39

@Uwe Theel
Ihre Denk- und Herangehensweise ist in der Tat eine andere als meine. Ich will jetzt nicht im Detail auf die vermutlichen Unterschiede eingehen. Vielleicht versuchen Sie einfach mal, sich auf meine Denkweise einzulassen. Im Gegenzug probiere ich es dann auch noch mal umgekehrt mit ihrer.
Dazu gehört auch, zu akzeptieren, dass ich hier nicht bewusst irgendwelche "Köderworte" auslege. Marx lasse ich auch mal bei Seite. Mit der Theorie kennen Sie sich ohnehin besser aus als ich - sage ich mal ganz wertfrei; wie Sie damit umgehen, ist eine andere Sache.

Mir geht es hier in der F.C. nicht darum, die Linke als Ganzes in ein schlechtes Licht zu rücken. Ich setzte mich nur kritisch mit Denkweisen auseinander, die ich für falsch halte. Dass ich diese meist bei Linken verorte, liegt einfach daran, dass diese Community nun mal eine linke ist und Diskussionen über rechtes oder neoliberales Denken meist langweilig sind (finde ich), da sich ohnehin - bis auf sozenschreck - fast alle einig sind.

Zum Thema.
Bruckner schreibt:
"...Hier stößt man auf das Paradoxon des Multikulturalismus: Er gewährt allen Gemeinschaften die gleiche Behandlung, nicht aber den Menschen, aus denen sie sich bilden, denn er verweigert ihnen die Freiheit, sich von ihren eigenen Traditionen loszusagen. Statt dessen: Anerkennung der Gruppe, Unterdrückung des Individuums. Bevorzugung der Tradition gegen den Willen all jener, die Bräuche und Familie hinter sich lassen, weil sie zum Beispiel die Liebe nach ihrer eigenen Vorstellung leben wollen.
Man vergisst, dass es einen regelrechten Despotismus von Minderheiten gibt, die sich gegen die Assimilation sträuben, solange diese nicht mit einem Status der Exterritorialität und mit Sonderrechten verknüpft ist. So macht man diese Minderheiten zu Nationen innerhalb der Nationen, die sich dann zum Beispiel zuerst als Muslime und dann erst als Engländer, Kanadier oder Holländer ansehen: Identität gewinnt die Oberhand über Staatsangehörigkeit. Schlimmer: Aus lauter Respekt vor Besonderheiten sperrt man die Individuen erneut in eine rassische oder ethnische Definition, stößt sie zurück in eine Abgrenzung, aus der man sie doch gerade herausholen wollte. Da haben wir den Schwarzen, den Araber, den Pakistani, den Muslim, Gefangene ihrer Geschichte auf Lebenszeit, in ihre Hautfarbe und ihren Glauben verbannt, ganz wie in der Kolonialzeit."

Wo bitte lesen Sie da die Forderung einer "totalen Assimilation der Muslime" heraus?
Bruckners Argumentation richtet sich ohnehin nicht speziell auf Muslime. Er sagt, dass jedwede Form des Kulturalismus die vorgeblichen Rechte von Kulturen stärker gewichtet als die Rechte von Individuen.
Ganz ähnlich argumentiert übrigens auch Frederik Stjernfelt.
Siehe: jungle-world.com/artikel/2010/48/42203.html

Zitat: "Aber im Ganzen bleibt es doch ein Rätsel, wie die ursprünglich universalistische Linke dazu kam, sich des harten Multikulturalismus anzunehmen. Schließlich bleibt der Kulturalismus in allen seinen Erscheinungsformen doch ein zutiefst reaktionäres, antimodernes Konzept, denn das Individuum wird aufgefordert, sich den Traditionen seiner Kultur zu unterwerfen."

Es geht nicht um den Zwang zur "totalen" Assimilation, sondern im Gegenteil darum, dass Menschen, die sich mehr oder weniger assimilieren möchten, nicht daran gehindert werden sollen.
Wer in eine sehr rigide Kultur hineingeboren ist, d.h. konkret in eine Familie von Evangelikalen, fundamentalistischen Muslimen oder irgendwelchen Sektenfuzzies, der hat es bekanntlich besonders schwer, seinen eigenen Weg zu gehen. U.a. wegen der besonders intensiven Indoktrination und wegen des meist großen familiären Drucks, die das Kind schnell als "Verräter" abstempelt.
Wenn nun Menschen, die auf solche Missstände aufmerksam machen, wie z.B. Ayaan Hirsi Ali - wenn sie Muslime betreffen - , als "Nazis" beschimpft werden, dann ist das m.M.n. irrational und daher sollte man nach den Ursachen für solche Einordnungen fragen.

Stjernfelt fordert ausdrücklich keine vollständige Assimilation. "ich finde, die Bedeutung der Kultur sollte auf ein vernünftiges Maß reduziert werden. Schließlich ist die Kultur nur eine von vielen verschiedenen Identitätsquellen. Neben ihr gibt es ja auch noch die Familie, die Arbeit, die politische Einstellung, das Geschlecht, die soziale Klasse, die Ökonomie, die Hobbys, den Sport, die Mode, die Musik usw. Wie der indische Wirtschaftswissenschaftler Amartya Sen des öfteren betont hat, wird die Identität eines Menschen in der Moderne nicht von einem einzigen Umstand geprägt, sondern von einer ganzen Reihe verschiedener Gemeinschaften und Ideale, denen er sich verbunden fühlt. Im Unterschied zu einer solchen Auffassung ist der Kulturalismus eine entschieden reaktionäre Kraft, denn er will uns in eine Zeit zurückversetzen, als die individuelle Lebenswelt noch von einer einzigen Loyalität bestimmt wurde."

Natürlich ist das, was Bruckner anspricht, der "rassistische Antirassismus" etwas anderes als der klassische Rassismus. Nach meinem Verständnis ist die Gemeinsamkeit aber die allzu starre Fixierung auf die Kultur und die Vernachlässigung individueller Freiheitsrechte.
Wenn jemand nun solche kulturalistischen Anschauungen teilt, kann man, wie Stjernfelt es macht, auch noch zwischen "sanftem" und "hartem" Kulturalismus unterscheiden. Es geht dabei nicht darum, ob der- oder diejenige deshalb noch als links oder schon als rechts einzustufen ist. Mir jedenfalls nicht. Es geht einzig und allein darum, ob diese Denke nicht ein Irrweg ist.
Oder glauben Sie, Linke könnten per se nicht irren? Kann wohl kaum sein, denn sonst wären sie wohl kaum so zerstritten.

Ich sehe nicht, wo Bruckner "bei der Aussage (landet), diese Denkrichtung würde den Juden den Holocaust nicht verzeihen." Oder habe ich da was überlesen?
Ich sehe da jedenfalls keinen direkten Zusammenhang. Ich halte die Holocaust-These für eine plausible psychologische Erklärung, die eher unterbewusste Schemata betrifft und nicht nur auf Linke zutrifft.

Wir sind uns sicher einig, dass monokausale Erklärungsversuche selten ertragreich sind.
Zum Abschluss - dann ist für heute Schicht im Schacht - ein - zugegeben - extremes Beispiel:

In Hamburg verhinderten Autonome - sicher nicht zufällig Antiimperialisten; lesen Sie dazu mal im Stjernfelt-Interview die Passage zu Caroline Fourest - die Aufführung eines Filmes von Claude Lanzmann und brüllten antisemitische Parolen wie "Ihr Nazischweine". Nun versteht sich die betreffende Gruppe - "anti-imperialistisches Zentrum" auch als "antifaschistisch".
Vermutlich dürfte der Antiimperialismus aber wohl im Vordergrund stehen, in der von Fourest skizzierten Weise. Zitat Stjernfelt: "Vom Standpunkt des Antiimperialismus nimmt sich der Islamismus allerdings ganz anders aus, nämlich wie der Erbe der antikolonialen, antiwestlichen Kräfte in der Dritten Welt, die der europäischen Linken immer sympathisch waren."
Weshalb Palästinenser vielen Linken stets sympathischer sind als Israelis, egal ob diese für Demokratie und Menschenrechte eintreten oder wie die Hamas für Terror, Unterdrückung und die Vernichtung Israels.
Dazu mag die unterbewusste Haltung kommen, wonach den Juden der Holocaust nicht verziehen wird. Ich kann nicht in die Köpfe dieser Leute hineingucken, aber es erscheint mir zumindest plausibel.
Letztlich muss bei solchen Typen wie denen vom "anti-imperialistisches Zentrum" auch noch ein gerüttelt Maß an Dummheit dazukommen.

Der Vorfall ist Ihnen sicher bekannt.
Siehe z.B.: www.tagesspiegel.de/kultur/antifas-als-antisemiten/1636772.html

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beaurivages 13.12.2010 | 09:08

>Deutsche hatten schon vor Sarrazin mehr Vorurteile gegen Muslime als andere Europäer. Jetzt drücken sie diese freier aus. Das bezeugen nicht zuletzt die Islamverbände.

Andererseits trägt auch die politische Korrektheit der Medien dazu bei, dass dem Normalbürger der tatsächliche Schaden durch Muslime in der Gesellschaft stets vorenthalten wurde.

Im nachstendem link haben sich einige Leute (sicherlich aus der rechten Szene, deshalb aber nicht unwahr) die Mühe gemacht, Straftaten aus Polizeiberichten usw. nach Ausländern und welchen mit Migrationshintergrung zuzuordnen.
Soweit dieses trotz des Filters der politischen Korrektheit überhaupt möglich war.
In vielen Fällen können Muslime als Täter zugeordnet werden!

www.einzelfaelle.com/navigation/index.php?seite=1

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belle-hopes 13.12.2010 | 09:34

und täglich grüßt das Murmeltier. das triffts irgendwie. kleine Zusammenfassung, für die, die den Überblick hier (schon länger?) verloren haben: meine Kritik am fehlenden Tiefgang und Niveau des Textes, den dieses sensible Thema haben sollte, mit meiner Einschätzung, dass es sich hier um Provokation handelt, die mit den selben Mitteln gemacht ist wie die Provokation der Seite, die angeklagt wird, wurde - oh Wunder - weder sachlich noch mit Verstand gesehen, nein, es folgte die übliche Tour hier wie das Amen in der Kirche. was= dieses alberne und verstandlose Getue hier eine gute Antwort auf die Frage ist, wieso das Internet keine Revolution auslösen kann/ konnte, diese Frage wurde in Blogs des FREITAG gestellt, dazu gibt es sogar ein Banner auf der Titelseite. was mich zu meinem persönlichen und abschließenden Resümee bringt: nicht nur, dass Texte erscheinen, die in ihrer Machart fragwürdig sind und die vom Autor nicht betreut werden, für mich journalistisch schlecht, nein, das darf man nicht erwähnen, weil dann die üblichen Neurosen (daher meine erwähnung von Watzlawick) hier ausgebreitet werden mit den dazu gehörigen Dummeleien, ja, das ist es, es fehtl an Verstand und an Akzeptanz, dafür sind Egowahn und psychische Absurditäten umso größer. Und damit das eigentliche Thema nicht verfehlt wird: Frau Gürler, dieses Thema verdient eine gute Recherche und Fingerspitzengefühlm nicht bloß Erwähnung von Aufzählung und Anklage. herzlichst.

Uwe Theel 13.12.2010 | 14:30

@ beaurivages schrieb am 13.12.2010 um 08:08

Die einzige Schadensmitteilung, die ich sehe, die der Gesellschaft vorenthalten worden sein könnte, wäre die auf Ihre Geisteskräfte schlagende Verdauungsstörung/Vergiftung, die Ihnen sicherlich aufgrund des Genusses verdorbener Lebensmittel aus dem türkischen Gemüselädchen erwachsen ist, der neusten Geheimwaffe des islamistischen Terrors.

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Ehemaliger Nutzer 13.12.2010 | 17:41

@Uwe Theel
Die einzige Schadensmitteilung, die ich sehe, die der Gesellschaft vorenthalten worden sein könnte, wäre die auf Ihre Geisteskräfte schlagende Verdauungsstörung/Vergiftung, die Ihnen sicherlich aufgrund des Genusses verdorbener Lebensmittel aus dem türkischen Gemüselädchen erwachsen ist, der neusten Geheimwaffe des islamistischen Terrors.

Gemüse - Schnickschnack!
Der hinterlistige Araber hat seinerzeit den Kreuzfahrern Zucker in die Hand gedrückt und der tückische Türke hat bei der Belagerung von Wien einige Säcke Kaffee hinterlassen. An den Folgen von Kaffee- und Zuckerkonsum sterben in Deutschland weit mehr Leute als durch islamistische Terroranschläge.

Ciao
Wolfram

Uwe Theel 13.12.2010 | 19:17

@ derDonnerstag am 13.12.2010 um 03:39

Leider haben Sie meinen Kommentar vom 13.12.2010 um 01:26 nicht wirklich beantwortet.

Aus Nachlässigkeit, habe ich Ihnen sogar ein unlauteres Hintertürchen offengelassen, durch dass Sie prompt "elegant" entkommen zu können glauben:

Ich sprach von "totaler" Assimilation, was natürlich ein Pleonasmus ist. Assimilation ist per definitionem das vollständige Aufgehen im anderen.

Wenn Sie also dann glauben mit der Formulierung,

Es geht nicht um den Zwang zur "totalen" Assimilation, sondern im Gegenteil darum, dass Menschen, die sich mehr oder weniger assimilieren möchten,...

mir das Argument aus der Hand zu schlagen (Assimilation gehe auch mehr oder weniger auf freiwilliger Basis), damit im Kern dem selbst erst abgelehnten "Multikulturalismus" doch wieder die Tür öffnen, dann sieht man in welcher Bredoullie Sie mit ihrem Gedankenwust stecken, wenn sie sich auf Bruckner berufen.

Wirklich delikat wird es, wenn sie mir - Entschuldigung - dann wirklich auf den leim gehen: Natürlich hat Bruckner nicht selbst Zwi Rex zitiert. Der Satz vom Holocaust war von Ihnen selbst eingesetzt und ohne Ironie im Indikativ , ohne jeden Verweis auf das Ihnen höchstwahrscheinliche Original, bzw. mindestens in dessen Unverständnis hingeschrieben worden. Wie ich mir diesen Lapsus erklärte schrieb ich bereits.

Noch einmal: Strukturellen Antisemitismus o.ä. bei Linken kann es nicht geben, weil Antisemitisches oder rassistisches Denken Linkssein kategorisch ausschließt. Selbsttäuschungen darüber bei einigen Autoren oder Aktionisten, Blödsinn und/oder Krimininalität bei politisch heruntergekommenen Protestpotentialen oder die krude Theorie der Antideutschen, der PI-Leute, etc können da nichts anderes beweisen.

In er tat, wir haben verschiedene Denkweisen. Sie sagten an anderer Stelle, wenn ich mich recht erinnere, dass Sie eher aus formalen gründen in linken Foren schrieben, das sei nicht so langweilig, wie in rechten Foren, wo sich immer alle einig wären. Das ist natürlich ein nur formales, äußerliches Argument. Da sie aber gleichzeitig aus Ihrer Ablehnung der Linken keinen hehl machen, glaube ich schon, dass Sie mehr umtreibt als nur Hedonismus.

Finis causa

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beaurivages 13.12.2010 | 20:43

@Wolfram Heinrich
>Der hinterlistige Araber hat seinerzeit den Kreuzfahrern Zucker in die Hand gedrückt und der tückische Türke hat bei der Belagerung von Wien einige Säcke Kaffee hinterlassen.

Damit haben die Jungs aber die Lebensqualität hier bei uns gesteigert!
Außerdem haben sie uns das Rechnen mit ihren Zahlen beigebracht!

Ohne die Araber wüßten die Bayer noch nicht einmal, wieviele Weißwürste und Maß sie sich täglich genehmigen! :-)

derDonnerstag 13.12.2010 | 21:35

@Uwe Theel
War ja kaum anders zu erwarten. Ich finde auch, Sie sollten sich Hilfe suchen. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob gegen Schwarz-Weiß-Denken ein Kraut gewachsen ist.

"aus Ihrer Ablehnung der Linken"
Unterstellung, unzulässige Pauschalisierung.

"Strukturellen Antisemitismus o.ä. bei Linken kann es nicht geben, weil Antisemitisches oder rassistisches Denken Linkssein kategorisch ausschließt."
Ideologisches Denken. Was nicht sein darf, kann nicht sein. Genau daran sind die sozialistischen Länder Europas gescheitert, an der Denke: "die Partei hat immer Recht".

Was den Begriff der Assimilation betrifft, haben Sie es versäumt, sich wenigstens mal bei Wikipedia schlau zu machen. Dort steht u.a.: "Die Definition von Assimilation, die den heutigen Stand der Forschung zusammenfasst, stammt von J. Milton Yinger: ... Wenn man sie als abgeschlossenen Prozess betrachtet, ist sie [die Assimilation] die Vermischung von zuvor unterscheidbaren sozio-kulturellen Gruppen zu einer Einzigen. Wenn wir Assimilation jedoch als Variable ansehen, was meiner Ansicht nach unser Verständnis vertieft, stellen wir fest, dass Assimilation von den bescheidensten Anfängen von Interaktion und kulturellem Austausch bis hin zur gründlichen Verschmelzung der Gruppen reichen kann."
Aber klar, dass Sie das nicht schnallen, da müssten Sie ja differenzieren. Nur mit Schwarz und Weiß, Reiz und Reaktion kommt man da nicht mit.

Ihren "Lapsus" können Sie sich übrigens sonst wo hinstecken und mit ihren paranoiden Wahnvorstellungen sollten Sie wirklich mal zum Arzt gehen. Viele Deutsche haben den Juden den Holocaust bis heute noch nicht verziehen. So ist es. Wenn das in Ihren Schädel nicht reingeht, ist das nicht mein Problem.

Setzen, sechs.

Hülya Gürler 13.12.2010 | 21:41

Alle möglichen Schlagwörter, die es in diesem Zusammenhang gibt, sind gefallen: Kriminalität, Integration, Paßdeutsche und Terrorismus, antisemitische, rassistische Türken, Holocaust, Sarrazin, Multikulti ist tot, Stammtische usw.

Ich frage Sie:

Kann irgend etwas oder irgend wer Hassdelikte wie Moscheebrandanschläge oder Drohmails legitimieren? Fragen wir uns: Wollen wir in einer Gesellschaft leben, in der Menschen ihres Lebens nicht mehr sicher sind, wenn sie in Gegenden kommen, wo nicht so viele ihresgleichen leben? Dass Türken, Muslime oder andere wie auch immer titulierte Menschen nicht die besseren sind, das ist klar. Aber rechtfertigt das in irgendeiner Weise Hassdelikte?

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belle-hopes 13.12.2010 | 21:50

was ich schön fand in den nachrichten zu finden war ein kleiner, aber immerhin, protest von meist weiblichen musliminnen gegen den anschlag in schweden, das ist hier noch gar nicht angesprochen worden, wie die zunahme der terrorgefahr sich auf das bild der muslime auswirkt, ich glaube nicht, dass sarrazin allein so viel anrichtet, ich meine, wenn man von der deutschen hochburg spricht kann man nicht allen ernstes erwarten die eigene gruppe schön differenziert zu betrachten zu lassen, anscheindend ist der Graben zwischen dem was als deutsch gilt und dem was als muslim gilt zu groß, und allein durch die verschiedenheit der kultur nicht vollends zu beheben, dass es vielleicht mehr sinn mach im eigenen feld zu werkeln, soll heissen die fanatisten in beiden lagern zu bekämpfen, anstatt über den graben hinüber zu fechten. da trennt sich die spreu vom weizen, meine ich, und der, der wirklich um frieden bemüht ist zeigt sich in der ablehnung des fanatischen gedankenguts. es gibt eben weder die deutschen, noch die türken, noch die muslime, noch die christen. wer das immer noch nicht kapiert hat...

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belle-hopes 13.12.2010 | 21:56

nichts rechtfertigt das, das wissen sie doch selber frau Gürler, weder anschläge auf moscheen, noch auf synagogen, auf asylheime, noch wie geschehen in schweden gegen europäer. rassismus und fanatismus ist schlimm, egal gegen wen. sie dürfen die kritik an ihrem text nicht mit rechtfertigung oder feindlichkeit verwechseln, sie schreiben in ihrem text DIE DEUTSCHE HOCHBURG, das ist genauso falsch wie DIE TÜRKISCHE HOCHBURG. deswegen regt sich hier widerstand. damit ist keinem gedient. sie fordern mit recht ein die ausländer nicht zu generalisieren, dann ist es andersrum auch gutes recht nicht generalisiert zu werden.

Hülya Gürler 13.12.2010 | 22:05

Nicht alle in diesem Land, nicht alle Deutschen, Kroaten, Türken, Griechen usw. begehen solche Taten. Nicht alle Deutschen sind damit gemeint. Es gibt aber mittlerweile eine stillschweigende Mehrheit in Deutschland, das belegen Studien wie die von Heitmeyer und die der Universität Münster (im Text ist die Rede davon), von deren Haltungen und Meinungen gegenüber muslimische Minderheiten sich Hasstäter anscheinend motiviert fühlen. Ihre Hemmschwelle ist offensichtlich gefallen in solch einem begünstigenden Klima. Heute sind Muslime dran. Morgen kann es jede andere Gruppe auch treffen. Niemand ist wirklich gefeilt vor Hassverbrechen wie die oben erwähnten. Ich behaupte mal, dass Rechtsextreme sich nicht scheuen würden, morgen verstärkt auf Schwule, Andersbefähigte oder wieder auf Flüchtlinge los zu gehen. Vielleicht tun sie das auch tagtäglich. Es dringt ja nicht alles an die Öffentlichkeit. Nichts, aber auch gar nichts rechtfertigt Gewalt. Deren Ursachen liegen meiner Meinung nach woanders. Nicht in den Eigenschaften von Minderheiten.

Hülya Gürler 13.12.2010 | 22:15

Ich sehe nicht ausschließlich Widerstand Frau Hopes (Sie haben sich ja verändert:))). Leute diskutieren, und zwar kontrovers. Ich sehe sehr verschiedene Meinungen. Der Titel ist die Quintessenz der Studien von Heitmeyer und Uni Münster (ich erwähne es nochmals). Deutschland ist nicht die Türkei. Warum bringen Leute immer wieder die Türkei ins Spiel frage ich mich, sobald sie einen türkisch-stämmigen Namen lesen??? Deutschland, das sind wir ALLE. Und was hier geschieht, geht uns alle etwas an. Oder finden Sie Gefallen an Moscheebränden, finden Sie, dass irgend etwas dies legitimiert...

Hülya Gürler 13.12.2010 | 22:38

Was die Lager betrifft. Ich sehe keine eindeutigen Lager. Ich sehe Konservative, Liberale, Linke. Ästheten, Puristen, Idioten, postmoderne Mixanhänger überall, unabhängig von Identitätszuschreibungen. Und ich sehe unverdaute Fragen über das eigene Deutschsein, weshalb Sie, Frau Hopes, glaube ich, an "Hochburg Deutschland" Anstoß finden.

Das macht es schwierig für Menschen mit Bindestrich Identitäten wie Türkisch-Deutsch, Afro-Deutsch oder Koreanisch-Deutsch, hier in diesem Land jenseits der akzeptierenden Community hinaus, einen selbstverständlichen Platz in dieser Gesellschaft zu finden. Die, die hier ankommen, dürfen uns gerne eines Besseren belehren.

Und das macht es schwierig, rassistisch motivierte Ausgrenzung und Hassverbrechen anzusprechen.

Tycho 13.12.2010 | 22:46

..und wo findet man jenen selbstverständlichen Platz jenseits der akzeptierenden Community? Ich denke nicht, dass es den, auch herausgelöst aus dem Paradigma "zwischen den Kulturen" in anderen Spannungsfeldern nicht gibt. Wenn es ihn jedoch gäbe, diesen Platz, dann wäre er aber doch genau in jener Homogenität verortet, denen die eigentliche Abgrenzung erst entspringt.

Vieles an diesen Debatten ist einfach unfair, weil sie persönliches zu allgemeingültigem hochzurechnen sucht.

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Ehemaliger Nutzer 13.12.2010 | 22:47

@beaurivages
>Der hinterlistige Araber hat seinerzeit den Kreuzfahrern Zucker in die Hand gedrückt und der tückische Türke hat bei der Belagerung von Wien einige Säcke Kaffee hinterlassen.

Damit haben die Jungs aber die Lebensqualität hier bei uns gesteigert!

Und die Karies! Und die Zuckerkrankheit! Und den Bluthochdruck!

Außerdem haben sie uns das Rechnen mit ihren Zahlen beigebracht!

Auch so ein Teufelswerk. Ohne die arabischen Zahlen könnten wir 1 Milliarde vor dem Ende der Ewigkeit gar nicht hinschreiben, der Staat hätte also viel, viel weniger Schulden, weil was man nicht hinschreiben kann, das gibt's auch nicht.

Ohne die Araber wüßten die Bayer noch nicht einmal, wieviele Weißwürste und Maß sie sich täglich genehmigen! :-)

Dafür reicht die Bierfilzl-Mathematik:
I
II
III
IIII

Ciao
Wolfram

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belle-hopes 13.12.2010 | 22:47

jetzt lehnen sie sich etwas arg aus dem fenster, um nicht zu sagen sie werden beleidigend und sägen an ihrer souveränität, wenn sie mich, von der sie nicht wissen, ob ich deutsch bin, welche wurzeln ich habe, ob ich gläubig bin oder nicht, in dieser weise ansprechen; um ehrlich zu sein finde ich es anmaßend und unverschämt kritik an ihrem text so umzudrehen. an "hochburg deutschland" findet wohl jeder anstoß, der weiß, dass es nicht so ist, meine güte, sie schreiben texte für ein linkes medium und kommen hier mit hochburg deutschland, ist ihnen das selbst nicht unangenehm. genauso wie sie wohl anstoß daran finden, wenn man umgekehrt so verfährt. also was wollen sie damit bezwecken: schuldzuweisung? angriff?

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belle-hopes 13.12.2010 | 22:53

ich übe nach wie vor kritik am niveau ihrer texte, insofern hat sich nichts verändert. dass sie einen beitrag über akhanli schreiben ist schön, aber auch hier sind sie viele fragen offen geblieben, wo ich mich frage, ob sie überhaupt recherchieren, wenn user mehr von der materie wissen als sie. und sobald man das anspricht kommen sie mit angeblicher fremdenfeindlichkeit, wo soll das hinführen? wird das ihr ständiges verhaltensmuster sein? sie wollen doch ernst genommen werden, oder? und um ehrlich zu sein, eine freundin von mir ist farbig und muslima, die schreibt keine artikel, aber wenn sie es täte hätte sie genug gespür für das thema und würde nicht immer wieder mit diesen angriffen und pauschalisierungen kommen wir hochburg deutschland.

Hülya Gürler 13.12.2010 | 22:58

Dafür, dass Sie den obrigen Text schlecht finden, engagieren Sie sich aber ganz schön hier in den Kommentarteilen. Was glauben Sie: Würden Sie das auch tun, wenn die Überschrift anders lauten würde? Mein "Hinauslehnen" ist durch mein Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt und nicht allein das Ihrige.
Nein, ich weiß nichts über Sie, außer, dass Sie eine engagierte Schreiberin sind und sich an dem Titel stören. Das beflügelt Fantasien.

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belle-hopes 13.12.2010 | 23:07

wie sie vielleicht an meinem kommentarzähler sehen schreibe ich viel, nicht nur hier, vor allem schreibe ich dort, wo mir aussagen gegen den strich gehen, weil ich finde, dass medien eine gewisse verantwortung haben und provokation in heutigen zeiten mehr kaputt macht als nützt. und weil ich als texter auch immer die zielgruppe von texten oder titeln im auge habe, und mit so einer überschrift ist dem großen ideal des zumindest akzeptablen miteinanders nicht gedient, im gegenteil. mehr sage ich nicht, weil es sowieso gedreht wird wie es passt.

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Ehemaliger Nutzer 13.12.2010 | 23:16

@beaurivages
Was ist, wenn der Bierdeckel, der Tisch, die Wand oder die ganze Kneipe für die vielen Striche nicht nehr ausreicht?

Du glaubst ja gar nicht, was auf ein so ein Bierfilzl alles draufgeht. Mindestens ein Vollrausch und einmal Weißwürscht mit Brezn.

Ciao
Wolfram.
P. S.: Hab ich schon erzählt, daß der tückische Moslem auch das warme Wannenbad nach Europa eingeschleppt hat? Was am warmen Wannenbad jetzt tückisch wär, frägst du? Das weiß ich jetzt auch nicht, aber es wird mir schon noch was einfallen.

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beaurivages 13.12.2010 | 23:29

@Wolfram Heinrich
>Du glaubst ja gar nicht, was auf ein so ein Bierfilzl alles draufgeht. Mindestens ein Vollrausch und einmal Weißwürscht mit Brezn.

O. K., für'n bayrischen Vollrausch brauch man nicht so viel Platz!

Der letzte "Große Bayer", mit dem ich in Cham auf einem Volksfest gesoffen hatte (er war 1,99 m groß), war nach 5 Maß schon um 14 Uhr voll wie ein fränkischer Amtmann und schlief dann unter der Bank ein.
Um 22 Uhr mußten wir (alles Preußen) ihn wieder aufwecken, weil er uns zurück nach Bodenmais fahren mußte.
Hatte er nur mit meiner Hilfe geschafft (nach 10 Maß)!
P. S., das ist nicht gesponnen!

Gruß, Arno.

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sweetheart 13.12.2010 | 23:42

H.G.,13.12., 22.03

Also, ich habe jetzt auch gerade keine neue Sprache in der Tasche, Frau Gürler - die vorhandene scheint in der FC eben in der Tat eher zum Auseinanderdividieren genutzt zu werden.

Ich gehöre bei allem mir selbst attestierten guten Willen und bei aller Offenheit auch zu denjenigen, die hier bei Dauerbeschallung aus dem Blog von @iranopoly und @muhabbetci langsam unlustig werde, wenn ich eine Überschrift wie die Ihres Artikels lese.
Sie haben diese oben erläutert, aber natürlich haben Sie sie gewählt: Sie hätten sie nicht nehmen müssen, Sie hätten dieses Signal nicht geben müssen, wenn es Ihnen um ein besseres Verständnis ginge.

Ich möchte den Blick mal auf einen anderen Aspekt des "Miteinanders", das es eben leider nicht ist, im Nachbarland Holland lenken, wo einige der jüdischen Bewohner mal wieder daran denken, die Koffer zu packen, weil sie Angst vor jungen Muslimen haben - wohl nicht ganz ohne Grund, wie es scheint.
www.welt.de/print/wams/politik/article11573788/Juden-in-Holland-Fliehen-oder-kaempfen.html

Der Link ist nicht dazu gedacht, um vom hiesigen Thema oder von deutschen Verhältnissen abzulenken, eher dazu, einmal mitzubedenken, daß auf Otto Normalleser viele Informationen zum Thema Einwanderung und Muslime einwirken, die die erwünschte freundliche Gelassenheit gelegentlich doch ein wenig ins Wanken bringen.

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Ehemaliger Nutzer 13.12.2010 | 23:53

@beaurivages
Ich habe oft zusammen mit Bayern gesoffen!
Die Bayern haben zwar 1516 das Reinheitsgebot für Bier erfunden, aber besonders trinkstark sind sie nicht!

Betreibe hier keine Volksverhetzung! Ich war 15 Jahre lang MPU-Gutachter und ich kann dir versichern, daß in Bayern was weggeschluckt wird, das glaubst du nicht! Dein Amtmann mit seinen 5 Maß Bier war halt kein Geeichter. Bei seiner Statur (fast 2 m und wahrscheinlich entsprechend Gewicht) hatte er mit 5 Maß vielleicht mal 1 Promille, wenig wär. Damit hätte er, wenn sie ihn erwischt hätten (um 15.00 h, nicht mehr um 22.00 h), nicht mal zur MPU gemußt.

Ciao
Wolfram

Uwe Theel 13.12.2010 | 23:53

@ derDonnerstag schrieb am 13.12.2010 um 20:35

1) Es stellt kein ideologisches Denken dar, wenn man darauf besteht rechts und links unterscheiden zu können. Und kein Linker dieser Erde kann kategorial oder praktisch weiter als Linker betrachtet werden, oder kann von anderen als solcher so betrachtet zu werden, nachdem er zentrale linke Inhalte verraten hat, ihnen abgeschworen hat. Ein Rassist ist kein Linker, ein Linker ist kein Rassist.

2) Es ging nicht um Diskussion des Prozesses der Assimilation, dessen Verlauf und Bedingung, sondern um sein Ergebnis: Totale Verschmelzung. - Nichts im historisch-gesellschaftlichen Prozess wechselt schlagartig den Agregatzustand. - Sie müssen beim Thema bleiben!

3) In der Tat: "Viele Deutsche" haben in ihrer "Unfähigkeit zu trauern" (Mitscherlich) und in ideologischer Verblendung "den Juden den Holocaust nicht verziehen". Dies aber waren und sind bis heute nur faschistoide bis offen faschistische Deutsche. - Wenn Sie das nicht begreifen können, dann haben Sie mindestens keinen validen Faschismusbegriff, allenfalls einen ideologischen.

Sie haben, als sie ihren Satz zuerst niederschrieben ihn aber bezogen auf die Linke (Rassisten) in Deutschland - (nicht auf "viele Deutsche") -, was aberwitziger Blödsinn ist und die Linke hinterlistig diskrediert, das Sie ihr Rechte als Linke unterscheiben. Lesen sie Ihren eigenen Satz:

"linke" Rassisten hassen ihre Kultur - nicht nur die angebliche "deutsche Leitkultur", sondern auch Demokratie, die Errungenschaften der Aufklärung und die universalen Menschenrechte.

Vor allem aber hassen sie (= "linke" Rassisten; u.t,) die Amis, weil sie uns befreit haben und den Juden verzeihen sie den Holocaust nicht.

DerDonnerstag, alleine die intellektuellen Fehlleistungen in den drei soeben von mir genannten Punkten diskreditieren Sie in meinen Augen für jede ernsthafte Diskussion. Wenn ich mir anschaue, was Sie in der Vergangenheit hier in der FC gleistet haben und weiter leisten, dann passt`s.

Adieu

miauxx 13.12.2010 | 23:55

Da die Kommentiererei ja nochmal enger am Thema aufgeflackt ist:
Was mich etwas betrüblich stimmt, ist die offenbar reflexhafte Abwehrhaltung gegenüber dem Thema antimuslimische Vorfälle, wie sie viele Kommentare wiederspiegeln. Unterschwellig lese ich da immer, Muslime oder auch solche, die qua äußerer Erscheinung ja solche sein müssten, sollen eine, ihre, Opferrolle nicht so hochstilisieren, schließlich werde auch im Namen des Islam gebombt und gefoltert etc. Das kann man hier wie auch unter den Blogs von Muhabbetci lesen. Da der ja stets eine Verteidigung des "wahren" Islam versucht, wird dann auch gern nahegelegt, dass dort ja ganz und gar nicht eine freie Diskussionskultur gesucht werden könne - er brauche also gar nicht anfangen zu argumentieren.
Ich finde, man kann in eine solche Diskussion nicht mit Vorhaltungen gegenüber "dem" Islam einsteigen, wenn man nicht die beschriebenen Vorfälle pauschaler und an Lynchjustiz erinnernder Gewalt zu bagatellisieren versucht.

Hülya Gürler 14.12.2010 | 00:03

Ich verweise Sie auf ein Interview im Ressort Alltag. "Harter Kern". Traurige Realität. Der Interviewte Arye Sharuz Shalicar hat im Interview auf meine Frage, ob er Antisemitismus allein bei Muslimen verorte, geantwortet: "Antisemitismus ist eine Weltkrankheit", sprich den gibt es überall. Das ist im Interview nicht abgedruckt. Doch der Antisemitismus, den er erlebt hat, ist derjenige von radikalen (so bezeichnet er das) Jugendlichen mit muslimischem Hintergrund in seinem Kiez. Dort, wo es besonders hart zugeht. Dort, unter den prekärsten Unterschichten, kommen Antisemitismus, Sexismus und Homophobie ungeschminkter zum Vorschein. Andere verstecken ihn vielleicht besser. Das macht es für viele schwierig, Solidarität mit diesen radikalen Jungs zu haben. Die ja vom System hier abgehängt werden. In den USA sind es vielleicht andere Mehrheitsminderheiten. Nur: Fragen wir uns: Wären diese Jungs und diese Menschen unter günstigeren Umständen wie Akzeptanz und Teilhabemöglichkeiten auch so?

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beaurivages 14.12.2010 | 00:04

@Wolfram Heinrich
>Dein Amtmann mit seinen 5 Maß Bier war halt kein Geeichter. Bei seiner Statur (fast 2 m und wahrscheinlich entsprechend Gewicht) hatte er mit 5 Maß vielleicht mal 1 Promille, wenig wär. Damit hätte er, wenn sie ihn erwischt hätten (um 15.00 h, nicht mehr um 22.00 h), nicht mal zur MPU gemußt.

Nun gut.
Er war schlank und jung.
Ist ja dann auch noch gefahren (nach einer oberflächlichen Reinigung durch uns).
Aber, wenn ich nicht mehrfach das Volant korrigiert hätte, wären wir sicher nicht heil angekommen!
Er wollte uns übrigens bei der Dorkneipe in Bodenmais absetzen (unser Quartier).
Mußte uns aber noch 300 m weiter bis zur Disko fahren.
Dort gab es noch leckeren Frankenwein! :-)

miauxx 14.12.2010 | 00:08

"... daß auf Otto Normalleser viele Informationen zum Thema Einwanderung und Muslime einwirken, die die erwünschte freundliche Gelassenheit gelegentlich doch ein wenig ins Wanken bringen."

Ich dachte, bzw. hoff(t)e, dass die Freitag-Leser zu differenzierterem Denken in der Lage sind, als dass auch ihre "Gemütshaltung" gegenüber Einwanderen und Muslimen in ein (gefährliches?) Wanken gerät, weil es da auch Kriminelle gibt, und nun Beiträge, welche sie als Opfer zeigt, ablehnen muss. Und andererseits kann man nun keinen Blogger dem Freitag zum Vorwurf machen ...

derDonnerstag 14.12.2010 | 00:22

"Ich finde, man kann in eine solche Diskussion nicht mit Vorhaltungen gegenüber "dem" Islam einsteigen, wenn man nicht die beschriebenen Vorfälle pauschaler und an Lynchjustiz erinnernder Gewalt zu bagatellisieren versucht."

Da hier nicht ein einziger Kommentator "den" Islam thematisiert hat, übersetze ich mal: Wer Phänomene wie Fundamentalismus, Menschenrechtsverletzungen, Demokratiefeindlichkeit etc., die im Namen des Islam ausgeübt werden, anspricht, der bagatellisiert zwangsläufig sämtliche Fälle von Fremdenfeindlichkeit, die im Grunde alle mit Lynchjustiz gleichzusetzen sind.

Auf den Punkt gebracht: Muslime sind eine privilegierte Opfergruppe, die Narrenfreiheit genießen, z.B. gerne, falls vorhanden, ihren Antisemitismus und ihre Homophobie offen ausleben dürfen. Schlimm sind nur (Ex-)Muslime wie Necla Kelek, Ayaan Hirsi Ali oder Hamed Abdel-Samad, die aus der Reihe tanzen.

Und grundsätzlich gilt: wer sich beleidigt fühlt, halt Recht.
So wie bei diesen ganz schlimmen Karikaturen von diesem dänischen Zeichner, fast schon Lynchjustiz. Der Versuch, den Karikaturisten zu ermorden, war dagegen natürlich total verständlich. Ist eben 'ne andere Kultur. Die Einen argumentieren mit Worten, die Anderen mit dem Messer. Müssen sie ja, wenn der Prophet beleidigt wird, wie hier in dieser Community - quasi als Rechtfertigung für Mord - auch schon zu lesen war. Hm, danke, gerne gelesen.

Was für eine armselige Geisteshaltung. Und mit Rassismus hat das natürlich rein gar nix zu tun. Wir sind ja links, können uns also gar nicht irren und teilen die Welt in Gut und Böse ein.

derDonnerstag 14.12.2010 | 00:30

Wenn Du meinst, darüber urteilen zu dürfen, ob ich mich links nennen darf - eine unverschämte Anmaßung -, und obendrein kategorisch erklärst, Linke könnten sich nicht irren, dann wird wohl auch Stalin sich nie geirrt haben. Oder war Stalin etwa kein Linker?
Und wie kommst du auf die Idee, "demokratischer Sozialismus" sei eine Tautologie? Ach ja, die DDR war ja auch sozialistisch und sooo demokratisch.

Uwe Theel 14.12.2010 | 00:34

beaurivages schrieb am 13.12.2010 um 22:47

Wäre gut, wenn diese Juden nach Deutschland kämen

Uwe Theel schrieb am 13.12.2010 um 23:04

>Und Sie, beaurivages, schämen sich nicht in Grund und Boden?

beaurivages schrieb am 13.12.2010 um 23:08

Wieso dat denn?
Da wären bestimmt viele Kluge Köpfe bei!
Solche Leute brauchen wir!

@ beaurivages

Ihre Ungebildetheit wird höchstens noch übertroffen von Ihrem Zynismus.

u.t.

miauxx 14.12.2010 | 00:47

Ob sich Muslime beleidigt fühlen oder nicht oder sich beleidigt gerieren, tut doch ersteinmal gar nichts zur Sache.
Im Artikel geht es um Angriffe auf Teile der Bevölkerung, die genauso Anspruch auf Rechtsschutz haben. Da sie sich aber zu einer Religion bekennen oder auch nur mit dieser assoziiert werden, muss man auch ein bestimmtes Augenmerk auf die Motivation von Angriffen gegen sie haben. Soll man in ihrem Falle eingeschränkt über ihre Rechte denken? Ihnen ersteinmal vorhalten, dass mit ihrer Religion andere Ungerechtigeiten begründet werden? Sie in Sippenhaft nehmen?
Wenn hier lebende Menschen sich ebenfalls im Namen ihrer Religion rechtswidrig verhalten, gibt es dafür die Rechtsmittel. Ob die immer konsequent verfolgt werden, ist aber eine andere Diskussion.

Hülya Gürler 14.12.2010 | 00:47

Der Konflikt mit dem Islam ist meiner Meinung nach vor allem ein Konflikt zwischen einer sich individualisierenden Welt und einem als Kollektiv gedachtem vermeintlichen Konstrukt Islam. Diejenigen, sprich Kollektivisten, Traditionalisten, Konservative oder Fundis, die DEN Islam, der nicht ein für alle mal eindeutig und einseitig existiert, hoch halten, tun ihr Übriges. Andere wiederum, die an ein eindeutiges westliches Konstrukt glauben, gehen konstruierten Feindbildern auf den Leim. Geister kämpfen gegen Geister. Nur leider mit realen Folgen. Das muss so nicht sein.

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sweetheart 14.12.2010 | 00:59

H.G., 13.12., 23.37

Falls Ihr Kommentar sich auf den verlinkten WELT-Artikel bezog: da ist jetzt erst einmal ganz konkret von den jüdischen Menschen in Holland die Rede, vorrangig in Amsterdam, wo es auch eine große jüdisch-orthodoxe Gemeinde gibt.
Die Situation ist in der Tat sehr beunruhigend und furchtbar traurig, wenn man bedenkt, daß Holland immer eher eine Hochburg der Liberalität war.

Ich habe ein Radio-Interview mit Arye Shalicar gehört, wo er über sein Leben in Berlin und sein Buch darüber berichtete. Das fand ich auch sehr eindrucksvoll - und tröstlich, daß es zumindest einen muslimischen Freund gab.

Die Frage ob "günstigere Umstände" zu einem anderen Verhalten "dieser Jungs" führen würde, ist eher eine pragmatische. Abgesehen davon, daß jeder sie ihnen sicherlich gerne gönnen würde - soll unsere Ethik, unsere Moral als Menschenwesen von "günstigen Umständen" abhängen?

Eine gute Nacht!

Hülya Gürler 14.12.2010 | 01:12

Wäre ein Schritt in die richtige Richtung, ich meine die günstigeren Umstände - eine gerechtere Gesellschaft, wo Teilen und nicht Egoismus im Vordergrund steht. Das wäre weniger verlogen.

Ein anderer, konsequent in den Dialog mit diesen Jugendlichen zu gehen und auch mal zu sagen: So geht es nicht! Eure antisemitische Moral ist inakzeptabel. Aber auch sie einbeziehen und teilnehmen zu lassen an der Gesellschaft, sie nicht auszugrenzen, ihnen Ausgrenzung erst vor zu machen - das wäre zumindest vorbildlich, finden Sie nicht auch?!

Was keine Entschuldigung ist für die in dem Artikel erwähnten Sprüche oder Taten ist.

Auch so, gute Nacht.

Muhabbetci 14.12.2010 | 01:22

@derDonnerstag schrieb am 13.12.2010 um 23:22
"Da hier nicht ein einziger Kommentator "den" Islam thematisiert hat, übersetze ich mal: Wer Phänomene wie Fundamentalismus, Menschenrechtsverletzungen, Demokratiefeindlichkeit etc., die im Namen des Islam ausgeübt werden, anspricht, der bagatellisiert zwangsläufig sämtliche Fälle von Fremdenfeindlichkeit, die im Grunde alle mit Lynchjustiz gleichzusetzen sind."

Das irgendwelche ( ca 20 000) Fundamentalisten irgendwelche Anschläge auf der Welt ausführen und dabei Unschuldige töten, entschuldigt dann was genau?
Das hier irgendwelche Rassisten das gleiche machen dürfen?
Nein, natürlich meinen sie das nicht Herr Donnerstag.
Ihre Meinung ist, " Lasst uns über den Islam reden, damit ich euch zeigen kann wie übel der Islam ist".
Ich werde ihnen den Gefallen machen und ein Blog über den Islam schreiben.
Ich bin mal gespannt was sie alles vorführen können.

Hülya Gürler 14.12.2010 | 01:59

Frau Hopes, sie haben soviel ausgeteilt, jetzt lassen sie mich doch auch mal zu Wort kommen. Das finde ich gut, dass sie schreiben und kritisch schreiben. Nur rechnen Sie auch mit Antworten und Überschriften, Artikeln und Kommentaren, die Ihnen auch gegen den Strich gehen werden. Das Monopol von Journalisten, Leser einseitig zu berieseln, ist zum Glück dank Internet immer mehr im Schwinden. Der einzige Unterschied ist vielleicht der, dass Journalisten sich professionalisieren in der Recherche, in den Netzwerken, wo sie sich Informationen herholen und dem journalistischen Handwerk. Und Professionalisierung braucht Zeit und Erfahrung, die anderen Berufsgruppen nicht zur Verfügung stehen. Von einer kritischen Zielgruppe können wir nur profitieren. Auf Augenhöhe! Ich freue mich über Ihre weiteren Beiträge.

Hülya Gürler 14.12.2010 | 03:32

Muslime sollten keine Narrenfreiheit geniessen, nein. Und sind keine privilegierte Opfergruppe. Alle tragen Verantwortung für ihre Taten. Lynchjustiz ist inakzeptabel. Sie werden mir doch aber zustimmen, wenn Rechtsextremisten keine Freihand für Hassmails bekommen dürfen wie die etwa: "Wenn ihr Anschläge ausübt, dann wird es euch so ergehen wie den Juden. Die Grausamkeit des deutschen Volkes solltet ihr kennen." So ungefähr lautet eines dieser Mails. Das kann doch auch nicht die Antwort sein.
Zum Glück gibt es (Ex-) Muslime wie auch schon immer Atheisten in mehrheitlich muslimisch geprägten Ländern übrigens. In diesen Ländern machen eigens ausgewählte (z.B. anti-religiöse) Weltbilder keinen Halt.
Aber es gibt nunmal auch gläubige Menschen. Was machen wir mit denen? Mit denen, die Jesus oder Mohammed oder Abraham oder sonst einen Propheten nicht beleidigt sehen wollen? Die ihre Gefühle verletzt sehen. Draufhauen? Jesus Karikaturen produzieren? Was meinen Sie, was dann los ist unter den Fundamentalisten in den USA und in anderen europäischen Staaten.

derDonnerstag 14.12.2010 | 03:59

@Hülya Gürler
Natürlich stimme ich Ihnen zu, was die von Ihnen genannten Hassmails betrifft. Da trifft der Vergleich. Ich habe bei "Lynchjustiz" allerdings an den von Muhabbetci aufgebauschten Fall ("Du bist Türke ...; unter den meistkommentierten Blogs) und an das Anti-Wallraff-Pamphlet von Iranopoly gedacht. Da gibt es tatsächlich Kommentatoren, die die wohlbegründete Kritik an der verlogenen Propaganda dieses Bloggers mit "Steinigung" vergleichen. Wenn Sie zusätzlich mal einen kurzen Blick auf die Blogs von Iranopoly zu Sakineh Ashtiani und Mina Ahadi (die als die "Schuldige" dargestellt wird) werfen, dann werden Sie vermutlich verstehen, was ich meine.

Was die Gläubigen betrifft, finde ich, sollten wir mit denen genau so verfahren, wie wir bisher mit ihnen verfahren sind. D.h. die Religionsfreiheit garantieren ebenso wie die Freiheit von Religion all derer, die damit nichts am Hut haben.
Die Meinungsfreiheit sollte jedenfalls nicht eingeschränkt werden, nur weil irgendwelche besonders Strenggläubigen - egal welcher Religion - besonders empfindlich sind. Eine extreme Minderheit sollte nicht über die Grundwerte dieser Gesellschaft bestimmen.
Und Jesuskarikaturen gibt es übrigens schon längst zur Genüge, die "Titanic" z.B. hat schon genügend davon gebracht. Nach meinen Informationen gibt es in arabischen Zeitungen auch regelmäßig antisemitische Karikaturen. Die Reaktionen waren bisher mit denen auf die Mohammed-Karikaturen, den Roman von Salman Rushdie etc. nicht zu vergleichen.
Ob man unbedingt Öl ins Feuer gießen muss, indem Karikaturen veröffentlicht werden, die strenggläubige Muslime als "Gotteslästerung" empfinden, halte ich für eine berechtige Frage, nicht aber, ob man es darf.
Da halte ich es ganz mit dem unter Linken sonst so beliebten Spruch: "Wehret den Anfängen".

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beaurivages 14.12.2010 | 08:42

@Uwe Theel

>Ihre Ungebildetheit wird höchstens noch übertroffen von Ihrem Zynismus.

???
Zicke Zacke, Hühnerkacke!
Wer kein Ingenieurstudium schafft, kann es dann hinterher immer noch mit Lehramt oder Soziologie etc. versuchen! ;-)

Apropos Bildung.
Können Sie sich vorstellen, um wieviele Punkte die PISA-Ergebnisse in Deutschland besser wären, wenn statt der Muslime zu gleicher Anzahl Juden in unserem Land wären?
Und dann versuchen Sie es sich einmal vorzustellen, was wäre, wenn es keinen WW2 gegeben hätte und uns alle jüdischen Köpfe in Deutschland und sonstwo erhalten geblieben wären.
Wahrscheinlich wären Sie dann heute bei der Städtischen Müllentsorgung beschäftigt, weil es bessere Bewerber für's Lehramt gegeben hätte! ;-)

carlfatal 14.12.2010 | 08:54

Welch eine Unmenge an Kommentaren... und allmählich wird es wieder ungemütlich in Teutschland.
Aber wir bereiten uns schon mal vor, und mobben uns (@beaurivages) durch vermeintlich "linke" Communities, reden von Menschen, die einem "Gemeinwohl" schaden, also folglich von Schädlingen, Parasiten, reden von linken Rassisten, die dem Kollektivismus verfallen sind, reden von "Muslimen/Islamisten" und deren privilegierter Opferrolle, von "den Juden", (die ihre (privilegierte Opferrolle) nicht mehr wahrnehmen können), weil sie, "die Juden" "mit Kritik umgehen können"...
gewiß, im Einzelnen nur ein paar kleine Ausschnitte aus dem Ganzen, aber:
Auch ich bin ein Paßdeutscher, besitze die deutsche Staatsbürgerschaft, aber hej, ob ich nun Islamist bin, weil mein Alter Türke ist, oder ob ich über Humor verfüge, weil meine Mutter Jüdin ist: geht es noch eine kleine Spur ekliger?
Auf das Privileg, mich opfern lassen zu dürfen, verzichte ich gerne, weder für den Donar noch irgendeinen anderen selbsternannten völkischen Gott. Ich habe also durchaus Verständnis für Menschen, die da auch keine Lust drauf haben, schließlich kämpft ein Mensch nicht um Identität, um sie im ersten Augenblick durch die geforderte Assimilierung an geforderte Normen wieder zu verlieren: Ich hab´keinen Humor und ich trage weder Turban, noch Hut oder Kippa, ich kann mit Kritik nicht umgehen und ich nehme meine Privilegien durchaus wahr.
Aber wer ich bin, das laß´ ich mir vom Mainstream der "deutschen" Bevölkerung nicht vorschreiben, da muß mein Dasein als Mensch ausreichen, mehr hat nämlich niemand zu bieten.
Und dieses Dasein bestimmt nicht irgendeine Ideologie, sondern der Wunsch zu leben, mithin die reine Ökonomie. Satt, ein Dach über dem Kopf, Freunde: all das kostet, nichts davon ist einfach da.
Also laßt uns fröhlich buckeln, treten, lamentieren und Krieg führen und dem Rest der Welt zeigen, wo der Hammer hängt, wer was von Fortschritt versteht und wer eben zurückgeblieben ist. Damit wir auch in zehn Jahren noch Auto fahren können und in Urlaub fliegen.
Wir werden immer einen finden dem wir das Privileg zuschanzen können, Opfer zu sein, das ist doch die Hauptsache. Und wer das dann nich positiv aufnimmt, kriegt sein Privileg um die Ohren gehauen.
Dumm nur, daß nicht alle zum Kriechen neigen, bloß weils mal´n bischen gewittert...
angewidert, cf

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beaurivages 14.12.2010 | 09:03

beaurivages schrieb am 14.12.2010 um 07:42
@Uwe Theel

>Ihre Ungebildetheit wird höchstens noch übertroffen von Ihrem Zynismus.

???
Zicke Zacke, Hühnerkacke!
Wer kein Ingenieurstudium schafft, kann es dann hinterher immer noch mit Lehramt oder Soziologie etc. versuchen! ;-)

Apropos Bildung.
Können Sie sich vorstellen, um wieviele Punkte die PISA-Ergebnisse in Deutschland besser wären, wenn statt der Muslime zu gleicher Anzahl Juden in unserem Land wären?
Und dann versuchen Sie es sich einmal vorzustellen, was wäre, wenn es keinen WW2 gegeben hätte und uns alle jüdischen Köpfe in Deutschland und sonstwo erhalten geblieben wären.
Wahrscheinlich wären Sie dann heute bei der Städtischen Müllentsorgung beschäftigt, weil es bessere Bewerber für's Lehramt gegeben hätte! ;-)

Hülya Gürler 14.12.2010 | 13:07

Ein Kollege hat hier den Begriff "Aufklärungsfaschismus" benutzt übrigens.

www.freitag.de/community/blogs/alem-grabovac/islamkritik-als-aufklaerungsfaschismus/?searchterm=alem+Grabovac

Deutschland, das Land der Dichter und Denker, ist sehr stolz auf seine Aufklärung, seine späte im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. Und hält daran verbittert fest.

Wenn ich einzelne Kommentare lese, verstehe ich immer mehr, was in der Heitmeyer Studie rausgekommen ist: In der Mitte der Gesellschaft und links davon wächst die Intoleranz gegenüber Muslimen.

Ich frage Sie, wann sind Sie das letzte mal auf einen Muslim zugegangen? Wenn überhaupt jemals in nunmehr rund fünfzig Jahren Einwanderungsgeschichte. Was ich hier zu Lande furchtbar finde, ist ein lieb- und herzloses zwischenmenschliches Klima. Es ist, als ob die Anderen (heute sind es Muslime, in der Vergangenheit waren es andere Andere) zu Monstern hochstilisiert werden. Das sagt viel aus über die, die ausgrenzen, weniger über die, die zunehmend ausgegrenzt werden.

derDonnerstag 14.12.2010 | 16:15

@Hülya Gürler
So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein. Deutschland hält "verbittert" an der Aufklärung fest?
Was schlagen Sie denn vor? Sollen wir noch mal in aller Ruhe darüber nachdenken, ob das mit der Aufklärung, der Meinungsfreiheit, der Trennung von Kirche und Staat etc. wohl alles so richtig war?
Es klingt fast so. Wer mit Begriffen wie "Aufklärungsfaschismus" hantiert, offenbart ein verworrenes Denken. Noch hirnrissiger finde ich "Menschenrechtsfundamentalismus".
Schon mal was von "Gleichschaltung" gehört? Aber nee, Faschisten setzen sich bekanntlich für Meinungsfreiheit ein, damit ihre Gegner - die Antifaschisten? - , die bestimmte Meinungen nicht aushalten, sich ganz schwer beleidigt fühlen.

Tipp: Setzen Sie sich doch mal kritisch mit der These vom "Aufklärungsfaschismus" auseinander und lesen Sie mal ein paar Gegenstimmen. Oder können Sie die "Intoleranz" dieser Kritiker, die ja folgerichtig Faschisten sein müssen, nicht ertragen?
Z.B.:
www.tagesspiegel.de/kultur/die-freiheit-und-ihr-gegenteil/1849008.html
www.perlentaucher.de/artikel/6639.html
www.perlentaucher.de/artikel/3594.html

Hülya Gürler 14.12.2010 | 16:31

Das mache ich gerne.
Ich finde sie gut, die Trennung von Staat und Kirche, Meinungsfreiheit, Menschenrechte, Aufklärung. Nur tun sich viele Linke damit schwer, zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die religiös sind. Das ist meiner Meinung nach ein Teil der Abwehr gegenüber Migranten, von denen die meisten nun mal religiös sind. Glauben ist ein Existenzial. Und hoffentlich auch Privatsache. Nur dogmatischer Atheismus hat nicht nur im Ostblock viel kaputt gemacht.

Hülya Gürler 14.12.2010 | 16:42

Und: Unabhängig von ihrem tatsächlichen Umfang an Religiösität: Es gibt ja muslimische Migranten, die Schweinefleisch essen, Alkohol konsumieren, Urlaub in Spanien machen, Briefmarken sammeln, Ski fahren oder auch nicht und und und..

Auf Migranten aus vorwiegend muslimischen Ländern werden öffentlich sämtliche Auseinandersetzungen mit Religion in seiner negativsten Ausprägung projiziert.

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nil 14.12.2010 | 16:42

Hallo Hülya,
ich glaube, und ich muss "leider, leider", sagen, dass Sie ganz recht haben mit Ihrer Annahme, dass und besonders nach dem 11/9 bis heute eine schleichende geistige Umweltvergiftung, eine Islam-Phobie, Anti-Islamismus, sich über Deutschland ausbreitet hat.
Das hat mich, unter Anderem, auch veranlasst Nachforschungen anzustellen über die "kontinental wirtschaftliche Situation" (für Spiritualität habe ich mich schon immer interessiert) in 2010.

Die wirtschaftlichen Verstrickungen auf der Welt sind ja Richrig katastrophal.
Wenn jetzt schon die staatlich geförderte Rister-Rente Millionen in Streu-Munition investiert!
Die Deutsche Bank investiert auch gerne in Streumunition, über 700 Millionen.
Ergo, man ist immer dringend auf der Suche nach Feindbildern.
Da könnten die Moslems ja eventuell jetzt ganz gut dafür herhalten.
Man ist schließlich verwöhnt seit der Turbo-Industriealisierung (Zwangsarbeiter Juden, Zigeuner etc, nach den Kriegen Gastarbeiter)

Aber zum Glück haben auch 20 Jahre Internet dazu Beigetragen, dass solche Feinde nicht mehr so leicht zu finden sind, wie man es sich zu Radio, Film und auch noch Fernsehzeiten zusammenzimmern konnte, wie man wollte.

Der schlimmste Feind der Natur und des Menschen sind die Habgier und mangelndes Verständnis vom Leben.
Und jeder der Anderes behauptet irrt.

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belle-hopes 14.12.2010 | 16:57

naja miauxx: ich finde ein einstieg in eine mögliche diskussion wird doch sehr erschwert, wenn mit pauschalisierungen gehandhabt vom autor. das ist natürlich ein brisantes thema, und man darf die angst der bevölkerung durch terrorgefahr nicht leugnen, und man kann nicht immer besonnen daher reden, aber rational argumentieren bei gewissen wortwahlen, nee, da finde ich ist es aufgabe des schreibers ein klima durch den text zu schaffen, das es ermöglicht. ansonsten beharrt jeder starr auf seinen standpunkten, nicht nur die deutschen, macht jeder so. nebenbei, wärs doch einmal schön, wenn nicht überall diese anklage zu finden wäre, damit arbeitet ein sarrazin oder seehofer, wir sind doch ein anderes "Unternehmen", das sich "anders" nennt. da muss es doch möglich sein mal auf Dinge, die nicht vergessen werden dürfen, hinzuweisen, ohne anzugreifen. deswegen nimmt der widerstand ja selbst in der community zu und die kommentare erreichen astronomische Höhen. ich weiß nicht, warum das mit Fremdenfeindlichkeit gleichgesetzt wird. wenn ich was schreiben soll, um einen Zustand positiv zu ändern und würde so einen Titel gebrauchen würde mein Chef denken ich hätte einen im Tee oder so.

derDonnerstag 14.12.2010 | 17:04

@Hülya Gürler
Das klingt schon besser. Wir sind uns sicher auch einig, dass ohne diese Trennung von Kirche und Staat ein friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen kaum möglich wäre.
Von dogmatischem Atheismus halte ich auch nichts, zumal der i.d.R. in Ersatzreligionen mündet, z.B. den stalinistischen Personenkult in der Sowjetunion.

Was ich hier über die Vernachlässigung anderer Themen beim "Freitag" geschrieben habe, hat übrigens nichts damit zu tun, dass ich dieses Thema nicht für wichtig hielte. Ich halte es allerdings für falsch, deshalb solche Themen, die vermeintlich der Fremdenfeindlichkeit Vorschub leisten könnten, auszublenden. Ich befürchte, dass damit genau das Gegenteil erreicht wird.
Das ist keine Kritik an Ihnen persönlich, sondern am "Freitag".

Für hilfreich hielte ich es dagegen, wenn in den Medien ein vielfältigeres Bild der Muslime in Deutschland vermittelt würde. Der anscheinend in vielen Köpfen herumspukende Eindruck, dass "die Muslime" "fundamentalistisch" seien, wird nämlich auch dadurch verstärkt, dass in den Medien meist diejenigen muslimischen Verbände zu Wort kommen, die sich wegen jedem Pups beleidigt fühlen, nicht aber z.B. alevitische Verbände, die meist deutlich liberalere Auffassungen vertreten. Mal ganz abgsehen von der Mehrheit der Muslime, die keinem der großen Verbände angehören.

Und falls Sie das Interview von Günter Wallraff in der "Welt" noch nicht gelesen haben sollten, empfehle ich Ihnen den folgenden Absatz zur Lektüre und zum Nachdenken:
"Gerade bei fortschrittlich eingestellten Menschen, die mir nahe stehen, gibt es eine bedauerliche Tendenz, Menschenrechtsverletzungen in islamischen Ländern nicht eindeutig genug zu thematisieren. Ich denke da auch an bestimmte Moschee-Gemeinden in Deutschland. Sonst könnte einem ja Fremdenfeindlichkeit nachgesagt werden. Gerade wir, die wir uns für die Rechte der hier lebenden Einwanderer einsetzen, sollten den politisch instrumentalisierten Islam viel kritischer in die Pflicht nehmen. Viele muslimische Einwanderer verlangen das geradezu von uns. Die Mehrheit fühlt sich von den islamischen Gemeinschaften, die in ihrem Namen sprechen, nicht vertreten."

Hülya Gürler 14.12.2010 | 17:25

Da sollte sich niemand Gedanken drum machen. Liberale, aber auch konservative Muslime äußern schon genug Kritik am politischen Islam, der geht, glaube ich, vielen Muslimen, die einfach nur leben wollen, sich fragen, wie sie die nächste Rechnung und die Schuhe für die Kleinen bezahlen sollen, auf die Nerven.
In der Türkei tobt der Bär zwischen den streng Religiösen und den streng Laizisten, vereinfacht gesagt. Manchmal weiß man nicht, wer noch fundamentalistischer ist, um ehrlich zu sein.
Zu den Verbänden: Die repräsentieren nur einen Bruchteil der muslimischen Migranten in Deutschland.

thinktankgirl 14.12.2010 | 18:00

@Hülya Gürler
Nur tun sich viele Linke damit schwer, zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die religiös sind. Das ist meiner Meinung nach ein Teil der Abwehr gegenüber Migranten, von denen die meisten nun mal religiös sind.

So langsam wird es absurd. Es waren vor allem Linke und Grüne, die gegen die Ausländerdiskriminierung gekämpft und sich für die Menschenrechte der Migranten eingesetzt haben. Wenn nun diesselben Linken Religionen kritisieren, weil diese in manchen Ausformungen auch Menschenrechte verletzen, dann ist es nicht recht. Deshalb behaupten Sie nun die Linken hätten was gegen Migranten: noch nie was vom linken Gutmenschen und seinem Multikulti-Projekt gehört?
Wenn es nach den Nicht-Linken in diesem Land gegangen wäre, dann hätte man schon alle Immigranten in ihre Heimatländer zurückbefördert, als man sie nicht mehr brauchte.
Ich habe mich 25 Jahre lang gegen Ausländerdiskriminierung eingesetzt. Aber das zählt jetzt nicht mehr, weil ich religionskritisch bin? Danke!

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belle-hopes 14.12.2010 | 18:10

absurd, ttg, ja; zu ihrem letzten kommentar frau hürler, was ist das jetzt wieder, ein link, der die probleme alleine auf die rohheit der deutschen zurückführt, welche rohheit? welche deutsche? das heisst es liegt an einer seite? hmm. ich dachte integration wäre eine zweiseitige angelegenheit. und jetzt kritisieren sie auch noch die linken (linke und grüne)...??? absurd as absurd can be. pardon, sie schreiben hier gerade für die linken.

Hülya Gürler 14.12.2010 | 18:12

Es geht um dogmatisches Festhalten an Kritik an Religion in seiner strengsten Ausprägung. Nicht um Linke allgemein. Nicht um Religionskritik an und für sich. In allen seinen Facetten. Denn das tue ich auch, ich kritisiere viel an monotheistischen Religionen.
Nur kennen die wenigsten z.B. muslimische Religiosität, die Vielfalt, Egalität, Freiheit, Gemeinsinn, Lust, Widerstand an Dogmen und Lebensfreude bejahen.

Hülya Gürler 14.12.2010 | 19:24

Was ich damit meine:
Der öffentliche Diskurs kreiert erst und setzt an den negativsten Stereotypen an Muslimen an, Zwangsheirat, Frauenverachtung, Machismo, Gewalt, das lenkt gut ab in Krisenzeiten, rechtfertigt Kriege in muslimisch geprägten Ländern;

Alles andere hat kaum öffentlichen Stellenwert in diesen Zeiten roher Bürgerlichkeit. Den Alevitismus haben Sie ja bereits genannt.

derDonnerstag 14.12.2010 | 19:42

@Hülya Gürler
Da sprechen Sie ein real existierendes Problem an: die politische Instrumentalisierung von Islamkritik. Das Problem ist nur, dass auch der Islam selbst politisch instrumentalisiert wird, von Erdogan oder Ahmadinedschad z.B. Wenn nun umgekehrt jede Kritik an dieser Instrumentalisierung als "Islamophobie" mundtot gemacht werden soll, dann bedeutet das nichts anderes, als dieser Instrumentalisierung freie Bahn zu lassen.

Dass in Krisenzeiten der Druck nach unten weitergegeben wird - nicht nur auf Muslime, sondern auch gegen Hartz-IV-Empfänger - ist ja nichts Neues, dennoch bedauerlich und auf jeden Fall berichtenswert.
Wirklich erstaunlich finde ich allerdings, dass in Umfragen immer wieder EU-Bürger bekunden, dass sie Israel für eine größere Gefahr für den Weltfrieden halten als den Iran. Und wer es in dieser Community wagt, Menschenrechtsverletzungen im Iran auch nur anzusprechen, wird ganz schnell als "Kriegstreiber", "Rassist", "islamophob" etc. beschimpft.
Das ist dann wohl das Gegenteil vom "Menschenrechtsfundamentalismus".

Hülya Gürler 14.12.2010 | 20:07

Die rohen Bürger entsolidarisieren sich zunehmend auch mit den Hartz 4 Empfängern sagt die Heitmeyer Studie.
Iran - wieder so ein Extrembeispiel
Warum sich immer an den extremsten Fällen abarbeiten..
Warum wieder ins Ausland gehen, wir haben doch hier die Probleme. Das finde ich schwierig, mit Beispiele aus dem Ausland Muslimen hier etwas vorzuhalten, das geschieht zu oft. Die Leute haben genug andere Sorgen.

derDonnerstag 14.12.2010 | 20:36

@Hülya Gürler
Das sind zwei Paar Schuhe, richtig. Mit gutem Grund wird in der dt. Presse dennoch auch über Guantanomo - sehr kritisch, wie ich finde - berichtet. Da könnte man auch sagen: was interessiert uns das Ausland, wir haben doch andere Probleme.
Und wenn beim Freitag ein offensichtlich vom Iran bezahlter Propagandaschreiber tagtäglich seine Sudelblogs veröffentlicht und dabei Themen verdreht darstellt, die im "Freitag" sonst totgeschwiegen werden - z.B. die deutschen "Fake"-Journalisten, die im "Rechtsstaat" Iran im Knast sitzen, woran die Menschenrechtlerin ("Terroristin") Mina Ahadi die Schuld trägt - , dann wird man wohl dazu Stellung beziehen dürfen.
Wenn man es ernst meint mit den Menschenrechten, dann sollte man auch solche Themen ansprechen, meine ich - getrennt von dem Thema dieses Artikels hier.
Den Zusammenhang sehe ich, wie gesagt, in den Reaktionen - bzw. der Nicht-Reaktion von Seiten der Freitag-Redaktion - auf solche antidemokratischen und die Menschenrechte verhöhnenden Pamphleten. Ich finde, wer so - nicht - reagiert, macht sich unglaubwürdig.

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nil 14.12.2010 | 21:28

An Muhabbetci:

Guten Abend,

ja, geistige Gifte, wie Gier oder Hass z. B, können sich seuchenartig verbreiten und Menschen befallen wie Krankheiten.
Die Auswirkungen sehen wir Tag täglich in den verschiedensten Formen.
Ich helfe mir mit täglicher Meditationspraxis und Geistesschulung durch Achtsamkeit und Beobachtung.
Geistiger Müll muss nicht Ewig mitgeschleppt werden.
Man kann mit etwas Selbstdisziplin maximales erreichen.

Der innere Schweine Hund wird garantiert im Wege stehen und wenn man schon zu sehr Weichgespült wurde, wird man sich nicht so gerne seiner Gifte entledigen wollen.

Fakt ist, die neue Weltsicht ist die eines "KOSMISCH" denkenden Menschen und die Evolution kann uns den weg zeigen, wenn wir nur wieder lernen hinzuhören.
Diese Stimme ist sehr leise, aber Jeder aufrichtiger Hörer wird reich belohnt werden. Ich spreche aus Erfahrung.

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Ehemaliger Nutzer 14.12.2010 | 23:02

@Hülya Gürler
Nur dogmatischer Atheismus hat nicht nur im Ostblock viel kaputt gemacht.

Wollen mal so sagen: Als man nach der Wiedervereinigung im Osten ohne Furcht vor eventuellen Nachteilen wieder religiös hätte sein können, hat sich kaum ein ehemaliger DDR-Bürger darum bemüht. In Neufünfland ist nach wie vor der Anteil Konfessionsloser enorm hoch, ich glaube mich an eine Statistik zu erinnern, daß sie dort die absolute Mehrheit bilden.

Ciao
Wolfram

Uwe Theel 14.12.2010 | 23:08

@derDonnerstag am 13.12.2010 um 23:30

Was/wer "Sie" persönlich politisch "sind" ist mir schnurzpiepegal, ich kritisiere Ihre Texte, ich kenne Sie als Person nicht, offensichtlich wollen Sie auch als solche nicht erkannt werden. Das ist Ihre Sache.

Wie Sie den Popanz schon wieder hervorzaubern, ich hätte gesagt, Linke könnten nicht irren, ist nur ein weitereres Mal Ihr gängiger Trick.

Ich sagte mehrfach, dass Linke irren können, was sogar soweit gehen kann, als dass sie den Anspruch darauf sich als Linke zu begreifen oder so bezeichnet zu werden, verwirkt haben. Dass Stalin solch ein Fall ist steht ausser Frage, ihn mir als Idol anzudienen ist nichts als Perfidie.

Da Sie offenbar durchaus nicht firm sind in Wissenschaftstheorie, schlagen sie vielleicht mal nach, was ein "Begriff" ist. Der Begriff "Sozialismus" schließt heute das demokratische Moment ein. Wenn im politischen Tagesgeschäft dies in Form von "demokratischer Sozialismus" noch verdoppelt wird, dann hat das politische Gründe, vielleicht historische aber aktuell keine theoretischen für ernstzunehmende Ansätze von Sozialismus, die Sie offensichtlich sich gar nicht vorstellen können. Und natürlich ist dem Sozialismus der DDR das Demokratische unter die Räder gekommen, allerdings auch noch aus anderen Gründen, als es Ihr Verständnis Ihnen nur zu sagen scheint. Aber: Auch Sie können irren.

P.S.: Wenn Sie mit mir inhaltlich diskutieren wollen, dann lassen sie bitte Ihre durchsichtigen polemischen Spielerein. Sollten Sie zu mehr nicht fähig sein, lassen Sie es mir gegenüber ganz.

derDonnerstag 14.12.2010 | 23:12

Hm, ja, super, gerne gelesen. Ich bin gerührt. Stimmt, den Gastarbeitern ergeht es ja heutzutage ganz ähnlich wie damals im Dritten Reich den Juden. Was ist das schon, im Vernichtungslager vergast zu werden gegen so viel schwerwiegendere Menschenrechtsveletzungen wie mit diesem türkischen Mädchen da, das nicht aufs Klo gehen durfte.
"Und jeder der Anderes behauptet irrt." Hm, ja, oh, das finde ich aber auch. Hm, haben die Nazis damals auch so ähnlich gesagt ... oder wer war das gleich noch.
Nur 'ne Frage noch: Was hilft denn nun gegen Islamophobie: Bachblütentherapie, Heilsteine oder vielleicht besser Reiki?