er.ge

Der Zeitgeist ist auch nicht mehr das, was er einmal war.
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RE: Was sind meine liebsten Zwiebeln? | 11.12.2010 | 13:21

Betrifft: Zwiebeln. Hier ist ein Rezept aus Venedig für alle, die keine Sardinen mögen: 600g kleine bis mittelgroße frische Sardinen, 500g milde Zwiebeln, Weizenmehl, gutes Olivenöl, ein Glas säuerlichen Weißwein oder Weißweinessig, Sultaninen, Pinienkerne nach Belieben. Sardinen köpfen, putzen,waschen, abtrocknen, mehlieren. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Fische kurz braten, nur die Haut soll knusprig sein, abtropfen lassen auf Küchenpapier. Neues Olivenöl in der (gesäuberten) Pfanne erhitzen, Zwiebeln gut glasig dünsten, mit Weißwein ablöschen, salzen, pfeffern. Sardinen in eine Porzellan-Schüssel schichten, mit Zwiebeln und Marinade abdecken, 2 Tage zugedeckt kühl stellen.

RE: Freitags.Glosse. Brunnenverschandelung | 11.12.2010 | 12:59

In der Tat, es war wohl er.ge und Sie haben recht und er gibt's zu, dass er nur sequentiell gelesen hatte. Wir anderen werden auf ihn aufpassen, dass er das nicht nochmal macht. Ecco. Wenn wir noch Zeit haben, schreiben wir das Rezept rein in den blog. Schmeckt nicht so überragend, ist aber die einzige Zubereitung von Sardinen, die wir mögen. In Venedig kostet das, wegen Spezialität, einen Spezialpreis für Touristen. Bei uns hier gibts das sogar im Supermarkt, Abteilung Gastronomia, und keine Currywurst! Der himmlischen Dreifaltigkeit sei's gepriesen.

RE: Freitags.Glosse. Brunnenverschandelung | 11.12.2010 | 11:07

Sie haben recht, verehrte Dame, Salve! Jörn Kabischs Kochblog gefällt mir, weil er eine Ahnung hat vom Kochen und das gut beschreiben kann. Ich habe den Zwiebel-Artikel gelesen, alles ok. Ich selbst verwende nur Schalotten und die frischen Zwiebeln, andere, wenn das Gericht das verlangt, z.B "sarde in saor", das ist venezianisch und da braucht man milde Zwiebeln.
Sie haben nochmal recht, Bäume werden gestohlen, auch in Bayern, die aus dem Wald, an die hatte ich gar nicht gedacht. Haben wir auch gemacht, war noch in den 50ern geduldet, weil immer welche herausgeschnitten werden mussten.
Was unsere Identität betrifft, so ist diese etwas verwirrend. Trotzdem: Wir sind eine virtuell-/nonvirtuelle Dreifaltigkeit. "gniedla" ist das weibliche Prinzip und streitet für das Wahre, Gute Schöne, gegen Dummheit, Gier und Arroganz. "er.ge" ist für für Sprache und Dialektik zuständig, als das kommunikative Prinzip. G.H. das ist die fleischgewordene Materie, also das leibliche Prinzip und für die Küche verantwortlich. Bitte nicht weitersagen, ist geheim. Buona domenica!

RE: Freitags.Glosse. Brunnenverschandelung | 10.12.2010 | 18:52

Salve hardob! Schön Sie hier zu finden. Nun: Ein Baum ist ein Baum ist ein Baum. Ein Plastikkegel ist kein Baum und kann (allmächt!) auch keinen ersetzen, nur "Preißn" machen sowas (siehe Glosse). Es ist wie der Currywurst hinterher rennen, wenn es doch die guten Drei im Weggla gibt. Saluti!

RE: Freitags.Glosse. Brunnenverschandelung | 10.12.2010 | 18:43

Liebe Dame, groß war die Freude, Sie über Ihren Kommentar, wiederzufinden. Was mich am meisten stört, ist die kommerzialisierte Stimmung, die das Objekt mitteilt und die praktische Lösung, ... da kann man ja mehr Buden aufstellen ... Das mit dem Klauen der Bäume (es ist mehr ein Ritual der Kostenzuweisung für ein großes Feiern, wie bei den Galliern in Kleinbonum einstens) gilt nur für den Maibaum! Ob er Brunnen schön oder häßlich ist, kann ich von hier nicht sagen, aber ein Baum ohne Erdkontakt schwebend???
Nicht dass wir, Gniedla und ich, gegen das Moderne sind, aber gegen die Gedankenlosigkeit schon und gegen das Veräppeln. - Die Lichtstimmung ist wirklich schön, sicherlich schöner als auf den Fotos. Der Kegel passt wohl in jedes x-beliebige Schaufenster besser als dorthin. Mir geht es aber weniger um die Fakten, noch mehr um das Fabulieren einer Geschichte und um positive Gedanken zu assoziieren. Alla prossima!