Hjoburg

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RE: Merkelismus bis zuletzt | 20.02.2018 | 10:37

Was mich heute wieder schaudert. Wie schon in den 1920ziger und 1930 Jahren, oder in der ehemaligen DDR, musste man ins Politische Kabaret gehen, um ungeschönt, humorvoll zwar verpackt die Realitäten zu hören.

Heute im Jahr 2018 ist es wieder soweit, ich muss Sendungen wie Schramm, Pispers, usw. mir anhören, damit ich noch erfahre, dass meine Sichtweise nicht die einzigste ist. Ansonsten außerhalb, muss man sich heute schon wieder nur noch Propganda anhören, oder lesen, mit Unterstützung des Mainstreams wird man wieder vorgeführt und verschaukelt.

RE: Die SPD braucht die Re-Sozialdemokratisierung | 16.02.2018 | 10:34

Das Wahlergebnis der SPD war ein Erdbeben, und wie man so ein Erdbeben erlebt. Aber das was da heraus gekommen ist, ist nun mit Erdbeben kaum noch zu beschreiben.

Wenn eine Partei 50% verliert, dann heißt das die Welt hat sich geändert. Jetzt ist die Frage, hat das die Parteiführung begriffen, oder ignorieren sie es. Das war und ist mit Sicherheit u.a. auch das Ergebnis der Agenda 2010 Politik. Diese Neoliberale Politik die da betrieben wurde und wird. Die Zerschlagung des Rentensystems, die Auflösung der Beitragsfinanzierung, hat ein anderes Rentensystem bewirkt. Und dieses hat in der Konsequenz in 10- 20 Jahren, Massenarmut zur Folge.

Da kann die SPD nicht andere für verantwortlich machen das hat sie selbst auf den Weg gebracht. Und dies muss sie logischer Weise, auch wieder korrigieren. Und wenn sie die Kraft nicht hat, dann hat sie sich entschieden weiterhin als Neoliberale Partei an der Seite der CDU zu bleiben. Und das geht nicht gut. Mit 20% ist das nicht das Ende der Fahnenstange sondern es wird dann noch weniger.

Wenn Arbeitslose und andere die AfD wählen, wissen die wohl nicht was die AfD programmatisch will und anbietet. Bei der SPD finden sie nicht mehr ihre Interessen genügend berücksichtigt, und bei der AfD glauben sie zur Zeit dieses finden zu können.

Und es wird für sie auch eine schlimme Entwicklung, ein erwachen sein, wenn man das mal liest, was die eigentlich will, genau das Gegenteil von dem, was genau diese Wählerklientel erwartet.

Das bedeutet auch hier, hat die SPD der Aufklärung der Bevölkerung inhaltlich versagt. Die SPD kommt da nur raus, wenn sie klar macht das wieder eine sozialdemokratische Volkspartei sein will. Das heißt den Kern der Gesellschaft, den Zusammenhalt wieder zu ihrer oberen Programmatik macht. In der Rente, in der Gesundheit, in der Sozialpolitik generell.

RE: Agenda Untergang | 08.12.2017 | 15:17

Halten wir also fest. Nach Lesart des Westens ist, wenn wir Länder auf Grund von Lügen mit illegalen Sanktionen überziehen, sind die Leidtragenden selber Schuld?

War das zu Mauerzeiten anders? Auch damals gab es "kriminelle Schlepper" die für viel Geld, Familien raus geschmuggelt haben. Damals nannte man sie nur anders: "Fluchthelfer" und wurden mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Letztendlich haben auch diese sog. "Fluchthelfer" u.a. dazu beigetragen, die ehemalige DDR bewusst in den Ruin zu treiben. So wie wir es heute mit Griechenland machen, die besten Köpfe verlassen das Land, und zurück bleibt eine weitere Kolonie der Oligarchen.

Bis zum Mauerbau, sind ja auch Zigtausende Bürger geflüchtet, und gut ausgebildet noch dazu. Das damit direkt der ehemaligen DDR geschadet wurde, aber von einer Mehrheit in Westdeutschland bejubelt, verstehe wer will.

Was die anderen Länder betrifft, die werden ua.a. auf Grund von illegalen Kriegen aus ihrer Heimat vertrieben, und wir sind im Westen noch "stolz" darauf? Statt die Verantwortlichen zu verhaften und in Den Haag als Kriegsverbrecher anzuklagen, wird denen auch noch der "Friedensnobelpreis" verliehen?

Alleine während der Obama Administration, wurden mehr als 21 Tsd. Illegale Bomben abgeworfen, und das auf Grund von Lügen. Hinzu die vielen illegalen Putschs weltweit, illegaler westlicher Drohen und Bombenterror, Entführungen Folter, und last but not least „Guntanamo“ Ganz zu schweigen von den vielen verdeckten Operationen, am Völkerrecht vorbei.

Ab wie viele Bomben bekommt man den Friedensnobelpreis im Westen eigentlich? Von den vielen Ökonomischen Erpressungen, will ich hier gar nicht schreiben, würde den Rahmen auch sprengen. Nur so viel. der Westen mit seinen gerade einmal 12% der Weltbevölkerung stellt sich regelmäßig als weiße Herrenrasse über das Völkerrecht, und stürzt den Rest der Welt ins Chaos. Mit Jean Zieglers Worten: "Der Westen ein Imperium der Schande"

RE: Agenda Untergang | 08.12.2017 | 14:59

Sie bekommen bei Wahlen heute keine Mehrheit, wovon die Mehrheit profitieren würde. Gewählt wird immer und immer und immer wieder Parteien, die nur die Interessen der oberen 10% vertreten.

CDU/CSU/FDP/SPD/Grüne und jetzt auch noch AfD letztere noch Neoliberaler als alle anderen Parteien zusammen je waren und sind.

Wie ist das möglich? dass eine Mehrheit gegen ihre eigenen Interessen wählt? Das sind die Medien, welche nur wenigen Familien in diesem Land gehören.

RE: Agenda Untergang | 08.12.2017 | 14:53

Richtig Aber durch die Digitalisierung.Es wird schon seit Jahren in diesem Land, eine immer mehr um sich greifende: “jeder ist sich selbst am nächsten“ Ideoligie verbreitet.

Befördert durch die modernen Medien, Internet und. Co. Das ist politisch so gewollt und gefördertSolange sich die Mehrheit in diesem Land nicht einig ist, , können sich die Herrschenden doch zurücklehnen.

Es gab einmal Zeiten, da waren über eine Millionen Menschen auf der Straße um für ihre Rechte zu protestieren. Menschen sind sogar für Ihre Überzeugungen und Haltung gestorben.

Heute haben viele eine Meinung, aber keine Haltung mehr. Fängt doch schon mit der Wortwahl an: „Sozialschwach“ es gibt sondern nur Ökonomisch Schwachen. Sozialschwach sind die Ökonomisch Starken in diesem Land.

RE: Keine "Nebensächlichkeiten des Wahlkampfes" | 07.11.2017 | 08:01

Der Partei, gehen doch die Menschen in diesem Land, mehr oder weniger am A....(?) vorbei, wenn es darum geht, ihre eigenes Fortkommen zu betreiben.

Die Partei sollte das S aus ihrem Parteinamen streichen und durch ein N sprich Neoliberal ersetzen. Denn in einem Land, wo die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft heute nicht bereit sind, ca. 15 Millionen Menschen die Vollzeit arbeiten, einen Armutslohn zu zahlen, der über Hartz IV Niveau liegt?

In einem Land, wo die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft nicht bereit sind, ca. 20 Mio. zukünftigen Rentnern, eine Armutsrente zu zahlen die über Grundsicherungs-Niveau liegt?

Es kommt noch schlimmer, wenn man bis heute bei einem Armutsmindestlohn von derzeit knapp über 9,00 Euro, und auch noch viele Ausnahmen zulässt, bedeutet das nichts anderes als Armut per Gesetz.

Auch 12,00 Euro brutto die Stunde, sind schon heute nicht ausreichend, um im aktiven Arbeitsleben, davon überleben zu können, es sei denn man wohnt nicht mehr, sondern ist in zentralen Wohnheimen mit Mehrbettzimmer untergebracht.

Solange unser Rentensystem, nicht komplett umgebaut wird, so wie in Österreich zum Beispiel, wo auch alle von allen Einnahmen, egal, ob aus Arbeit, oder Kapitaleinkünfte ihren Beitrag für die Solidargemeinschaft leisten, ist es eine verlogene Debatte. Denn die Armut ist von den Verantwortlichen im Politik und Wirtschaft gewollt.

Die Ungleichverteilung war von Anfang an CDU-gewollt und das die „S“PD heute da anknüpft, zeigt das wahre Gesicht dieser Partei. „Wer nicht arbeitet, braucht nicht zu essen“ dieser Satz von Müntefering, sagt mehr als tausend Worte.

In der Währungsreform von 1948 wurden die aus der „Liquidation des Dritten Reiches“ geretteten Vermögen der „großen Familien Flick, Thyssen, Siemens, Bosch, Quandt und Oetker (...) eins zu eins auf Deutsche Mark umgestellt“. Dagegen hatten „mit ihrer Kopfquote von 40 Mark (...) die Mehrheit der Bundesbürger den Wettlauf in die Wohlstandsgesellschaft bereits am Start verloren“.

Die Reformen damals hatten vorgesehen, dass „auch die Besitzer der Sachwerte einen großen Teil der Kriegsfolgelasten übernehmen sollten“. Dieser Lastenausgleich wurde von der deutschen Regierung 1952 in eine Kriegsfolgenentschädigung für Reiche verkehrt. Auch die reichenfreundliche Steuer- und Rentengesetzgebung wurde bereits damals installiert. Bemerkenswerteste demagogische Leistung der CDU: Sie vermittelte den „überwiegend vermögenslos“ Gebliebenen „das Gefühl, (...) Besitzbürger zu sein“. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

RE: Keine "Nebensächlichkeiten des Wahlkampfes" | 06.11.2017 | 17:07

Wieder einmal für Deutschland typische Beschönigung der Lage, Die "S" PD liegt nicht nur im Krankenbett, sondern schon seit Jahren im Koma. Ab besten diese Partei streicht den Buchstaben S aus ihrem Namen und ersetzt es durch ein N sprich Neoliberal. Aber da die Partei schon seit Jahren im Koma liegt, wird sich nichts ändern. Ich persönlich glaube, erst wenn die Partei einstellige Ergebnisse einfährt, so wie in anderen Ländern, als diese aus ihrem Koma erwachten. Solange man aber in Deutschland nur beschönigt, nicht aber die wirkliche Situation knallhart nennt, wird man nichts ändern, man sieht einfach keine Notwendigkeiten. Alleine die beschämende Debatte über den Armutsmindestlohn von knapp über 9 Euro brutto, auch 12 Eure wären nicht ausreichend um in diesem Land überleben zu können ganz zu schweigen um am Ende eine Rente zu bekommen welche über Grundsicherungs-Niveau liegt. Dazu sind die Herrschenden und Wirtschaft nicht bereit. Armut ist politisch gewollt.

RE: Sie hat uns verkohlt | 04.10.2017 | 04:45

Hallo Jakob Augstein,

in unserer Situation sollte man sich so viel Oberflächlichkeit wie Sie in Ihrem Kommentar zu Merkel und zum Wahlausgang nicht leisten. Sehen wir uns einige Ihrer Behauptungen an:

*Merkel habe „den Augenblick eines Abschieds in Würde verpasst“: Sie ließ sich würdelos ins Amt der CDU-Parteivorsitzenden schieben, gefeatured von der FAZ und mit Kassenübergabe an den neuen Schatzmeister, der nun ganz direkt vom Haupt- und Dauersponsor gestellt wurde und extra seinen Vorstandsposten in der Deutschen Bank abgab (er hieß Cartellieri).

Aus „Kohls Mädchen“ wurde dann „Ackermanns Mädchen“.

Sie ließ sich würdelos von jedem dahergelaufenen Automobil-, Energie-, Rüstungs- und Finanzkonzern erpressen und lernte, das dann alles freiwillig zu machen und als ihre Dienstaufgabe, den Amtseid verletzend, betrieb.

Jedem US-Präsidenten, welcher Partei auch immer und für welchen Krieg auch immer, stand sie würdelos zu Diensten.

Sie lässt sich abhören, widerstands- und würdelos. Beim Antrittsbesuch bei Trump wiederholte sie unterwürfig – gebeten oder ungebeten – das Versprechen der Aufrüstung, das sie schon Obama gegeben hatte.

*Merkel schleppe sich „in ihre vierte Amtszeit, gestützt von zwei kleinen Parteien“: nein, das ist die öffentliche Inszenierung.

Geschleppt wird sie von den Automobil- usw. Konzernen, aufgepeppt als politische Symbol- und Kunstfigur, um jegliche Demokratisierung der Gesellschaft und der Wirtschaft zu verhindern, nämlich um die antidemokratische, privatprofit-kompatible „marktkonforme Demokratie“ zu repräsentieren und mit scheinbarem Nicht-Regieren abzusichern, die Bevölkerung zu verdummen und die Politik zu entpolitisieren. Sich vordergründung ein bißchen zu sozialdemokratisieren, um sogar das unmöglich zu machen, was sozialdemokratische Politik wollen könnte.

*die jetzige Wahl bedeute eine „Zeitenwende: Nazis im Parlament!“, so pflichten Sie dem Spiegel-Autor zu. Bei der Wahl des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland, eines gewissen Konrad Adenauer, waren sehr viel mehr Nazis im Parlament, in der Adenauer-Regierung und in Verwaltungen und Konzernen und Banken sowieso.

Der erste Vorsitzende der christlich lackierten CDU wird bis heute legendenumwoben und vorbildhaft hochgehalten, mithilfe einer staatlich alimentierten Legendenverwaltung, der Stiftung, die seinen Namen trägt.

Der hat in der Bundesrepublik eingeübt, was Merkel bei ihrem würdelosen Einschleichen in die Adenauer-Demokratie offensichtlich mühelos gelernt bekam: In dieser Art parlamentarischer Demokratie kannst du als Gewählter und Gewählte mit den Wählerstimmen machen, was du willst – du hast ja Mächtigere neben und hinter dir, und zwar nicht nur an einem Tag alle vier Jahre.

Sie schließen, Jakob Augstein, mit einem lustlosen und desillusionierten Ausblick auf die vermutlich dann hingemauschelte „Jamaika“-Koalition. Was halten Sie davon, dass wir uns wesentlich um Folgendes kümmern: die Selbstorganisation der Demokraten! Quelle Nachdenkseiten

RE: Sie hat uns verkohlt | 04.10.2017 | 04:42

An diesem und vielen anderen Beispielen kann man sehr schön erkennen, wie es die Oberen immer wieder schaffen, dass man immer nach oben buckelt und nach unten tritt. Statt vor den Palästen der Herrschenden zu protestieren, welche systematisch die Renten spätestens seit Schröder zerstören, und der war ja bekanntlich einer aus der "S"PD. Mitnichten geht es hier um die ehemalige DDR oder die ehemalige BRD sondern einzig und alleine um Interessen der Herrschenden eine Neoliberale Politik durch zu setzen, und da werden schon einmal die Bürger untereinander und gegeneinander aufgehetzt. Wie mit der ehemaligen DDR und ihr Volksvermögen umgegangen wurde, war und ist noch immer beschämend. Die Treuhand machte mehr als 200 Milliarden DM Verluste, die Filetstücke haben sich die westlichen Firmen teilweise für den obligatorischen 1 DM billig unter den Nagel gerissen, so wie man es heute auch mit Griechenland macht.

RE: Sie hat uns verkohlt | 04.10.2017 | 04:33

Viele Menschen glauben in der "Demokratie" ( ich bin davon überzeugt die haben wir schon lange nicht mehr, eher eine Postdemokratie) geht es um "Freiheit" "Rechsstaatlichkeit" usw. tatslächlich aber geht es um Interessen, wenn Leute was anderes behaupten, sollte man schnellstens den Raum verlassen.

Seit nunmehr 12 Jahren höre ich von dieser Frau: "uns geht es gut" dazu fällt mir ein, in der ehemaligen DDR wurde ähnliches propagandiert, aber das waa ja nach westlicher Lesart eine "Diktatur" für mich ist das reine Propaganda.