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RE: Das laute Unbehagen | 20.09.2012 | 18:32

die formatierung hier - ueberrascht mich immer wieder

RE: Das laute Unbehagen | 20.09.2012 | 18:30

so interessant ich den artikel auch finde - die ratlosigkeit der politischen kaste spiegelt sich in der ratlosigkeit grosser bevölkerungsteile in den USA wie auch in Europa - > ... ob sie vielleicht die Haltung der Mächtigen geändert hat. Ich selbst weiß auf all diese Fragen keine Antwort.und auch hier findet sie sich offenbar -

> Wir müssen ernsthaft überlegen, wie wir die Macht der privaten Kapitaleigner brechen können. Wie wir die Macht der Mehrheit effizient nutzen können, um sie lahmzulegen.

Strategien entwickeln, mit denen wir konkrete Demokratisierung der Volkswirtschaft erreichen können.das von meinem vorredners gelse - gefaellt mir da schon besser ! die hoffnung - die greif ja auch formuliert - auf die einsicht der maechtigen - die war wohl eher töricht

RE: Geheimnisvolle Erdbeertorte | 12.09.2011 | 12:45

-schnief-
wo sind die papiertaschentücher ?

das man in so duerre worte die ganze tragik der jahreszeiten fassen kann.
und den geschmack der erdbeeren im kopf generiert.
da kann ich nur eins sagen.
Hach!

RE: Wir lesen "Das katholische Abenteuer" von Matthias Matussek | 04.07.2011 | 23:05

eigentl. wollte ich das bloggen und nicht kommentieren -
aber -
offenbar bin ich zu blöd
++++++++++++++
T01 Fangen wir vorne an. Fangen wir beim Titel an.

Eine Provokation? Das sei mal dahin gestellt, das wird zu belegen sein. „ Katholische Abenteuer? Wie meint er das? Was sagt das? Ist er für die Kirche das „Abenteuer“, oder ist der katholische Glaube für ihn ein Abenteuer mit offenem Ausgang.

Vorab zu dem im Zusammenhang MM oft gehörter Vorwurf er sei zu „Selbstgefällig“ . Stimmt er? Ist der Kerl selbstgefällig? Einerseits – bestimmt. Andererseits, ich hab mir mehrere seiner VideoBlogs angeschaut. Klar ist da dieses selbstgefälliges Grinsen, klar weiss er um die Wirkung seiner Wortgewitter - aber grad bei den Videoblogs zum Buchthema – irgendwo lauert in diesem Grinsen auch das leicht verlegene Lächeln des Messdieners der mit Dingen hantiert die ihm selbst nicht so ganz geheuer sind.

Zum Text.
Ende Seite 10, Anfang Seite 11 schreibt er worum es ihm beim schreiben geht. Er sagt es interessiere ihn, wenn es „um das Auflösen von Beziehungen“ und um … MM in der Welt (frei übersetzt aus „wie ich wurde, wer ich bin, und warum ich glaube was ich glaube“).
Halten wir fest, „Auflösen von Verbindungen“ - das ist also einer seiner Eindrücke von der Welt. Es sieht in der Änderung vorwiegend die Auflösung.

S. 12. Bezogen auf Hitchens, der da sagt dass Religion „alles vergiftet“ versucht MM sich in Logik, in dem er meint, das könne nicht sein, denn dann hätten die Menschen doch längst davon abgelassen. Das sind Momente wo ich MM beneide. Auch (und das sage ich ungern) bei einer gewissen Bereitschaft zur Demut.

Nun kommen wir von der Einleitung zum „Training mit dem Teufel“. Schön die Betrachtungen zum „Tod der Sünde“, verwirrend sein Umgang mit Heidi Klum. Er spricht von der „penetrant gutgelaunten blonden Kerkermeisterin“. Denkt man an seinen Besuch bei der Familie Klum (im „Deutschlandbuch“) , schmunzelt man. Klar, das er die Castingshow daneben findet, aber irgendwas scheint ihn an Frau Klum zu rühren (vermute ich mal), denn er geht weit schonender mit ihr um als mit zum Beispiel ehemaligen evangelischen Frontfrauen. Das mit der Kerkermeisterin würde er Frau Klum sicherlich auch ins Gesicht sagen und sich dabei vor Charme überschlagen.

„Nett“ auch am Fuss der Seite 34 „wenn Lafer und Lichter bei Lanz … Hochämter“, man kann es nicht lesen ohne zu grinsen.
Den Zusammenhang von „Neid“ und Shoa (S.36) werden die politisch Linientreuen mit Unbehagen sehen, aber es ist sein Recht dies für einen wichtigen Aspekt zu halten.

Ein anderer schöner Satz“ Neid ist eine derart elende Kreatur, dass man versucht ist, ihn in Schutz zu nehmen, schon aus sportlichen Gründen“ besticht vielleicht nicht durch sprachliche Raffinesse, aber deutet, vielleicht unbewußt, auf eine sehr menschliche Haltung hin. Eine, bei der nur Betroffene wissen, wie tief sie einen in den Schlamasel reiten kann.

Die nächste Seite überrascht mit der Zwischenüberschrift „Acedia: Trägheit des Herzens“. Da das Buch von Matussek ja seinen bewust persönlichen Ansatz nicht verleugnet, ein kleiner ebenfalls persönlicher Einschub. Während die Trägheit des Herzens als Idee, mir von der kleinen Hensel-Schrift „Empört Euch“, das ich wenige Tage vorher nochmals durchgeschaut hatte vertraut war, war das Wort Acedia offen gestanden überhaupt nicht wirklich bekannt (Mangelhafte Bildung, ich sehe es ein). An dem Tag als ich es bei MM las, stolperte ich noch dreimal in unterschiedlichsten Zusammenhängen über das Wort. Das machte mich ein wenig beklommen.

RE: Wir lesen "Das katholische Abenteuer" von Matthias Matussek | 28.06.2011 | 01:24

ja Mist - mal wieder die Struktur dieses Multiblogs nicht durchschaut - klar schreiben schon alle! Grrrr

RE: Wir lesen "Das katholische Abenteuer" von Matthias Matussek | 27.06.2011 | 19:17

genova - ich bin gespannt auf die diskussion -g-
*
wenn es heute "los" geht - wo geht es eigentlich los -
nicht das es los geht, und ich werke nicht das es los geht- dann ist was los!

RE: Wir lesen "Das katholische Abenteuer" von Matthias Matussek | 14.06.2011 | 00:35

@genova
@popkontext

Was ihr zum Blogroll sagt - ja, das verstehe ich. Es gefällt mir nicht, aber ich verstehe es.
Ich bin da grad in einer etwas zwiespaeltigen Situation. Mit "Verurteilungen" bin ich sehr zurueckhaltend. Wenn ich jetzt zugebe auf einem gewissen Optimismus zu beharren, dann grinst ihr euch sicher eins. Warten wir ab, vielleicht bringt ja die Diskussion demnaechst neue Erkenntnisse.
Zwiespaeltig bin ich, weil ich am Wochenende in der FAS/FAZ das Gespraech mit Seidl gelesen hab - was mir nicht gefallen hat. Das war nicht "rechts" aber schon sehr, sehr konservativ. Das hat meine, ich gebe es zu, MM-Begeisterung was gebremst.
Ich sag nix mehr ohne meinen Anwalt.
Schöne Woche - mal so in die Runde geworfen
HansJuergen

RE: Wir lesen "Das katholische Abenteuer" von Matthias Matussek | 11.06.2011 | 15:05

> es ist doch ganz einfach: Matussek listet in seiner
> Blogroll "PI" auf. In eine Blogroll packt ein Blogger
> Seiten, die er für lesenswert, für empfehlenswert hält.

hallo genova,
genau da scheiden sich die geister. Sicher hast du recht, so wie du es formulierst, so machen es viele.

Was genau MM sich so denkt, das kann ich nicht wissen. Aber ich weiss von mir, in meinen link-empfehlungen, da stehen oft sachen, wo mir wichtig ist, beide kontroverse standpunkte publik zu machen.
so kann es sein, ich verlinke eine -npd-seite (wenn ich das fuer noetig halte) um, um eine gegenposition deutlich zu machen, von einem standpunkt der eigentlich der meine ist.

wie gesagt, keine ahnung warum MM was macht. Und sicher wirst du einwenden, das von mir oben beschriebene das mache man in einem post, aber nicht im blogroll. MM ist journalist (als blogger tu ich auch gerne so - aber bin es letztlich eben nicht) - und hat da vielleicht einen anderen umgang mit "nachrichten".
Du siehst - wir werten die gleiche handlungsweise einfach anders.
gruss HansJuergen
( schoenes wochenende allen - und frohe ...aehm pfingten)

RE: Wir lesen "Das katholische Abenteuer" von Matthias Matussek | 06.06.2011 | 14:28

@genova

> finde es auch befremdlich, dass dieses Buch in einer
> linken Community

wäre ich ein ironischer alter mann (was selbstverständlich nicht der fall ist), würde ich gegenfragen
" erstaunt es dich, wenn auch andere "Linke" lesen können "
oder schockt die Vorstellung
"Linke lesen Publikationen ohne Ideologisches Zertifikat"

aber - mir liegt ironie fern -g-
darum möchte ich nur auf die bemerkenswerte folgerung hinweisen "Katholisch und rechtsradikal" - weil MM offenbar auch "artfremde" Quellen benutzt.

Die Nachricht über seine "guten Verbindungen zu ... " werden MM sicherlich überraschen -g-.
Dann einen Link einzusetzten, auf einen eigenen Artikel der letztlich nur sich selbst referenziert, der sich erfolglos mit "Hohn" versucht, der MM "Meinung" vorwirft, selbst aber nur "schlechte Meinung" bietet - pardon, aber das finde ich dreist.

Ob wir Meinungsfreiheit haben, wie weit sie real geht und wo sie Grenzen haben kann - darüber laesst sich streiten,
Einschränkungen der "lese-freiheit" find ich regelmaessig ärgerlich.
Ich habe Kinder, und ja - da spreche ich schonmal "Lesewarungnen" aus. Aber nie weil ich Angst vor "Lesen schadet" habe, sondern weil Langeweile die einzige Angst ist die ich da kenne. Gegen alles andere kann man argumentieren.