RE: Darf man sich mit Sophie Scholl vergleichen? | 03.12.2020 | 20:27

Ich denke sie haben mein Posting nicht verstanden , es geht nicht um "Spekulationen" , sondern um Überhöhungen und Denkmäler an denen politisch wieder einmal nicht gerüttelt werden darf. Sowie um politische Differenzierungen wer ein guter Widerstandskämpfer war oder ist.

RE: Darf man sich mit Sophie Scholl vergleichen? | 03.12.2020 | 13:04

" Helmut Kohl schrieb 1987 in einem Brief an Harros Bruder Hartmut Schulze-Boysen, der deutsche Widerstand habe aus der Gruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg und aus der Weißen Rose bestanden, die Rote Kapelle gehöre nicht dazu."

Wer zum Widerstand gehört wird größtenteils von der Politik bestimmt , genauso wie wir den Opfern zu Gedenken haben („Wellnesswiderstand“).

Sophie Scholl eignet sich gut als schon fast heilige Märtyrerin und "Marke" da sie das Matyrium nicht überlebt hat und sich nach der NS Zeit nicht mehr als Person dagegen wehren konnte. Was wäre gewesen wenn sie Überlebt hätte und vielleicht später Kritik auch an der Bundesdeutschen Nachkriegs Politik geübt hätte? Wir wissen es nicht, aber es gibt vergleichbare Fälle wie auch viele DDR Bürgerrechtler welche auch unter dem Einsatz ihrer Freiheit Widerstand leisteten und heut sogar der AfD nahestehen.

RE: Die DDR trat friedlich der BRD bei | 18.10.2020 | 20:43

Eine Volksabstimmung zum Beitritt gab es nie und die Politik der DDR wurde spätestens ab Anfang 1990 von der BRD bestimmt. Durch massive Wahlkampf Einmischung wurden die "DDR Bürgerrechtsbewegung" zum Verlierer der Wahlen da sie für die folgenden politisch und wirtschaftlichen Bonner Planspiele nicht mehr gebraucht wurde und höchstens ein Störfaktor darstellte. So entstand mit dem Wahlen ein parteipolitsches Parlarment mit weitgehend Ostablegern der bundesdeutschen Parteilandschaft, welche nur noch die Aufgabe hatte "Bonner Beschlüsse" abzunicken.

Zarte Versuche eigenständiger Politik um nicht ganz als Marionetten Parlarment dazustehen, wurden ständig torpediert und dann durch Währungsunion sowie avisierte Wiedervereinigung beerdigt. So durfte die DDR nicht einmal ihre Vergangenheit selbst aufarbeiten und Schuldige bestrafen denn die DDR Geschichttsschreibung bestimmten fortan großteis Leute welche nie in der DDR gelebt hatten.

RE: Führt die Digitalsteuer ein! | 06.05.2020 | 19:23

Die Jugend wird ihre Smartphone nicht mehr wegwerfen und zum analogen Händler rennen, selbst wenn dort der Einkauf etwas teurer werden würde. Das Bessere ist bekanntlich der Feind des Guten ....

Auch so eine Digital Steuer könnte nur den Gewinn besteuern , da sollte man einmal auf den weltweiten Gewinn der genannten Konzerne schauen .... das würde wohl nicht einmal für alle EU Staaten bei solchen Forderungen reichen.

RE: Führt die Digitalsteuer ein! | 06.05.2020 | 18:52

Die Welt ändert sich durch die Digitalisierung und es gibt auch mit noch so vielen Steuern kein zurück zur Pferdekutsche.

Gab es bei der 1. industriellen Revolution wegen Maschinenstürmer ein Zurück zur Handarbeit in der Manufaktur? ... nein die Gesellschaft änderte sich und heute brauch es wieder ein neues Gesellschaftssystem statt mit Steuern die Digitalisierung zurückdrehen zu wollen. Welche letztendlich nur dem Verbraucher treffen und weltweit nie so viel einbringen könnten um die Analoge Wirtschaft zu erhalten.

RE: Die GroKo überleben | 14.12.2019 | 00:35

Die Politik hierzulande wird eindeutig Überschätzt , sie hat deutlich weniger zu sagen als noch vor 20 oder 30 Jahren .... mittlerweile regiert die EU überall mit und das meist ohne jemals demokratisch gewählt worden zu sein oder Lobbyisten schreiben Gesetzestexte. Eine wirklich linke Politik wie in den 70s ist gar nicht mehr möglich ohne damit in Konflikt zu geraten. Nicht die die klassischen "Parteien" zur Zeit obsolet , sondern die Politik insgesamt , sie wurde nicht nur neoliberaler sondern in vielen Teilen wie der Finanzpolitik , Eigentums oder Handelspolitik längst privatisiert. Für das Recht zur Einführung einer Transaktions oder Vermögenssteuer oder ob Versorgungseinrichtungen in öffentlicher Hand bleiben dürfen , werden wohl künftig eher internationale Schiedsgerichte entscheiden und keine SPD Parteitage ....

RE: Ein Leben nach der GroKo | 06.12.2019 | 12:06

Regierungen kommen durch (Neu) Wahlen zustande, auch ein Koalitionsbruch ist kein "Beinbruch" oder Untergang für die handelne Partei , denn danach werden Karten neu gemischt und Umfrageergebnisse können sich ändern wenn Gründe für negative Bewertungen wegfallen. Im bisherigen Fall wie des Koalitionsbruches der FDP 1983 konnten CDU/FDP davon sogar trotz gegenteiliger Meinung profitieren. Ein Beispiel für eine andere Regierung ist die Berliner RRG Koalition welche stabil ist und in den Umfragen trotz ständiger neoliberaler Angriffe sogar noch zulegen konnte.

RE: Ein Leben nach der GroKo | 05.12.2019 | 20:09

Natürlich können sie gegen diese Phalanx von Seeheimern.... wenig Durchsetzen, dafür muss man kein Profet sein und die Unterstützung aus Parteibasis wird da auch wenig helfen. Genau deshalb benötigt das Land ja dringend eine andere Regierung sowie Neuwahlen ..... diese wieder zu verhindern und noch 2 Jahre eine bleierne Groko aus Selbstzweck darf es nicht werden.

RE: Ein Leben nach der GroKo | 05.12.2019 | 16:07

Eines müsste den letzten Genossen , außer vermutlich den Groko Amtsträgern oder Abgeordneten mit guten Diäten eigentlich klar sein , so wie bisher kann es nicht weitergehen.

Nichts ärgert die Wähler mehr als ständige gebrochene Wahlversprechen oder Aussagen. Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans wurden nach vielen gebscheiterten Erneuerungsversuchen gewählt um die von ihnen Versprochen entschiedene Änderungen an der GroKo vorzunehmen oder wenn dies nich möglich wie die CDU betont aus der Koalition Auszusteigen ... Kassieren sie diese Aussagen sind sie genauso Unglaubwürdig wie ihre Vorgänger und sollten die Wahl besser erst gar nicht Annehmen , da diese im Prinzip unter falschen Aussagen zu Stande kam, was ihnen und der SPD nun ständig anhängen wird.

Ich habe aber die Befürchtung das die Partei unfähig ist über ihren Schatten zuspringen und vor dem "Untergang" bzw Gang in die Bedeutungslosikeit noch die Regierungs Privilegien bis zur Neige auskosten will .... was schert sie da der untreue Wähler.

RE: Die Ideologie der Erfahrung | 05.12.2019 | 12:01

Es geht weniger um Erfahrung oder Alter sondern um Authentizität , Politiker müssen lernen das was sie im Wahlkampf dem Wähler versprechen und für was sie gewählt wurden auch Umzusetzen. Nichts ärgert die Wähler mehr als ständige gebrochene Wahlversprechen oder Aussagen. Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans wurden gewählt um wie von ihnen Versprochen entschiedene Änderungen an der GroKo vorzunehmen oder besser gleich auszusteigen ... Kassieren sie diese Aussagen sind sie Unglaubwürdig und sollten die Wahl besser erst gar nicht Annehmen , da diese im Prinzip unter falschen Aussagen zu Stande kam, was ihnen und der SPD nun ständig anhängen wird.