Holger Hutt

Redaktioneller Übersetzer
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RE: Die weiße Revolution | 20.02.2012 | 14:10

Der Unterschied ist mir bekannt und die Stelle korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis!

RE: Gerade so wie wir | 30.11.2011 | 16:56

Hier ein Kommentar zum Verhalten der Brüder gegenüber den gegenwärtigen Protesten und die Folgen, die dieser Egoismus langfristig für die Bewegung haben dürfte.

www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/nov/25/egypt-muslim-brotherhood-alienate-people

RE: In Anbetracht der Realität | 29.11.2011 | 11:32

Ich fand den auch besser, weil konkreter und wegen der, wenn auch kurzen, Diskussion der Frage, was unter Islamismus denn überhaupt verstanden wird.
Nur leider hatten wir den hier schon länger übersetzt und hatten gestern auch wenig Zeit.
Schade, aber manchmal nicht zu ändern.

RE: "Den Schlüssel hab ich noch" | 24.10.2011 | 15:36

Lieber Mercutio,
leider sehe ich Ihren Kommentar erst jetzt und hoffe, die Antwort erreicht Sie noch. Bei Übersetzungen geht oft etwas verloren, weil eben Schlüssel im Deutschen nicht den selben Bedeutungsumfang hat wie im Englischen. Das ist sehr schade, lässt sich aber leider nicht ändern. Man muss versuchen, das aufzufangen, indem man es umschreibt oder an anderer Stelle einfügt. Man kann aber nicht jedes Wortspiel erklären. In diesem Fall ist eben von einem Türschlüssel die Rede und der Sprung zur Tonart wäre nicht recht nachvollziehbar. Mag sein, dass die Doppelbedeutung für Waits Amusement verantwortlich ist, weil er um die Bedeutung weiß, die die Tonart für ein Lied hat. Aber das bleibt wohl sein Geheimnis, bis ihn irgendwann mal ein Journalist danach fragt.

RE: Ein Tausendstel Hoffnung | 18.10.2011 | 15:31

Was die Regierung Netanjahu angeht, gebe ich Ihnen völlig Recht. Sie ist außen- wie innenpolitisch eine Katastrophe. Aber was hat das mit dem Existenzrecht Israels zu tun. Zuckermann hab ich gelesen und fand ihn unsäglich, weil er das Kind mit dem Bade ausschüttet, die reale Bedrohung einfach nicht sehen will und sich damit komplett unglaubwürdig macht. Ich will niemanden diffamieren, aber wer aus seiner Wut auf die Netanjahu/Liebermann-Regierung Tatsachen unterschlägt oder verzerrt darstellt, die Bedrohung durch Iran, Hisbollah und Hamas zu einem Popanz erklärt und herunterspielt, ... , ist mir, gelinde gesagt, suspekt.
Ich brauche auch keinen Volker Kauder und keine Staatsräson, wenn es um das Existenzrecht Israels geht. Ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust, dieses zu diskutieren. Wie wär's denn zur Abwechslung mal mit einer Diskussion über das Existenzrecht Deutschlands oder meintwegen Islands?
Wenn Ihre "große Lösung", die nur ohne die Schutzmacht USA realisierbar wäre, in diese Richtung geht, wäre ich sehr gespannt.

RE: Ein Tausendstel Hoffnung | 18.10.2011 | 13:54

Auf iranischen Landkarten ist dies zwar nicht vorgesehen, aber wie wär's mit: ziemlich genau zwischen Libanon, einem künftigen palästinensischen Staat, Syrien, Jordanien, Ägypten und dem mare mediterraneo? Also mal rein geographisch.
Was die deutsche Staatsräson angeht, so gehört zu ihr das Existenzrecht Israels, und das möchte ich weder hier noch anderswo transzendiert wisssen, bevor die Vorgeschichte der Menschheit nicht abgeschlossen ist und überhaupt keine Staaten mehr gebraucht werden. Vielleicht ist dieser Augenblick ja gar nicht mehr weit, so kostspielig wie die Dinger in letzter Zeit zu werden scheinen. Aber ich fürche, das wäre dann wie mit den Banken, deren Verstaatlichung unter den herrschenden Verhältnissen ja auch wenig emanzipatorisches Potenzial freigesetzt hat. Eine Rückführung des Staates in die Gesellschaft würde dementsprechend eher wie eine Mischung aus Guido Westerwelles Vorstellungen und den Zuständen in Somalia aussehen, und nicht wie das Ende der Geschichte.
Aber wir bleiben dran.

RE: Ein rasantes Gerücht | 27.09.2011 | 17:12

Geehrter Herr Hurtig,
vielen Dank für den Hinweis auf den Übersetzungsfehler. Die richtige Übersetzung von billion und trillion ist mir durchaus geläufig. Sie gilt übrigens im Englischen allgemein, nicht nur im Amerikanischen. Ich werde das bei nächster Gelegenheit korrigieren.
Was allerdings die Aussagen von Herrn Close angeht, so kann ich auch Sie nur an ihn verweisen. Wenn im Text fünf Hundertstel steht: "his journey has taken about 1/500th of a second.
his journey has taken about 1/500th of a second", dann übersetz ich das auch. Leider ist es mir nicht gegeben, einen Text wie diesen auf die Richtigkeit seiner Aussagen hin zu überprüfen. Ich habe ehrlich gesagt auch nicht verstanden, welche Konsequenzen sich aus ihrer Detailkritik ergeben: Ist Close' Einwand, es müsse sich um einen Messfehler handeln, denn damit vom Tisch?
Dank und Gruß,
H.Hutt

RE: Ein rasantes Gerücht | 27.09.2011 | 13:50

Liebe Saskia-Nene,
nicht die Redaktion des Freitag behauptet die Möglichkeit dessen, was bislang paradox war, für den Fall, dass das Gerücht stimmt, sondern ein Physik-Professor aus Oxford, dem wir nicht einfach in seinem Text rumstreichen können. Wenden Sie sich mit Ihrem Einwand doch an ihn. Hier seine E-Mail:
f.close1@physics.ox.ac.uk
Beste Grüße,
Holger Hutt

RE: Ken Loach: "Die herrschende Klasse lässt die Peitsche knallen" | 30.08.2011 | 03:21

@Daniel Meister
Ich finde ehrlich gesagt die zunehmende Brutalität und Verrohung, die sich in der hohen Anzahl an Gewaltdelikten mit Messern und Schusswaffen unter Kindern und Jugendlichen (gerade in London, aber natürlich auch an vielen anderen Orten dieser Welt) zeigt, viel beängstigender und beklemmender als Eigentumsdelikte in Form von Plünderungen und "Autodafés". Das kann man doch nicht unter Gangster killt Gangster abtun, das sind Kinder, die einander da abstechen. Hier ein weitsichtiger Text aus dem Guardian, der vor den Riots geschrieben wurde und auf den von Ihnen ungeliebten Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Situation im Lande abhebt.
www.guardian.co.uk/uk/2011/jul/29/gang-violence-rises-as-councils-cut-youth-services?INTCMP=ILCNETTXT3487

Wollen Sie die Leute denn einfach alle wegsprerren, damit sie nach ein paar Jahren umso verrohter und mit noch weniger Perspektive in die Gesellschaft zurückkehren? Ich will da gar nichts entschuldigen, aber Ihr Opfer-Täter-Schema nebst Lösung scheinen mir doch ein wenig sehr simpel.
Die Besitzverhältnisse, auf denen unsere Gesellschaft gründet, sind gewaltsam entstanden und der Staat existiert zu dem ureigensten Zweck, sie aufrecht zu erhalten. Das kostet jede Menge Opfer, hier wie in den Ländern der Dritten Welt, die wir für die Aufrechterhaltung unseres relativen sozialen Friedens ausbeuten und mit Kriegen überziehen oder diese doch wenigstens billigend und achselzuckend hinnehmen. Ich kann jeden Ladenbesitzer gut verstehen, dem keine Versicherung den Schaden an seinem Kaptial bezahlt und der jetzt sauer ist, aber ich will die Opfer nicht gegeneinander aufrechnen. Wozu sollte das gut sein? Bei Gewalt gegen Personen liegt der Fall meiner Ansicht nach anders.

RE: Ken Loach: "Die herrschende Klasse lässt die Peitsche knallen" | 29.08.2011 | 19:06

Der Mann beschäftigt sich seit langem mit der Lebenssituation und den Problemen derjenigen, die am Rande der bürgerlichen Gesellschaft zurechtkommen müssen und ist daher in Bezug auf die Ausschreitungen weitaus kompetenter als die meisten Politiker, die sich dazu geäußert haben. Dass sie sich darüber freuen, dass seine Filme nicht so erfolgreich sind wie Blockbuster, sei Ihnen gegönnt. Ich habe mich bisher über fast jeden dieser Filme gefreut, nicht zuletzt deshalb, weil es in ihnen – im Gegensatz zu vielen Mainstream-Streifen – keine Unterscheidung zwischen Opfern und Tätern gibt, sondern Menschen gezeigt werden, die sich in bestimmten Verhältnissen und Situationen verhalten müssen und dabei immer Opfer und Täter zugleich sind: It's a free world