Holger Hutt

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RE: Tanya Gold: Amy Winehouse – Die Süchtige ist tot, es lebe der Mythos | 29.07.2011 | 17:39

Angst vor dem nächsten Album, das Back to Black nur schwerlich hätte übertreffen können? Andreas Hartmann macht das jedenfalls in seinem äußerst sym- und empathischen Text sehr stark
jungle-world.com/artikel/2011/30/43681.html

RE: Wagner mit Israel in Bayreuth | 27.07.2011 | 00:24

Lieber e2m,
vielen Dank für die freundlichen Worte!
Was Ihre Kritik angeht, so finde ich, dass das "it feels a little like" mit dem "Geschmäckle", i.e. "es fühlt sich so an", "hat den Anschein" eigentlich ganz gut aufgehoben ist. Und die Verantwortung hab ich ja auch drin. Was aber nicht stimmt, ist die Persepektive: Es kommt einem nicht so vor, als würden die Wagners sich aus der Verantwortung stehlen, sondern so, als würden man sie vorschnell aus der Verantwortung entlassen. Die Israelis hätten ja auch sagen können, wir spielen erst bei euch, wenn ihr euch eurer Verantwortung wirklich gestellt habt und ne Ausstellung oder was auch immer zu Wagners Antisemitismus, dem Antisemitismus in seiner Musik und der Rolle eures Ladens im Nazismus gemacht habt.
Vielen Dank für den Hinweis. Werde das gleich noch korrigieren.
Beste Grüße,
H.Hutt

RE: Zweite Welle des Zorns | 08.07.2011 | 16:17

Die Islamisten konnten sich nun wohl doch zu einer Beteiligung an den Protesten durchringen, nachdem sie ja zunächst zum Boykott aufgerufen hatten. Der Preis hierfür besteht darin, dass das säkulare Bündins (der revolutionären jugend des 25. Januar) die Forderung, eine neue Verfassung müsse Wahlen von Parlament und Präsident vorausgehen, zugunsten der nach dem Ende der Militärgerichte und der Verurteilung der für den Tod der Demonstranten im Februar Verantwortlichen zurückstellen musste. Hier der aktuelle Bericht von Jack Shenker aus Kairo.

www.guardian.co.uk/world/2011/jul/07/muslim-brotherhood-joins-tahrir-square-protest

RE: Vom Slum ins Luxushotel | 28.01.2011 | 13:49

Na ja, ist halt kein Kommentar und dann gibt es im G. selten eine Einordnung/Haltung des Autors zu dem, wovon er berichtet. Wenn Chávez wirklich so wenige neue Wohnungen bauen ließ, dann riecht die Aktion schon sehr nach Populismus bzw. Wahlkampf. Die Frage hätte man schon gerne genauer erörtert gehabt.
Aber wie dem auch sei: Man kann auch aus den falschen Gründen das Richtige tun und den Obdachlosen dürfte es egal sei, warum ihr Präsident sich jetzt für sie interessiert, solange den Worten taten folgen .....
Vielleicht finden Sie im Original ja mehr Entschiedenheit:
www.guardian.co.uk/world/2011/jan/26/venezuela-chavez-housing-crisis-squats-caracas

RE: Unrecht beruft sich auf Unrecht | 27.01.2011 | 16:09

Die IHH-Leute auf dem Schiff hatten nun einmal Eisenstangen, Ketten und Messer, wie ja in Ihrem Bericht imerhin erwähnt wird. Die Angreifer wollten damit also die Soldaten entwaffnen, damit sie niemanden verletzen können. Das wird da einfach so stehen gelassen. Wer soll denn das glauben? Wird das besser, wenn man es oft genug/gründlich liest?

Mindestens ein Soldat wurde mit einem Messer oder einem anderen scharfen Gegenstand verletzt, aber keiner benutzte Schusswaffen .... ????

Das reicht mir schon. Einseitiger kann der israelische Bericht auch nicht sein, es sei denn, sie haben nur Netanjahu und Lieberman zu den Vorgängen befragt.
Ihr Bericht überzeugt mich nicht, um es mal höflich zu formulieren. Zu den Videos schweigen sie sich aus. Gute Nacht!

116. A number of the passengers on the top deck fought with the soldiers using their fists,
sticks, metal rods and knives.69 At least one of the soldiers was stabbed with a knife or other
sharp object. Witnesses informed the Mission that their objective was to subdue and disarm
the soldiers so that they could not harm anyone. The Mission is satisfied on the evidence
that at least two passengers on the bridge deck also used handheld catapults to propel small
projectiles at the helicopters. The Mission has found no evidence to suggest that any of the
passengers used firearms or that any firearms were taken on board the ship. Despite
requests, the Mission has not received any medical records or other substantiated
information from the Israeli authorities regarding any firearm injuries sustained by soldiers
participating in the raid. Doctors examined the three soldiers taken below decks and no
firearm injuries were noted. Further, the Mission finds that the Israeli accounts so
inconsistent and contradictory with regard to evidence of alleged firearms injuries to Israeli
soldiers that it has to reject it.70

RE: Unrecht beruft sich auf Unrecht | 27.01.2011 | 14:59

Was in den oben verlinkten Videos zu sehen ist und in dem Bericht steht, lässt keine andere Interpretation zu.
Was soll denn diese Betonung von Feuerwaffen – man kann jemanden auch mit Eisenstangen und Ketten totschlagen und die sind auf den Bildern ja wohl eindeutig erkennbar, wenn man es denn sehen will.

RE: Wie eine Hydra | 26.01.2011 | 00:18

Sehr geehrte/r Krem-Browning,
ich befürchte, dass Herr Moore Ihre Frage hier nicht zur Kenntnis nimmt und ich kann sie ihm leider auch nicht weiterleiten, was ich doppelt bedauere, da ich selbst gern wüsste, welche Reaktion seiner Meinung nach angemessen wäre. Aber wir haben keinen direkten Kontakt zu den Guardian-Autoren und auf der Guardian-Seite ist der Text auch nicht für die Kommentierung freigegeben.
Mit freundlichen Grüßen,
H.Hutt

RE: Egal, ob Christ oder Muslim | 05.01.2011 | 11:22

Islamisten sind meines Wissens Leute, die den Islam als politische Agenda vertreten und das machen die Muslimbrüder ja wohl, schließlich agieren sie auf politischer Ebene und treten bei Wahlen an bzw. würden dies gerne, wenn Mubarak sie ließe. Dass sie die Demokratie gleich wieder abschaffen würden, wenn sie bei freien Wahlen an die Macht kämen, ist zugegeben eine Behauptung, die ich nicht belegen kann, für die ich aber einigen Grund habe, wenn ich mir Saudi-Arabien, Iran oder Vatikan-Stadt ansehe. Außerdem: Was ist gegen "reine Meinung" zu sagen? Die Veranstaltung hier heißt Kommentarleiste und Kommentare ohne Meinung sind mir noch nicht untergekommen.

RE: Revolution auf Britisch | 05.01.2011 | 10:49

Lieber j-ap,
helfen Sie mir: Das einzige Land ohne proletarische Revolution? Hab ich da was verpasst? Selbst wenn Sie die Commune, die Novemberrevolution und den kurzen Sommer der Anarchie als proletarische Revolutionen bezeichnen wollen, was ja immer nur bedingt zutrifft, so ist immer noch sehr die Frage, was die schönste Revolution bringt, wenn die "Partei der Arbeiterklasse" diese dann verrät. Und was ist mit dem Luddismus und den Chartisten? Die haben sich doch schon gewehrt, oder nicht? Das mit der spezifischen Ausprägung des Klassenbewusstseins kann ich nachvollzieen, das merkt man auch an dem völlig arglosen Umgang mit Begriffen wie class und race im Guardian. Da es im Englischen anderes konnotiert ist – und man diesen ganzen, von Ihnen beschriebenen Kontext nicht übersetzen kann – kann man es eigentlich nicht mit Klasse übersetzen, sondern sollte Schicht wählen. Da es aber objetiv meistens stimmt ...