Ignaz Hronek

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RE: Steh auf, meine Schöne | 07.06.2012 | 17:55

Das ist halt ein Dichter und nicht ein allzeit geschwätziger Ein-einziges-gutes-Buch-Blechtrommel-Grass.

RE: Der Lange, Schotti und ich | 05.07.2011 | 14:38

Helmut Schödel ist mit Paulus Manker befreundet und erzählt jedem, der es nicht wissen will, wie toll er ist, dabei beschränkt sich Mankers "internationale Reputation" darauf, dass er seit 15 Jahren mit einer Produktion ("Alma"), die ausgezeichnet ist, durch die Welt tourt (und sich darüber aufregt, dass er vom österreichischen Staat zu wenig Subventionen dafür bekommt); seine Visionen, wie dies bei seiner Volkstheater-Bewerbung kommuniziert wurde, beschränkten sich darauf, dass er erklärte, er würde als Direktor alle seine Theaterfreunde anrufen, die dann alle um viel weniger Geld, als sie sonst verdienen würden, bei ihm spielen würden. (Dass Gustav Manker, Paulus Mankers Vater, ein großer Regisseur und, mit Maßen, erfolgreicher Volkstheaterdirektor war, sagt eigentlich nichts aus über das Können des Sohnes.)
Schödel hat, meines Wissens, übrigens auch im Wiener Schauspielhaus gewirkt, dessen Direktor damals Hans Gratzer war, mit dem er sich zerstritten und dem er im vorliegenden Artikel posthum noch eine reinwürgt. Denn zwar war es tatsächlich "der ganzen Branche klar, dass das in die Hose gehen würde", aber dies ist der "ganzen Branche" immer und bei jedem klar.
Auch dass Wien die Stadt des Verrats sei, dass hier "Großmannssucht und Schlendrian" herrsche, ist dummes Geschwätz, insofern Schödel damit nur typisch deutsche Klischees von Wien (und Österreich) wiederkäut. Womit nicht gesagt sein soll, dass Großmannssucht, Schlendrian und Verrat in Wien keine Rolle spielen würden, aber bitte wo nicht, zumal im Theaterwesen?
Dass Österreich ein kleines Land ist, ist übrigens bekannt, dass Schödel "Zwergstaat" schimpfen muss, bleibt unklar. Ich halte es für was Persönliches: er hat halt keinen Auftrag mehr in der "Metropole weitab vom Schuss", der Herr Schödel, und man fragt sich, wo denn der "Schuss" ist, der weit entfernte. Wenn er meint, dass Deutschland der Schuss ist: durch die Gier der Wiener Kulturpolitik nach Internationalität, die tatsächlich lächerlich und peinlich ist, wird Wien sowieso zunehmend zu einer deutschen Kultur-Provinz, wobei die Kulturpolitik nicht nur Imitate (siehe Wiener Theaterreform) fördert, sondern dem deutschen Führungsanspruch in Bezug auf den deutschsprachigen Kulturraum eifrig Raum bietet und so einen deutschen Kulturkolonialismus in Wien unterstützt. Aber dies ist ja vermutlich genau das, was Schödel meint und möchte. Um aber, wie es sich gehört, eine Fußball-Analogie zu bemühen: als ich bei der letzten Weltmeisterschaft für Spanien die Daumen gedrückt und mich über den spanischen Sieg über Deutschland gefreut hatte, wurde ich (in Internetforen) wüst beschimpft, wie ich mich unterstehen könne als Österreicher, nicht für Deutschland zu halten und nicht zu klagen ob der Niederlage. Diese Deutschen (keinesfalls alle, und ich kenne genug, die nicht bestens organisiert sind und nicht überall einmarschieren und alles okkupieren wollen) gehen mir schwer auf die Nerven, wenn sie mir erzählen, was sie nicht alles besser können und dass sie sowieso alles besser wissen und mich über die Welt, Wien und den "Schuss" dauernd belehren müssen. Herr Schödel ist einer von diesen, ob er eine Ahnung von Fußball hat, ist nicht bekannt, von Wien hat er keine Ahnung.

RE: Natürlicher Horror | 31.12.2010 | 12:37

Es muss „verschworen“ heißen (nicht verschwört).

(Typisch, beim Besserwissen selbst einen Fehler zu produzieren :-))

RE: Natürlicher Horror | 31.12.2010 | 12:35

„... die gesamte Welt schien sich gegen mich verschwört zu haben.“

Es muss „verschworen“ (nicht verschwört).
Bitte danke.