ClaudiaBerlin

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RE: Klassenkampf statt Klimakrieg | 10.09.2019 | 14:28

" Zum Beispiel ist unsere Energieversorgung wohl die teuerste der Welt und für die meisten Länder gar nicht finanzierbar. Entweder diese verzichten auf unseren Weg oder sie bleiben da wo sie sind. "

Das muss nicht so sein, es gibt auch die Möglichkeit, teure Stadien zu überspringen. Z.B. gar nicht erst Festnetznetze, sondern gleich Handys für alle (in Asien vielfach Praxis), sowie Strom nicht zentral über Draht (ober- oder unterirdisch), sondern dezentral über Solarpannels und Windkraft.

RE: Klassenkampf statt Klimakrieg | 10.09.2019 | 14:24

Was mich bei der mangelnden Haltbarkeit immer wundert: Warum "richtet das der Markt nicht"? Ich bin sicher nicht die Einzige, die trotz bescheidenem Einkommen bereit wäre, mehr für haltbarere Produkte zu bezahlen. Es kann doch nicht sein, dass sich alle Hersteller dieser Welt verschworen haben, überhaupt keine Produkte mit einer Lebensdauer "wie früher" herzustellen - ??? Ich spreche hier nicht nur von technischen Dingen, die verständlicherweise schneller veralten, sondern auch von einfachen Haushaltsgegenständen, Klamotten etc.

RE: Die Gartentherapie | 25.06.2019 | 13:49

Das lässt sich nicht "allgemein" beantworten, da es sehr auf die Bodenart ankommt, wie eine Pflanze gedeiht. Wir haben einen sandigen Boden (typisch für Berlin) und unsere "Pflanzen für sandige Böden" hier gelistet:

http://www.das-wilde-gartenblog.de/welche-pflanzen-fuer-sandige-boeden/

an "erster Stelle" nennen würde ich Staudensonnenblume (Helianthus occidentalis), Studentenblume und Ehrenpreis, wenn es um die Selbstverbreitung/Vermehrung geht, im Reich der Kräuter Wilde Ruccula, Borretsch und Pimpinelle, sowie Sand-Thymian und Bohnenkraut. Und bei den Frühblühern Krokusse, sowie (die eher späten) Maiglöcken - Tulpen und Osterglocken kommen wieder, verbreiten sich aber kaum selbstständig.

Grundsätzlich haben wir die Erfahrung gemacht: je näher die Pflanze am ursprünglichen Erscheinungsbild ist, desto besser kommt sie alleine zurecht. Je "schöner", "großartiger", "besonderer" die Züchtung, desto mehr Pflege / Päppeln braucht es - und wieder kehrend, gar selbst verbreitend sind sie fast nie.

RE: Die Gartentherapie | 24.06.2019 | 14:01

"Was mit dem Giersch droht, habe ich bei Jakob Augstein gelesen. Drei Jahre hat sein Kampf gegen das sich rhizomatisch verbreitete Unkraut gedauert, erzählt er in Die Tage des Gärtners. "

Das ist ais meiner Sicht genau das Elend, das zur Meinung "ein Garten macht viel Arbeit" führt. Es ist auch kein "erfüllendes Tun" , drei Jahre lang gegen jeden Rest von Giersch vorzugehen, der sich noch irgendwo zeigt, um ihn im eigenen Garten AUSZUROTTEN. Diese Herangehensweise, die aus dem Augstein-Buch spricht (für mich mehr ein bildungsbürgerliches Angeberbuch) spricht, ist einfach unsinnig. Jedenfalls dann, wenn man sich "in der Mitte" aufhalten will - zwischen Wildnis/Brache einerseits und Terrarium/100%ig durchgestalteter Garten andrerseits.

In meinem/unserem "wilden Garten" versuchen wir, nach den

7 Regeln für faules Gärtnern

http://www.das-wilde-gartenblog.de/2007/04/21/7-regeln-fuer-faules-gaertnern/

zu gärtnern. Das geht trotz 1/3 kleingärtnerischer Nutzung, wenn unser Stil auch nicht allen Gartennachbarn und Vorständen gefällt.

Was den "Nutzgarten" angeht, so ist es keineswegs so, dass ein Drittel Gemüsebeet sein muss, denn zu diesem Drittel zählen auch Kräuter, Erdbeeren, Sommerblumen, Vogelschutz-und-Nährgehölze, das Gewächshaus, der Komposthaufen, die Standflächen für Regentonnen und die Pflegewege zwischen Gemüsebeeten - und vor allem auch Obstbäume, deren "Anrechnung" zwischen 5 und 10 m² pro Baum beträgt.

Den Giersch haben wir nur dort entfernt, wo er stört. Klar wachsen da immer wieder Ausläufer ins Erdbeerbeet - die jähten wir dann halt mit raus, wenn wir anderes, was die Erdbeeren bedrängt, jähten. Keine Mehrarbeit, kein extra Kampf gegen Giersch. Der übrigens in jungem Zustand essbar ist!

RE: Zum Angstmacher liberalisiert | 10.02.2018 | 14:26

Ein extra Skandal in Sachen Altersarmut ist die Gängelung der Grundsicherungsbezieher, denen nicht erlaubt wird, ihre miesen Bezüge im billigeren Ausland durchzubringen - bei einem dort besseren Lebensstandard für Menschen mit ganz wenig Geld.

Jeder einzelne Aufenthalt anderswo muss gemeldet und belegt werden - bei über 65-jährigen Rentnern! Eine Unverschämtheit ohne Gleichen, diese Ärmsten der Armen so zu behandeln.

RE: Verwandte zur Verwendung | 07.02.2018 | 12:14

"Mit Blick auf die Versuche in China stellt sich zunächst aber weniger die Frage, wie viele Lichtjahre uns noch vom Menschen-Klon des Science-Fiction trennen,"

Doch! Genau das ist die Frage, die vermutlich ziemlich viele äußerst solvente Reiche interessiert, die nichts lieber hätten als ein "identisches" Kind. Eines, dessen Gene nicht durch einen Partner "verwässert" wurden...

Wetten?

RE: Der eiskalte Engel | 26.09.2017 | 01:00

Danke für den interessanten Artikel! Das ist endlich mal was Anderes, Vielschichtigeres als das, was man sonst so über sie liest. Die "erotische Strenge" mag sich nicht jedem vermitteln, sie ist aber da und wirkt gewiss auf ihr Gefolge. Auch den "Willen zur Macht" kann man wohl kaum leugnen.

Die persönliche Sicht aus dem wirklichen Leben hat durchaus ihre Berechtigung - zeigt sie doch auf, dass niemand als "abgrundtief schlechter Mensch" geboren wird. Gegen psycho-analytische Blickwinkel ist nichts einzuwenden, sind sie doch immer eine Ergänzung anderer Darstellungen - von daher verstehe ich diese nörgelnden Kommentare nicht! Bleibt halt bei Euren "fundierten Analysen" oder setzt Euch hin und schreibt selber welche!

Ich hab das hier mit Interesse gelesen - und ich wette, Weidel wird es ein kleines bisschen schlecht, wenn sie das lesen sollte. Zu recht!

RE: Ein Leben ohne Bedingungen | 26.09.2014 | 10:06

Was ein BGE unmöglich macht, ist m.E. der MARKT. Wenn alle über ein Grundeinkommen in Höhe X verfügen, dann werden einfach alle Preise entsprechend steigen, so dass am Ende nichts gewonnen ist.


RE: Ich fühl mich meditativ | 28.10.2013 | 15:07

Ein "dauernder rasender Wisch" - ja ja, das trifft es. Dieser Tatort kommt vom Start weg als "Kunstfilm" daher, offenbar sehr bemüht, mittels der schnellen Schnitte und dem Mix verschiedener Handlungsstränge fast im Sekundentakt ein "junges Publikum" anzusprechen. Zumindest, was die vermuteten Sehgewohnheiten angeht.

"Meditiativ" ist auch eine gute Beschreibung für das Feeling, das beim Dennoch-dran-bleiben aufkommt: genau wie man beim Versuch, zu meditieren, die aufkommenden Gedanken und Bilder einfach nur anschauen, nicht aber ihnen irgend eine Bedeutung verleihen, gar ihnen "anhangen" soll - genau SO erlebt man diesen Tatort, sofern man nicht entnervt wegklickt.

Das Problem dabei: Die Motivation, sich den gewissen Stress dieser Art innovativen Filmschaffens nun auch beim Tatort länger anzutun, wird bei vielen Nicht-Cineasten gar nicht erst aufkommen. Denn keine der Figuren, keine der Situationen, kein Moment dieser ganzen Folge hält lange genug an bzw. wird ausreichend vertieft, um sich in irgend einer Weise mit etwas oder jemandem zu identifizieren. Nicht mal die Kommissare haben diesmal interessante Nebengeschichten zu bieten - nun ja, ein kurzer Umzug in eine fremde Wohnung wegen Wasserschadens, wie aufregend!

SPANNEND ist das alles nicht. Sondern eher etwas für Menschen, die sich freuen, wenn sie Zitate aus Literatur- und Filmgeschichte erkennen oder eine Stadt auf andere Art als gewohnt gezeigt bekommen.

RE: Jenseits der Illusionen | 15.11.2010 | 19:09

Den Artikel hab' ich mit großem Interesse gelesen, denn ich finde es richtig und wichtig, dass Politiker schon lange vor der Wahl darüber reden, was denn eigentlich werden soll, wenn sie / ihre Partei ans Regieren kommen.

Die Diskussion hier fand ich dann allerdings streckenweise so feindselig und am eigentlichen Thema vorbei, dass ich lieber einen eigenen Artikel dazu geschrieben habe - wer mag:

* Können Politiker auch anders? Was kommt nach Schwarz-Gelb?
www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/11/14/koennen-politiker-auch-anders/