Schutzmethoden für die Arktis

Arctic Security Die Folgen der russischen Invasion in der Ukraine und ihre Auswirkungen dominierten auch das nordeuropäische Außenministertreffen der “Northern Group” in Island. Dabei markierte der sicherheitspolitische Aspekt eins der wichtigsten Themen.

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community.
Ihre Freitag-Redaktion

Die Sicherheit der Arktis gehörte zu den zentralen Anliegen, die auf dem Treffen der Nordgruppe in Reykjavik, Island auf der Agenda standen. Ferner sprachen die Verteidigungsministerinnen und Verteidigungsminister aus den nordeuropäischen Staaten über die generelle und verteidigungspolitische Situation im Nord- und Ostseeraum sowie in der Arktis.

"Wir unterstreichen unsere starke politische Einheit und unseren Zusammenhalt angesichts der Bedrohungen für die Sicherheit unserer Region", erklärten die Verteidigungsminister am 8. Juni in einer Erklärung nach der Konferenz.

Der Krieg in der Ukraine

Die Northern Group ging unter dem aktuellen Vorsitz der isländischen Verteidigungsministerin Thórdís Kolbrún Reykfjörd Gylfadóttir, die gleichzeitig auch Außenministerin Islands ist, besonders auf den gegenwärtigen Krieg in der Ukraine ein. Außerdem wurde klar von Seiten der Northern Group deklariert, dass die Sorge groß sei und die sicherheitspolitischen Folgen des Krieges in Osteuropa ebenfalls die Arktis betrafen. Aus diesem Grund wurden deshalb einstimmig die Maßnahmen der NATO zur Stärkung der Verteidigung begrüßt, welche zur Abschreckung Russlands an der Ostflanke des Bündnisses dienen sollen.

Northern Group

Die Nordgruppe, kurz für das Nordeuropäische Forum für Verteidigungspolitik, besteht aus den nordischen und baltischen Ländern sowie Großbritannien, den Niederlanden, Polen und Deutschland.

Die Gruppe wurde 2010 vom Vereinigten Königreich initiiert, um bei Sicherheitsfragen in Nordeuropa zusammenzuarbeiten.

Die isländische Außenministerin Thordis Kolbrun Reykfjord Gylfadottir, die den Vorsitz des Treffens führte, bezeichnete die regionale Expertise der Gruppe als eine wichtige Stärke.

"Es ist wertvoll für uns, unseren engsten Verbündeten und Partnern einen Einblick zu geben, wie wir in Island unsere Sicherheit und Verteidigung handhaben und wie wir als Nation ohne Streitkräfte zu unserem gemeinsamen Sicherheitsumfeld im Nordatlantik und in der Arktis beitragen", sagte sie diese Woche in einer Erklärung.

Schweden und Finnland sind willkommen

Die Minister der Nordgruppe betonten auch ihre Unterstützung für die NATO-Bewerbungen Finnlands und Schwedens.

"Dies wird unsere kollektive Verteidigung verbessern und die Sicherheit und Stabilität in Nordeuropa erhöhen", so die Minister.

So unterstützen Dänemark, Estland, Deutschland, Island, Lettland, Litauen, die Niederlande, Norwegen, Polen und das Vereinigte Königreich die Bewerbung Finnlands und Schwedens zum NATO Beitritt und werden sich für schnelle nationale Ratifizierung Prozesse einsetzen.

Der Vorsitz der Nordgruppe wechselt alle sechs Monate. Norwegen wird in diesem Jahr den Vorsitz von Island übernehmen.







Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Isabelle-Constance V.Opalinski

Journalistin, Autorin, Publizistin
Avatar

Was ist Ihre Meinung?
Diskutieren Sie mit.

Kommentare einblenden