Amerika hat gewählt - und jetzt Deutschland?

Niederlage Establishments Top Down kommt auch in den USA nicht mehr gut an.
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Amerika hat gewählt - und jetzt?

Die Amerikaner hatten offensichtlich einfach die Schnauze voll vom Regierungsstil der regierenden Demokraten - Top Down kommt auch in den USA nicht mehr gut an.
Donald Trump ist New Yorker und hat eine gute Nase für Möglichkeiten.
Diese hat er wohl auch richtig gut genutzt.
Niederlage des Establishments
Das verhasste Establishment der Clintons und ihres Washingtoner Geld- und Politikadels hat nun einen Präsidenten, mit dem sie sich auseinandersetzen müssen!
Seine erste Ansprache bewies, dass Amerika unbedingt etwas anderes will als das Bisherige - und dafür bereit ist, einen Kandidaten zu wählen, der nicht über die übliche Erfahrung verfügt und die bisher gültigen Konventionen für Politiker missachtet.
Trump machte deutlich, dass seine Familie und sein Team wichtige Bausteine seines Erfolges sind. Aus dieser Perspektive erscheint diese Wahl durchaus als die richtige.
Der Rust Belt
Die Wirtschafts- und Finanzkrisen der letzten 40 Jahre haben den nördlichen und Mittleren Westen immer wieder schwer getroffen. Der Ausverkauf, das Filetieren und die Verlagerung in billigere Produktionsräume trugen den Rest dazu bei.
Trotz des Wahlkampfes, in dem Donald Trump kein noch so fernes Fettnäpfchen auszulassen schien, fielen die Hochburgen der Demokraten wie Dominosteine - an ihn.
Mit der Wahlbeteiligung und langen Schlangen vor den Wahllokalen zeigte der Wähler, dass er die Schnauze voll hat vom bisherigen Durchregieren von Lobbyistenfreunde.
Amerikanische Mauern und Europäische Zäune
Das laute Getöse von Politikern aus Deutschland und der EU hinsichtlich Trumps populistischer Wahlkampfforderung, eine Mauer an der mexikanischen Grenze mit mexikanischen Geldern zu errichten, ist vor allem eines: verlogen! Man möchte unseren Politikern empfehlen, ihr Kurzzeitgedächtnis anzuschalten, denn sie waren es, die tatsächlich und sehr real Zäune bauten und die Grenzen in Europa dichtmachten, einem türkischen Despoten drei Milliarden Euro in den Rachen warfen, um Sammellager für Flüchtlinge in der Türkei zu ermöglichen, auf dass die Festung Europa von weiterem “Ungemach” verschont bleibe.
AMERIKA FIRST
ist nun auch nichts Neues, denn die so genannten Schutzgesetze für die heimische Exportwirtschaft gibt es in allen Ländern mit entwickelter Wirtschaft.
Weiter so? Really?
Glaubt die deutsche oder europäische Politprominenz, dass sie so weitermachen kann?
Sie nennen Menschen, die ihr demokratisches Recht wahrnehmen, indem sie zur Wahl zu gehen, Wutbürger, weil das Ergebnis nicht kommod ist!
So gewinnt man diese Stimmen nicht zurück.
Ich bezeichne Menschen die wählen gehen, als Demokraten, die mit ihrer Stimme ihr Grundrecht wahrnehmen. Das ist ihr gutes Recht, auch dann, wenn ihre Wahl nicht unsere ist.
Ist das Wahlergebnis falsch, oder die Politik?
Wenn die Wahlergebnisse dem Establishment nicht gefallen, dann müsste es die eigene Politik überdenken, denn unsere Politiker haben den „Wutbürger“ zu verantworten.
Er enstand schließlich nicht im luftleeren Raum und nicht einfach so.
Was die politische Entwicklung in Deutschland betrifft, so wird die Bundestagswahl 2017 wohl noch keine entscheidende Veränderung bringen. Da die sogenannten Volksparteien sich zu Rot-Rot-Grün zusammentun wollen, wird der „Wutbürger“ erst so richtig loslegen.
Sicher ist aber, dass die jetzige Marschrichtung der großen Volksparteien der AFD weitere Wähler bringen wird - wenn sie nicht rechtzeitig, mutig und konsequent gegensteuern!
Da werden weder kritische Reden, Texte, noch oder lustige Social-Media-Bildchen etwas ändern können.
Wir PIRATEN haben jetzt die Möglichkeit, durch klare Kommunikation in der PUNKT-Kampagne mit unseren fünf Themengruppen in den Bundestagswahlkampf 2017 einzusteigen, um die Grundlagen für die Europawahl 2018 und die Bundestagswahl 2021 als wählbare Opposition zu gestalten.
PIRATEN - PUNKT!
To be continued!
19:19 12.11.2016
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Geschrieben von

Ideenwanderer

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