iDog

Wem nützt eigentlich die Staatsgewalt ?
iDog
RE: Das Auto muss weg | 23.07.2019 | 01:04

Ich denke, dass das hier kein Vorschlag ist , sondern ein gelassener Blick in die Zukunft. Will heißen, dass hier ganz unnötig etwas zur Abstimmung gestellt , zum Nachdenken vorgegeben wird , etwas, das sich anders gar nicht wird entwickeln können. Man weiß freilch nicht wie lange sich der Prozess hinziehen wird. Das er aber etwa so wie beschrieben ablaufen wird ist jetzt schon offensichtlich. Und das hat alles nichts mit grün- oder umweltbewegt etc. zu tun, sondern nur mit simpelster Evidenz. Gegen die Realität kommt eben keine Ideologie an, da kann man noch so sehr dran glauben. Zur Hilfestellung : Real ist das, was, wenn man nicht mehr dran glaubt, immer noch da ist.

RE: Europas Philosophien oder Weltraumkommandos? | 20.07.2019 | 17:16

Hallo, ja , das Thema ist an Absudität nicht mehr zu überbieten, das stimmt.

zwei Bemerkungen :

"wenn wir es in unseren Schulen nicht gelernt haben unser Mensch sein zu verstehen"

Mal abgesehen davon , dass wir so gut wie nichts Brauchbares in der Schule lernen können auser vielleicht ein- zwei Fremdsprachen , kann man leider genau das, Mensch sein, dort eben nicht lernen. Darauf wird speziell Wert gelegt. Um das zu lernen müssten die Kinder in der Natur, auf dem Land, in der Landwirtschaft beobachen können wie das Leben funktioniert als Mensch, m.a.W. das Menschsein.

"Die politischen existenziellen Angststörungen innerhalb der 28 Mitgliedsländer der Europäischen Union, von seinen Nachbarn militärisch besetzt zu werden, scheinen paradoxe bis paranoide Erscheinungsformen anzunehmen, womit sonst sollte man den eigenen Bevölkerungen die Notwendigkeit erklären, sich bis unter die Zähne innerhalb unserer Europäischen Union zu bewaffnen."

Das soll natürlich gar nicht erklärt werden, denn es ist die EU selber die die Mitgliedsländer besetzt undn dann bewaffnet in Schach halten wird. Von der Nato ist nichts mehr zu erwarten. Sie wird bedeutungslos, wenn die Militärmacht USA weiter abschmiert, was abzusehen ist. Die EU Pläne einer eigenen millitärisch-imperialen Präsenz sind als Indiz dieses "Abschmierens" der USA zu verstehen.

RE: Zukunft: KI, Umwelt und die Katastrophe. | 20.07.2019 | 16:42

"Ich halte es deshalb fuer wahrscheinlich, dass es einige Jahre lang "verschwiemelte" "Schein-Loesungen" geben wird. Das bisherige Herrschaftssystem wird darum weder "gesunden" noch schnell untergehen."

Dagegen halten könnten man sehr gut mit Hilfe des Buches von Dmitry Orlov: "Reinventing Collapse - The Soviet Example and American Prospects" (2008) das den Untergang der SU - imperialer Herrschaftsappart und Ökonomie - als Lehrstück untergehender Weltmächte/Ökonomien beschreibt und mit dem augenscheinlichen, wenn auch langsamen Untergang der USA vergleicht. Die die dort belegten Parallelen sind wirklicht erstaunlich und das Buch sogar nicht nur informativ, weil eben die Situation des Untegangs in der SU und die damit verbundeen Probleme beschrieben werden, sondern sogar irgendwie unrehaltend, weil sehr locker-flockig geschrieben.

Ich kann Dir (oder wem auch immer) das Buch als PDF leihen. Einfach eine mail schicken - Adresse steht in meinem account

als kleines Augenzwinkeren an @ BeautyfullDay sein angemerkt , dass auch die SU eine sehr komplexes System war, was ein rasches Ende erlebte.

RE: Zukunft: KI, Umwelt und die Katastrophe. | 18.07.2019 | 22:01

" ist nur ein möglicher - sehr extremer - Endzustand von komplexen Systemen"

und was sind andere mögliche Endzustände von komplexen Systemen, die angeblich nicht enden?

Determinismus halte ich für einen kosmischen Ansatz. Auf Gesellschaftssysteme ist der wohl kaum ansetzbar oder belanglos, weil nicht auf welthistorische Kriterien bezogen. Determinismus ist letzendlich Antropie. Ich glauben nicht das wir von diesem kosmischen "Untergang" reden.

Ich glaube übrignes nicht, dass Pregogine an Aktuallität verloren hat. Komplexe systeme haben natürlich eine sehr lange stabile Phase , das bestätigt natürlich auch Pregogine, aber wenn die Oszillation um das systemische Gleichgewicht chaotisch wird, ist es vorbei mit der Stabilität. Betrachten Sie mal einen menschlichen Körper, der ein sehr komplexes System ist, unter diesem Aspekt.

Auf ein Gesellschaftssystem , bzw. auf den noch akuten globalen Kapitalismus angewendet, heißt das: 500 Jahre Stabilität und nun zusehens Chaos. Was solls, nix hält ewig. Ob man es nun wahrhaben will oder nicht.

RE: Zukunft: KI, Umwelt und die Katastrophe. | 18.07.2019 | 22:01

... ist ein Hinweis auf die schon warmlaufende Ökodiktatur.

RE: Zukunft: KI, Umwelt und die Katastrophe. | 18.07.2019 | 20:04

Haben sie mal Pregogine gelesen ? Der behandelt als Naturwischenschaftler genau das Thema : Das Ende komplexer Systeme ( dafür bekam er 1977 den Chemie Nobelpreis) bzw. die Bifurkation und Bildung eines neuen Systemes aus dem chaotischen Ende eines komplexen Systems. Da Pregogine gleichzeitig eine Verfechter der Interdisziplinären Crossovers war, hat er starken Einfluss auf Historiker und Sozialogen gehabt. ZB. Wallersteins Werk ist nach eigenen Angaben stark von u.A. Progogine beeinflusst. Da können sie dann die Anwendung des von Pergogine entdeckten Gesetzes zu komplexen Systemen auf das globale Wirtschaftssystem nachlesen ... es geht bei Wallersteins Analyse natürlich auch um das Ende unseres komplexen Systems ...

Die sogenannten Kolapsologen beziehen sich übrigens ausschließlich auf wissenschaftliche Daten, und behandeln dann die Unfähigkeit des Menschen darauf zu regaieren , sei es nun ökonomisch, ökologisch, ideologisch oder auch nur emotional. Und wenn sie etwas über den Grund dieser Unfähigkeit erfahren wollen, dann sollten sie Günther Anders lesen : "Die Antiquiertheit des Menschen", da wird von der Unfähigkeit des Menschen sich als entfremdetets Objekt zu erkennen berichtet, von der Ontologie des Realen und von der Irrationalität der Ideologien. Ein anderes seiner Werke belegt sehr anschaunlich , das wir alle Eichmänner sind , wenn wir uns nicht gegen das Lebensvernichtende , thanatophile Systematik stellen, das bereits im 20. Jahrundert das Ende faktisch jeder Humanität herbeiführte ....

RE: Zukunft: KI, Umwelt und die Katastrophe. | 18.07.2019 | 13:07

"Die "Kolapsologie" und "Komplexität" schließen sich aber weitgehend aus."

Den Statz müssen Sie mir erklären. Das ein eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. Wieso sollen sie sich dann gegenseitig ausschließen?

RE: Zukunft: KI, Umwelt und die Katastrophe. | 17.07.2019 | 22:54

"über den konkreten Weltuntergang "

Es geht nicht um den "Weltuntergang". Apokalypse ist ein Begriff, der sich seit geraumer Zeit auf religiösen Unsinn bezieht. Ursprünglich war es etwas, was unterworfene Kulturen ihren Bezwingeren an den Hals wünschten, eine Art kollektive psychische Reaktion auf die entwürdigende Auslöschung der eignen Kultur und gleichzeitig eine Reinigung von dieser Entwürdigung im Gklauben an den absoluten Neuanfang. Religion, zumal die christliche, hat das möglicherweise trenzendiert und zum Herrschaftsinstrument erhoben - was man also heute noch merkt.

Welt als das was der Mensch geschaffen hat, kann natürlich jeden Tag restlos untergehen, ohne Frage, man denke nur an einen Meteoriteneinschlag oder ähnlichen Kataklysmus von entsprechendem Impakt. Wäre ja nicht das erste mal.

Wenn hier aber von "Weltuntergang" die Rede ist, ist das eine "religiöse" Überhöhung. Dies kann sich aus der thanatologischen Ideologie der Kapitalherrsshaft durchaus ergeben. Wenn man aber etwa daneben steht, sieht man sofort, dass nur das aktuelle System untergeht und nicht die Welt. Auch das wär nicht das erste mal.

Dazu gibt es schon einiges an Wissenschaft, wen's interessiert. Das Standardwerk ist wahrscheinlich neben Oswald Spengler, den man gerne in die rechte Ecke interpretierte, weil er wirklich ein Vorläufer der Tehmatik, also sehr früh dran war, Joseph A. Tainter's "The Collapse of Complex Societies" (1988). Auf den wieder beziehen sich dann auch die französischen Kollapsologen, zB. Pablo Servigne und Raphaël Stevens.

Bemerkenswert ist auch , das eine paar radikale Philososophen der 30er Jahre schin ähnliche Sichtweisen entwickelt haben , wei sie heute fast allgemenplatz geworden sind, also vom Ende der bekannten Welt. Die hatten allen Grund dazu, denn was dann kam, war das Ende der Welt für sehr viele. Dazu gehörte u.A. Nizan, und Polizer ...

Nein , die Welt geht nicht unter, sie verändert sich nur radikal. Für die Fetischisten der kapitalistischen Verwertunggesellschaft, oder sagen wir die Hardcore-Adepten der virtuellen Realität kommt das natürlich einem Weltuntergang gleich. Divere Nazigrößen haben sich ja damals auch nicht ohne Grund für sich selber ( und ihre Familien) den Weltuntergang gegönnt.

RE: Zukunft: KI, Umwelt und die Katastrophe. | 17.07.2019 | 22:19

"so dass die Ressourcen des Planeten (wie frueher) wieder ausreichen."

Aber Dir ist klar , dass das kurzsichtiger Unsinn ist - der der Eliten. Letzendlich müsste nach der Formel die Weltbevölkerung eines Tagen auf 1 ( einen Menschen) reduziert werden, damit, wie früher, die Ressourcen noch ein paar Tage reichen. Du beschreibst also dieselbe Irrationalität der Eliten und ihrer Wasserträger?

Ich sehe es also etws anders, wie Du bemerkt hast. Die Kapitalisierung von allem ist eine Sackgasse - diedes Todes wohlbemerkt. Es ist die selbe Sackgasse wie das unendlich Wachstum, ohne das das Raubbau Herrshcaftssystem nicht funktionniert. Erstens ist bereits alles kapitalisiert worden... zweitens ist reales Wachstum Geschichte und das unendlich pseude Wachstum bereits dabei aus in der virtuellen Exponentialkurve zu fliegen ... drittens beruht die Herrschaft des Kapitalis auf der Transformierung von fossiler Energie in Kapital - die Energie ist aber nicht mehr ausreichend vorhanden und da hilft auch eine Reduzierung der Weltbevölkerung auf 500 Millionen nicht ... und hierzu ist viertens der EROI Index und seine Entwicklung amtliches Indiz für die Unmöglichkeit die globale Struktur und damit auch die Herrschaftssruktur aufrecht zu erhalten... nicht zuletzt wäre da noch der allegemeine exponentiale Charakter der maßgebelichen "ökonomischen" Prozesse zu erwähnen, der ein sehr abruptes Ende von allem impliziert, denn nach "halbvoll" und absolut erträglich kommt dann immer direkt und ohne Vorwahrnung "übergelaufen" und unerträglich bis fatal.

Alles in allem ist der Untergang des Systems auch der Untergang der Machtpools, weil alles das untergeht, auf dem deren Herrschaft beruht. Und die zunehmende Ausgrenzung immer größerer Bevölkerungsguppen im Vorfeld, birgt indes große gefahren für dei Eliten.

Nach deinem Szenario, was ich nicht für unmöglich halte, aber für unwahrscheinlicher, wäre mehr als ein Phyrussieg der Eiten nicht drin, wenn nicht im Extremfall eine Selbstvernichtung. Ich habe aber den Eindruck, dass die Hybris der Herrschaft - historisch belegt - ausreichend blind macht für den eigenen Untergang. Und so werden manche Aktivitäten dieser Elite einfach dem Glauben an die eigene Macht und Herrschaft geschuldet sein. Weil aber Herrschaft immer eine Form der Reduktion des Möglichen auf das ist, was auch herrschaftserhaltend ist, werden hier in dieser gloabelen Situation die Eliten keinen Zugang zu lebbaren Alternativen, bzw. Überlebensstrategien haben. Ihre, diese Herrschaft beruht auf einer ausdefinierten und funktionierenden Struktur. Sobald die wegbricht ist die Herrschaft beendet. ... und dann starten zB. auch keine Bomber mehr....