Dietmar Wiening

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RE: Requiem für Minsk | 07.09.2018 | 16:34

Wenn Sie so hohe Maßstäbe anlegen, dann frage ich Sie mal, was glauben Sie wie viele "hoch Kriminelle es in den westlichen Staatsapperaten gibt? Allen voran Trump, welcher ohne UN Mandat Völkerrechtswidrige Kriege, bombardierungen, Putschs und einiges mehr durch führen lässt, ohne das irgend jemand den Mann in Den Haag als Kriegsverbrecher angeklagt wird? Oder Blair, oder Schröder und viele andere mehr.

RE: „In der Sammlungsbewegung steckt eine Chance“ | 05.09.2018 | 11:15

Neues aus den Unterklassen:

Wie der Lohnarbeitsmarkt erodiert und Statistiken manipuliert werden

Trotz Wirtschaftsbooms wächst in Deutschland die Armut. Prekäre Arbeitsverhältnisse nehmen zu, Erwerbslose lässt der Staat im Dschungel der Statistiken verschwinden. Ein Blick hinter die schillernde Fassade des angeblichen neuen Wirtschaftswunders.

Deutschlands Wirtschaft floriert. Auch in diesem Jahr fährt das Land nach Berechnungen des Ifo-Instituts mit fast acht Prozent die höchsten Exportüberschüsse der Welt ein. Das sorgt nicht nur für Firmenpleiten und rasant wachsende Erwerbslosigkeit im Rest Europas – inklusive zwangsläufig wachsender Arbeitsmigration. Auch der deutsche Staat kassierte 2017 gut 48 Milliarden Euro mehr, als er ausgab.

Die eigenen sozialen Verwerfungen wollen die Verantwortlichendamit offenbar nicht beheben. Im Gegenteil, wird regelmäßig von den Verantwortlichen in Politik, Medien und Wirtschaft geleugnet.

Trotz Jubelorgien auf den boomenden Arbeitsmarkt existieren diese hinter geschönten Statistiken. Ein genauer Blick in diese zeigt: Das auf Lohnarbeit auf der einen und Profitabschöpfung aus selbiger auf der anderen Seite basierende Wirtschaftsmodell erodiert zusehends. Immer mehr Menschen können in Deutschland von ihrer Arbeit nicht mehr leben.

So meldete die Bundesagentur für Arbeit (BA) für August kürzlich eine Stagnation auf niedrigem Niveau: 2,35 Millionen Menschen galten danach zuletzt als "arbeitslos". Wie eine am vergangenen Wochenende präsentierte Analyse des Internetportals O-Ton Arbeitsmarkt ergab, stecken jedoch Hunderttausende weitere Betroffene in einer seperaten BA-Statistik für "Unterbeschäftigte".

So tauchen in dem insgesamt 3,24 Millionen Menschen erfassenden Zahlenwerk auch 862.000 Personen auf, die kurzzeitig erkrankt, über 58 Jahre alt oder aber in Beschäftigungs- oder Weiterbildungsmaßnahmen untergekommen waren. Danach beträgt die tatsächliche Arbeitslosenzahl mehr als 3,2 Millionen.

Jobs, von denen keiner leben kann

Eine weitere Analyse des Portals zeigt: Rund 6,8 Millionen Menschen, darunter etwa zwei Millionen Kinder, waren im Juni dieses Jahres von Arbeitslosengeld abhängig. Denn nur ein geringer Teil derer, die derlei staatliche Unterstützung benötigen, gilt als arbeitslos im Sinne der Statistik. Konkret fielen darunter zuletzt 1,55 Millionen Hartz-IV-Bezieher sowie rund 800.000 Arbeitslosengeld-I-Berechtigte.

Zieht man vom verbleibenden Rest die unter 15-Jährigen sowie die Kranken oder in Maßnahmen Geparkten ab, verbleiben knapp 1,6 Millionen Erwerbsfähige, die einer Arbeit nachgehen, aber mit Hartz IV aufstocken müssen. Ihr Einkommen reicht nicht, um davon leben zu können oder gar eine Familie zu ernähren.

Mehr zum Thema - Gewerkschaften: Niedriglohnsektor in Deutschland der größte in Westeuropa

Selbst nach den Zahlen der Bundesregierung arbeiteten bereits 2014 rund acht Millionen Menschen für einen Niedriglohn von unter zehn Euro pro Stunde. Das war jeder vierte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Entgegen der landläufigen und von der Politik häufig suggerierten Meinung verfügten mehr als fünf Millionen dieser Niedriglöhner über eine abgeschlossene Fachausbildung.

Prekärer Arbeitsmarkt

Laut offizieller Arbeitsmarktstatistiken gibt es weniger Arbeitslose - die tatsächliche Anzahl der Leistungsempfänger ist jedoch beinahe dreimal so hoch.

Mehr lesen:Offizielle Arbeitslosenzahl auf Rekordtief - Aber Millionen aus Statistik weggerechnet

Dass prekäre Situationen nicht allein am Einkommen festzumachen sind, zeigt eine ganz aktuelle Analyse des Statistischen Bundesamtes. Danach steigt die Zahl der sogenannten atypisch Beschäftigten in Deutschland immer weiter an. Gemeint sind Menschen, die ungewollt in Teilzeit arbeiten müssen und dadurch weniger Lohn erhalten, sich mit befristeten Arbeitsverträgen oder in Leiharbeitsfirmen durchkämpfen müssen. Im vergangenen Jahr betraf dies demnach bereits 7,7 Millionen Menschen.

Die prekären Auswüchse des Arbeitsmarktes gehen auch aus einer BA-Statistik für den Juli 2018 hervor. Von den dort gemeldeten 822.000 offenen Stellenangeboten waren lediglich 712.000 unbefristet und sozialversicherungspflichtig. Darunter befanden sich mehr als 100.000 Teilzeitjobs mit ungenannter Stundenanzahl sowie rund 54.000 stellen, die "später zu besetzen" sein sollten.

Die mit Abstand meisten Jobangebote kamen aus der Leiharbeitsbranche. Auf diesen Sektor entfielen mehr als 260.000 zu besetzende Stellen. Bereits Ende 2017 mussten sich mehr als eine Million Beschäftigte mit einer solchen Arbeit zufrieden geben – Tendenz steigend. Hinzu kamen rund 50.000 Angebote unter der Rubrik "sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen". Dazu gehören beispielsweise private Arbeitsvermittler, die häufig nur ihren Pool an vermittelbaren Personen aufstocken wollen, auch ohne ein konkretes Angebot parat zu haben. Dass ein wachsender Anteil der Bevölkerung von Altersarmut bedroht ist, darf angesichts derart unsicherer Bedingungen im spätkapitalistischen Arbeitshaus Deutschland nicht verwundern.

Und hier in Deutschland müssen über Jahrzehnte hinweg so viele indoktroniert worden sein, anders kann ich mir die Ruhe in diesem Land nicht erklären oder dass so viele die Verwerfungen und verheerungen und verlendungen von Millionen relativieren oder gleich ganz leugnen

RE: „In der Sammlungsbewegung steckt eine Chance“ | 05.09.2018 | 11:08

Das Barvermögen der oberen 1 Prozent beträgt ca. 3000 Milliarden Euro, ohne Immobilien usw. Wie wäre es einmal von denen eine Abgabe in höhe von 5% jährlich über 20 Jahre zu verlangen, dann wäre Deutschland wieder Schuldenfrei, und der Merheit in diesem Land wenigistens das wieder zurück gegeben, was die oberen 1% der Mehrheit seit Jahrzehnten genommen hat.

RE: „In der Sammlungsbewegung steckt eine Chance“ | 05.09.2018 | 11:05

Wenn man nur dann heute in der "S"PD eine Chance hat, wenn man knallharte CDU Politik betreibt, dann läuft hier ganz gewaltig etwas schief in diesem Land.

Mit den etablierten Parteien jedenfalls, ist keine Politik für die Mehrheit mehr zu machen im Gegenteil, jetzt wo noch die AFD hinzugekommen ist, wird es noch Neo Liberaler werden als die etablierten Parteien je waren und sind.

Deutschland den Reichen, diese Agenda haben alle Parteien außer Teile der Linke zu ihrem Credo gemacht und setzen alles daran die Politik Adenauers "Deutschland den Reichen" fort zu setzen. Die etablierten Parteien, machen alle ein Politik für die Wenigen in diesem Land, schon lange keine Politik mehr für die Vielen in diesem Land.

Die Vielen, müssen von Armutslöhnen versuchen zu überleben, von Prekärer Beschäftiung versuchen zu überleben, von Leiharbeit und Werksverträgen versuchen in diesem Land überleben. Ganz zu schweigen von den sog. Hartz IV Empfängern, und ALG I Empfängern, welche sich mittlerweile an den Suppenküchen demütigen lassen müssen, um nicht zu verhungern.

Wenn zweistellige Millonen Menschen in diesem Land schon nicht mehr im aktiven Erwerbsleben überleben können, wie viele werden es wohl sein, wenn diese Menschen in Rente gehen? Es werden nur noch Almosen Empfänger sein.

RE: Bleib doch noch | 23.08.2018 | 10:38

Also Ihre doch sehr philsophschen Ansätze bezogen auf "die Arbeit" kann man nun einmal nicht verallgemeinern. Warum bekommt ein Bürgermeister viel mehr Anerkennung und natürlich auch Bezahlung als ein Müllmann? Weil der Müllman ganz unten und der Bürgermeister in vielen Augen ganz oben steht. Mit Leistung hat das wirklich wenig zu tun. Fällt der Bürgermeister aus, merkt das niemand, fällt aber die Müllabfuhr aus, bricht Chaos aus? Deshalb ist der Satz zynisch "leistungsträger" oder leistung muss sich lohnen" fragt sich nur für wen. Man wird in Deutschland nicht nach Leistung, sondern nach Status und Ansehen bezalhlt.

RE: Aus der Geschichte lernen | 13.08.2018 | 12:10

Was wieder einmal auffällt, sofort wird wieder das "für und wider" debattiert, statt an die Ursachen heranzugehen. Die Mehrheit weiß doch, man kann heutewählen was man will, am Ende wählt immer wieder eine Mehrheit dieselben? Wie sagte doch Einstein sinngemäß:" Wahnsinn ist, wer immer dasselbe wählt aber andere Ergebnisse erwartet"

Obwohl wir schon auf eine Autokratie in Deutschland zubewegen, glauben immer noch große Teile in Deutschland, das träfe nur auf Länder, wie Russland, Türkei, China oder jetzt auch u.a. auf den USA zu.

Nein auch in Deutschland wurden schon autokratische Entscheidungen von Frau Merkel getroffen, siehe Flüchtlingskrise, siehe Atomausstieg uvm. Wir sind im Westen als Individuen offensichtlich hoch Intilliegente Wesen, aber als Mehrheit stotz Dumm, besser wäre wohl der Ausdruck Gleichgültigkeit Sonst würde man nicht immer wieder alle 4 Jahre die Kreuze bei denen machen, die nur für die Wenigen nicht für die Vielen Politik machen.

Die Frage an alle Skeptiker, wollen wir nun eine Änderung in der Friedenspolitik, Sozialpolitik? Dann müssen wir unser Wahlverhalten ändern, und denen eine Stimme geben, die nicht nur eine Meinung haben, sondern eine Haltung in den wichtigen Themen unserer Zeit.

RE: Achtung, Rentenfresser | 05.07.2018 | 15:52

Was spielt das noch für eine Rolle? Ob "Pro Europäer, oder Pro Asiaten, oder Pro Afrikaner?" oder Weltbürger“ ?das Kapital kennt doch schon lange diese Unterschiede nicht mehr, warum auch? lassen sich doch so blendend Rendite erzielen auf den Rücken von Milliarden von Menschen. Es irritiert aber immer wieder, so auch in Ihrem Beitrag, die Unterteilung von Rassen, Länder, Staaten?

Wieso eigentlich? bei den Produkten die aus aller Herren Länder zu Dumpinglöhnen produziert werden, und die westlichen Länder überfluten, habe ich noch niemals einen doch so aufgeklärten Pro Europäer gehört, der gesagt hätte: „Diese Produkte kaufe ich nicht mehr? Obwohl die Menschen welche in Sklavenähnlichen Zuständen ausgebeutet werden, und durch den Westen niederkonkurriert?

Solange billig, dann ist es dem Käufer Käuferin im Westen völlig egal, woher es kommt. Hauptsache billig.

Denn auch im sog. Westen mit seinen gerade einmal 12% der Weltbevölkerung leben auch nur noch vielleicht 1% gut, der Rest überlebt mehr oder weniger, oder glaubt an dem Märchen, irgendwann auch einmal dazu gehören zu können, wenn man sich nur "genug anstrengt" Denn dieser Mythos hält sich bis heute hartnäckig. Obwohl durch eigene Leistung wurden die wenigsten obszön Reich, sondern durch Ausbeutung.

Honorè de Balzac wusste schon Anfang des 18zehnten Jahrhundert. „Hinter jedem großen Vermögen steht ein großes Verbrechen“ Und daran hat sich bis heute nichts geändert, im Gegenteil es ist noch viel schlimmer.

RE: Ein dreister Plan zur WM-Zeit | 24.06.2018 | 11:47

Alleine das man es noch "Demokratie" nennt, zeigt wie indoktroniert eine Mehrheit im Westen ist.

RE: Wir wollen einfach eine Zukunft | 27.05.2018 | 12:24

Der sog. "Werte-Westen"misst mit zweierlei Maß. Dehslab möchte ich mit den Worten Jean Zieglers aus seinem Buch zitieren: "Der Westen ein Imperium der Schande" ich finde das ist noch in Abetracht der Greultaten für die der Westen verantwortlich war und ist untertrieben.

Wieso spricht man von einer "Staatsgründung" wenn es doch eine Annexion war? Auf der Krim dagegen, wo es eine Sezession war, schreibt und redet man von einer "Annexion"? Lt. Wikipedia, setzt eine Annexion Gewalt voraus, was im Fall Israel zutrifft, im Fall Krim gab es doch ein Referendum, in der sich die Mehrheit für den Beitritt zu Russland ausgesprochen haben?

Für mich wird darüber offensichtlich der sog. "Werte-Westen" misst immer mit zweierlei Maß, wenn es um seine Interessen geht. Jeden Tag tötet der Westen illegal im Orient mehr als 300 Menschen jeden Tag und in mehr als 27 Jahren macht das über 3 Mio. Menschen die Opfer westlicher illegaler Kriege, Drohnen und Bomben wurden.

Wieso trägt niemand hier die Farben im Gesicht, wie bei Charlie Hebdo in Frankreich alle schrieben: "Wir alle sind Chalie Hebdo"? Wieso schreiben nicht alle im „Werte-Westen“ wir alle sind Palästinenser als über 60 Menschen von israelischen Scharfschützen getötet, und mehr als 2000 verletzt wurden?

RE: Die Chancen der Linken | 25.05.2018 | 21:46

Wieso ist in Deutschland nicht möglich,

was mit Corbyn in GB oder Melechon oder Sanders in den USA klappte? Eines der Gründe aus meiner Sicht, sie kritisieren immer erst das Äußere also Nebensächlichkeiten, statt die Inhalte, welche von vielen wohl auch gar nicht gelesen werden. Weil die oft auf Vorurteile bestehen. Man sieht eben immer nur das was man sehen will.