RE: "Das kann ja wohl nicht wahr sein" | 05.03.2012 | 21:53

Merkwürdig, dass niemand die Möglichkeit in Betracht ziehen will, dass Richter und Staatsanwalt wirklich zu Unrecht belastet wurden. Es besteht neben der Möglichkeit, dass die beiden Zeuginnen vorsätzlich die Unwahrheit sagen, auch die Möglichkeit, dass sie sich irren. Angesichts der Umstände wäre das nicht weiter erstaunlich.

RE: Finale im Superdebakeljahr | 19.09.2011 | 14:53

Doch, denn wer so dümmlich und im Widerspruch zur eigenen Programmatik argumentiert wie die Ex-Liberalen, der bettelt förmlich um die Maximalstrafe.

Die NPD ist sich in ihrem Wahlkampf argumentativ und in ihrem sonstigen Verhalten wenigstens selbst treu geblieben. Die FDP hat nicht einmal das fertig gebracht.

RE: Keine Gerechtigkeit für Nafissatou Diallo | 19.09.2011 | 14:10

Wie kommt man eigentlich zu der Annahme, dass eine Zeugin, die nachgewiesenermaßen bei ihren Angaben zur Sache zigmal gelogen hat, davon sogar zweimal vor Gericht, unter Eid stehend, so glaubwürdig ist, dass man jemanden wegen einer angeblich begangenen Straftat aufgrund der Zeugenaussage eben dieser Person verurteilen könnte?

Es ging bei der Einstellung des Verfahrens gegen DSK eben NICHT darum, dass sie "nur" eine Reinigungskraft und er der (Ex-)Chef des IWF ist. Es ging darum, dass Frau Diallo persönlich unglaubwürdig geworden war, nachdem man ihr nicht nur zahlreiche Widersprüche in ihren Aussagen nachgewiesen hatte, sondern auch eklatante Lügen und auch zwei eidliche Falschaussagen vor Gericht. (Auch das ist übrigens ein Straftatbestand; man nennt so etwas Meineid.)

Ausgerechnet an Frau Diallo einen Fall von angeblicher rassischer oder sozialer Diskriminierung festmachen zu wollen, das ist ein ehrenhafter Versuch, aber leider an einem zur Gänze untauglichen Fall.

DSK mag ein Schürzenjäger sein und es mit der ehelichen Treue nicht so genau nehmen. Aber das macht aus ihm noch lange keinen Vergewaltiger. Er hat für seinen Fehltritt teuer bezahlen müssen, nämlich mit dem Ende seiner beruflichen Laufbahn, und mit seinen politischen Ambitionen dürfte er damit auch gescheitert sein. Ein hoher Preis für einen Fehltritt. Und der Rest geht nur ihn und seine Familie etwas an.