berlin ecke greifswalder fotografie eberhard klöppel

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ein weiteres wundervolles buch aus der reihe "Bilder und Zeiten" des LEHMSTEDT VERLAGes ist zu entdecken.
schon das stöbern auf der website des verlages macht mich glücklich und viele bänder nenne ich schon mein eigen...


www.lehmstedt.de/gesamtprogramm.htm

http://bilder.buecher.de/produkte/28/28310/28310378z.jpg

nun also eberhard klöppels dokumentation des letzten großen städtebaulichen Projektes in Ost-Berlin vor der Wende von 1989:

Das alte Gaswerk an der Greifswalder Straße versorgte den Norden Berlins mehr als 100 Jahre lang mit Gas. Mit ihren Schornsteinen und Gasometern prägte die gewaltige Industrieanlage das Antlitz des Prenzlauer Bergs. 1981 wurde die »Dreckschleuder« stillgelegt und demontiert. An ihre Stelle trat ein mustergültiges Wohnviertel nach den Idealen der realsozialistischen Architektur - mit Plattenhochhäusern und Kindergärten, Schule und Schwimmhalle, Klubgaststätte samt Jugendclub, einem Planetarium und dem gigantischen Ernst-Thälmann-Denkmal. Eberhard Klöppel hat diesen Prozeß industrieller Konversion im realen Sozialismus ein ganzes Jahrzehnt lang beobachtet und in eindrucksvollen Bildern festgehalten: die Architektur der gründerzeitlichen Industrieanlage, die schwere, gesundheitszerstörende Arbeit der Gaswerker, die Sprengungen der Schornsteine und Gasometer, den Bau der neuen Häuser und des Thälmann-Denkmals und nicht zuletzt das neue Leben, das sich in diesem sozialistischen Musterpark entfaltete.


"Er vereint eine an die Düsseldorfer Becher-Schule erinnernde Kunst der Industriefotografie mit der dem Erbe August Sanders verpflichteten DDR-Tradition sozialer Menschenbeobachtung.
Eine besondere Qualität erwächst dabei aus der wohl nur unter den Bedingungen der Immobilität in der DDR möglichen Konstanz der Beobachtung: Klöppel hat ein ganzes Jahrzehnt mit dem Viertel und seinen Menschen, den Arbeitern und Bewohnern gelebt, sich immer tiefer mit ihnen vertraut gemacht. So konnte aus räumlicher Enge die Intensität der Langzeitbeobachtung werden, wie das in westlicher Fotografie nirgends gelang."
aus SZ, gustav seibt, 5.11.2010

http://www.tagesspiegel.de/images/33176203e9f6248-jpg/1787392/4.jpg?format=format10

http://www.tagesspiegel.de/images/33175500c11dfe4-jpg/1787432/3.jpg?format=format10

Selbstporträt des Bildreporters Eberhard Klöppel aus dem Jahr 1987

über den LEHMSTEDT verlag
www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/371801/

www.jungewelt.de/2011/01-20/049.php

10:04 20.01.2011
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Geschrieben von

indyjane

etwas ist immer
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