Gundula Schulze Eldowy Künstlerin

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

http://hpd.de/files/imagecache/article_picture/001_6241nic.jpg

Es ist sicher nicht einfach für eine künstlerin, seit mehr als 20 jahren vorrangig über alte arbeiten identifiziert zu werden. LEHMSTEDT hat sich nun der herausragendenen bildersammlung "berlin in einer hundenacht" www.berlin-ineinerhundenacht.de und ihrer berlinbilder angenommen und zwei bände publiziert.

Heute abend präsentiert die Künstlerin ihre Bilder im DOCK 11, kastanienallee 79, berlin. Einführung: Dr. Mathias Bertram

Leipziger Internetzeitung über die beiden Fotobände:
www.l-iz.de/Bildung/B%C3%BCcher/2011/09/Gundula-Schulze-Eldowy-Berlin-in-einer-Hundenacht-29289.html

Gundula Schulze Eldowy lebt und arbeitet auf Reisen. Ihre künstlerische Entwicklung vollzieht sich in Zyklen, die den Charakter großer Werkgruppen tragen. Angefangen bei den Photographien aus dem Zyklus "Berlin. In einer Hundenacht" Ende der siebziger Jahre, schlägt ihr OEuvre einen Kreis bis zu den künstlerischen Tafelbildern der New Yorker Serie "Spinning on my Heels" (1990-93), der ägyptischen Serie "Ägyptische Tagebücher" (1993-97), der japanischen Serie "Das flüssige Ohr - Die vier Elemente" (1996), der russischen Serie "Das Blatt verliert den Baum - Moskau 1997", der türkischen Serie "Gold - Das lebendige Bild 1997-99" , sowie ihrer neuesten Arbeit aus Peru "Das unfassbare Gesicht" (2001).
Ihre Stile wechseln oft, von Zyklus zu Zyklus, weshalb sie schwer festzulegen ist. Statt Zersplitterung verkörpert sie das Ganze. Sie ist eine Künstlerin von einzigartiger Vielfalt und Wandlung. Eine Einzelgängerin, Abenteurerin, Dichterin und Nomadin.
(Dr. Margareta Noeske)

Ihren Themen - Gesichter – Gesichte und Geschichten - ist sie bis heute treu geblieben. So zeigte die Galerie Pankow im letzten Jahre den Zyklus "Das unfasbare Gesicht"
www.das-unfassbare-gesicht.de/

Die Bilder sind eine tiefenpsychologische Allegorie des Sehens. So paradox es klingen mag, kommt doch das, was wir sehen, aus den tiefsten Schichten unseres Inneren und nicht von außen. "In den Augen spiegelt sich die Welt, wie wir sie sehen wollen, nicht wie sie ist. Deshalb können hundert Menschen dasselbe erleben und trotzdem sieht jeder etwas anderes." Die Künstlerin benutzt das Land Peru, um innere Bilder darzustellen. Der Besucher, der die Ausstellung betritt, sieht sich mit Hunderten Augenpaaren konfrontiert. Die Fotografin nimmt auf symbolischer Ebene einen Rollentausch vor und macht den Betrachter zum "Betrachteten". "Dem Anschauen antwortet ein Angeschautwerden", so die Künstlerin. "Während ich von innen nach außen ein Gesicht anschaue, wird mein Gesicht auf dieselbe Art wahrgenommen. Aber was sehen wir wirklich?" Oft sind es die eigenen Projektionen, Glaubensgrundsätze, Klischees und Überzeugungen, die man im Bild des Anderen festmacht.

17:53 08.09.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

indyjane

etwas ist immer
Schreiber 0 Leser 0
Avatar

Kommentare 3

Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community