Der Jargon der Zeitenwende

Sprache Beklemmende Aussichten: Selbst im „Kampf gegen rechts“ etabliert sich jetzt vaterländisches Vokabular
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 20/2024
Der Jargon der Zeitenwende

Illustration: der Freitag

Ein grober Klotz braucht einen groben Keil? Wer derzeit den liberalen Anti-AfD-Diskurs verfolgt, möchte dem Sprichwort von der Fahne gehen. Womit wir schon drin sind in dem Vokabular à la „Landesverrat“ und „Alternative gegen Deutschland“ – Spiegel –, mit dem der Rechtspartei jüngst begegnet wird. Und es steht zu fürchten, dass man das auch noch pfiffig findet: Spricht die AfD nicht dauernd vom nationalen Interesse? Lasst sie uns mit ihren eigenen Mitteln schlagen!

Wer das heute clever findet, wird sich morgen fragen, wie sich allüberall eine illiberale Rhetorik etablieren konnte. Die wird sich gegen Linke und Linksliberale wenden. Bald dürften alle in ihrem Bannstrahl stehen, die über Aufrüstung, Atomwaffen oder Kr