Adam und Eva am Plattensee

Sündenfall In seinem neuen Roman "Adam und Evelyn" variiert Ingo Schulze ein uraltes Motiv
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War die DDR ein Paradies? Die Frage liegt auf der Hand. Denn wenn ein Autor einen Roman über das plötzliche Verschwinden derselben Adam und Evelyn nennt, dürfte klar sein, welche Assoziationen er damit bezweckt. Die Helden des neuen Romans von Ingo Schulze sind nicht nur der Damenschneider aus Ostberlin und seine Freundin, eine verhinderte Kunsthistorikerin, als die sie in diesem Buch auftreten. Sie sind in erster Linie Wiedergänger zweier Gestalten, die einem etwas älteren Traktat entstammen. Und diese beiden wurden bekanntlich aus einem Garten namens Eden vertrieben. Damit fing das Elend an, das unter dem Namen Menschheitsgeschichte bekannt ist. Will also ausgerechnet der 1962 in Dresden geborene Ingo Schulze nun das Paradies namens DDR wiederhaben?

Natürlich