Al dente

BILLERBÖSE Eine Tagung über deutsche Schlappschwänze in Tutzing
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Jung zu sein, bedarf es wenig und wer jung ist, ist ein König. Braucht sich nämlich nur zu fünft ins Berliner Hotel Adlon zu setzen, den schlechten Dandy zu mimen, bisschen über Markenartikel abzulästern und schon ist'n Buch fertig. Wird sogar gedruckt, gekauft, gefeiert. Wirkt angesichts des auflagenträchtigen Erfolgscoups des Popkulturellen Quintetts Tristesse Royale der Ruf nach "Freiheit für die deutsche Literatur!" nicht einigermassen kokett, den der Schriftsteller Maxim Biller vergangenes Wochenende in der Evangelischen Akademie in Tutzing ausstieß? Reicht heute nicht schon ein halbes Jahr Berlin-Mitte-Erfahrung, um irgendwo ein lustiges kleines Debüt durchzukriegen? Nicht nur der Boom der Erstlinge, die unter dem Generationen-Etikett den