Triumph

ALLES KULTUR Wolfgang Kraushaars intelligente Studie zum "Mythos 68"
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Ihr ödet uns an." Am selben Tag, als Hans Magnus Enzensberger sich vergangene Woche im Feuilleton der FAZ, dem neuen Zentralorgan der APO, angesichts der Debatte um Joschka Fischer und Jürgen Trittin, über den "vor dreißig Jahren verendeten Hund" namens 68 aufregte, kläffte dort noch einmal ein Nachkömmling. "Jedenfalls gibt es sie. Sie sind in uns und außer uns, und dieser Film weckt sie auf." Schrieb der um fast drei Dezennien jüngere Filmkritiker Andreas Kilb in seiner Besprechung von Christian Petzolds Film Innere Sicherheit über die "wilden Jahre" der deutschen Revolte. Unterschwellig, unerledigt. So ließe sich die Virulenz eines Mythos am besten beschreiben. Wie ein verkümmerter Nerv zuckt da manchmal noch im Traum etwas Unerledi