Der Isargrantler

Bei welcher Gruppe habe ich mich noch nicht unbeliebt gemacht? Vorschläge immer her!
Der Isargrantler
RE: Nicht mehr die Demokratie, die wir kennen | 06.04.2020 | 13:11

Nochmal zurück zum Artikel von Michael Jäger:

"Wie ist es denn aber um die ökologische Krise bestellt, die um ein Vielfaches gefährlicher ist als die Corona-Krise? Mit ihr geht die politische Klasse recht sorglos um, wahrscheinlich weil deren Mitglieder sich sagen, dass es sie persönlich nicht trifft. Die Corona-Krise zeigt jedenfalls, dass auch hier ein einfaches Gesetz genügen würde, diesmal um die kapitalistische Ökonomie am erdfeindlichen Durchmarsch zu hindern. Auch ein solcher Notstand könnte nur ausgerufen werden, wenn die Bevölkerung ihn freiwillig mittrüge. Die Politik bereitet ihn aber nicht vor: Das ist skandalös."

Interessant ist ja, dass sich die Wissenschaft nichtmal besonders einig ist, welche Massnahmen und Einschränkungen notwendig und hilfreich sind. Dagegen besteht bei Klimafragen fast einhellige Einsicht und Anweisung.

Die Politik beruft sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse im Fall covidbedingter Verbote, die Erkenntnisse der Klimaforscher werden kleingeredet und nur aufs lächerlichste befolgt.

Durch den Klimawandel werden nicht Hunderttausende oder 30 Millionen, wie bei der spanischen Grippe, sterben sondern Milliarden von Menschen - erste Auswirkungen kann man jetzt schon feststellen. Es wird zu enormen Migrationsbewegungen kommen, da wird sich 2015 nicht wiederholen sondern als Idyll in Erinnerung gerufen werden.

Warum kümmert das die alten (weißen) Männer weniger als die Pandemie?

Weil man sich mit Macht und Geld zwar ein angenehmes Heim im Klimawandel bauen kann, nicht aber der Ansteckung entgehen. Denn auch die beste Beatmungsmaschine garantiert kein Überleben der Infektion, aber eine gute Klimaanlage hilft sicher bei 2 Kelvin plus und die zukünftig teuereren Lebensmittel kann sich ein Reicher auch leisten.

RE: Nicht mehr die Demokratie, die wir kennen | 06.04.2020 | 13:11

Nochmal zurück zum Artikel von Michael Jäger:

"Wie ist es denn aber um die ökologische Krise bestellt, die um ein Vielfaches gefährlicher ist als die Corona-Krise? Mit ihr geht die politische Klasse recht sorglos um, wahrscheinlich weil deren Mitglieder sich sagen, dass es sie persönlich nicht trifft. Die Corona-Krise zeigt jedenfalls, dass auch hier ein einfaches Gesetz genügen würde, diesmal um die kapitalistische Ökonomie am erdfeindlichen Durchmarsch zu hindern. Auch ein solcher Notstand könnte nur ausgerufen werden, wenn die Bevölkerung ihn freiwillig mittrüge. Die Politik bereitet ihn aber nicht vor: Das ist skandalös."

Interessant ist ja, dass sich die Wissenschaft nichtmal besonders einig ist, welche Massnahmen und Einschränkungen notwendig und hilfreich sind. Dagegen besteht bei Klimafragen fast einhellige Einsicht und Anweisung.

Die Politik beruft sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse im Fall covidbedingter Verbote, die Erkenntnisse der Klimaforscher werden kleingeredet und nur aufs lächerlichste befolgt.

Durch den Klimawandel werden nicht Hunderttausende oder 30 Millionen, wie bei der spanischen Grippe, sterben sondern Milliarden von Menschen - erste Auswirkungen kann man jetzt schon feststellen. Es wird zu enormen Migrationsbewegungen kommen, da wird sich 2015 nicht wiederholen sondern als Idyll in Erinnerung gerufen werden.

Warum kümmert das die alten (weißen) Männer weniger als die Pandemie?

Weil man sich mit Macht und Geld zwar ein angenehmes Heim im Klimawandel bauen kann, nicht aber der Ansteckung entgehen. Denn auch die beste Beatmungsmaschine garantiert kein Überleben der Infektion, aber eine gute Klimaanlage hilft sicher bei 2 Kelvin plus und die zukünftig teuereren Lebensmittel kann sich ein Reicher auch leisten.

RE: Nicht mehr die Demokratie, die wir kennen | 06.04.2020 | 12:37

btw Schweiz: wir hatten (30 Leute) ein Selbstversorgerhaus in Juv gemietet für die letzte Märzwoche und jeder 200 EUR Anzahlung geleistet. Natürlich wurde die Reise abgesagt.Rückerstattung der Anzahlung? Nur zu einem geringen Teil - da "höhere Gewalt" gibt es nach schweizer Recht keine vollständige Rückzahlungspflicht.

RE: Wer braucht schon Autos | 27.03.2020 | 08:25

Ich habe ja die optimistische Verschwörungstheorie erfunden, dass Corona als günstiger Anlass genommen wurde, um ein lang vorbereitetes Experiment durchzuführen: wieviel können wir dem Volk aufdrücken, um die Klimakathastophe doch noch aufzuhalten? Denn nur durch ebenso rigide Massnahmen können Konsum-, Mobilitäts- und Energieverzicht durchgesetzt werden, die für die Klimarettung dringend geboten sind.

Hoffentlich bleiben viele der derzeitigen Fastentugenden erhalten, wenn Corona entthront ist.

RE: Corona ist demokratisch, das Klima nicht | 26.03.2020 | 11:05

Gratulation!

Das mit dem Vorkoster ist leider bei den Caesaren auch schon schief gegangen, weil viele Gifte nicht plötzlich wirken. Bei Corona müstest Du den Pudding so lange stehen lassen, bis er schimmelig wird, um zu sehen wie sich der Gesundheitszustand des Vorkosters entwickelt. Aber die Idee mit der Krankenschwester nehme ich auf. War selbst lange mit einer Buchhändlerin liiert, was sich positiv auf die Bildung, aber negativ auf die Gesundheit ausgewirkt hat (zu viel Rotwein und schlechte Augen bekommen). Da lobe ich doch die bewährte Polygynie: neben der Krankenschwester noch eine Juristin und eine Köchin und eine Hackerin und ...

RE: Corona ist demokratisch, das Klima nicht | 26.03.2020 | 08:18

Deine kryptischen Haiku-Verschnitte sind ja ganz lustig. Aber den Umgang kann man sich nicht aussuchen, wenn benutzte Waren durch viele arbeitende Hände gehen und man den Umgang seines Umgangs nicht im Griff hat.

RE: Das E-Auto müsste mal laden | 22.11.2019 | 10:57

Es gibt einen guten Grund für die schnelle Einführung der E-Mobilität:

Wir wollen Fahren wie früher - möglichst ohne Geschwindigkeitsbegrenzung - und dabei ein gutes Gewissen haben.

1. natürlich ist Strom aus einem modernen Kohlekraftwerk "sauberer" als aus dem heimischen Dieselaggregat - oder halt weniger schmutzig. Aber der saubere Strom vom Solarpannel auf dem Garagendach fehlt halt dann für Heizung, Licht und Netflix - der wird dann aus Temelin zugekauft.

2. Der Wartungsaufwand ist geringer aber teuerer. Ein abgebrochener Tankdeckel beim VW e-up! kostet 500 EUR! Die Anzahl der Teile ist nicht proportional zur Komplexität!

3. Genau! Und die Autos mit geringer Reichweite braucht man eh blos in der Stadt, wo Autofahren blödsinnig ist. Es gibt Nachfrage nach Reichweite! Selbst bei bessererem Ladenetz, ist die Lust auf ständiges Sanifär sehr gering.

4. Ach und weil die SUV da sind, ist das kein Argument gegen schwere Autos? Ich muss 2 Tonnen bewegen, um meinen faulen 100 kg-Arsch zu mobilisieren? s. Physikunterricht 7.Klasse

5. Fakt ist: ein vergleichbarers E-Auto kostet 50% mehr als der Benziner. Mit Durchschnittswerten zu rechnen ist unfair.

6. siehe 4. Ist eh schon alles schlecht auf der Welt, da macht das nix wenn wir da auch noch reingrätschen.

7. Das kann man weitgehend nachvollziehen. Es bleibt jedoch der Gesamteindruck der Argumentation, dass eine Verkehrswende nicht erwünscht ist, da man dann sein Verhalten ändern müsste.

Es gibt nur eine Umweltfreundliche Autofahrt: nämlich die, die nicht stattfindet!

RE: Tierhaltung = Tierquälerei | 12.11.2019 | 09:04

Es ist eigentlich viel schlimmer:

Seit der Erfindung des Despotismus demonstrieren Herrscher, dass ihnen ihre Untertanen weniger Wert sind, als ihre Tiere. Vom Pharao, der seinem Leoparden Leckerbissen zuwirft während Sklaven ausgepeitscht werden bis hin zu Hitler mit seinen Schäferhunden - alle stellen ihre Tiere höher als die notleidenden Proleten.

Nicht viel anders verhält es sich mit dem zivilisierten Europäer, der einen Großteil seines Gehaltes, Nahrungsmitteln, seiner Freizeit und der Hygiene für seinen "besten Freund" opfert und damit zur Schau stellt, dass er es sich leisten kann und wie egal ihm der Rest der Welt ist.

Wir alle wissen, der Fleischkonsum ist ein riesiges Problem für Umwelt und Gesundheit. Nicht seine eigenen Ernährungsgewohnheiten zu ändern ist das eine - das Fleisch aber mutwillig an Haustiere zu verfüttern ist eine Frechheit gegen die Menschlichkeit.

Zudem kommt noch die Machtdemonstration mit aggressiven oder gefährlich aussehenden großen Hunden. Da kann auch dem letzten Prolo noch Respekt zugestanden werden, wenn er so eine Bestie zu bändigen vorgibt.

Ich weiß dass ein Hund ein Freund, Gefährte und Beschützer sein kann - wenn man in einer Höhle oder wenigstens auf dem Einöd-Bauernhof lebt. In der Stadt einen Hund zu halten ist zudem Tierquälerei.