RE: Ich wollte sie nicht aufgeben | 05.04.2014 | 17:00

Seit dem 04.04. Mitglied... und schon Fan von R.A.... soso....

RE: Ich wollte sie nicht aufgeben | 03.04.2014 | 09:33

Ich bin nicht nur ein wenig erschrocken, wie schnell hier einige zum verbalen Vorschlaghammer greifen. Ich denke, dass Voltair vieles gesagt hat. Voltaire hat sich jedoch meines Wissens niemals so im Ton vergriffen wie die Leute, von denen ich spreche.

Ich dachte bislang, dass hier auf dieser Seite in erster Linie über die Güte des üblicherweise sonntäglichen Tatortes geschrieben wird. Dass hier Profilneurosen gepflegt werden, hätte ich nicht für möglich gehalten.

Vielleicht sollten wir alle mal einen Gang herunterschalten und über das hier Geschriebene nachdenken. Dann hätte es wenigstens einen Sinn. Und dann könnten wir über Wörter nachdenken wie: Souveränität und Toleranz.

RE: Ich wollte sie nicht aufgeben | 31.03.2014 | 11:25

OK....

Das war einer der schwächeren Kieler Tatorte. Und was Frank Schätzing darin suchte? Es erschließt sich mir nicht. Sein Oevre besteht übrigens nicht nur aus "Der Schwarm" sondern auch aus "Tod und Teufel" Also was zum Teufel sollte das?

Die Figur des Killers ist mal wieder mehr als deutlich übertrieben. Killer mit Nazifrisur. Da fehlte noch das Schnäuzelchen unter der Nase.

Ganz so fürchertlich schlecht würde ich diesen Tatort dennoch nicht reden, weil er dann in die Klasse der saarländer Tatortspielereien käme, wo nicht Humor, sondern Lächerlichkeit Trumpf sind und die Handelnden nur noch eine Groteske darstellen.

Nach den wirklich starken Tatorten mit Boro in der Vergangenheit erfoffe ich wieder eine Qualitätssteigerung. Aus diesem Grunde bin ich gespannt auf den nächsten Tatort mit Boro & Co.

RE: Dürfen Männer ausgeschlossen werden? | 25.03.2014 | 10:41

Ich denke, dass das Grundgesetz eine geschlechterspezifische Bevorzugung auf keinen Fall zulässt. Es ist richtig, dass über die Jahrhunderte die Frau benachteiligt worden ist. Dieses Unrecht auszuräumen ist eine unserer Hauptaufgaben. Wir können diese Aufgabe auf verschiedene Art und Weise schultern. Wir können hingehen und handstreichartig (sozusagen revolutionär) eine Quote schaffen. Wir alle wissen jedoch, dass Revolutionen oft gut gemeint sind, jedoch immer Ungerechtigkeiten in sich bergen. Wir können aber auch hingehen und Frauen und Männer ab sofort gleich behandeln und dann evolutionär im Laufe der Jahre eine Quote erreichen. Im Interesse des Rechts halte ich die zweite Variante für besser, weil diese die Qualifikation berücksichtigt. Was nutzt es einer Frau, wenn sie in eine bestimmte Position kommt, nur weil sie eine Frau ist? Sie wird sich dann ewig anhören müssen, dass sie nur eine Quotentussi ist und wird nie ernst genommen.

RE: Sobald ich was hab', habt ihr es auch | 24.03.2014 | 20:40

jop... dachte mir schon, dass Sie meine Gedanken nicht widerspruchslos hinnehmen.... Hat aber auch in der Form nichts mehr mit dem Tatort zu tun.

Wenn man die letzten Jahrtausende Patriarchat und allgemeine Ungerechtigkeit nimmt.... ja, dann... natürlich .... Her mit der Asche und ab auf mein Haupt. Ich bin nur so einer, der mit Extremen nicht so gut umgehen kann. Von daher bin ich für Evolution und nicht für Revolution. Das täte unserem Land auch gut. Das ist auch besser als Quote. Quote erinnert mich an Planwirtschaft. Und wohin die führte.....

Aber, lassen wir unsere Meinungen stehen. Ich denke, dass Deutschland nicht an zwei verschiedenen Meinungen kaputt geht.

RE: Sobald ich was hab', habt ihr es auch | 24.03.2014 | 10:56

Na denn.....

Friede, Freude Eierkuchen....

Die Tatortguckerfraktion ist sich ausnahmsweise bis auf Petitessen einig. Wir haben was für den Weltfrieden getan und sind stolz auf uns bis..... ja.... eben Sonntag.

RE: Sobald ich was hab', habt ihr es auch | 24.03.2014 | 09:11

hahaha.... das ist lustig..... Wer sind Sie und was haben Sie mit Herrn Dell gemacht? Das war ne gutmütige Urlaubsvertretung.....

But back to the film: (Kleine Anspielung auf GD) Das Geschenk der Quote ist mir auch aufgefallen. Es wurde so lapidar und ganz kurz hingesagt. Doch das Geschenk der Quote hatte eben den Rattenschwanz der ganzen folgenden Ereignisse. Überhaupt empfinde ich es als Mann ziemlich bedrückend, dass alle Welt von "Frau" spricht und von Frauenförderung und von den genialen Leistungen der Frau und wie doof doch die Männer sind. Natürlich bin ich auch für die Gleichberechtigung. Ja, am liebsten sofort! Und ja, ich bin auch dafür, dass Frauen das gleiche verdienen wie Männer, wenn sie die gleichen Tätigkeiten ausüben. Doch das ad hoc umsetzen, dass Frauen urplötzlich in die Führungsetagen müssen..... Was ist mit den qualifizierten Männern, die nur, weil Sie eben Mann sind, keine Chance mehr haben? Was ist mit den Männern, die wegen der Quote entlassen werden?

Bei allem Für für die Emanzipation vermisse ich auch hier eine sachliche Diskussion über das Für und Wider einer Revolution oder einer Evolution.

Vielleicht ist dieser zarte kleine Hinweis mal ein Anfang im deutschen Fernsehen.

RE: Sobald ich was hab', habt ihr es auch | 24.03.2014 | 00:22

Dass ich das noch erleben darf... Ein fast rundum gutes Urteil! Liegt vielleicht daran, dass hier das Thema Migration fast nicht angesprochen worden ist, außer, dass im deutschen Berufsbeamtentum nunmehr auch die Hautfarbe changiert. Aber das ist in meinem Köln ja so normal, wie es nur geht. Denn.... So sinn mir all' hee hin jekumme...

Auch eine andere Problematik wird angedeutet.... Auch eine für Köln nicht "untypische Problematik", die jeden homophoben reizt. Aber seis drum. Der Kollege hat mir gefallen, weil er auch gefallen wollte. Er ist jung und möchte in diesem Team nicht versagen. Sehr nett war das Bild von Franziska, welches kurz gezeigt wurde. Mit Trauerflor.

Ja und dann der große Ben Becker. Der mit dem gewaltigen Kontrabass... der Jim Beam gedopten Stimme ..... Ganz klein und hilflos und mit Tränen in den Augen vor dem gescheiterten, verwursteten und rundaus verlorenen Leben. Wohin noch... Alles so umsonst. Die Vergangenheit, sie holt mich immer wieder ein. Zu jeder Sekunde muss ich bereit sein, dass die Erinnerung mich trifft, wie eine Dampframme.

Bezeichnenderweise hat Ben Becker alleine Tränen verloren. Emotionen - und dazu zählen auch Tränen - kamen bei zu wenigen hoch. Auch das familiäre Umfeld griff nicht ein. Aber das war wohl für die 88 Minuten auch zuviel verlangt.

Der Tatort war super gefilmt. Die Nahaufnahmen der Gesichter waren hervorragend. Das Leid der Menschen, die Düsternis des Geschehens, die Verlorenheit in dieser ach so konsumliebenden und auf Erfolg getrimmten Gesellschaft war gut herausgearbeitet...

Und... ach ja.... wir Männer sind doch echt Schweine....

Mit Verlaub... Manche sind Schweine, weil sie dem Erfolgsdruck, dem finanziellen Potenzwahn dieser Gesellschaft nicht (mehr) standhalten können.....

Sollte hier vielleicht angemahnt werden, dass Weniger oft auch ein wenig mehr sein könnte?

RE: Irren ist menschlich | 20.03.2014 | 16:44

Ein schönes Bild: "Ein Fettauge auf dem Meer der Entbehrungen."

Aber mal im Ernst. Alles das, was hier steht ist entbehrlich.

Jetzt entsteht ein lautes Rascheln im Blätterwald und ein empörtes Aufstöhnen aus den Mündern der Berufenen. "Wir ? Entbehrlich? Unverschämtheit!"

Wir haben es hier mit einem Menschen zu tun, der im Rechtsstaat Rechte hat und auch Schutz. Diese Rechte und der Schutz steht ihm zu, egal, wessen man ihn beschuldigt, verunglimpft oder weshalb er später einmal schuldig gesprochen wird.

Ob die Taten von ihm strafrechtlich relevant sind oder nicht, das entscheidet das Gericht. Nicht wir! Nicht irgendjemand, der vielleicht einmal missbraucht worden ist und auch nicht jemand dessen Kind irgendwann einmal missbraucht wurde. Denn es zeichnet den Rechtsstaat aus, dass der/die Richter möglichst neutral und vorurteilslos an den Fall herangehen (Justizia hat eine Augenbinde)

Jeder, der hier seine Meinung kund tut - hier in einem Medium, dass der Meinungsbildung dient - darf nicht vergessen, dass die Regeln des Rechtstaates nicht umsonst bestehen.

Irgendwann einmal sind Frauen verbrannt worden denen irgendeiner nachtsagte, dass sie teuflische Kräft hätten. Künftig bräuchte man nur den Finger heben und auf jemanden zeigen und ausrufen: "Daaaa..... ein Pädophiiiiiiler. " Und schon ist er erledigt.

Liebe Leute. Lasst jetzt den Staat seinen Job machen. Jedes Schreiben, jedes Wort, jeder Comment in der Sachen macht die Erwartungshaltung an dieses von ihm vergangene oder nicht ergangene Verbrechen noch höher. Am Ende bleibt vielleicht nur heiße Luft oder ein strafrechtlich nicht relevantes Handeln sowie eine zerstörte Persönlichkeit.

RE: Warum dauert denn das so lange? | 17.03.2014 | 16:19

Ich halte mich heute mal zurück mit meiner Kritik am Kritiker, sonst kommt die angedrohte Keule.... ;-)

Aber... Die Themata sind sehr vielschichtig. Ich denke jedoch, dass die Verarbeitung der hier angesprochenen Problemkreise den 90 Minuten Rahmen sprengen. Das Ursprungsthema "Frau ab 50 verschwindet" hätte schon ausgereicht. Macht, Ohnmacht der Personen ist jedoch noch hinzugekommen und viele Dinge, in denen sich die Kommissare spiegeln können/wollen oder begreifen wollen kamen noch hinzu (im Rahmen der Rahmenhandlung).

Beste Schauspielerin ist meiner Meinung nach die langjährige Freundin des Opfers gewesen, die es doch tatsächlich fertigbrachte in drei bis fünf langen Sekunden den Ausdruck der Augen total zu verändern. Das ist Schauspielerei vom Feinsten. Für mich jedoch zu kurz gekommen ist die Liebe zwischen dem Schönheitschirurgen und seiner Frau, die so kompliziert und doch so einfach und intensiv ist. Beide lieben einander, obwohl Sie einander nicht verstehen können (zumindest auf einer Ebene). Doch die Liebe steht so weit drüber, dass sie bereit sind, für den jeweils anderen eine Schuld auf sich zu nehmen.

Man hätte mehr daraus machen können.