RE: Du machst da weiter, wo du aufgehört hast | 11.03.2014 | 15:09

Meine Fresse, Dell....

Bei Ihnen möchte ich nicht Tatort Regisseur, Tatort Kameramann, Tatort Drehbuchautor oder irgendjemand - und sei es auch nur der Nachbar eines der Tatort Mitarbeiter sein.

Der Verriss von Ihnen wäre sicher.... vielleicht... ja vielleicht ... es sei denn man heißt Ulrich Tukur und würde den Murotsen mimen. Denn der hat Stil. Der hat eine vernünftige Theaterausbildung. Ja, Ulrich Tukur kann alles.....

Ich wette, der könnte sogar besser Kritiken schreiben als Sie. Vielleicht sollten wir Ulrich Tukur fragen, ob er nicht die allsonntägliche Kritik schreibt. Besser als Sie könnte er es auf jeden Fall.

Was wollen Sie eigentlich? Hier wurde Fernsehunterhaltung gezeigt und nicht Goethes Faust. Ja, das Fernsehen arbeitete hier mit den Mitteln der Übertreibung. Der Film ist somit hinreichend als Fiktion enttarnt. Das macht Bruce Willis nicht anders, oder könnten Sie, wenn sie nahezu zwei Stunden lang durch die Mangel gedreht worden sind noch aufrecht stehen.

Und ja, man erkannte, dass der Film in Deutschland drehte und kein amerikanischer Spielfilm war. Wollen Sie das Argument wirklich aufrecht halten? Das war für's Fernsehen, Herr Dell!

Und wieder einmal - wie beim Bremer Tatort - kommen Sie mit der Multikultikeule. Der Film sei protofaschistisch!

Soll ich Ihnen mal was sagen? --- Nein, ist er nicht. Er zeigt - genau wie der Bremer Tatort - die Realitäten auf. Sicherlich zeigt er nicht die gesamte Bandbreite. Es gibt auch Banden aus Osteuropäern und sicherlich auch erheblich viele Kriminelle aus Deutschland... aber eben auch Kriminelle aus der Türkei und/oder Kurdistan. Bitte verschließen Sie nicht die Augen vor diesen Tatsachen, sonst erzählen Sie uns hinterher noch, dass die Kolumbianer nur Blütenstaub nach hier veräußern oder Mehl oder sowas.

Dass Nick Tschillers Kollege eben jenen Migrationshintergrund verfügt und wohl über jeden Zweifel erhaben ist, dass aus den eigenen Reihen der Widerstand gegen Christal Meth entstanden ist und dass ein deutscher Polizist die Kontrolle über sich verloren hat, weil er totkrank ist und sich nach einem zumindest Post Mortem Lebenssinn sehnt, sehen Sie bei Ihrer überaus einseitigen Sichtweise nicht.

Nick Tschiller ist gute Unterhaltung - mehr nicht.

Ansonsten ist er mir zu reißerisch - ja.

Der Tatort ist durch Til Schweiger als Kommissar bereichert worden, gleichwohl ist er noch nicht in der Rolle, dass er den Tatort durch sein Auftreten geprägt hat. Er ist nicht Hans-Jörg Felmy und nicht Götz George oder andere, die diesen Tatort geprägt haben. Allerdings könnte er mit Beharrlichkeit und einer guten Story in der Story eines werden.

Ein Tipp an Sie Herr Dell: Vielleicht versuchen Sie wenigstens einmal ab und an das positive zu sehen. Geht ganz einfach! Nicht alle Tatortproduktionen sind so grottenschlecht wie der Saarbrücker Tatort, der - und das kann ich kaum fassen - mich dazu verleitete darüber nachzudenken, wie schön die Welt noch war, als Max Palut noch da war.

RE: Witzelt also ruhig weiter | 24.02.2014 | 13:48

jojo....

ich habn Tatort zwar nich gesehn.... aber ich schreib mal irgendwas darüber.....

Ich schreibe mal von den Beprechungen ab, die mir am besten gefallen..... hmmmm aber jetzt stopf ich mir erstmal ein Pfeifchen!

RE: Witzelt also ruhig weiter | 24.02.2014 | 13:47

jojo....

ich habn Tatort zwar nich gesehn.... aber ich schreib mal irgendwas darüber.....

Ich schreibe mal von den Beprechungen ab, die mir am besten gefallen..... hmmmm aber jetzt stopf ich mir erstmal ein Pfeifchen!

RE: Witzelt also ruhig weiter | 24.02.2014 | 13:45

jojo....

ich habn Tatort zwar nich gesehn.... aber ich schreib mal irgendwas darüber.....

Ich schreibe mal von den Beprechungen ab, die mir am besten gefallen..... hmmmm aber jetzt stopf ich mir erstmal ein Pfeifchen!

RE: Witzelt also ruhig weiter | 24.02.2014 | 13:34

Ach wissen Sie Herr Dell..... You're boring! Quasi the boring Dell!

Vielleicht liegt das ja an Ihrem Beruf. Sie liegen bei jedem Tatort auf der Lauer. Und dann kommen Sie mir vor.... wie so ein REFA Mann.... Wenn er nichts findet, dann läuft ja alles optimal und dann kann man den REFA Mann feuern.

Ihre Rezension hätten Sie in den 70ern schreiben können. Damals hätte ich wahrscheinlich gesagt: "Recht hat er!" Ich hätte mich empört über jene Wahrnehmung von Ausländern...

Schnitt

Einige Jahre sind vergangen. Auch ich bin in der Realität angekommen. Einige meiner besten Freunde haben einen Migrationshintergrund. Das macht sie für mich nicht weniger wert. Aber auch nicht mehr!

Und ja: Es gibt diese Ausländer, die ich nicht mehr sehen kann und von denen ich mir wünschte, dass sie dorthin gehen, wo der Pfeffer wächst. Dazu zählen jene kruden Salafisten genauso, wie andere Menschen mit radikalen und menschenverachtenden Sichten. Und dazu zählen jene, die diesen Staat nicht ernst nehmen und auf Gesetz und Ordnung nicht einmal ansatzweise etwas geben. Der Fall Bushido und seine höchst zweifelhafte Sippschaft ist hier wahrscheinlich Vorlage für das Drehbuch gewesen.

Herr Dell.... Nicht jeder, der diesen Menschen kritisch gegenüber steht, ist ein Ausländerfeind, genauso, wie nicht jeder, der Israel kritisiert ein Antisemit ist.

Der Tatort hat uns eben auch einmal auf den Umstand hingewiesen, dass es eine Parallelgesellschaft gibt, die unsere Ordnung nicht hinnehmen und deren einziges Ziel es ist, sich zu bereichern und denen alles andere egal ist.

Genau solche Menschen können wir hier nicht gebrauchen.

Im Übrigen hat der Tatort zumindest ansatzweise versucht, aufzuzeigen, wie die Problematik entstanden ist.

Was er nicht geschafft hat, ist mir aufzuzeigen, wie ein Motorradfahrer, der "unauffällig" durch einen Stedefreund-PKW verfolgt wird, genauso langsam oder auch schnell sein kann wie der PK'W. Was mir nicht klar geworden ist, woher die Informationen aus dem Polizeirevier kamen und welche Schritte dagegen eingeleitet worden sind. Schließlich fehlt mir irgendwie die Intention des "guten Bruders" oder auch des Viertgeborenen, sich in diese zweifelhafte Gesellschaft zurückgleiten zu lassen. Besonders dies ist nicht richtig ausgeleuchtet worden. Hier ließ der Tatort einiges liegen. Deshalb auch keine eins oder zwei, sondern eine Zwei - .

Der Tatort war nach meinem Eindruck ein gutes, solides Stück, von dem wir (natürlich auch mit anderen Grundproblematiken) durchaus mehr erhoffen.

RE: Leak it | 25.10.2013 | 11:35

Liebe Frau Merkel,

Dieser Artikel stammt vom 01.07.2013. Heute wissen Sie, dass Ihr Handy angezapft wurde. Ich würde mal sagen, dass ich Ihrer Zeit etwas voraus war. Oder wollten sie nicht, dass das vor der Bundestagswahl herhauskommt?

RE: Die Chance der Handy-Affäre | 25.10.2013 | 11:25

Ganz selten gibt es das Zusammentreffen von Drama mit Komödie.

Dieser seltene Fall ist jetzt eingetreten.

Das Drama ist, dass die Supermacht Amerika jegliche Emphatie und jegliches Maßhalten schon lange verlernt hat. Sie kommt mir wirklich vor, wie ein Wild-West Held, der sich Kraft seines Colts bedient oder Probleme halt mit dem Colt löst. Dass es so einfach auf dieser Welt nicht mehr ist, müsste den verantwortlichen Politikern zwischenzeitlich aufgefallen sein. Dennoch richten sie bei ihren Verbündeten einen Flurschaden an, als ob sie in der Hinterhand noch weitere Verbündete hätten. Dieses Verhalten wird langfristig zu einer weiteren Isolation der USA führen. Können die sich soetwas lesiten?

Die Komödie ist unsere Bundesregierung. Die überaus kompetenten Herren Friedrich und Pofalle sowie deren Chefin. Der ganze NSA Skandal wurde kleingeredet und von Friedrich und Pofalla kleingeredet, verniedlicht und sogar einfach so beendet. Die Chefin herself sprach von Neuland in Bezug auf Internet und schwieg ansonsten weitestgehend zum Thema NSA. Das tat sie nach dem Motto: Worüber man nicht redet, das erledigt sich von alleine. Und tatsächlich! Das Thema war quasi schon tot. Vereinzelt böttelten noch einige Journalisten herum, wurden jedoch fast nur noch als Exoten wahrgenommen. Die "Wir-können-daran-eh'- nichts-ändern-Mentalität" hatte wieder einmal zugeschlagen.

Plötzlich jedoch bekamm die Chefin jedoch den Hinweis, dass ihr eigentliches Handy abgehört wird. Ein Aufschrei, welcher noch schlimmer war als der #Aufschrei nach Brüderle, bahnt sich im Augenglick den Weg nach ganz oben. Plötzlich ist alles anders. Friedrich und Pofalla stehen wie Volldeppen da, die sich mühselig stammelnd rechtfertigen müssen (Vielleicht sind sie ja auch Volldeppen) und die Chefin punktet doch tatsächlich durch ihr entschlossenes Auftreten. Dabei macht sie eines klar: Wenn einer Ihrer Untertanen abgehört wird, dann geht ihr das meilenweit an der Verlängerung Ihrer Wirbelsäule vorbei; wenn aber sie selbst betroffen ist, ist alles ganz anders.

Mir stehen nicht nur vor Lachen die Tränen im Auge.

RE: „Da ist eine Genugtuung“ | 25.10.2013 | 11:06

Genau so ist es. Politik bedeutet, dass man auch Niederlagen hinnehmen muss und möglicherweise Dinge vertreten muss, die mehrheitlich beschlossen worden sind, bei denen man jedoch möglicherweise anderer Meinung ist. Auch wenn ich der Auffassung bin, dass das nur bis zu einem gewissen Grad geht, so denke ich, dass sowohl Gysi als auch Lafo hier besonders große Schwierigkeiten haben. Das Ego dieser beiden Menschen lässt nur ganz bedingt eine andere Meinung zu.

RE: Mehrheit links der Mitte?Rechts wird gewählt! | 25.09.2013 | 13:49

Ich weiß nicht..... ja, die Ergebnisse scheinen so.... Aber zwischen Schein und Sein besteht ein Unterschied. Dieser Unterschied heißt Psychologie. Volker Pispers hat sinngemäß gesagt, dass der Deutsche komisch ist. Er habe eine bestimmte Einstellung zu Themen, aber die Partei, die diese Einstellung vertritt, würde er als zu weit links einstufen. Da ist etwas wahres dran. Wenn ich mir die Riege um Merkel herum ansehe, kann ich nicht erkennen, dass ein so großer Anteil Deutscher diese Leute mit Begeisterung wählen würde..... (Immerhin ca. 30 % und nicht fast 50 %, wie die Sitzverteilung im Bundestag es vorgaukelt. Was ich sehe, das ist eine zutiefst verunsicherte Bevölkerung. Die Medienberichte sprechen von Krise, Krieg, Tod, Zerstörung und anderen kleinen Nettigkeiten. Diese Meldungen machen nicht rational. Die Parteien (besonders die Oppositionsparteien) haben es versäumt, die wirklich bewegenden Themen zu benennen und polemiklos zu bearbeiten. Statt dessen wurde separiert und ausgegrenzt. Die Quittung bekommen die Parteien jetzt. Nein, Merkels angebliche Stärke ist ein Großteil Massenbewegung, wobei sich die Masse wahrscheinlich jetzt fragt: Warum? Ich sehne mich nach den Zeiten zurück, in dem mit offenem Visier argumentiert wurde, in der Taktik und Pöstchen keine Rolex spielte. Die Mehrheit im Bundestag ist links. Wenn die linken Parteien wollten, könnten sie einige Dinge durchbekommen. Aber dazu fehlt der Mut....

RE: Spaß, oder? | 16.09.2013 | 09:34

"Und - tief drinnen - gibts auch in diesen Tatort eigentlich kein Mitgefühl mit den Frauen, um die es geht, die sind auch nur wieder hiflose Versatzstücke. Am Ende verlässst auch noch die Mutter ihr Söhnchen und der wird bedauert und betreut, was ja richtig ist und ist - und eigentlich - das wirkliche Opfer. Nee, alles sehr traurig." So ist sie.... die oft traurige Realität! Obwohl die Verbrecher sterben, stirbt das Böse nicht. Die Bibi wird regelrecht zertreten, der Junge wird perspektivlos verlassen, Eisner macht seinen Strike, die Polizei ist weiterhin notorisch unterbesetzt im Kampf gegen Zuhältertum und Pädophilie und die bulgarischen Mädels gehen in dem gleichen Etablissement anschaffen um in irgendwelchen Hinterzimmern von irgendwelchen Typen berutscht zu werden. Traurig? Ja.... aber solange sich gesellschaftlich nichts ändert in der Bewertung jener Frauen, die käufliche Liebe anbieten und in der Ablehnung der Männer, die auf brutalste Weise davon leben ist es eben traurig. Der Tatort war verstörend durch das Zeigen der Verbrennungen und das Vermöbeln der Bibi. Er war verstörend, mit welcher Ruhe und Gelassenheit der Junge zwei Menschen tötete (entsteht da gerade ein Killer oder eine möglicherweise in stumpfen Wahnsinn abdriftende Persönlichkeit? Weitere Möglichkeiten sehe ich kaum). Der Tatort war aber auch verstörend, weil das gezeigte Etablissement gezeigt wurde, als wäre es schon immer da und wird im Gegensatz zu den berühmten Wieder Cafés auch immer dort bleiben. Ein Tatort der Superklasse. Aber so gehen die Geschmäcker und die Wahrnehmungen auseinander, gell? bis denne Don Isi