Der Soldat Gilad Shalit und ein Antrag der Fraktion DIE LINKE

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Am Donnerstag, den 11.11.2010, hat sich der Deutsche Bundestag in der 71. Sitzung der laufenden Legislaturperiode nebst anderem mit einem Antrag der Fraktion DIE LINKE befaßt (siehe Tagesordnung, Punkt 11.b).

Auf diesen Antrag (»Durch einen humanitären Akt Frieden befördern — Gilad Shalit freilassen«) ist die Fraktion DIE LINKE nicht allein gekommen, sondern er war eine Reaktion auf einen gemeinsamen Vorschlag von Union, FDP, SPD und Grünen (»Freiheit für Gilad Shalit«, Punkt 11.a der Tagesordnung).

Dieser gemeinsame Vorschlag, der übrigens auch angenommen wurde, erklärt noch einmal in aller Kürze, worum es geht:

Bei einem Angriff der Hamas und zwei weiterer militanter Palästinensergruppen am 25. Juni 2006 auf einen Posten der israelischen Streitkräfte bei Kerem Shalom wurden zwei israelische Soldaten getötet. Der junge Feldwebel Gilad Shalit, damals 19 Jahre alt, wurde verletzt und entführt.

In dem Antrag der Fraktion DIE LINKE heißt es:

Der Zusammenhang zwischen der israelischen Besatzungspolitik und der Gefangennahme des israelischen Soldaten Gilad Shalit liegt auf der Hand. Gerade dieser Zusammenhang bestärkt die Rechte Gilad Shalits aus der dritten Genfer Konvention. Sie müssen ihm umgehend gewährt werden. [Hervorhebung: jap]

Nun sind wir ja hier glücklicherweise nicht bei irgendeiner Zeitung, sondern beim Freitag, also bei einem Medium, dem anläßlich seines 20. Geburtstags mehrfach und aus berufenem Munde bestätigt wurde, nicht nur über die klügsten Leser überhaupt zu verfügen, sondern auch den Vorzug zu besitzen, sich im Unterschied zu den publizistischen Schlachtkreuzern der Republik die zweiseitige Kommunikation wirklich ernsthaft zuzutrauen.

Statt also gleich mit der Tür ins Haus zu fallen möchte ich Sie fragen, liebe Leser:

Warum, glauben Sie, habe ich im Wortlaut des Antrags die Formulierung »gerade dieser Zusammenhang« hervorgehoben?

20:20 13.11.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

j-ap

I hear the fountains of ignorance purl bountiful in Blisstopia these days ...
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