Adrian E.

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RE: Gott wird ein Auge zudrücken | 26.02.2010 | 01:05

Im Artikel ist von der "Fehlbarkeit normaler Menschen" die Rede. Sicher ist es normal, dass Menschen Fehler machen, und auch einer Bischöfin ist zuzugestehen, dass sie Fehler macht. Gehört es aber zur "Fehlbarkeit normaler Menschen", dass man größere Mengen Alkohol trinkt und dann aber nicht etwa ein Taxi ruft oder sich nach einer anderen Übernachtungsmöglichkeit umschaut, sondern betrunken ein Auto steuert und so das Leben anderer Menschen aufs Spiel setzt? Meiner Meinung ganz klar nein, das hat überhaupt nichts mit dem Amt von Frau Käßmann zu tun, ein solches Verhalten gehört nicht mehr zur "Fehlbarkeit normaler Menschen". Man kann von jedem, aber auch wirklich jedem Menschen so viel Verantwortung erwarten, dass er nicht Auto fährt, wenn er betrunken ist, um nicht das Leben anderer Menschen zu gefährden - hier geht es keineswegs um eine hohe moralische Messlatte, sondern ganz im Gegenteil um eine ganz tiefe, die jeder Mensch jederzeit leicht erfüllen können sollte. Wie kann man begründen, dass man betrunken Auto fährt und in diesem Zustand nicht ein Taxi ruft? Bequemlichkeit? Geiz? Ich glaube nicht, dass die Geschichte vom Werfen von Steinen in der Bibel für solche Situationen gedacht ist, in denen es so einfach wäre, sich verantwortungsvoll zu verhalten und keine Menschenleben zu gefährden.