Totgewichte des Wandels

OSTEUROPA 1990-2000 Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern - Abgrund oder Landschaftspflege?
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Seit dem Entscheid der EU-Kommission vom Oktober 1999, neben den Bewerbern der Kategorie I (Ungarn, Polen, Tschechien, Slowenien, Estland) auch mit Bulgarien, Rumänien, Lettland, Litauen und der Slowakei über einen Beitritt zu verhandeln, gerät Osteuropa wieder stärker als Gesamtregion ins Blickfeld. Dies gilt um so mehr, als es nunmehr das erste Jahrzehnt der Transformation zu bilanzieren gilt. Erste Analysen ergeben erwartungsgemäß ein widersprüchliches Bild - angesichts unterschiedlicher Szenarien des Übergangs keine Überraschung. Während Polen und Ungarn das Spitzenduo bilden, Tschechien konditionell angeschlagen im Mittelfeld rudert, gelten Rumänien, Bulgarien, die Slowakei und Kroatien als hoffnungslose Nachhut, der eine Westinte