RE: Sind Sie Peter Härtling? | 11.07.2017 | 15:18

Ich sah Härtling vor Franz Marcs „Liegender Hund im Schnee“ im Städel. Halb liegend, das Werk mit äußerster Konzentration auffassend. Unfassbar beteiligt. Von da an konnte ich ihm gegenüber nicht mehr aufgeschlossen sein. Er sperrte meine Zugänge, einen nach dem anderen, nicht zuletzt mit seiner sämigen Aussprache. Er verbreitete Bonhomie. Eine geistige Fettleibigkeit wie auf der Rüdesheimer Drosselgasse. Das wurde von vielen als äußerst angenehm empfunden. Zu seinen Lesungen kam der Dutt im Dutzend.

RE: Das Märchen vom Aneurysma | 30.03.2017 | 16:41

Wusste beim Wiederlesen selbst nicht mehr, was Kameldungexport bedeutet. Das ist das Schöne an diesen Rentnerrezensionen. Es schränkt einen keiner mehr ein. Die Einfälle machen sich selbständig.

RE: Eine Stimme wie Glut unter Asche | 02.08.2016 | 15:24

Ich weiß, worauf Sie anspielen: die Verlagerung der Erwartungen auf jenseitige Plattformen, ein Grund für die effektive Christianisierung des Abendlandes. Den Mächtigen kam Jesus wie gerufen. Sie haben Recht ...

RE: Santa Claus, die Stasi und ich | 23.12.2014 | 10:00

Skandal - Sachsens schönster Weihnachtsmann als Frau enttarnt. Sehr, sehr schöne Geschichte, Kollegin Nedo.

RE: Die Sonne ist das heilige Arschloch | 06.02.2014 | 19:00

Ja, Jack Kerouac, ich habe mir seine Freundschaft mit Burroughs immer sehr schön vorgestellt. Und Ginsberg, der nach Kassel kam, "I saw the best minds of my generation destroyed by madness, starving hysterical naked", Michael Kellner hatte die Connection, es gab diesen niedersächsisch-/hessisch-/Pfalz-badischen Beat, der von Göttingen bis Heidelberg reichte. In Darmstadt saß Walter Hartmann als harter Kenner. In Frankfurt am Main hielt Jürgen Ploog die Stellung, der Mann mit direktem Zugang.