How dare you bother me with your silly skills

#Leben No report no leak, sagten die alten Hasen von der transatlantischen Wasserkante. Zum Non plus ultra erklärten sie ...
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No face no case - Was zuvor geschah

In der aufgelassenen Sowjetunion gingen Labore wie Arsamas-16 im Chaos gesellschaftlicher Verwerfungen unter. Befehlsketten verhedderten sich. Hierarchien kollabierten. Protagonist:innen des militärischen UdSSR-Komplex suchten den persönlichen Vorteil und nahmen einen irregulären Kampf gegen Konkurrent:innen auf. Die Bewachung von Atomwaffen versandete. In diesem Chaos verdiente sich Brain (nicht Brian) Thunderbolts Großmutter Emma Ironsteel ihre CIA-Sporen. Beachten Sie dazu auch Dual Use, Igor Wassiljewitsch Kurtschatow,Arsamas-16, Die toten Briefkästen des Internetzeitalters,Doctor Brain (nicht Brian) im Bullet Beat und The Penthesilea-Mulholland-Move.

Mentale Stalinorgel

Nun tritt die Enkelin in die Fußstapfen von Emma Eisenstahl. Ihre Freund:innen nennen die blutjunge, bildschöne und superintelligente, tatsächlich Summa cume laude promovierte Premiumagentin Doctor Brain. Für ihre Feind:innen (die Terrorist:innen) ist Brain The Belle eine mentale Stalinorgel.

Übrigens lautet das Non plus ultra der Konspiration no mistake. Wichtig ist ferner die Faustregel: no report no leak.

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Die Agentinnen von heute kommen als Künstlerinnen, Aktivistinnen oder Yoga-Meisterinnen in die Arena. Während Sie glauben, der Zufall habe Sie mit einer regierungskritischen Klimagerechten zusammengeführt, funktionieren Sie in Wahrheit bereits als Rädchen im Getriebe einer Operation.

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Brain The Belle Thunderbolt knockouts people every day the week. She asked the jerk of the day: "How dare you bother me with your silly skills?"

Ein ehemaliger Afrika-Berater der Bundeskanzlerin liefert besonders anschauliche Beispiele für unbegriffenen Rassismus. Solche Leute unterscheiden sich sogar im Habitus kaum von den Kolonialadministratoren im Wilhelminischen Deutschland. Ihre bundesrepublikanisch-humanitär deklarierten Interventionen dienen der Etablierung und Unterhaltung vorgeschobener europäischer Posten.

Brain The Belle konstatiert ungerührt:

Inzwischen verlaufen südeuropäische Außengrenzen in Westafrika. Der Kolonialismus setzt sich in einem rigiden Grenzregime fort, das künstliche und natürliche Barrieren auch als tödliche Migrationshemmnisse kalkuliert.

Das funktioniert nur auf einer Basis der Entmenschlichung und des krassen Otherings. Nichts beweist eine größere Resistenz gegen Erkenntnisse als das Ressentiment. Wir sind darauf angewiesen, schnell zu urteilen, da hilft das Vorurteil. Das erklärt im Verein mit den Machtverhältnissen, warum Menschen nicht aufhören, etwas für biologisch zu halten, was nur einer Konvention entspricht, oder um Stuart Hall zu zitieren, „Rasse ist ein gleitender Signifikant“. Der Kulturwissenschaftler zieht „Rasse“ oft, aber nicht immer aus dem Rahmen der Markierung eines kontaminierten Begriffs. Hall beschreibt das „verhängnisvolle Dreieck“ Rasse, Ethnizität und Nation, sich beziehend und berufend auf W. E. B. Du Bois.

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Brain The Belle analysiert messerscharf: Die chinesische Präsenz in Afrika bewirkte in zwanzig Jahren mehr als sechzig Jahre westliche Entwicklungshilfe zu bewirken vermochten. Die Agentin erklärt der deutschen Bundeskanzlerin die Lage. Es gäbe jede Menge von Chinesen geführte Musterbetriebe so wie zweiundvierzig Konfuzius-Institute in Afrika.

Brain The Belle flirtet mit der NGO-Aktivistin Fujiyama Kliuchevskoimoi, einer charismatisch schillernden Figur aus dem Kabinett des Doktor Caligari. Fujiyamas Anspruch auf einen moralischen Vorsprung verspottet Brain The Belle in einer Nachricht an ihren Chef Booster Burningbeaver.

Gleich mehr.

08:37 06.05.2021
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