Irgendwas mit Empowerment

#DailyStorytelling Maldita weiß nichts mehr von ihren ... Zwischen ihrem Jugendstil und der Babyboomerperformance einer Greisin liegen die Moden und Enttäuschungen von Jahrzehnten.
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Das Dossier endet mit einem Loreromansatz: „Die äußere Erscheinung suggeriert Sekurität im Verein mit garantiertem Reichtum.“

Arizona Coogan beschreibt so die Magnatin Maldita Itabareak. Als Mäzenin bewahrt Maldita das ergraute feministische Periodikum „Argiaren Ekarlea“ davor, auf dem Altar des Marktes geopfert zu werden.

Maldita Itabareak altert nicht als sedierte Keongsukete. Sie wünscht sich Glut, Glamour und Grandiosität und nicht länger den alten Wein im Schlauch eines pseudoweißkritischen-Fairtrade-Vegan-Feminismus als keinesfalls geschickt getarnter Einkommensemanzipation auf Kosten zurückgeworfener PoC.

Im Gegenzug hängen eine dann doch wieder altweiße Aktivistin namens Sjávarsnigill Baker als Chefin des zu einer Agentur im Stiftungsmantel relaunchten und als „Yebahiri Tenisafafī“ wiedergeborenen Streitmittels und die soeben graduierte, noch in unversehrter Leidenschaft glühende, angeblich von einer Weissagung radikalisierten Sabikata Marinha (als Sjávarsnigills Stellvertreterin) am Tropf einer umstrittenen Entrepreneurin.

Deshalb haben wir uns eingeschaltet.

Maldita Itabareak weiß nichts mehr von ihren karitativen Anfängen. Zwischen ihrem Jugendstil und der Babyboomerperformance einer Greisin liegen die Moden und Enttäuschungen von Jahrzehnten.

Fragwürdig ist aber auch das Personal. In Sabikata duelliert sich Empfindsamkeit mit dem robusten Repertoire einer Aufsteigerin aus dem Trailerparkmilieu von Dəniz Sümüyü. Sjávarsnigill ängstigen Achselflecken und andere Allgemeinplätze der Mittelmäßigkeit. Oft bricht ihre Stimme. Sjávarsnigill sucht ihren Platz im Gesellschaftsleben von Slugsegara als Veganerin unter Liebhaberinnen blutig servierter Steaks.

Arizona beschreibt Sjávarsnigill als untergrabene Repräsentantin des weißen Mittelstandsfeminismus mit afroamerikanischem Feigenblatt und einem in den Farben der Fürsorge gehaltenen Anspruchsportfolio. Die Veteranin ermutigt Sabikata zu Beiträgen für Frauen, die erst noch aus einer Verunsicherung heraustreten müssen.

„Mach irgendwas mit Empowerment.“

12:14 28.08.2021
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