Kettensägen-Massaker im Ikea-Milieu

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Die durch die Bank hochgradig pazifizierten und in einen wohlfahrtsstaatlichen Mantel gehüllten skandinavischen Gesellschaften bringen nicht nur ein groteskes Gewalttheater in sämtlichen artifiziellen Spielarten und Schattierungen hervor, sondern auch eine (auf den sozialdemokratisch grundierten Flächen) besonders grotesk erscheinende Blut-Delinquenz. Das ist das Kettensägen-Massaker im Ikea-Milieu.

Guten Tag, mein Name ist Brain (nicht Brian) Annabelle Texas Thundergod*, in diesem Augenblick teste ich Linnea Svea Årudøs. Die alkoholkranke Kommissarin stammt aus Oslo-Oppsal und dient im Oslo Crime Squad. Sie wird gerade eingeholt von einem Gespenst ihrer Vergangenheit, einem Vergewaltiger und Mörder mit besonderen Gaben. Andrzej verfügt über ein aufreizendes Repertoire. Es ergibt sich in einer Mischung von Einfalt mit Raffinesse. Gekrönt wird es vom Terror der Furchtlosigkeit. Andrzejs Welt- und Menschenbild stammt aus dem Gruselkabinett des Sozialdarwinismus. Er hält sich für berufen. Im Auftrag eines zornigen Gottes erfüllt er die Mission der erzwungenen Befruchtung beliebiger Frauen im öffentlichen Raum. Er nötigt seine Opfer, ihre Schwangerschaften nicht abzubrechen. Andrzejs schwebt ein Rudel ihm ähnlicher Räuber als Ideal vor. Seine Träume werden für andere zu Albträumen.

Linnea ist Ende vierzig und mit Aja gerade noch verheiratet, wenn auch nicht mehr in häuslicher Gemeinschaft vereint. Hinter ihr liegt eine Zeit der Bewährung als Ziehmutter von Ajas Tochter Dhanusha, die der in jeder Hinsicht überwältigenden Linnea beruflich nacheifert. Obwohl sich Linnea ständig unmöglich benimmt, fallen ihr Frauen und Freundschaften wie vom Fließband zu. Sie nimmt das alles wie durch Nebelschleier wahr, während sie ihrer außerordentlichen Spürnase folgt, um Andrzej endgültig aus dem Verkehr zu ziehen.

Gleich mehr.

17:08 18.02.2021
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