Matthew Caldwell und die Söhne der Republik

Texas Ranger Man nennt sie The Immortal 32 oder Sons of the rising Republic – Die Gonzales Ranger waren auf ihrem Ritt nach Alamo noch nicht mal zum Pissen aus den Sätteln gestiegen.
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Jetzt müssen wir über Matthew Caldwell (1798 – 1842) reden. Er zählte zu den Unterzeichnern der Texas Declaration of Independence. Er hatte sich bei der Schlacht von Gonzales gegen die damals noch optimistischen Mexikaner hervorgetan. Auch seine Abstammung von einer Kentucky Familie, die via Missouri nach Texas gekommen war, sprach für ihn. Er und seine Leute waren ein Gewinn für jene Kolonie, die 1825 von Green deWitt gegründet worden war und der Texas Revolution die ersten Kampfplätze anweisen sollte.

Es war mal wieder eine Geschichte der günstigen Gelegenheiten, die Green zum Grandmaster mit Royal Flash Abonnement machte. Wieder müssen wir uns ein Fadenkreuz aus Geschichte und Geografie vorstellen und den Triggerpunkt des Begreifens weich ansteuern - slow is smooth and smooth is fast.

Spanish Texas war von 1690 bis 1821 eine Provinz des neuspanischen Vizekönigtums.

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Die siebzig Meilen von Gonzales nach Alamo absolvierten die Ranger in einem Gewaltritt. Sie wollten sich so schnell wie möglich den Todgeweihten anschließen, die in der alten franziskanischen Missionsstation San Antonio de Valero, kurz El Álamo oder The Alamo, einer Übermacht trotzten. Mannschaftliche Unterlegenheit bedeutete ihnen nichts außer Ansporn. In Gonzales waren achtzehn Texaner siegreich gegen hundertsechzig mexikanische Husaren gewesen.

Sie beeilten sich, um zum Sterben nicht zu spät zu kommen. In Alamo warteten hundertsiebenundfünfzig Verteidiger unter Colonel William Travis auf Verstärkung gegen dreitausend Soldaten, die Antonio López de Santa Anna Pérez de Lebrón zornig vor den halbzerfallenen Mauern zusammengezogen hatte.

The Alamo war von seinen Mönchen noch in der spanischen Ära aufgegeben und später als mexikanische Garnison genutzt worden. Auch das war schon lange Geschichte, als die Gonzales Rangers am 2. März 1836 den Belagerungsring sprengten, um ihren eingeschlossenen Freunden um den Hals zu fallen. Travis hatte seinen Brief schon geschrieben:

Commandancy of The Alamo

Bejar, Feb. 24th. 1836

To the People of Texas & All Americans in the World

Fellow Citizens & compatriots

I am besieged, by thousands of the Mexicans under Santa Anna — I have sustained a continual Bombardment & cannonade for 24 hours & have not lost a man — The enemy has demanded a surrender at discretion, otherwise, the garrison are to be put to the sword, if the fort is taken — I have answered the demand with a cannon shot, & our flag still waves proudly from the walls — I shall never surrender or retreat. Then, I call on you in the name of Liberty, of patriotism & everything dear to the American character, to come to our aid, with all dispatch — The enemy is receiving reinforcements daily & will no doubt increase to three or four thousand in four or five days. If this call is neglected, I am determined to sustain myself as long as possible & die like a soldier who never forgets what is due to his own honor & that of his country — Victory or Death.

William Barrett Travis.

Lt. Col. comdt.

The Immortal 32: Isaac G. Baker, John Cain, George Washington Cottle, David P. Cummings, Jacob Darst, John Davis, Squire Daymon (Damon), William Dearduff, Charles Despallier, William Fishbaugh, John Flanders, Dolphin Ward Floyd, Galba Fuqua, John E. Garvin, John E. Gaston, James George, Thomas J. Jackson, John, Benjamin Kellogg II, Andrew Kent, George C. Kimble, William Phillip King, Jonathan L. Lindley, Albert Martin, Jesse McCoy , Thomas R. Miller, Isaac Millsaps , George Neggan, Marcus L. Sewell , William Summers , George W. Tumlinson, Robert White and Claiborne Wright.

Matthew Caldwell

Wenn du einen Hund nicht beißen kannst, dann zeig ihm nicht deine Zähne. Mexikanisches Sprichwort

Jetzt müssen wir über Matthew Caldwell (1798 – 1842) reden. Er zählte zu den Unterzeichnern der Texas Declaration of Independence. Er hatte sich bei der Schlacht von Gonzales gegen die damals noch optimistischen Mexikaner hervorgetan. Auch seine Abstammung von einer Kentucky Familie, die via Missouri nach Texas gekommen war, sprach für ihn. Er und seine Leute waren ein Gewinn für jene Kolonie, die 1825 von Green deWitt gegründet worden war und der Texas Revolution die ersten Kampfplätze anweisen sollte.

Es war mal wieder eine Geschichte der günstigen Gelegenheiten, die Green zum Grandmaster mit Royal Flash Abonnement machte. Wieder müssen wir uns ein Fadenkreuz aus Geschichte und Geografie vorstellen und den Triggerpunkt des Begreifens weich ansteuern - slow is smooth and smooth is fast.

Spanish Texas war von 1690 bis 1821 eine Provinz des neuspanischen Vizekönigtums. Es gab einen gescheiterten französischen Siedlungsversuch bei Fort Saint Louis. Cavelier de La Salle und seinem Abt Flop de Loop machten Epidemien und Feindseligkeiten der ursprünglichen Bevölkerung so zu schaffen, dass sie zum Aufgeben schon entschlossen waren, als sie in ihre letzte Auseinandersetzung gerieten. Sie fielen im Kampf gegen ein Volk, das seit zweihundert Jahren nicht mehr existiert. Die Karankawa entführten damals aber genug französische Frauen und Kinder, um eine widerstandsfähige Gruppe vom Tross des Vergehens zu bewahren. Diese Leute gingen in der Tejano Kultur auf und wissen heute noch auf geheimen Gipfeln von ihrer besonderen Herkunft zu erzählen.

Die Karankawa unterstrichen die Unterschiede zu ihren Nachbarn so sehr, dass sie keine familiären Verbindungen zu anderen Stämmen anerkannten; so als seien sie vom Himmel gefallen. Unter ihnen waren Riesen im Vergleich. Sie nomadisierten als Fußgänger und Bootfahrer in überschaubaren Einheiten.

1690 führte Alonso de León Missionare nach Südosttexas. Die Mönche wichen bald vor indianischen Bedrückungen nach Mexiko aus oder zurück und überließen el ancho país den wilden Heiden, die auch christliche Bemühungen der (unter spanische Kuratel gestellten) Louisianafraktion zurückwiesen. 1718 entstand die erste texanische Siedlung, die stehen blieb - San Antonio. Apachen griffen jeden Monat an, um nicht aus der Übung zu kommen. Nach einem Friedensschluss übernahmen Comanchen, Tonkawa und unsere Freunde von den Hasinai die Fitnessabteilung. Die ständigen Angriffe untergruben die Bereitschaft der Pioniere, Texas zu kolonisieren. Der eingesessene Kampfgeist bildete eine natürliche Barriere.

1799 gab Spanien Louisiana den Franzosen wieder. 1803 verscherbelte Napoléon Bonaparte Louisiana an die Vereinigten Staaten. Ein Hinundher begann um alles, was sich östlich der Rocky Mountains and nördlich des Rio Grande abspielte. Das war schon ein Katz-und-Maus-Spiel mit den spanischen Interessen. Es wurde bald zu einem Katz-und-Maus-Spiel mit den mexikanischen Interessen.

An dieser Stelle lohnt es wieder, sich die historischen Verzweigungen anzusehen. Die spanische Kolonialherrschaft endete in Mexiko 1821 nach einem elfjährigen Unabhängigkeitskampf. Das unabhängige Mexiko war vom Kampf erschöpft und pleite. Das sahen Männer wie Stephen Fuller Austin und Green deWitt. Sie ernteten, was sie nicht gesät hatten. Es wäre sonst am Halm verdorrt.

Die Indigenen waren zurückgedrängt und Spanien war aus dem Spiel genommen worden. Mexiko konnte nicht mehr. DeWitt siedelte vierhundert katholische Familien in der Gegend von Nacogdoches an. Da die mexikanische Regierung sie nicht schützen konnte, bekam deWitt die Erlaubnis eine eigene Miliz (mit Nordamerikanern, angelsächsischen Europäern, Deutschen, Dänen, Holländern) aufzustellen. Das war so, als würde man heute einer migrantischen Minderheit das Recht zubilligen, auf deutschem Hoheitsgebiet eigene Streitsträfte zu unterhalten. Das war der Anfang der Texas Rangers und der Texas Revolution.

Morgen mehr.

10:19 04.03.2018
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