Und täglich grüßt die Leitkultur

Vorstoß in´s Bockshorn Warum immer die danach rufen, deren kultureller Beitrag besonders erbärmlich ist
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Es lag ja irgendwie wieder in der Luft.

Im peinlichen Bemühen der christlich-sozialen Bierzeltfuzzis und rechtslastigen CDU-ler vom populistischen Sog der AfD nicht abgehängt zu werden wird über das verordnete Singen der Nationalhymne und weitere Leitlinien für die Kultur des Landes debattiert.

Da sage ich als Kulturschaffender: Ihr könnt mich mal!

Wer allen Ernstes denkt, da ließe sich ´was "leiten", der offenbart nur, dass sich sein Kulturverständnis auf ausgiebigen Drogenkonsum zu primitiver "Rumtata" auf Oktoberfesten reduzieren läßt.

Und wer braucht schon von volltrunkenen Grabschern urdeutschen Blutes Nachhilfe in gutem Benehmen?

Da müssen wir nicht fadenscheinig mit dem Finger auf das unterirdische Verhalten von einigen Flüchtlingen am Silvesterabend deuten.

Es gibt genug vor der eigenen Tür zu kehren.

Übrigens...

Wohin das mit der Leitkultur führt haben wir u.a. im Dritten Reich gesehen.

Da wurde die pompös-schwülztige Attitüde des Antisemiten Richard Wagner noch überhöht und unfreiwillig epigonenhaft karikiert. Mitunter von einem gewissen Carl Orff, dessen vorauseilender NS-Opportunismus wenige davon abhält ihn auch heute noch weiter in´s Porgramm zu nehmen.

Als studierter Musiker kann ich Wagner, den ich für einen der untalentiertesten Musiker der Romantik halte nur zum Testen der Belastbarkeit von Hifi-Anlagen empfehlen.

Dass er bei den o.a. Oktoberfest-Fanatikern hoch im Kurs steht sagt alles.

Nächste Woche schreibe ich zur Sexismus-Debatte.

Da geht es z.B. darum, dass eine Gesellschaft, die notgeil-sabbernde postpubertäre, präsenile Stefan-Raab-Clone mit Grimme-Preisen für Grabschattacken und andere Peinlichkeiten belohnt sich nicht wundern darf, wenn Sexismus Thema bleibt.

14:19 30.09.2016
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Geschrieben von

jamey

Traue nur deiner Aufmerksamkeit und verlasse dich nicht auf Erfahrungen. (schon gar nicht auf die anderer)
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