"Bundespräsidentin? Nix für mich"

Interview Kurz vor dem Ruhestand wurde Brigitte Zypries als erste Frau Bundeswirtschaftsministerin. Mehr Führungsfrauen könnten nie schaden, sagt sie – auch in den Medien
Exklusiv für Abonnent:innen
„Ich tauge nicht zum Entenfüttern oder zur Seidenmalerei.“
„Ich tauge nicht zum Entenfüttern oder zur Seidenmalerei.“

Foto: Odd Andersen/AFP/Getty Images

Warum verändert das Amt immer mehr den Menschen als der Mensch das Amt?

Brigitte Zypries: Ich glaube, das liegt daran, dass der Apparat doch sehr starr ist und man in ein bestimmtes Korsett gezwängt ist. Und oft gibt es ja auch Gründe, die über das “ Das haben wir schon immer so gemacht“ hinausgehen. Für mich gab es allerdings immer ein Ansporn, zu sagen: "Ich mache das jetzt aber anders!"

Wie hat das Amt Sie verändert?

Das Amt als Bundeswirtschaftsministerin hat mich nicht mehr sehr verändert. Der wahre Veränderungsprozess war in meiner Zeit als Bundesjustizministerin. Ich wurde sehr viel effizienter und kürzer angebunden – was manchmal auf andere ruppig wirkt.

Haben Sie dabei jemanden verletzt?

Nie absichtlich. Aber ich befür