RE: Mehr als Senf und Sorben | 06.10.2016 | 13:26

für Marlies Hobrack / Bautzen- Budyšin in: Mehr als Senf und Sorben

Werte Kollegin Hobrack
ich grüße Sie.Sie sind Bautznerin, Journalistin, Deutsche. Das trifft sich gut. Quasi bin ich auch eine Art (Wahl-) Bautzner (gewesen). Denn ich bin Sorbe, bind Journalist(War einst vor langem, vor der "Wende" Redakteur bei der sorbischenTageszeitung Nowa Doba, heute Serbske
Nowiny. Mitlerweile schon 76 Jahre, also ein "kleiner" Altersunterschied zwischen uns.Auch ich liebe mein Bautzen. Dżen dobry - Guten Tag.
Bautzen Warum die Peripherie leicht für das Fremde steht und der Sachse so gut zur demokratischen Randgestalt taugt. Dazu schrieben Sie: "ich empfinde ich dieser Tage: Scham. Ratlosigkeit. Wut. Immer wieder ist es rechte Gewalt, zuletzt eine Straßenschlacht zwischen 80 Rechten und 20
Flüchtlingen, die Bautzen in die Schlagzeilen bringt. Das verstehe ich auch, aber ich sage auch, das sind nicht d i e Bautzner! Genausowenig wie die Randalierer bei uns in Dresden, in Heidenau, Freital etc. Einwohner dieser Städte sind. Also formal wohl schon, aber nicht d i e Einwohner, wenn Sie wissen, was ich meine. Die Gestalten sind nicht charakteristisch!

Lustig fand ich Ihre Formulierung mit dem "Senf": Bis vor einem Jahr verband der Deutsche mit Bautzen nicht viel. "Höchstens Senf und Sorben"
Hübsch, habe geschmunzelt. Natürlich nutzen auch wir heimatverbunden unseren Bautzner Senf, den Ketchup usw. / Aber es vordergründig hauptsächlich dem dem Senf zu zu schreiben, was Sie ja nicht direkt tun, det is nich, junge Frau. :) Aber es kann jeder seinen Senf dazu geben.
Sicher ist was dran, "Der sich im Osten verfestigende Fremdenhass gefährde den gesellschaftlichen Frieden. Da fragt man sich schon, ob die nun in Bautzen eilig bewilligten Streetworker nicht schon vor 25 Jahren vonnöten gewesen wären. Warum wurde politisch so viel verschlafen?" Eine gute
Frage, aber auch hier von mir wieder Fragezeichen! Warumdenn "d e r " Osten? Ich möchte das auch nicht mit den gleich mit und nach der Wende Gekommenen abtun, die vielfach auch nicht gerade Demokraten waren und ihre NPD ua. Zentralen erst in München und nun bei uns hatten.Geld war ja da.Nur auf der falschen Seite :(
Ums kurz zu machen, ich bin Berufsoptimist und halte es wie unser sächsischer, sorbischer MP Stanislaw Tillich, mit dem ich übrigens einst auch die gleiche SWS (Sorb.Oberschule auf der Flinzstraße besuchte, 1954-1958, also wesentlich früher vor ihm).Wir schaffen das, das ist auch mein persönliches Motto).Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Glück. Přeju Wam wjele zboža!

RE: Also früher, ja früher war alles...besser? | 10.09.2016 | 18:00

Der "Tonnenhupper" in spe äußert sich mal kurz zur Sache. Danke allen für Ihre Kommentare zur Sache, aber auch nur zur Kritik an der Optik a la Herr Oberlehrer. Nehms ja an. Das mit 5 1/2 stimmt. Was dagegegen? In dem Alter waren wir ja alle mal. Mir prägte sich eben in diesem Alter besonders der 13.Febr.45 besonders ein, wohingegen ich aber vieles aus den Folgejahrzehnten wieder vergessen habe. Zu den Schrift, Satz-und Leerzeichen: Kritik berechtigt, nur bitte ich um Nachsicht, weil: Computer mitunter schneller als ich und meine verwendete Technik wohl nicht optimal.Schreibe blanko Text und dann mit copy und paste das Ganze in den FREITAG.Da können natürlich Zeilenumbrüche, div.Zeichen schon mal fehlen.Erbitte Absolution. :) Der "Tonnenhupper" in spe

RE: Weinerliches Gesundbeten | 28.06.2016 | 19:35

Es mag nicht nur de jure so sein, dass die Briten es sind die diesen Prozess nacht Artikel 50 einleiten. Es i s t auch de jure so! Aber was kann den denen jetzt noch etwas viel Besseres passieren, als mit der EU jetzt immer -ja immer noch-noch aus der vermeintlichen Position der Stärke heraus zu verhandeln, die sie vorher Ihr Handeln, ihre Politik und ihre Taktik bestimmt hat. Die EU hat jetzt doch alle Trümpfe in der Hand und die Situation hat sich für die Damen und Herren Engländer geradezu umgedreht: Während diese vorher die EU mit ihrem Austritt dauererpressen konnte und das ja auch genau so immer wieder vorexerziert hat, ist es nun so, dass die EU zwar auch weiterhin kein Interesse an schlechten Bedingungen für Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu den Briten hat, aber das hatten die Briten vor dem Referendum ja auch nicht.-Ja, soweit sehe ich es auch so.Doch weiter im Text:
Je weiter dieser Prozess nach hinten rückt, desto näher rückt er auch an die Präsidentschaftswahlen in Frankreich und an den Wahlkampf und auch an die Bundestagswahlen bei uns in Deutschland. Das wird doch davon beeinflusst und ich denke, die sollte EU durchaus "Klartext" reden und auch im Sinne ihrem eigenen Interesse. Genau das! Bye bye- oder?

RE: Verpasste Chance | 22.06.2016 | 16:00

Lieber Herr Schorlemmer

vielen vielen Dank für diesen wunderschönen und leider auch so richtigen Beitrag.Ich könnte es -obwohl auch nicht gerade des Schreibns unkundig und in diversen Foren postend- es nicht besser machen. Mit meinen nun 76 Lebenslenzen kann ich dazu ein Wörtchen mitreden.Auch als gebürtiger Dresdner, der am 13.Febr.45 beim Angriff anglo-amerik.Bomber nur knapp mit dem Leben davon kam,als wir in letzter Sekunde unser Haus verließen,bevor es getroffen von einer Luftmine zusammensackte.Der von deutschen Faschisten entfachte Krieg ist an seinen Ursprung zurückgekehrt!

Und heute gedenken wir des 75.Jahrestages. Gelernt haben die wenigsten daraus.Meiner Meinung nach die NATO.Und Steinmeier hat ja so recht- nur das will keiner wahr haben. Säbelrasseln ist das Letzte, was wir brauchen! Und noch eines, Frieden ohne Moskau ist ein Unding- auch das leugnen diese Leute.Und letztlich sollten die Herrschaften sich mal mit Geschichte und Geografie befassen, was die Krim anbelangt.Die war schon immer russisch!Und die Bevölkerung dort will das ja auch wieder- zur Ukraine hat sie seinerzeit nur Jelzin nach wohl etlichen sto Gramm geschlagen.Das zählt aber nicht, meine ich.Und nur deswegen Sanktionen, Säbelrasseln?da möchte ich wegen nahender Ohnemacht nur Goethes Gretchen aus "Faust" sagen: "Nachbarin, Euer Fläsch'chen!"

RE: 1946: Neigung und Nötigung | 25.04.2016 | 18:57

Na ja- also zunächst, ich bin jetzt 76 Jahre und im "Osten", sprich der DDR aufgewachsen.Erzogen im Geiste wie hier üblich dann die Entwicklung über Jungpionier , FDJler, Genosse.Brauche ich alles nicht zu wiederholen, ist bekannt.Und bis zur "Wende" auch von der Richtigkeit überzeugt, auch wenn so einige Fehler gemacht wurden.(Von denen man angeblich die ganze Zeit gewußt hätte, wie die schlauen Wessis. Behaupte von mir jeden falls das Gegenteil, aber das ist nicht Gegenstand des postings).Ich bin aber auch heute noch der Meinung, daß ein Zusammenschluß beider Arbeiterparteien besser ist, als "getrennt marschieren-und vereint schlagen"- wie auch heute noch zwischen SPD und LINKE praktiziert.Ich möchte noch den Tag erleben, an dem die SPD ihren Starrsinn aufgibt und auf die LINKE zugeht.-Ich habe noch gelernt: "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!" usw.Sowas sollte für ewig Vergangenheit sein!-Aber vielleicht gehe ich im 21.Jahrhundert von völlig falschen Voraussetzungen aus? z.B. gibts denn überhaupt noch im Wortsinne von damals eine "Arbeiterklasse"?? Schreiten seit? Schön wärs ja. an Seit. Meinjanur.

RE: Realpolitisches Drehbuch | 23.04.2016 | 12:24

Wohin soll denn die Reise gehn?

Ja wohin, ja wohin? Aus dem reichen Volksliederschatz habe ich diesen Text als "Aufhänger" für meinen heutigen Beitrag gewählt.Möglicherweise kennt ja der/die eine oder andere noch dieses Lied. "Es wollen zwei auf Reisen gehen Und sich die weite Welt besehn: Der Koffer macht den Rachen breit, Komm mit, es ist soweit. Refrain: Wohin soll denn die Reise gehn? Wohin, sag, wohin, ja, wohin? Wo wir den bunten Sommer sehn,Dahin, ja, dahin." usw. usw. In der heutigen leider verrohten Zeit meine ich, ist es nicht unbegründet, das zu schreiben. Ich meine nicht Böhmermann/Erdogan und die unsägliche Diskussion dazu. Auch nicht die Flüchtlingsproblematik oder das Absinken Merkels in der Beliebtheitsskala.Abwarten und Tee trinken, essollen sioch schon ganz andere geirrt haben. Mein Sympathie gilt nach wie vor der Muddi. Aus gegebem Anlaß- weil ich habe morgen Geburti, den 76.ten- aber nicht weiter sagen, will ich zu schönen, zu etwas luschtigem posten. Leider habe ich aber nichts aktuelles dergeichen gefunden, nicht einmal das Wetter von morgen Sonntag.Da kann man guggeln soviel man will.Ergo- selbst ist der Mann.Also gucke,gucke bei SPON. Was hammer da? "Merkels Türkei-Besuch: Die Revanche des Sultans".Oh Himmel, nein, falscher Fehler. Weiter gucken SPON: Fische, Feste und Flamenco: Die schönsten Reisen im Mai.Det isses.Ich zitiere kurz: "Ob Festivals im Freien oder die erste Brotzeit in der Berghütte: Im Mai zieht es alle nach draußen. Die Ferienorte sind noch nicht so überlaufen, und die Temperaturen im Süden Europas nicht so drückend wie im Juli und August. Der Mai ist auch der Monat der Feiertage - also auf zum verlängerten Wochenendtrip oder gleich in die erste Urlaubswoche. Besonders gut haben es Familien aus Bayern und Baden-Württemberg - mit zwei Wochen Pfingstferien." nuja, nu nee :)Nach dem Tanz in den Mai geht es fröhlich weiter. In Hamburg schippern beim 827. Hafengeburtstag (5. bis 7. Mai) bis zu 300 Schiffe bei der Ein- und Auslaufparade die Elbe entlang, nicht auslassen sollte man auch das Schlepperballett und den Verzehr von mindestens einem Fischbrötchen. Brötchen gebongt! oder sicher interessant beim Karneval der Kulturen (13. bis 16. Mai) auf Berlins Straßen.Das könnt mich schon interessieren. Sowie abschließend kurz noch zu anderen Städten Europas." Mate zajem na česke pivo? Dundat po Praze, že jo? (kurze Übersetzung:Habt Ihr Interesse auf Tschechisches Bier? Spazieren durch Prag, nicht wahr?) In Tschechiens Hauptstadt erklingt beim "Prager Frühling" (12. Mai bis 4. Juni). Na ja, den "Prager Frühling" assoziere ich mit etwas anderemdoch was solls?s Das solls gewesen sein. Jedoch richtig überlegt? Bayern mit "Brotzeit" und "Brezen"? Hammer in Sachsen nich, also die Brotzeit.Und Brezen heißt bei uns nach wie vor Brezel.Ist sowieso immer so eine Prolem mit die deutsche Neusprech.Bei uns sagt zum Bleistift niemand "an" Ostern, oder "an Weihnachten" an Pfingsten.Hier gilt immer noch das "zu" . Aber das soll egal sein.Ich habe eine andere Variante: Urlaub auf Balkonien! Auch den längeren Reisen nicht mehr sozugetanem Kreuz.Isch chabe Rücken, Füße etc- wie schon Hape sagte. Das wars-wollte oder sollte mich ja wieder mal im FREITAG melden.Hiermit erledigt-

Ciao Jan Chudak

RE: Realpolitisches Drehbuch | 23.04.2016 | 12:23

Wohin soll denn die Reise gehn? Ja wohin, ja wohin? Aus dem reichen Volksliederschatz habe ich diesen Text als "Aufhänger" für meinen heutigen Beitrag gewählt.Möglicherweise kennt ja der/die eine oder andere noch dieses Lied. "Es wollen zwei auf Reisen gehen Und sich die weite Welt besehn: Der Koffer macht den Rachen breit, Komm mit, es ist soweit. Refrain: Wohin soll denn die Reise gehn? Wohin, sag, wohin, ja, wohin? Wo wir den bunten Sommer sehn,Dahin, ja, dahin." usw. usw. In der heutigen leider verrohten Zeit meine ich, ist es nicht unbegründet, das zu schreiben. Ich meine nicht Böhmermann/Erdogan und die unsägliche Diskussion dazu. Auch nicht die Flüchtlingsproblematik oder das Absinken Merkels in der Beliebtheitsskala.Abwarten und Tee trinken, essollen sioch schon ganz andere geirrt haben. Mein Sympathie gilt nach wie vor der Muddi. Aus gegebem Anlaß- weil ich habe morgen Geburti, den 76.ten- aber nicht weiter sagen, will ich zu schönen, zu etwas luschtigem posten. Leider habe ich aber nichts aktuelles dergeichen gefunden, nicht einmal das Wetter von morgen Sonntag.Da kann man guggeln soviel man will.Ergo- selbst ist der Mann.Also gucke,gucke bei SPON. Was hammer da? "Merkels Türkei-Besuch: Die Revanche des Sultans".Oh Himmel, nein, falscher Fehler. Weiter gucken SPON: Fische, Feste und Flamenco: Die schönsten Reisen im Mai.Det isses.Ich zitiere kurz: "Ob Festivals im Freien oder die erste Brotzeit in der Berghütte: Im Mai zieht es alle nach draußen. Die Ferienorte sind noch nicht so überlaufen, und die Temperaturen im Süden Europas nicht so drückend wie im Juli und August. Der Mai ist auch der Monat der Feiertage - also auf zum verlängerten Wochenendtrip oder gleich in die erste Urlaubswoche. Besonders gut haben es Familien aus Bayern und Baden-Württemberg - mit zwei Wochen Pfingstferien." nuja, nu nee :)Nach dem Tanz in den Mai geht es fröhlich weiter. In Hamburg schippern beim 827. Hafengeburtstag (5. bis 7. Mai) bis zu 300 Schiffe bei der Ein- und Auslaufparade die Elbe entlang, nicht auslassen sollte man auch das Schlepperballett und den Verzehr von mindestens einem Fischbrötchen. Brötchen gebongt! oder sicher interessant beim Karneval der Kulturen (13. bis 16. Mai) auf Berlins Straßen.Das könnt mich schon interessieren. Sowie abschließend kurz noch zu anderen Städten Europas." Mate zajem na česke pivo? Dundat po Praze, že jo? (kurze Übersetzung:Habt Ihr Interesse auf Tschechisches Bier? Spazieren durch Prag, nicht wahr?) In Tschechiens Hauptstadt erklingt beim "Prager Frühling" (12. Mai bis 4. Juni). Na ja, den "Prager Frühling" assoziere ich mit etwas anderemdoch was solls?s Das solls gewesen sein. Jedoch richtig überlegt? Bayern mit "Brotzeit" und "Brezen"? Hammer in Sachsen nich, also die Brotzeit.Und Brezen heißt bei uns nach wie vor Brezel.Ist sowieso immer so eine Prolem mit die deutsche Neusprech.Bei uns sagt zum Bleistift niemand "an" Ostern, oder "an Weihnachten" an Pfingsten.Hier gilt immer noch das "zu" . Aber das soll egal sein.Ich habe eine andere Variante: Urlaub auf Balkonien! Auch den längeren Reisen nicht mehr sozugetanem Kreuz.Isch chabe Rücken, Füße etc- wie schon Hape sagte. Das wars-wollte oder sollte mich ja wieder mal im FREITAG melden.Hiermit erledigt- Ciao Jan Chudak

RE: Fatale Eskalation | 03.04.2016 | 19:50

"Ich bin bekennender Freund auch breiter und breitester Diskussioenn, solange man wieder zum Thema findet. Aber reine Ideologie oder Gesichtswahrung ist mir zu dröge" schrieb einer hier-,komm nicht gleich auf den Namen, aber dessen Meinung schließe ich mich an. Der thread ufert hier m.E. gewaltig aus. bis jetzt 366 Beiträge - wenn das nicht genug ist, heiß ich ab sofort Kaiser Franz Josef.
"Fatale Eskalation", da könnte auch über der Summe aller dieser Beiträge stehen-.Weniger ist mehr.
In diesem Sinne- vielleicht könnten wir mal die Rolle Genschers thematisieren? Eine Lüge war das Versprechen, die NATO nicht in den früheren Ostblock auszuweiten. EinVersprechen, hinter dem auch der nun verstorbene Genscher stand. Der aber war gewiß nicht so dumm, anzunehmen, das wäre folgenloser Wortbruch.

RE: Fatale Eskalation | 23.03.2016 | 13:58

Zu lesen waren hier die Worte des franz. Premiers „Wir sind im Krieg“.Ich stimme dem Vortredner zu, daß in diesem einen Wort unsere ganze Misere liegt. In der Tat! Den Terror als Krieg zu betrachten wäre der Kardinalfehler und wir hätten ihn bereits verloren, ein nie gewinnbarer Krieg. Dehalb nein zu miltärischen Lösungen. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß Rüstungskonzerne jetzt Blut lecken, daß hohe Militärs ihre Zeit gekommen sehen, die Herren Generäle raus aus ihren Buddelkästen wollen und echten Krieg wollen. Nur mit Krieg hat man Frieden noch nie herbeigebombt.Noch nie! Da könnte man sich nur wünschen, daß Lyssistrata und ihre Schwestern dieses Mannspack am langen Arm verhungern lät. Nein, es ist eigentlich auch kein Angriff auf Brüssel, sie wollen uns testen, und provozieren, testen, ob wir uns provozieren lassen.Diesen Gefallen sollten wir ihnen nicht tun.Die ersten Reaktionen aus Brüssel fand ich gut-mit Zeichen der Liebe begegnen.Super.

RE: Begrüßung | 04.03.2016 | 10:54

Sachsen

Sachsen sind die nun alle so? echt??

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Jan Chudak

-Du heulst am falschen Grabe-oder

-Eene, meene Muh und raus bist Du- Wortspielereien

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Also, da will ich doch nach kurzem Reinschnuppern hier in der Community einen Beitrag vom Stapel lassen.So ganz aus der Lamäng sofort los schreiben geht nicht, wie ich ursprünglich dachte.Zeit, die leider zu kleine Schriftgröße(hier leider nicht anders einstellbar) gesundheitliches Befinden u.a.lassen doch eine Weile vergehen, bis der Beitrag geschrieben, nochmals überflogen und dann gepostet wird.Also, Dank für Euer Willkommen und los gehts.

Sind aber noch einige wichtige Ergänzungen von nöten, betreffend den Stil und die Vorlieben des "Neuen".Ich mag nämlich Wortspielereien.Also keine nur ganz ernsthaft verfassten Kommentare, Grundsatzreferate oder politische Statements, die Sie - Quatsch DU, wir sind ja hier im Usenet alle per DU, ob 17 oder 70, lesen möchten.Wobei ich erstere weder als Leser geschweige denn Schreibende annehme. "Wortspielereien" schließen bei mir auch das bewußte Verhohnepiepeln der Sprache mit ein.Also zum Beispiel ist Rechtschraibungk nicht etwa fehlende Orthographie-Kenntnis oder Dreckfühler statt Druckfehler. Ist von mir bewußt eingesetzt.Nicht zur Freude jedes Konsumenten- aber ist halt meine Art.Und zum Lesen ist ja niemand gezwungen.

Man kann auch sehr ernste Themen mit heiteren variieren bzw. mischen.Und dann rätselt der Leser ggf., was meint der Kerl jetzt damit?Das ist doch nicht sein Ernst, sicher ein Ulk. Jo, schau mer mal.Was sagt das Bauchgefühl? Und "Anleihen" bei anderen sind auch "in", wie weltweit ja gecovert wird, ob nun Antike, Klassik oder Moderne.

Nach diesem langen Sermon möchte ich nun zum eigentlichen Thema kommen und es dem geneigten Publikum vorsetzen.Ich habe bewußt Publikum als Anrede genommen und nicht Community, weil mir all dieses englische communititatütata, eventartige, kids und Katz gewaltig auf den Senkel geht.Am liebsten hätte ich ja Kollektiv geschrieben, aber das hammer ja nich mehr.Womit auch klar ist, wes Geistes bzw.Landes Kind der Autor ist, nämlich Sachse, gestandener Ex-DDR-Bürger. Wie sagte doch einst der Wetterfrosch Jörg Kachelmann so schön? Es war nicht alles schlecht. Wohlan.

Das ist alles nur geklaut, und gestohlen, nur gezogen und geraubt. Entschuldigung, das hab ich mir erlaubt!Na? Klingelts? Kurzes Nachdenken- ja richtig, dieser Satz ist ein Titel von den "Prinzen", womit der Nachweis als erbracht gilt, daß wir auch zu DDR-Zeiten Blaublütige hatten.Und "blau" war so mancher Künstler ja auch, nicht nur der.

Kilometer Einleitung beendet, wird ernst.Ich möchte zum Thema "Wir Sachsen-fremdenfeindlich oder nicht?" schreiben.Prädestiniert dafür glaube ich zu sein (sonst ist es mit dem Glauben nicht weit her).Bin selber quasi Ausländer, da kein Deutscher, sondern Sorbe, wie auch unser sächs.Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Angehöriger der kleinsten slawischen Minderheit.Womit mit dem Stichwort Tillich schon der nächste Angriffspunkt fällt.

Ganz Deutschland blickt auf Sachsen!Das sind die Schlimmsten!Dort ist Pegida zuhause!Pfui, schämt Euch alle!Ich möchte auch das Thema aufgreifen, wie z.B. schon von Hans Springstein angegangen oder auch in Dialogen Janto Ban vs.Wolfgang Peters341.

Also abgesehen davon, daß es d e n Sachsen genausowenig gibt wie d e n Berliner, d e n Bayern und und, es sind alles Individuen:ich bin schon ganz anders als mein Nachbar linkerhand. Mein Nachbar wiederum auch anders als der Mieter über ihm usw.

Wer räsoniert, daß es wirklich alles Sachsen sind, alle aus Heidenau, aus Dresden usw.?Und dieses- sorry- saudämliche Argument, daß dieses stillschweigende Tolerieren ja eigentlich noch schlimmer ist, als die Täter?Ja, wer toleriert denn bittschön?Diejenigen, die zur gleichen Zeit am gleichen Ort waren und das ist ein winziger Bruchteil. Von einem kleinen Ort vielleicht ein Hundertstel, von einer Großstadt 0,003 Prozent.Warum? Weil,die zuhause sind, bleiben!Weil, ob jung oder alt um diese Zeit nicht mehr raus in diese Gebiet, vielleicht sogar aus gesundh.Gründen, gar Angst von den Pöblern angegriffen zu werden? Das alles sollen d i e Sachsen sein? "Nachbarin, Euer Fläsch'chen"möchte ich da mit Johann Wolfgang von Goethe aus seinem "Faust" sagen!

Ich war zu DDR-Zeiten Betriebszeitungsredakteur in einem großen sächs. Betrieb.Das Nase rümpfen kannste jetzt stecken lassen, lieber Leser X., kein Handzahmer, der zu allem Ja und Amen sagte.Ich hatte eine flotte Feder, sogar eine sehr flotte Feder! Und so manches mal durfte ich mit dem Parteisekretär bei der Kreisleitung antanzen.Na ja, ging nicht lange, nach zwei Jahren war Schluß und eine neues Tätigkeitsgebiet in der Industrie begonnen. Die Crux bei mir war ja immer, daß ich Probleme hatte, nicht weil ich g e g e n den Staat und die DDR war, sondern dafür. Sorry, aber wird wohl jemand aus den gebrauchten Ländern nicht verstehen.

So, das wars erstmal zu Beginn.Mal sehen, wenns wieder mal mit Schreiben klappt. Servus Leutln, hab die Ehre.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.