Es war die Hölle, Flammen, überall Flammen

13.Februar 45 auch wenn 78 Jahre her, sowas vergißt man nie
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Ich habs geahnt, ich habs geahnt! Eigentlich eine Schande für ein anderes bekanntes und sonst eigentlich gutes Print-und Onlinemedium. Sie können sich denken, dass ich damit nicht jenes mit den vier Grossbuchstaben meine.Da schweigt des Sängers Höflichkeit.Mir geht es- worum wohl als gebürtigen Dresdner und 78 Jahre jung am heutigen Tage- um denselbigen, alles was drum herum ist! Und dass er meines Erachtens nach auch 78 Jahre danach mehr Beachtung finden sollte, als geschehen.Also ran an den Speck in medias res - und vorher nochmal den Text des ursprüngl.Artikels redigiert, verräterische Hinweise darauf, an wen er eigentlich vorhergehen sollte, rausgenommen. Lets go.Und noch ist aus dem Radio nichts zu vernehmen, daß es größere Zwischenfälle gegegeben hätte.Und bleibt hoffentlich bis zum Glockengeläut 21:45 Uhr aller Dresdner Kirchen so.

Ich sage ehrlich, ungeschminkt, unumwunden meine Meinung. Das betrachte ich gerade bei "PunktPunktPunkt" online nicht als mutig.Im Gegenteil feige!
Rede als alter Dresdner(78) und Zeitzeuge des 13.Februar 1945 in Dresden-mit knapper Not dem getroffenem Elternhaus in letzter Minute vor dem Einsturz entronnen. Heute, am 13.2.2018 ist in "Kölle" im Rheinland, vielleicht auch incl."Kater"in (einigen)Redaktionsstuben des "PunktPunktPunkt" der Kehraus vom Fastelove.Mag sein. Aber an dem heutigen Tag, wo ewig Gestrige auch wieder meinen ihre "Wahrheit" lauthals vorzutragen, die historische Abfolge verdrängend, verleugnend- erwarte ich vom ... mehr. Na ja, also wenn evtl.die Akte "Nahles" wichtiger ist, dann nicht.
Hier mein um ursprünglichen Namen gekürzter Beitrag:

- 13.Februar. Für mich als Zeitzeugen u.78 Jahre ist es ein Erlebnis, was ich mein Leben lang nicht vergessen kann. Uneingeschränktes Ja zum Aufruf des Landtagspräs., das nicht für politische Zwecke zu mißbrauchen, auch dem unseres OB Hilbert. Nie vergessen, von wem das Ganze ausgegangen ist.
Ich war 5, mein Bruder 7 Jahre alt, allein mit meiner Mutter in der elterlichen Wohnung. Konkreter gesagt um die Uhrzeit des Bombenangriffs im Luftschutzkeller unseres Hauses.Das stand unweit des Großen Gartens auf der Wallotstraße 25. Solange ich gesundheitlich konnte, habe ich Jahre danach an diesem Datum bzw. kurz davor in stillem Gedenken dort verharrt. Das stille Gedenken ist übrigens auch meins, nicht die großen Anlässe.
Meine Mutter, ist mit uns Kindern im buchstäblich letztem Moment aus dem brennendem Haus raus auf die Fürstenstraße.Der Luftschutzwart hatte dazu aufgerufen.In der Tat, als wir uns nach wenigen Metern kurzumdrehten, fiel das Haus in sich zusammen. Wir weiter vor in Richtung Großer Garten, vorbei an der Villa des Gauleiters Mutschmann, weitere Einzelheiten weiß ich nicht mehr.(Namen mit dem Zusatz "Gau" sind mir deshalb suspekt) Danach sind wir irgendwie mit einem Zug vom Hbf. nach Freiberg gekomen, zu Verwandten, die dort in der Nähe im Erzgebirge wohnten.Wie, weiß ich auch nicht.
Von der jüngeren Schwester meiner Mutter haben wir nie wieder etwas gehört.Sie soll sich wohl auf dem Weg von ihrer Wohnung auf der Roßthaler Str. zu uns begeben haben. Kam aber nie an,wird wohl auf dem Weg mit unter den Tausenden sein, die im Bombenhagel starben und später auf dem Altmarkt verbrannt wurden./ 1947 kehrte dann mein Vater aus der Gefangenschaft zurück.Ein neues Leben begann. Es war schwer, aber es prägte.
Soweit nur bis hierher.In stillem Gedenken und mit der weißen Rose am Revers, die ich an diesem Tag anstecke,
Julius Fucik, nach dem der frühere Stübelplatz benannt wurde und dort eine Stele hatte, sagte: "Menschen, ich hatte Euch lieb. seid wachsam!"und "Vergeßt nie!"meint Jan Chudak im FREITAG

Bajsewej: Es hätte eigentlich mein 400. Beitrag innerhalb von 4 Jahren postings sein können.Nu isser nich. Na Hund ?:) Interessiert wie die letzte Pfannkuchenernte : :)

16:14 13.02.2018
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