I love capitalism ! echt ej?

Kapitalismus Lösung? Da gibts tatsächlich einen Studierten, der den Kapitalismus liebt und über den grünen Klee lobt.Mehr noch, er sieht in ihm das Nonplusultra- für die Lösung der Probleme
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Morgen - am 1.Juni - ist also Internationaler Kindertag bei uns. Aus diesem Anlaß will ich den Junggebliebenen unter uns... Quatsch mit Soße, was schreibe ich denn da? Sorry. Natürlich wendet sich Jan Chudak nicht an die Community und wird darüber referieren. Aber ich nehme diesen Tag zum Anlaß, etwas zu einer Person zu schreiben, der das Wohl und die Zukunft vorallem unserer Kinder nicht am Herzen liegen kann. Sonst würde besagte Person - ich nenne sie mal kurz Herr X - nicht solchen Stuß verbreiten, den ich erst vor 3 Tagen in den Medien las.Worum es geht/ging? Besagter Herr X tönte da, noch dazu mit stolzgeschwellter Brust, daß er den Kapitalismus liebe, ja daß der Kapitalismus eigentlich d i e Lösung unserer Probleme sei. Haben Sie auch einen Schluckauf bekommen, als Sie das gleiche in dem Medium lasen? Nun gibts ja bei uns Demokratie und Meinungsfreiheit und undundund.Wenn man dazu noch stolz ein Hemdchen trägt, auf dem das aufgedruckt ist, und dieses Hemdlein vorallem dann trägt, wenn man zum Sport geht und es jedermann sieht, ja sehen soll, dann habe ich so leise Zweifel.
Nun gibts ja auch Bürger, denen es der Herr nicht so gegeben hat, sprich etwas unbedarft sind. Dort verstünde ich es ja auch. Wenn aber unser Herr X. ein zweifacher Doc ist, komme ich ins Grübeln.
Bei uns zuhause hat sich eingebürgert, daß ich in solchen Fällen von "Fachidioten" spreche.Mit diesem Terminus bezeichne ich alle diese sonst hochintelligenten Menschen, die durch ihre Arbeit einmaliges leisten, vor denen man nur den Hut ziehen kann. Ärzte z.B. die das Leben von Menschen retten, Professoren, die durch ihre wissenschaftl.Leistungen uns alle weiter bringen. Um deren Leistungen auf ihren Fachgebieten geht es also nicht. Aber daß sie sich dann ganz bewußt von der Politik zurück ziehen und meinen, dafür bin ich nicht zuständig ,das sollen andere tun, deren Job das ist, d a s ist der große Fehler! "Fachidiot" nenne ich den Negierenden der Notwendigkeit, sich dafür zu interessieren.
Und was sagt da unser Herr X.noch? "Der Kapitalismus ist ein Lieblingsfeindbild unserer Zeit. Ob Armut, Hunger, Ungerechtigkeit, Ausbeutung: Im Mittelalter hat man Hexen für alle möglichen Probleme verantwortlich gemacht, heute sind es Manager, Banker, die Reichen oder ganz allgemein der Kapitalismus. Ich halte das für falsch und stelle die gegenteilige These auf: Der Kapitalismus ist imstande, die genannten Menschheitsprobleme zu überwinden.". und das ist nicht alles, er fährt fort und meint:"Ich bin doch nicht reich geboren. Und ich kann mir wenige Menschen in Deutschland vorstellen, die bescheidener leben als ich während meiner Studienzeit. Aber klar, ich habe auch Verständnis für die Reichen. So etwas muss es doch auch geben in einer pluralistischen Gesellschaft."
Und nun habe ich fast alles schon verraten und nenne nur noch eine Quelle, zum Nachlesen: "Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung". FinanzBuch Verlag; 288 Seiten; 24,99 Euro./ Sie können es kaufen, müssen es aber nicht.
Jan Chudak wird sich zur Sache im Forum eines anderen Medium erklären, nicht gegenüber der Chefredaktion. Dort dürfte es sicher noch eine sehr lebhafte Diskussion geben.

17:34 31.05.2018
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