Ossis sehen das wohl anders

Rente usw. vieles unerledigt geblieben
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Jan Chudak las mit großem Interesse den Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Hans Springstein "Interessante Sicht auf die deutsche Einheit", schon deshalb, weil selbst "Ossi" und ein gewissen Alter (76) erreicht, an dem ich mich getraue,einfach mal befugt mit zu reden.Auszugehen war davon, daß der ostdeutsche Sozialverband Volkssolidarität hat am 1. Oktober eine interessante Pressemitteilung zur deutschen Einheit veröffentlicht hat. Voila. Diese verweist also auf Probleme Ostdeutschlands, die ich in den Reden zum "Tag der Einheit" vermisst oder übersehen habe, im letzteren Fall bitte ich um Nachsicht. In den 26 Jahren wurde vieles erreicht, worauf wir gemeinsam stolz sein können“, erklärte der Präsident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, eben aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit am 3. Oktober. „Es gibt aber auch noch vieles, was bis heute unerledigt blieb“, erinnerte er zugleich und warnte vor falscher Selbstzufriedenheit und Ablenkung von den ungelösten Problemen.Kein Widerspruch von mir. Dto. nicht beim Abstand zwischen Ost und West. Gleichermaßen bei den Arbeitseinkommen wie den Renten. Das diese zwangsläufig Dünger für Politikverdrossenheit und Fremdenfeindlichkeit ist, erklärt sich von selbst. Diese ist aber keineswegs nur ein Problem Ostdeutschlands. Jan Chudak meint aber sehr ernst, daß der Zulauf zu rechtsextremen Parteien sei auch nicht mehr (Anm.: oder überhaupt!) mit der DDR-Vergangenheit erklärbar, da durchaus analoge Entwicklungen in den alten Bundesländern sichtbar sind!! Den Satz unterstreiche ich gleich drei mal. Nun bemühe ich mich, keine Bandwurmsaetze zu schreiben.Hoffe, es gelingt mir.Eines will erst mal ganz klar stellen, wie hier geschrieben stund: nämelich,dass wir, die "Ossis" im bundesdeutschen Schnitt duemmer sind, die schlauen und flexiblen seien wohl rechterzeitig ab nach Hamburg, Frankfurt/Main und Muenchen...Kann man so sehen, muß man aber nicht.Nur eine Bemerkung unterschreibe ich auch sofort und ohne weiteres Nachdenken: "die AfD gehört in die nächste Mülltonne." Wobei ich natürlich auch die Pegida-Hanseln mitzähle, die zu den Feierlichkeiten des Tages der deutschen Einheit mal wieder kräftig daneben gelatscht sind und das Ansehen Dresdens besudelt haben mit ihren Pöbeleien.Einfach ekelhaft das Ganze.Na ja, man erinnere sich des Zitats:"Wer schreit hat recht, es blüht ihr Weizen, wer will die armen Irren reizen".No comment.No comment. No comment ist auch eine unlängst bei SPON gefallene Bemerkung,"jener speziell ostdeutschen Sehnsucht, unter sich bleiben zu wollen". Das verstehe nun wieder wer will?Die Radaubrüder, welche ihn anpöbelten sind keine Dresdner, können gar keine sein. Auswärdsche, Zugereiste ähmde, na ,Ihr wissds schon, niwor? Nu! Der Dresdner ist gemütlich. Sagt auch schon ä säggssches Sprichwort, "Dor Sachse nis gemiedlich, awr heimdigsch". Aber so nun auch wieder nicht. Ich habe an den drei Tagen schöne Stunden auf der Festmeile zum Tag der Deutschen Einheit genossen.Das wars, libe FREITAG-Konsumenten.(wenns zuville Schraibfühler warn, biddsch off säägssch um Endschuldschung)

13:20 05.10.2016
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