Frank Witzels „Erfindung der Roten Armee Fraktion"

Schelmenroman Auf 800 Seiten hat Frank Witzel die amüsanteste Terrorstory aller Zeiten geschrieben
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 19/2015
Witzels Teenie-RAF überlegt, wenigstens den Kiosk zu überfallen
Witzels Teenie-RAF überlegt, wenigstens den Kiosk zu überfallen

Foto: Jabiru/iStock

Von jeher gibt es in der deutschen Literatur die Geizhälse und die Verschwender. Die einen liefern in kurzer Zeit einen schmalen Roman nach dem anderen ab. Das sind die Geizhälse. Die anderen schreiben jahrelang an bombastischen Klötzen, obwohl ihr Stoff ausreicht, um mindestens drei einzelne Veröffentlichungen auf den Markt zu werfen – und dementsprechend auch dreimal zu kassieren. Das sind die Verschwender. Zur letztgenannten Gattung gehört Frank Witzel, 1955 in Wiesbaden geboren, der mit seinem Terror-Psycho-Adoleszenz-Roman Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 einen dieser Klötze hingelegt hat.

Er bietet 800 Seiten im Überformat, 1,8 Millionen Zeichen Text. In das Buch passt die kleine, se