Die schwarze Seite der USA

USA Es wurde soeben das Video, was die Tötung von Kajieme Powell in Ferguson zeigt, durch die US-amerikanischen Polizei veröffentlich.
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https://www.youtube.com/watch?v=6ta2-7QJM78&bpctr=1408881917

Kajieme Powell läuft nervös im Kreis, als er den heranfahrenden Streifenwagen der Polizei St. Louis (Missouri) erblickt. Schnell steigen die Polizisten aus und es macht den anschein, dass sie ihn stellen wollen. Kajieme Powell streckt die Arme aus und läuft auf die Polizisten zu. "Shoot me, shoot me now, motherfucker!" ruft er den Polizisten zu. Peng! Mehrere Schüsse fallen und der Jugendliche liegt reglos am Boden. Von der vermeintlichen Notwehr, die die Polizisten nach eigenen Angaben begehen mussten, fehlt jedoch jede Spur. Es scheint schlicht ergreifend die Reaktion auf einen Limodendiebstahl und einer Beleidigung zu sein.

Auf diese schreckliche Ereignis folgen Unruhen und ein unheimliches Versagen der US-amerikanischen Exekutive, die anstatt zu deeskalieren eher noch mehr Öl ein Feuer gießt, was seit Urzeiten der USA noch nicht erloschen ist. Es flammt immer wieder auf und zeigt, dass Schwarz und Weiß noch immer nicht geeint und unter gleichen Rechten leben. Anstatt auf die Bürgerinnen und Bürger, welche zu 70% afroamerikanischen Background haben, beruhigend zu zugehen oder wichtige Vertreter in die Stadt Ferguson zu schicken, um mit den Angehörigen sowie der gesamten Stadt zu trauern, wird kurz erklärt, dass man diesen Fall so schnellst wie möglich aufklären will. Dies reicht aber den Menschen vor ort nicht. Um dies zu erkennen, muss man kein studierter Psychologe sein. Die erwarteten Konsequenzen sind Unruhen und Gewaltexezesse über Nacht. Aber ist es in diesem Fall klug Gewalt mit Gewalt zu begegnen?! Die Antwort auf diese Frage ist klar, jedoch schickt der Staat Missouri die Nationalgarde und ein großes Polizei-Aufgebot nach Ferguson, um mit einer gleichzeitig verhängten Ausgangssperre, für "Ordnung" zu sorgen. Aber wie sieht es denn für eine 70 prozentige afroamerikanische Stadt aus, wenn eine Exekutive, die aus 90% weißen Officers besteht über Maßnahmen des Misstrauens versucht die Situation zu klären?! Sie fühlen sich verloren. Wut und Verzweiflung machen sich in der gesamten Stadt breit. Auch wird die Situation nur weiter angefacht, wenn ein schwarzer Jugendlicher in der Nachbarstadt, der mit einem Messer bewaffnet ist, sofort tödlich niedergestreckt wird.

Ich hoffe, dass die Veröffentlichung des Videos mehr Transparenz und ein Gefühl des Vertrauens bei den Menschen in Ferguson bewirkt. Deshalb halte ich es für einen guten notwendigen Schritt von Seiten der US-amerikanischen Exekutive. Zusätzlich sollte Präsident Barack Obama in die Krisenregion reisen, um als Mediator zwischen Schwarzen und Exekutiver zu agieren, da er ein Bindeglied aus beidem ist.

12:21 22.08.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Jan Mücher

Freies Denken - Prinzipientreue - Tierschutz - Menschen. Das sind die vier Dinge, die ich auf meine persönliche Agenda geschrieben habe. 18 J alt
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