Jan Pfaff

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Jan Pfaff
RE: Shakespeare zum Vögeln | 21.06.2017 | 07:23

Genaues Lesen hilft!

Viele der großen Themen, die bei der zweitägigen Veranstaltung diskutiert werden, wurden zuerst 2015 von Kathleen Richardson im Rahmen ihrer „Kampagne gegen Sexroboter“ aufgebracht. Die Anthropologin und Roboterwissenschaftlerin vertritt die Auffassung, der Besitz eines Sexroboters sei vergleichbar mit dem Besitz eines Sklaven: Er würde Menschen in die Lage versetzen, sich nur noch um sich selbst zu kümmern. Dadurch verkümmere die Fähigkeit zur Empathie, und weibliche Körper würden noch weiter verdinglicht. Da der Sex mit Robotern nicht auf Gegenseitigkeit beruhe, sei er Teil einer rape culture, einer Vergewaltigungskultur.

RE: Kein Platz für Schadenfreude | 11.11.2016 | 17:35

Ist man also automatisch links, würde man einer Hillary Clinton unreflektiert zujubeln?

Das ist nicht meine Meinung, und das habe ich auch nirgends geschrieben. Da müssen Sie schon genauer lesen. Es ging darum, aus welchen Gründen bzw. mit welchen Reaktionen hier manche auf den Erfolg Trumps reagieren (s. oben)

RE: Kein Platz für Schadenfreude | 11.11.2016 | 17:26

Hm, Sie schreiben schon über den Mann, der Waterboarding wieder einführen will, den Iran-Deal "neu verhandeln will", und sich fragt, warum die USA ihre Atomwaffen eigentlich nicht einsetzen?

Aber klar, jedem seine Meinung. Wegen Kritik an Clinton wird hier keiner gesperrt, so ein Blödsinn. Man muss nur dann auch selber Kritik aushalten und nicht immer gleich über Zensur schwadronieren.

RE: Kein Platz für Schadenfreude | 11.11.2016 | 11:03

Gerne! Das ging natürlich an alle hier.

RE: Kein Platz für Schadenfreude | 11.11.2016 | 10:14

Lieber Janto Ban,

ich würde nicht jeden einen Putin-Troll nennen, der nicht meiner Meinung ist. Und die Kandidatur Clintons kann man ja auch aus sehr guten Gründen kritisieren. Ein guter Grund wäre zum Beispiel, dass sie das Ding einfach nicht gewonnen hat. Die Gründe dafür sind meines Erachtens vielschichtig, aber ihre starke Eingebundenheit in das Establishment spielte zweifellos eine große Rolle.

Aber eins muss man hier auch ganz klar sagen: Wer der Ansicht ist, dass Trump die bessere Wahl ist als Clinton, oder die "weniger gefährliche", weil er einem zunehmend neo-imperial agierenden Russland freie Hand lassen will. Wer das Prahlen mit sexuellen Übergriffen zum "Altherrenwitz" kleinredet, wer Rassismus und den Hass auf Andersdenkende als "Nebenwiderspruch" abtun will, oder wer meint, das Bauen von Mauern sei eine Lösung für die Probleme dieser Welt, der ist alles Mögliche, aber er ist nicht links.

RE: Kein Platz für Schadenfreude | 09.11.2016 | 14:14

sprach der weisse Mann. x)

Richtig. I try to check my privileges as well!

Und zu Zizek, nix Verleumdung, zu seinem "Endorsement" bitte hier entlang.

RE: Debatten-Pingpong | 04.11.2016 | 12:16

Aber ich will das ja durch einen positiven "Whataboutismus" ausgleichen.

Das habe ich auch noch nicht ganz verstanden, weil wenn Sie Zorneding Diaby gegenüberhalten wollen, heißt das ja trotzdem, dass Sie weiter gegeneinander aufrechnen, hier offenbar Ost gegen West. Dass da dann ein positives Beispiel gewählt wird, macht ja das Prinzip nicht besser.

RE: Debatten-Pingpong | 04.11.2016 | 11:23

Liebe Magda, was ist das Problem mit Whataboutism?

Erstens, wie es bei Wikipedia und Co. auch schon steht: Whataboutism lenkt die Diskussion und Kritik vom eigentlichen Gegenstand ab, in dem er einen Teil der Aufmerksamkeit woandershin verschiebt.

Zweitens: Vergleichen geht nur bei einem gewissen Niveau der Abstraktion. Das bedeutet aber, dass es zu Lasten des konkreten Kontextes, der Betrachtung der jeweiligen Umstände des ursprünglichen Gegenstands geht.

Und drittens, und meines Erachtens am wichtigsten: Das Hinweisen auf Doppelstandards anderswo zielt in der Argumentation darauf ab zu sagen: "Ist halt so. Es haben alle Dreck am Stecken, also Schwamm drüber." Damit wird der Doppelstandard aber zum neuen Standard erklärt – und darauf sollte man sich nicht einlassen.

RE: Nach dem Schock | 04.11.2016 | 09:00

Hm, lesen hilft:

"... doch in vielen lateinamerikanischen Ländern mischt sich Sexismus mit kaputten staatlichen Strukturen, einer schwachen Justiz und korrupten Sicherheitskräften zu einem tödlichen Cocktail."

RE: Live und in Farbe | 24.09.2016 | 20:54

Oups, völlig richtig. Die Ausgabe erscheint natürlich am 29. September. Danke für den Hinweis. Ich habe es oben korrigiert.