Jan Greve
17.06.2014 | 15:02 140

Links-Rechts-Schwäche

Montagsmahnwachen Eine neue Studie belegt, dass viele der Teilnehmer für rechte Thesen offen sind – auch wenn sie es selbst nicht so sehen

Wer für Frieden und Demokratie auf die Straße geht, hat Unterstützung verdient – diesen Satz würden sicherlich viele Menschen unterschreiben. Problematisch wird es allerdings, wenn sich zu allgemeinen Idealen krude Ansichten gesellen, mit denen man eigentlich nichts zu tun haben will. Bei den „Montagsmahnwachen für den Frieden“ vermuteten verschiedene Kommentatoren genau solche Verbindungen. Es wurde ein Übergewicht rechter Parolen und Personen ausgemacht, die sich unter dem Friedens-Mäntelchen zusammenfinden. Doch ganz so einfach ist es nicht, lautet das Fazit einer am Montag in Berlin vorgestellten Studie, die erstmals konkrete Ergebnisse liefert. Ziel der Untersuchung war, ein präzises Bild der politischen Orientierung der Mahnwachenteilnehmer zu bekommen. Herausgekommen ist ein Sowohl-als-auch.

Die im Zuge der beginnenden Ukraine-Krise aufgekommenen Demonstrationen verbreiteten sich seit März diesen Jahres von Berlin aus über verschiedene deutsche Städte. Diskussionen über den politischen Hintergrund der Montagsmahnwachen nährten sich durch Aussagen wie die des Initiators der Berliner Veranstaltungen, Lars Mährholz, der in seinem Aufruf „die tödliche Politik der Federal Reserve (einer privaten Bank)“ und das von der US-Notenbank betriebene „Schuldgeldzinssystem“ als Ursache für die ukrainische Situation erklärte. Aufgrund solcher und anderer Aussagen wurden seitens der Medien und Politik Vorwürfe laut, es handle sich bei den Montagsmahnwachen um eine Ansammlung antisemitischer sowie antiamerikanischer Außenseiter, deren verkürzte Systemkritik anschlussfähig für Rechtsextreme sei. Auch das Auftreten der in rechten Kreisen durch ihre Verschwörungstheorien bekannten Jürgen Elsässer, Ken Jebsen oder Andreas Popp führte verständlicherweise zu Kontroversen.

Während die politische Überzeugungen der Mahnwachenprominenz hinlänglich bekannt sind, blieben Vermutungen bezüglich der Teilnehmer bis jetzt spekulativ. Um das zu ändern, wurde in Zusammenarbeit des Zentrums Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin mit dem Verein für Protest- und Bewegungsforschung eine Studie durchgeführt. Befragt wurden Demonstranten beispielsweise nach der Selbsteinordnung in das linke oder rechte politische Spektrum, die sie aber meist verweigerten. Knapp 40 Prozent derjenigen, die an der Studie teilnahmen, lehnten diese Skala als überholt ab. Bezeichnenderweise definierte einer der Befragten die „Abschaffung altpolitischer Paradigmen und Bauernfängerphrasen wie beispielsweise 'links' und 'rechts'“ als Ziel des Protests. Immerhin 38 Prozent ordneten sich ins linke Lager ein, was verglichen mit Aussagen von Teilnehmern anderer Demonstrationen dennoch auffällig unterdurchschnittlich ist.

Ungeachtet dessen wurden Fragen nach bestimmten politischen Einstellungen so beantwortet, dass eine Nähe zu autoritären oder antisemitischen Ideologien offensichtlich ist. So stimmten die Befragten zu einem Drittel folgender Aussage ganz oder überwiegend zu: „Wir sollten einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert.“ Dass Zionisten „sich weltweit an die Hebel der Macht gesetzt“ haben, sahen gut 27 Prozent der Befragten so. Des Weiteren wurde der Aussage, die Bundesrepublik sei kein souveräner Staat, mit gut 60 Prozent zugestimmt, während gut 50 Prozent die USA und ihr Militär als „der Knüppel der FED (US-Notenbank)“ degradierten. Insgesamt ergibt sich damit ein Bild diffuser Verbindung von obrigkeitshörigen, verschwörungstheoretischen Ansichten.

Neben diesen eindeutig rechten Überzeugungen fanden die Wissenschaftler bei den genannten Anliegen auch klassisch linke Themen wie Kapitalismuskritik oder das Ablehnen des geplanten Freihandelsabkommen TTIP. Die Befragten nahmen die Widersprüchlichkeit ihres Forderungskatalogs nicht als solche war, einer von ihnen propagierte: „Wir lassen uns nicht spalten“. Das erinnert zwangsläufig an Konzepte wie jenes der auch von Elsässer vertretenen Querfront, nach dem linke und rechte Positionen unter einem gemeinsamen Banner vereint werden sollen. Darauf angesprochen sprach der Mitautor der Studie und Koryphäe der Protest- und Bewegungsforschung Dieter Rucht von einer „doppelte Ambivalenz“. Diese sei geprägt durch das Nebeneinander mehrerer Teilgruppen mit unterschiedlichen Interessen einerseits, durch inkonsistente Weltbilder auch innerhalb dieser Gruppen andererseits. Einzig die Ablehnung gegenüber dem politischen System erzeugt Einigkeit, hier verneinten 93,9 Prozent der Mahnwachenteilnehmer ein „gutes Funktionieren“ der Bundesrepublik. Auch die Institutionen genießen laut Studienergebnis fast kein Vertrauen, egal ob Bundesregierung, Banken oder Medien.

Zwar beteiligen sich nachweislich ebenso linke Akteure an den Montagsmahnwachen, doch bleibt unter dem Strich der Eindruck einer Versammlung von Positionen, die eindeutig anschlussfähig für rechtsextreme Inhalte sind. Dass die Träger solcher oder ähnlicher Überzeugungen nicht gerne als politisch rechts bezeichnet werden, ist spätestens seit der Sarrazin-Debatte oder der offiziellen Selbstbeschreibung der AfD hinlänglich bekannt. Nach Aussage der Autoren der Studie konnte zwar nur zwei Befragten ein „geschlossenes, konsistentes rechtsextremes Weltbild“ nachgewiesen werden, der „Nährboden für populistische Instrumentalisierungen“ sei aber durchaus gegeben.

Dass viele der Äußerungen nachweisbar in einem paradoxen Verhältnis zueinanderstehen, sollte nicht über die Gefahr hinwegtäuschen, die in der Verbindung von allgemeinen Friedensbekundungen und dem Wunsch nach diktatorischer Führung liegt. Kategorien wie rechts und links mögen als Zuschreibungen nicht immer ausreichen, bei der Beschreibung der Montagsmahnwachen erscheinen sie definitiv sinnvoll.

Kommentare (140)

salvo 17.06.2014 | 16:02

man sollte sich lieber die Studie selbst durchlesen, deren Fazit dem wertenden Kommentar hier widerspricht:

"Summiert man die Zustimmung zu allen Aussagen und weist alle Personen aus, die ihnen der Ten-denz nach zustimmen, haben nur zwei von 306 Befragten ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild (s. Tabelle 5). In den einzelnen Dimensionen fällt die Zustimmung dagegen größer aus (Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur: 11 Personen, Chauvinismus: 5, Antisemitismus: 4, Verharmlosung des Nationalsozialismus: 3). Allerdings ist die Einordnung bei sieben (Dimension Autoritarismus) bis 20 Prozent (Gesamteinschätzung rechtsextremes Weltbild) der Befragten aufgrund fehlender Werte nicht möglich. <b>Festzuhalten ist also, dass fast alle rechtsextremen Aussagen auf mehrheitliche Ablehnung stießen. Prozentual gesehen bewegen sich die Teilnehmer/innen damit deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt, der in der jüngsten Mitte-Studie ermittelt wurde.</b>"

https://protestinstitut.files.wordpress.com/2014/06/occupy-frieden_befragung-montagsmahnwachen_protestinstitut-eu1.pdf

Ringo Wunderlich 17.06.2014 | 16:34

"Auch das Auftreten der in rechten Kreisen durch ihre Verschwörungstheorien bekannten Jürgen Elsässer, Ken Jebsen oder Andreas Popp führte verständlicherweise zu Kontroversen."

Das sagt erst einmal gar nichts darüber aus, ob und wo diese Leute schubladentechnisch eingeordnete werden können, soll wohl aber eine Nähe zum "rechten Spektrum" suggerieren.

Spitzenpolitiker der NPD und deren Auffassungen sind auch bei die Linke und MLPD bekannt, was einen Udo Pastörs noch längst nicht zu einem Sozialdemokraten oder Kommunisten macht.

Und komischerweise gelten zumindest Jebsen und Popp unter Rechten (die sich auch als Rechte selbst betrachten) als Linke, was perspektivisch zwar leicht zu erklären ist, aber sie werden wirklich als links der Mitte verortet.

Die Berichterstattung über diese Montagsdemos zeigt eines, die völlige Bedeutungslosigkeit des Begriffes, den sich die Medien auf die Fahnen geschrieben haben, des Begriffes "überparteilich". Sie können es sich selbst nicht mal mehr vorstellen, dass es so etwas wie Überparteilichkeit überhaupt gibt.

Nein, alles muss an seinen rechten Platz in den Schubladen, sonst geht ja die ganze Ordnung verloren. Und wer sich partout nicht einordnen lassen will, der ist eben krude, konfus, paradox, ambivalent und was sich noch alles abwertendes finden lässt. Gottseidank gibts dafür auch eine Schublade. Die Ordnung wiederhergestellt

Spinner gibt es überall. Und so wie die Wachstumsspinner im bürgerlichen Lager ihr Unwesen treiben, so gibt es Spinner unter linken, rechten und überparteilichen.

Aber wenn es Themen gibt, die dafür sorgen, dass die verschieden Gruppen zusammenkommen, um zu diskutieren, statt sich die Köpfe einzuschlagen, Halleluja, preiset den Herrn (in meinem Falle Kant).

Das beunruhigt wiederum die Besitzstandswahrer, die mit dem teile (nicht den Besitzstand) und herrsche bisher gut gefahren sind und die natürlich jedes Mittel suchen, um diese Gefahr zu diffamieren, wenn das alleinige Ignorieren nicht mehr reicht.

Verschwörungstheoretiker ist übrigens ein hübscher Begriff und ein Lob für jeden, der das eigenständige Denken nicht verlernt hat, selbst wenn das Ergebnis des Denkprozesses wirklich krude ausfallen sollte. Und jetzt bediene ich mich bei Popp, an dessen Auffassungen es einiges zu kritisieren gibt, der deswegen aber trotzdem zum Nachdenken anregt. Wenn jemand den begriff Verschwörungstheoretiker verwendet teilt er die Welt ein in eben diese und das Gegenteil, die Nichtverschwörungstheoretiker. Letzterer ist, per definitionem der Begriffe Verschwörung und Theorie, jemand der alles glaubt, was man ihm sagt. Also da bin ich lieber ersterer.

Schönen Dienstag noch und da dies mein erster Kommentar hier ist, noch ein freundliches Hallo in die Runde.

Frieden und Wohlstand

RW

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Ehemaliger Nutzer 17.06.2014 | 16:44

„…hier verneinten 93,9 Prozent der Mahnwachenteilnehmer ein „gutes Funktionieren“ der Bundesrepublik…“

Diese Bundesrepublik funktioniert so entsetzlich reibungslos, geschmiert und rasant, dass einem nur noch angst und bange werden kann und diesen Leuten geht dass Zweckmäßige und erfolgreiche Funktionieren dieses Gemeinwesens nicht gut genug!?

lombardi 17.06.2014 | 16:52

Auf diesen, Ihren ersten Kommentar ein Prosit und Dankeschön, werter RW.

Ich habe viele meiner gewonnenen Ansichten dort wiedergefunden.

Wie der Autor darauf kommt, dass die These: "Deutschland sei kein souveräner Staat" eindeutig rechts zu verorten sei, ist mir etwas schleierhaft. Aber vielleicht ist ihm nur nicht in den Sinn gekommen, dass der gemeine Friedensdemonstrant dieses Bild in vielschichtigen Grautönen zu betrachten bereit ist und eben nicht nur zwei Schubladen dafür parat hat.

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Ehemaliger Nutzer 17.06.2014 | 17:12

Seit Marine Le Pen zu Putin's Groupie mutiert ist und bekannt wurde, aus welchen Quellen finanzielle Zuwendungen für rechtsradikale und neonationalsozialisische Partein und Strömungen in Europa (und besonders in der EU) kommen, wundert es mich nicht, dass die Grenzen bei solchen Veranstaltungen verschwimmen.

Rechte und Linke eint wie in der Weimarer Republik der Kampf gegen Europa und gegen einzelne Staaten. Geschichte wiederholt sich eben doch.

RonnySky 17.06.2014 | 17:24

Stimme mit RW überein (außer dem göttlichen Kant xD).

Was ich noch als Frage in den Raum stelle:

Wann ist jemand nichtmehr rechts oder wann kann man erwarten das Medien und Wissenschaft sich korrigieren und Aussagen berichtigen?

Diese Frage(n) brennen mir schon länger unter den Fingern. Ken Jebsen hat einen Dialog mit Pedram Shahyar, einem langjährigen Attac-Aktivisten mit tiefen verwurzelungen in der Linken Szene, veröffentlich in dem er sich der Kritik stellt und etwas irre seltenes in der Medien-Welt macht: er hat Kritik angenommen und eigene Fehler eingestanden!!!

Und Lars Mährholz würde ich definitiv nicht als "offen für rechte Inhalte" einstufen. Auch Lars Mährholz hat ein langes Gespräch mit Ken Jebsen veröffentlicht. Das Video hat mich überzeugt, dass Lars Mährholz nicht offen für rechte Inhalte ist.

Selbstverständlich muss die Diskussion erlaubt sein und die Inhalte der Mahnwachen sollen gerne auf den Prüfstand gestellöt werden.

Was aber meiner Meinung nach völlig falsch läuft: "Dass Zionisten „sich weltweit an die Hebel der Macht gesetzt“ haben" Das soll also einen Antisemiten ausmachen. Das macht höchsten einen Anti-Zionisten aus. Selbst in New York haben 10.000 Juden gegen Zionismus und die Politik der Israelischen Politik protestiert.

J.A.Cloud 17.06.2014 | 19:11

Die USA sein ein Knüppel der FED? Naja sie ist zumindest eine Oligarchie: http://www.princeton.edu/%7Emgilens/Gilens%20homepage%20materials/Gilens%20and%20Page/Gilens%20and%20Page%202014-Testing%20Theories%203-7-14.pdf

Und wie ist es diktaturbefürwortend zu sagen, dass Deutschland kein souveräner Staat ist, wenn dies doch gerade kritisiert, dass das (deutsche) Volk eben nicht bestimmen kann, was der deutsche Staat tut?

Wie hat der Autor es geschafft den Willen zur Demokratie in den Willen zur Untertänigkeit umgepolt?

salvo 17.06.2014 | 22:46

Blödsinn! wie aus der aus der Studie zitierten Stelle hervorgeht: "Festzuhalten ist also, dass fast alle rechtsextremen Aussagen auf mehrheitliche Ablehnung stießen. Prozentual gesehen bewegen sich die Teilnehmer/innen damit deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt, der in der jüngsten Mitte-Studie ermittelt wurde." diese rechtsextremen Aussagen sind also in der Mitte der deutschen Gesellschaft verankert, aus der auch der historische Nazismus hervorgegangen ist. Diese verzweifelten Versuche, diese Wurzel auf die Ränder der Gesellschaft zu verschieben, machen deutlich, welcher Art die Vergangenheitsbewältigung in diesem Lande gewesen ist.

knattertom 18.06.2014 | 01:17

"Problematisch wird es allerdings, wenn sich zu allgemeinen Idealen krude Ansichten gesellen, mit denen man eigentlich nichts zu tun haben will. Bei den „Montagsmahnwachen für den Frieden“ vermuteten verschiedene Kommentatoren genau solche Verbindungen. Es wurde ein Übergewicht rechter Parolen und Personen ausgemacht, die sich unter dem Friedens-Mäntelchen zusammenfinden."

Offensichtlich deckt sich dieser Satz in keinster Weise mit den Ergebnissen der Studie. Im übrigen ist Systemkritik Systemkritik, welche Anregungen zur Weiterentwicklung des Systems bei den Veranstaltungen gegeben werden, und auf welcher Ebene, national oder international diese Weiterentwicklung angepeilt wird, darüber zeigt sich, ob dieser Protest eher "links-" oder "rechtsgerichtet" ist, bzw. in welche der beiden Richtungen er tendiert.

dame.von.welt 18.06.2014 | 08:22

°Und Lars Mährholz würde ich definitiv nicht als "offen für rechte Inhalte" einstufen.°

Dann hätte er seine Haltung geändert. Lars Mährholz war von 2001 bis 2007 Mitglied und Beisitzer des vom Rechtsextremisten Torsten Witt gegründeten und geführten °Verband Junger Journalisten°, klick.

Angesichts von Ken Jebsens Antisemitismen halte ich den für denkbar ungeeignet, um wen auch immer vom Vorwurf der Offenheit für rechtsextremistische Inhalte frei zu sprechen.

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Ehemaliger Nutzer 18.06.2014 | 11:49

Der Nebel im Politischen

Solange diese Vernebelung in der öffentlichen Diskussion mit den politischen Begriffen wie: Rechts/Links weiter anhält, wird sich der Nebel im Politischen nicht lichten.

Ich schlage darum Kategorien vor, wie: Sozial/Wirtschaftsliberal und Autoritär/Libertät. Diese Begriffe sind relativ präzise auch mit soziologischen und politologischen Methoden zu ermitteln und graphisch darstellbar.

Bis dahin: Sucht ruhig weiter eure Stecknadeln im Heuhaufen und redet beständig aneinander vorbei.

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Ehemaliger Nutzer 18.06.2014 | 12:57

@Jan Greve 17.06.2014 | 15:02

Vielleicht hilft es zur Erkenntnis, wenn man sich bestimmte Punkte in der Entwicklung der Bundesrepublik vor Augen hält.

Die Bundesrepublik wurde und wird die überwiegende Zeit von konservativen Regierungen regiert. Es gab nur einmal eine linksliberal-sozialdemokratische Regierung, nämlich diejenige Willy Brandts.

Der Antikommunismus/Antimarxismus wurde von der Union, den Springerblättern und der SPD sowie später auch von den Grünen als fester gesellschaftspolitischer Hintergrund in der Gesellschaft und im Denken der Menschen verankert.

Mit dem Scheitern der sozialistischen Staaten gibt es keinerlei Möglichkeit mehr, über tatsächlich linke Positionen zu diskutieren.

Kohl sorgte dafür, das eine ganze Generation regelrecht entpolitisiert wurde.

Schröder sorgte dafür, dass man die rabiate Zerstörung der sozialen Marktwirtschaft für einen Fortschritt hält. Damit verbunden gelten die von SPD&Grünen kommenden und stets folgenlosen verbalradikalen Ausfälle gegen und Moralappelle an das Besitzbürgertum [Milliardäre, Multimilllionäre] als links, obwohl sie lediglich eine Form der Unterwürfigkeit und Bettelei sind.

Der überwiegende Teil der Bürger dürfte im Sinne Thomas Manns Betrachtungen eines Unpolitischen eben unpolitisch sein.

Wer nicht zwischen konservativen, national-konservativen, nationalen, nationalistischen, chauvinistischen und offen faschistischen Positionen unterscheiden will oder kann, für den sind zwangsläufig alle anderen 'irgendwie rechts'.

Dazu der Politikwissenschaftler Ernst Hillebrand in seinem Artikel Populismus: Die Irrtümer der Linken

"Um einen politischen Gegner erfolgreich zu bekämpfen, muss man ihn richtig verstehen. Dabei müssen auch liebgewordene Feindbilder aktualisiert werden. [...] Die Linke [in D sind das u.a. SPD, Grüne, Die Linke, Piraten] hat die durch den Populismus artikulierte Unzufriedenheit [der Bürger] niemals wirklich ernst genommen, sondern mit pädagogisierender Arroganz bei Seite gewischt.'

So wird also den Menschen eine Anfälligkeit [wie eine Krankheit] für rechte Positionen angedichtet, anstelle sie aufzuklären.

Banken gehören nun mal auch ganz konkreten Menschen. Wenn man bspw. die jahrhundertalten Bank-Dynastien leugnet, verstärkt man 'Verschwörungstheorien' über Geld- und Zinsgeschäfte. Hier muss man eben sich selbst mal kundig machen, wie die privaten Banken es in die modernen Demokratien geschafft haben und dort ihren Einfluss sichern und erweitern. Man muss die Mechanismen der Geldgeschäfte klären, denen unsere Zentralbanken zuarbeiten. Einen historischen Einblick darin ermöglicht Niall Ferguson in The Ascent of Money [auch auf youtube].

Die vermeintliche Anfälligkeit der Bürger für rechte Positionen fusst auf der Schwäche, der Unfähigkeit und der Überheblichkeit selbsternannter 'Linker'. Die Linken müssen sich wohl an die eigene Nase fassen, anstelle mit dem ausgetreckten Finger auf andere zu zeigen, denn drei Finger der eigenen Hand zeigen dabei auf einen selbst zurück.

knattertom 18.06.2014 | 14:48

Doch, genau von jenem Gassenhauer war hier die Rede :)

"Nun, durch die Zivilisation und Techno ist das Hörvermögen bie vielen Menschen schon reduziert,"

Das mag stimmen, möglicherweise sollte man mal einen Techno-remix dieses Musikstückes anfertigen.

Im übrigen sehr empfehlenswert ist das auch weiter oben bereits verlinkte Gespräch von K. Jebsen mit Pedram Shahyar, in dem beide auch über sekundären Antisemitismus sprechen und einige Missverständnisse aufklären.

knattertom 18.06.2014 | 15:13

Schön, dass Sie ihren Blog mit unserer Diskussion wieder herausgekramt haben. Wie darin bereits erwähnt, finde ich es reichlich schwach, um nicht zu sagen grenzwertig, einen zwei Jahre alten Beitrag von K. Jebsen heranzunehmen, der offensichtlich der einzige ist, in dem sie eine irgendwie in die Richtung antisemitisch gehende Äusserung von K. Jebsen finden konnten.

Darum empfehle ich Ihnen, liebe Dame, ganz direkt nochmal das oben verlinkte Gespräch, in dem K. Jebsen direkt auf den von Ihnen herangezogenen Beitrag eingeht und erklärt, wie es dazu kam.

Im übrigen wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag.

dame.von.welt 18.06.2014 | 15:59

Warum ich Jebsens Beitrag von vor 2 Jahren herangenommen habe, hatte ich Ihnen bereits im Rahmen der x Richtigstellungen Ihrer Unterschübe in der Diskussion begründet: Ken Jebsen hat trotz seiner geklitterten oder ganz herbeigelogenen Tatsachenbehauptungen und antisemitischen Äußerungen eine ganze Reihe Groupies, auch in der FC. Weswegen ich seine Volksrede zusammengefasst und u.a. Antisemitismen wörtlich wiedergegeben habe.

Das können Sie finden, wie Sie wollen, meinetwegen gern auch °schwach, um nicht zu sagen grenzwertig° Solange der KenFM-Zionismus-Beitrag öffentlich herumstinkt und reichlich frequentiert wird, ist er aktuell.

Wenn Sie in einem weiteren KenFM-Beitrag eine Richtigstellung ausgemacht haben, nennen Sie mir freundlicherweise die Minute, ab der Jebsen sich zu seinem älteren Beitrag äußert. Ich habe genau null Lust, mir weitere eineinhalb Stunden Jebsen reinzuziehen.

Pedram Shahyar ist mir als FC-Blogger und attac-Aktivist bekannt, seine (mir persönlich zu unkritische) Haltung zu den Montagsdemos muß ich weder teilen noch sie zusätzlich zur Bloglektüre auch noch in einem Video bewundern.

Ihnen auch einen schönen Tag!

knattertom 18.06.2014 | 17:27

"hatte ich Ihnen bereits im Rahmen der x Richtigstellungen Ihrer Unterschübe in der Diskussion begründet: "

Ich Ihnen etwas untergeschoben?!? Wo denn bitte das?

"Wenn Sie in einem weiteren KenFM-Beitrag eine Richtigstellung ausgemacht haben, nennen Sie mir freundlicherweise die Minute, ab der Jebsen sich zu seinem älteren Beitrag äußert. Ich habe genau null Lust, mir weitere eineinhalb Stunden Jebsen reinzuziehen."

Nach dieser Äußerung zu urteilen, liegt ihnen aber sehr viel an Ihren Vorurteilen......,. viel Spass dann noch damit!

Der Beitrag ist oben verlinkt, so um Minute 40 geht es darum......, allerdings macht es wenig Sinn, das nicht im Zusammenhang zu sehen und zu hören, aber das scheint Sie ja nicht zu stören.

wwalkie 18.06.2014 | 18:07

Kritik am Zionismus ist nicht automatisch Zionismus, natürlich nicht. Aber: Antisemiten sind immer auch Zionismuskritiker. Und die Aussage, um die es hier geht, gilt in ihrer Maßlosigkeit nicht umsonst nicht nur bei empirischen Sozialwissenschaftlern als Indiz für Antisemitismus. Die Literatur dazu ist immens.

Manchmal ist man es leid, immer wieder darauf hinweisen zu müssen. Echt.

GEBE 18.06.2014 | 18:50

Ihr versuchter Syllogismus ist recht perfide gestrickt!

In der Tat sind alle Schornsteinfeger Menschen, aber nicht alle Menschen sind Schornsteinfeger.

Und ich bin, sagen wir mal, Antizionist. Was nun? Muß ich mir jetzt vielleicht sagen lassen, ich sei auch Antisemit - nur wisse ich das selbst noch nicht von mir, Sie aber hätten die einzig wahre untrügliche Diagnose? Und ich kann nur empfehlen: Vorsicht bei der Antwort!

wwalkie 18.06.2014 | 19:56

Stimmen Sie der Aussage zu, dass sich die Zionisten "weltweit an die Hebel der Macht gesetzt haben?"

Das war die Frage der Sozialempiriker der TU Berlin. Diese Aussage gilt für die Wissenschaftler aus sehr guten Gründen als Indiz für Antisemitismus: "Die Zionisten weltweit die Hebel der Macht". Gebe, ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie diese Aussage bestätigen: "weltweit" ... "Hebel der Macht".

Wenn Sie dies allerdings bejahen, was ich einfach nicht glauben mag, habe ich kein Problem mit meiner Antwort.

Regina 18.06.2014 | 20:02

Besonders erschreckend finde ich folgenden Aussage des Berichts:

"Dem Satz „Wir sollten einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert“ konnten 35 Prozent der Befragten zustimmen - ein Mehrfaches des Wertes in der Gesamtbevölkerung."

Damit ist ja eigentlich schon ausgedrückt, wie widersprüchlich die Teilnehmer denken.
An anderer Stelle des Forschungsberichtes heißt es
"Die Idee der Demokratie genießt demnach eine hohe Wertschätzung (91,7% sind sehr oder ziemlich dafür), die sogar leicht über der Zustimmung der Gesamtbevölkerung liegt."

Diese Diskrepanz zwischen Wunsch nach einem starken Führer und Demokratie-Befürwortung scheint die Befragten nicht weiter zu stören.
Wer mag da so kleinlich sein und exakte Zurordnung rechts / links vermissen...
Es reicht eigentlich die Zuordnung "krude".

Das enspricht auch am Besten meinem Eindruck bei bisher zwei Besuchen der Montagsmahnwachen.

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Ehemaliger Nutzer 18.06.2014 | 20:35

Bis auf einige Punkte stimme ich dem zu, allerdings:

1. Schröder hat die soziale Marktwirtschaft nicht zerstört; was nicht ist kann niemand zerstören. Bereits bei der Entwicklung in den 1950er Jahren waren Fehler gemacht worden, die partikuläre Interessen bedienten und auf diese Weise die Gesellschaft geteilt hatte.

2. Verschwörungstheorien werden gefördert auf esoterischen Gebieten, die per staatlichem Currikulum konsequent aus dem Bildungskanon heraus gehalten werden, z.B. Geld, Bank, Ökonomie, Verwaltung/Politik. In der Regel werden diese Bereiche mit formalem Halbwissen gefüllt.

GEBE 18.06.2014 | 21:49

Ich hab's gerade erst gesehen, daß Sie mir geantwortet haben.

Die Frage ist vollkommen absurd. Sie entstammt dem Giftkasten der Eristik und des psychotischen double-binding. Eine solche Frage, gespickt mit Attribuierungen verschiedenster Art, k a n n nicht mit Ja oder Nein beantwortet werden! Wer es tut, ist doof. Und genau aber damit spielt diese hinterfotzige Frage im Sinne des double-bindings!

Solche Fragen stellen paranoische Menschen, die auf Liebesbekundungen aus sind: "Schatz, liebst du mich mehr als alle anderen, für immer und ewig und über alles, im Himmel wie auf Erden?"

dame.von.welt 18.06.2014 | 21:55

Vielleicht lesen Sie die Diskussion (und Ihren Kommentar hier) nochmal, um Ihre ständigen Unterschübe zu bemerken. Mir liegt nichts an meinen Vorurteilen, noch nicht mal viel, mir geht Jebsens Sprechweise und seine Verkürzungen zu sehr auf die Nerven, als daß ich mir eineinhalb Stunden davon freiwillig antue.

Ken Jebsen wäre a.m.S. gut beraten gewesen, seine Wut zu zügeln und wäre nun gut beraten, das Video °Zionistischer Rassismus° mit Begründung aus dem Netz zu nehmen. Dann erschiene mir seine erklärte Entschuldigung und seine Erkenntnis, sowas nicht zu wiederholen zu wollen, wesentlich glaubhafter.

Ansonsten gilt: °Solange der KenFM-Zionismus-Beitrag öffentlich herumstinkt und reichlich frequentiert wird, ist er aktuell° und zwar genau in der Form, in der er herumstinkt.

 

Dieser Kommentar wurde von der Moderation editiert

knattertom 18.06.2014 | 22:51

Die meiste Zeit spricht Pedram Shahyar..... :o)

Ok, ich stimme eindeutig zu, bei solch einem sensiblen Thema wie der Shoa, muss man unmissverständlich formulieren. Als Kollege kann man jemanden darauf hinweisen und kritisch Nachfragen, oder man kann auf einem solchen, nicht inhaltlichen sondern formellen "Fehler", herumreiten, ihn versuchen auszuschlachten und einen Vorteil für sich daraus zu ziehen.

Ich würde erstere Variante bevorzugen........

Auch stimme ich zu, dass er den Beitrag, nach diesem Gespräch, aus dem Netz nehmen sollte.

Seine Empörung darüber, dass man ihn in dieser Weise angeht, nachdem er Willkür und Alltagsrassismus in über 500 Sendung so konsequent benannt hat, dass darüber sogar seine Redaktionskollegen bereits gemault haben, kann ich allerdings auch gut verstehen.

dame.von.welt 18.06.2014 | 23:12

°... oder man kann auf einem solchen, nicht inhaltlichen sondern formellen "Fehler", herumreiten, ihn versuchen auszuschlachten und einen Vorteil für sich daraus zu ziehen.°

Existenz und Zugänglichkeit des KenFM-Videos *Rassistischer Zionismus* ist a.m.S. ein inhaltlicher und keineswegs nur ein formaler Fehler.

Sie fragten °Ich Ihnen etwas untergeschoben?!? Wo denn bitte das?° U.a. hier und wenig subtil, Sie versuchen mir unterzuschieben, ich hätte aus Jebsens antisemitischen Äußerungen einen Vorteil zu ziehen versucht (welchen bloß?) und sie ausgeschlachtet (indem ich sie zitierte? Geht's noch?).

Let's agree to disagree, mir mißfällt Ihr bevorzugter Diskussionsstil.

knattertom 19.06.2014 | 00:24

Mir ist diese Aussage auf der Webseite von K. Jebsen aufgefallen:

"Wir werden um eine völlig neue Form des Massenprotestes gegen dieses menschenverachtende System nicht herumkommen. Zieht euch warm an, ihr einfach gestrickten, aber vertraut auf keinen Fall den Leuten, die seit Jahren von Alternativen faseln, aber nie bereit sind, etwas zu riskieren, wenn es konkret wird. Sie wollen, das ihr am 25. Mai vor allem ihren Arbeitsplatz sichert. Ihr sollt eure Stimme für Ziele abgeben, die diese Leute nur fordern dürfen, da sie wissen das sie nie umsetzten können."

Das klingt mir nicht wie Wahlwerbung für die AfD und auch nicht wie jemand, der vor hat, ein menschenverachtendes System durch eine noch menschenverachtendere Variante zu ersetzen. Dazu steht dort noch das schöne Zitat von L. Tolstoi:

„ Auch der schwierigste Sachverhalt ist dem Dümmsten zu vermitteln, wenn er noch keine Vorstellung davon hat. Dagegen lässt sich selbst dem Klügsten nicht das Allereinfachste erklären, wenn er sich fest einbildet, bereits genau zu wissen, worum es geht.“

Erneut nicht explizit auf Sie bezogen! :)

Sie hatten mir in der anderen Diskussion ja bereits Ihre Meinung zu Demonstrationen als politischer Ausdrucks- und Aktionsform mitgeteilt, viele andere Optionen werden aber nicht bleiben, eigentlich nur eine: Emmigration! Wir haben zwei Beine, entweder um darauf zu stehen, oder um sie in die Hand zu nehmen...

Ringo Wunderlich 19.06.2014 | 00:31

Bei dem ganzen Begriffswirrwarr von Antisemitismus, sekundärem Antisemitismus, Antizionismus, nicht- antisemitischer Israelkritik und den jeweiligen Unterarten, bei dem nicht mal die hellsten Köpfe mehr durchblicken, geschweige denn einer Meinung in der Begriffsbestimmung sind, ist das Anheften eines dieser Label völlig bedeutungslos.

Vielleicht sollten wir uns einfach darauf besinnen, andere danach zu beurteilen, was sie tun, nicht was sie sind und dabei das Sein und Tun auseinanderhalten, denn jeder Mensch ist für seine Taten verantwortlich, nicht für die äußeren Umstände, in die er geboren wurde. Und, es gibt keinen Ablass für begangenes Unrecht, nur weil jemand zu einem bestimmten Volk oder Religion gehört.

Schönen Feiertag

RW

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Ehemaliger Nutzer 19.06.2014 | 07:04

Ich unterstelle erst einmal keine vorsätzliche kriminelle Energie, sondern schlichte Dumpfbackeneinfalt im politischen Tun, schließlich kommen viele Politiker aus der Verwaltung, sind darum Beamte und tun ihre Pflicht, die ihnen ihre Obrigkeit aufgrund höherer Einsicht vorgegeben hat.

Höhere Einsicht erhält man durch eine Theorie, die man in der Praxis testet um entscheiden zu können, ob sie taugt oder nicht; taugt sie nicht, wird sie trotzdem weiter verwendet - wegen der höheren Einsicht.

dame.von.welt 19.06.2014 | 09:06

°Sie hatten mir in der anderen Diskussion ja bereits Ihre Meinung zu Demonstrationen als politischer Ausdrucks- und Aktionsform mitgeteilt...°

Mal wieder einer Ihrer Unterschübe. Ich hatte Ihnen meine Meinung zur medialen Wirkung von Latsch- und Redner-Demos mitgeteilt, sie begründet (entweder extrem viele Demonstranten oder Gewalt, andernfalls keine mediale Wirkung) und Ihnen außerdem eine Reihe a.m.S. sinnvollerer, da von den Medien wahrgenommenen Demonstrationsformen vorgestellt.

Die Montagsdemos und Mahnwachen gehören für mich weder in ihrer Form noch mit ihren zweifelhaften Protagonisten dazu. Das können Sie ja gern anders sehen, wobei ich mich schon frage, aus welchem Grund Sie mir eigentlich ständig Unsinn unterzuschieben versuchen.

dame.von.welt 19.06.2014 | 11:10

Noch ein Nachsatz: mir ist diese Aussage auf der verlinkten Website von Ken Jebsen aufgefallen:

°Anetta Kahane schreibt z.B. in der Berliner Zeitung:
„Unter dem Namen Querfront sammelt sich derzeit eine seltsame Allianz aus Rechten und Linken. Sie steckt auch hinter den Montagsdemonstrationen, überflutet aktuell Medienseiten im Internet mit Hass-Einträgen. Man sollte diese Spinner nicht unterschätzen.“

http://tinyurl.com/lev6dzr

Was Kahane nicht schreibt ist, dass sie aus der DDR kommt und dort von 1974 bis 1982 als „IM Viktoria“ ihre Landsleute denunzierte.
Eine Spitzelkraft, die jetzt erneut beweist, wie man Dritte im Auftrag verleumdet. Die DDR-Denunziantin hetzt in der BRD gegen Ca$h°

Ich vermisse Ihre Kritik an Jebsens Aussage über Anetta Kahane, Knattertom, analog zum menschlichen Verständnis, das Sie für Jebsen nach dessen unfairem Rauswurf aus dem rbb aufbringen und von anderen einfordern.

Falls Sie sich erst sammeln müssen, sie selbst über u.a. ihre Stasi-Vergangenheit.

salvo 19.06.2014 | 12:10

ja, die eigentliche Frage, die sich mir stellt, ist aber für mich folgende: Aus der Studie geht hervor, dass die Zustimmung zu als rechtsextrem eingestuften Aussagen bei Teilnehmern der 'Montagsdemonstrationen' deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt liegt. Das bedeutet, dass als rechtsextrem eingestufte Aussagen in der 'Mitte' der Gesellschaft eine deutlich größere Zustimmung haben als an diesem derzeit unter öffentlicher Beobachtung stehenden Rand der Gesellschaft, und dennoch, wird diese Verschiebung des Problems an den Rand (vor allem durch Personalisierung) gerade durch vermeintliche Linke betrieben.

knattertom 19.06.2014 | 12:29

"Vielleicht sollten wir uns einfach darauf besinnen, andere danach zu beurteilen, was sie tun, nicht was sie sind und dabei das Sein und Tun auseinanderhalten,"

Im grossen und ganzen Zustimmung, obwohl ich da noch einen kleinen Schritt weiter gehen würde und auf das alte indianische Sprichwort verweisen möchte: "Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.". Bereits die Beurteilung anderer ist eine Anmaßung unsererseits und kann nie objektiv und gerecht ausfallen, daher sollten wir sehr vorsichtig mit unseren Urteilen sein, besser ist es sich selbst zu fragen, wo und wie man für positive Veränderung sorgen kann.

Gruss

T.

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Ehemaliger Nutzer 19.06.2014 | 12:45

Warum hängst du das so hoch auf?

Wer die Meinung eines Anderen beurteilt, tut erst einmal nichts anderes, als seine eigene Meinung mit der anderen zu vergleichen.

Das ist zulässig, auch wenn wir nicht kilometerweit miteinander gegangen sind. Was zu verdammen ist, ist das Verdammen des Anderen als Person wegen seiner Meinung.

Dies zu unterscheiden scheint die Kunst zu sein und erfordert etwas Abstand von der eigenen Meinung, um vergleichen zu können.

knattertom 19.06.2014 | 13:08

DAME.VON.WELT22.04.2014 | 20:16@KNATTERTOM

"Haben Straßendemonstrationen überhaupt noch Sinn oder dienen sie nur der gefühlten Ermächtigung?"

Sie führen es noch etwas weiter aus und verweisen auf kreativere Aktionsformen, wie Flashmobs oder ähnliche, aber dieses war Ihr einleitender Satz.

Weiter geht es dann noch:

"Aus meiner Sicht ist die Zeit der Straßenrumsteh- oder Latsch-Demonstration als sinnvollem Protestmittel seit ungefähr 20 Jahren vorbei."

Auf meine Frage, was sich denn aus Ihrer Sicht in den letzten 20 Jahren dahingehend verändert hat, kam von Ihnen als Antwort:

Nein, tue ich a.m.S. nicht oder für wie wahrscheinlich halten Sie 50.000, dazu noch an jedem Montag? Zu °wenn es wären°: wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätte er den Hasen gekriegt.

Wie bedrohlich wären 50.000 jeden Montag für unsere Potzöberen? Das ist die Veränderungsfrage.

In den letzten 20 Jahren, bzw. eigentlich beginnend mit dem deutschen Herbst, haben sich Vertreter der Wirtschaft und die Politiker zunehmend rundum vor der Bevölkerung geschützt, sie sind Lichtjahre von der Realität der Mehrheit entfernt, unerreichbar, völlig abgehoben, nicht nur räumlich.

Da Sie hier recht unverholen an die terroristische Auseinandersetzung in Deutschland anspielen, die weder irgendetwas gebracht hat, ausser verschärfte Gesetzgebung und Paranoia, meine Frage ansonsten aber unbeantwortet lassen, stelle ich Sie ihnen hier und jetzt erneut......

dame.von.welt 19.06.2014 | 13:20

Redlicher wäre, wenn Sie schon die unerfreuliche Diskussion hier unbedingt weiterführen müssen, mich weniger sinnentstellend verkürzt zu zitieren °Demonstrationen bekommen erst dann vermehrte Aufmerksamkeit der Medien aka Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit, wenn sich mindestens 50.000 Leute versammeln oder wenn die Steine fliegen oder wenn irgendetwas passiert, was es vorher noch nicht gab, wie z.B. die zugenähten Münder im Rahmen der Flüchtlingsproteste.

Gewalt lehne ich persönlich ab und große Demonstrationen kommen äußerst selten vor. Aus meiner Sicht ist die Zeit der Straßenrumsteh- oder Latsch-Demonstration als sinnvollem Protestmittel seit ungefähr 20 Jahren vorbei.

Wissen Sie, wie viele Demonstrationen allein in Berlin stattfinden? 2012 waren es über 3000, entspricht etwa 9 Demos pro Tag. Von wie vielen haben Sie gehört oder gelesen?°

Das beantwortete mittelbar auch Ihre Frage, was sich in den letzten 20 Jahren verändert hat: mehr bedeutungslose, da nicht wahrgenommene Demonstrationen, die lediglich einem kurzlebigen Gefühl der Eigenermächtigung dienen.

knattertom 19.06.2014 | 13:32

Liebe Dame, als Antwort auf Ihren Nachtrag......, ich habe von niemandem irgendetwas eingefordert. Da Sie nur pauschal unterstellen, ohne Textstellenbelege zu bringen, kann ich Sie leider in diesem Punkt nicht mehr ernst nehmen, vielleicht versuchen Sie es einfach mal mit etwas weniger Egozentrik, dann beziehen Sie auch nicht mehr alles auf sich selbst, was zwangsläufig zu Verwirrung führt.

Zu dem zitierten Satz und verlinktem Interview, welches interessant ist........, fehlt auf beiden Seiten der nötige Respekt. Menschen, die für Frieden auf die Strasse gehen als "Spinner" zu bezeichnen und mit zwei Sätzen, ohne jegliche inhaltliche Auseinandersetzung, abzukanzeln ist genau so übel, wie die Reaktion.

Im Allgemeinen fehlt mir in diesen ganzen Diskussionen zu dem Thema die Substanz. Hier wird nicht miteinander diskutiert sondern gegeneinander. Das macht keinen Spass.

knattertom 19.06.2014 | 13:43

Ja, Heinz, und genau dieser Abstand fehlt vielen und deswegen entgleiten so viele Meinungsvergleiche.

Vor allem auf Reisen habe ich gelernt, wie gefährlich Vergleiche sein können, weil man ganz schnell zu einem wertenden Vergleich kommt, der sagt die eine Meinung (Politik/Organisation/Struktur/System) sei besser als die andere......., ohne halt den anderen Menschen zu kennen und zu wissen, wie er zu seiner Meinung gekommen ist.

knattertom 19.06.2014 | 13:56

p.s.: Da bei den Montagsdemos ja auch die grossen Medienanstalten stark kritisiert werden, ist es aus meiner Sicht kaum erforderlich oder wünschenswert, vor allem um deren Aufmerksamkeit buhlend, irgendwelche neuen Aktionsformen zu kreieren, zumal bei der Grundsätzlichkeit der Kritik.

In diesem Zusammenhang würde ich von einem sowohl, als auch ausgehen. Massendemonstrationen flankiert von kreativen Kleinaktionen, die im Netz dokumentiert werden, das könnte etwas bringen.

dame.von.welt 19.06.2014 | 14:11

°Im Allgemeinen fehlt mir in diesen ganzen Diskussionen zu dem Thema die Substanz. Hier wird nicht miteinander diskutiert sondern gegeneinander. Das macht keinen Spass.°

In diesem Punkt sind wir uns zur Abwechslung mal sehr einig, macht keinen Spaß. Wald->reinrufen->rausschallen, Knattertom.

Ich bat Sie bereits in der von Ihnen hier wiederaufgewärmten Diskussion um weniger Unterschub zugunsten von mehr Substanz, andernfalls um agree to disagree. Hier mußten Sie sich unbedingt an meinen Kommentar an Nutzer Ronnysky hängen.

Ihnen zu Gefallen habe ich mir weitere gut 15 Minuten Jebsen angetan und auf Ihre Kommentare geantwortet. Sie aber unterstellen mir nach wie vor ständig Unsinn, was ich als Diskussionsstil erbärmlich finde.

Der °Textstellenbeleg° für Ihre Einforderung in Sachen Jebsen (und für zwei Ihrer persönlich bösartigen Unterstellungen), bei Bedarf finden Sie mehr Ihres menschlichen Verständnis für Jebsens antisemitische Äußerungen in der wiedererwärmten Diskussion:

°Nach dieser Äußerung zu urteilen, liegt ihnen aber sehr viel an Ihren Vorurteilen......,. viel Spass dann noch damit!

Der Beitrag ist oben verlinkt, so um Minute 40 geht es darum......, allerdings macht es wenig Sinn, das nicht im Zusammenhang zu sehen und zu hören, aber das scheint Sie ja nicht zu stören.°

Lassen wir weitere Diskussion über Jebsen, seine Antisemitismen und seine sonstigen Entgleisungen besser bleiben, der Freitag ist hoffentlich auch Ihnen groß genug, um sich künftig bei diesem Thema weiträumig aus dem Weg zu gehen.

Weil: °Das macht keinen Spaß°

Exilant 19.06.2014 | 14:19

Viele Junge, die nicht rechts sein wollen, jedoch rechts sind (rechtsautoritär), sind es deshalb, weil die NPD o.ä. als rechts hingestellt wird, was zwar richtig ist, sie mit dieser Partei aber nichts zu tun haben wollen. Mir hat mal einer gesagt, daß er "naziell" sei, also nicht ganz Nazi, aber so ein bißchen.

Ich glaube, daß dieses von der durch den Neoliberalismus mit seiner Demagogie ("Selbstverantwortung") und der Umdeutung von Begrifflichkeiten ("Verbetriebswirtschaftlichung der Volkswirtschaft"), fehlender geistiger Führung sowie Ununterscheidbarkeit von Parteien zustande kommt.

Von meiner Wahrnehmung her gesehen stimmt es auch , was der Politikwissenschaftler Ernst Hillebrand geschrieben hat, der in einem Kommentar weiter oben zitiert wird. Allzu Wenige versuchen aufzuklären, sie bleiben lieber in ihren eigenen Zirkeln.

dame.von.welt 19.06.2014 | 14:23

Gute Güte, °die grossen Medienanstalten°... die fingen erst Wochen nach der Blogosphäre mit der Rezeption der Montagsdemo-Protagonisten überhaupt erst an.

Um eine der Regierung/dem System bedrohliche Bewegung auf die Beine zu stellen, werden auch die Montagsdemos nicht um Kollaboration mit den °grossen Medienanstalten° herumkommen, aus denen informieren sich schließlich Erika und Martin Mustermann, ohne die keine erfolgreiche Revolution stattfindet. Revolution ist, wenn die Tagesschau das meldet.

Ob man nun die Medienberichterstattung insbesondere zu den Themen Ukraine/Rußland/Israel/USA schlecht oder gleich unterirdisch findet, wäre also trotzdem ein klein bißchen weniger Schwarz-Weiß-Malerei zugunsten von ein klein bißchen mehr gesundem Menschenverstand angesagt.

Andernfalls - wenn eine Demonstration mit dem Ziel der Systemveränderung keine mediale Beachtung wünscht, kann sie auch irgendwo im Wald oder gleich ausschließlich im Netz stattfinden, nein?

knattertom 19.06.2014 | 14:57

"Gute Güte, °die grossen Medienanstalten°... die fingen erst Wochen nach der Blogosphäre mit der Rezeption der Montagsdemo-Protagonisten überhaupt erst an.

Um eine der Regierung/dem System bedrohliche Bewegung auf die Beine zu stellen, werden auch die Montagsdemos nicht um Kollaboration mit den °grossen Medienanstalten° herumkommen, aus denen informieren sich schließlich Erika und Martin Mustermann, ohne die keine erfolgreiche Revolution stattfindet. Revolution ist, wenn die Tagesschau das meldet."

Darum, ob die Medienanstalten die Montagsdemos wahrnehmen oder nicht, geht es nicht, sondern wie sie über politische Themen und insbesondere im Zusammenhang mit der Ukraine berichtet haben und berichten. Darin liegt ja auch der Hauptkritikpunkt.

Auch geht es m.E. nicht darum irgendjemanden zu bedrohen.

Wahrgenommen werden die Demonstationen und weitere Proteste, gerne auch in lustiger, Augen öffnender und kreativer Form, wenn sie Effekte zeitigen. Der Effekt, das in der Tagesschau berichtet wird: "In Berlin demonstrierten mehrere tausend Menschen für den Frieden, und jetzt zum Sport......" werte ich nicht als einen solchen.

Wenn aber die Bild mehrere Tage nicht ausgeliefert werden kann, oder das ARD Hauptstadtstudio nicht arbeiten kann, weil die Zufahrt blockiert wird, dann kann man von Effekten sprechen.

Revolution ist, wenn die Tagesschau das meldet.

Ob ich das noch erleben darf......., und wenn doch, dann bin ich bestimmt genau in dem Augenblick auf dem Klo. :)

knattertom 19.06.2014 | 15:11

p.s.: Als weiteren gesellschaftlichen Kritikpunkt kann man m.E. auch durchaus die von Ihnen in den letzten 20 Jahren ausgemachte Zerfaserung der Wahrnehmung aus den (Massen-)Medien mit heranziehen.

Als damals Privatfernsehen eingeführt wurde, hatten alle Experten vor einer Verflachung des Programms und der damit einhergehenden Verflachung des Publikums gewarnt. Aus dem Grund gab es ja auch Einschränkungen, z.B. bei den Werbeunterbrechungen bei Spielfilmen un der Gewichtung von Inhalten in den Programmen. Diese Beschränkungen wurden dann in den Jahren anch und nach abgebaut.

Nachdem nun mehr als 20 Jahre vergangen sind, kann man diese "Experiment", wie ich finde, als gescheitert betrachten und sollte sich fragen, welchen Nutzen es für die Gesellschaft bringt, wenn sich Journalisten und Redakteure mit Nebensächlichkeiten beschäftigen und Nachrichten in den Privatmedien nicht mehr wirklich vorkommen.

Zieht man dann noch die Korruption mit in Betracht, die das Privatfernsehen erst ermöglicht hat, kann man von mir aus auch darüber nachdenken, die Lizenzvergabe in dem Bereich zu überdenken und gezielt wieder einzuschränken.

Wie an anderer Stelle bereits geschrieben, eine Lizenzvergabe für Print oder TV ist ein Vertrauensvorschuss der Bevölkerung an die Medienmacher, wer sich dieses Vertrauens im Nachhinein als nicht würdig erweist, muss damit leben, vielleicht in Zukunft etwas anderes, sinnvolleres zu tun.

Ringo Wunderlich 19.06.2014 | 21:55

Da haben Sie sicher Recht. Ich mag diese indianische Weisheit auch sehr. Sie ist ein Mittel bei der Frage, wie ich das Tun eines Menschen beurteile.

Mir ging es darum, nachdem hier eine Diskussion über Jebsen, Israel und Antisemitismus entbrannte, festzustellen, dass es uns völlig egal sein kann, ob die Israelis in der Mehrheit Juden oder Sonnenanbeter sind. Es kann auch egal sein, dass Jebsen iranische Wurzeln hat. Interessant ist nur das Handeln der Menschen. Sicher wird vieles Handeln mit der Religion begründet, aber wir sollten seit Rousseau, Kant u. a. der Aufklärung viel weiter sein und diesen Anspruch stelle ich, dass jeder seinen Verstand benutzt.

Frieden und Wohlstand

RW

Ringo Wunderlich 19.06.2014 | 22:17

Hehe, das ist auch an den vulkanischen Gruß angelehnt. Ich setze zum Schluss meiner Kommentare gerne einen Gruß. Je nach Forum einen anderen.

Für mich gelten der kategorische Imperativ und das Grundgesetz. Ich bin überzeugter Demokrat. Bezogen auf die Montagsmahnwachen heißt das einfach, es gilt die Meinungsfreiheit, solange mit der Meinung nicht die Grundrechte anderer verletzt werden (Artikel 2 Abs. 1).

Frieden und Wohlstand

RW

Zeitzeuge_2009 20.06.2014 | 01:08

Ich bin jetzt 70 Jahre alt und war zum ersten Mal in meinem Leben auf einer Demo. Die Menschen, die ich auf den Friedensmahnwachen getroffen habe hatten einfach Angst. Angst, dass wir von unseren Politikern in weitere Kriege und in Armut und Elend geführt werden.

Sie sind entsetzt darüber, dass viele unserer Soldaten in einem vollkommen sinnlosen Krieg in Afghanistan geschickt wurden und ihr Leben lassen mussten. Es wurde dort nichts erreicht, ausser dass sich unsere Kanzlerin in den USA bei den Republikanern (Bush) und Demokraten (Obama) devot "lieb Kind" gemacht hat.

Sie sind entsetzt darüber, dass der Aufforderung der USA unsere Rüstungsausgaben massiv zu erhöhen nicht widersprochen wird, sondern schon von der neuen Kanonen-Uschi von horrenden Mehrausgaben für die Rüstung und vielen weiteren "Friedensmissionen" in aller Welt gefaselt wird.

Sie sind sehr entsetzt darüber, dass Deutschland an dritter Stelle in der Welt für Waffenexporte steht und im Geheimen von den jeweils regierenden Berufswahlkämpfern entschieden wird, an wen und wohin was an mörderischen Waffen geliefert werden darf.

Die Bürger wollen keinen Wohlstand auf Kosten toter Kinder, toter Frauen, toter Männer oder Toter Soldaten durch Deutsche Waffen in der ganzen Welt.

DAS IST UNSEREN SKRUPELLOSEN POLITIKERN, DIE TÄGLICH, WELTWEIT TAUSENDFACHEN TOD DURCH DEUTSCHE WAFFEN IN KAUF NEHMEN UM GELD ZU VERDIENEN, SEHR WOHL BEKANNT! D e s h a l b D I E E N T S C H E I D U N G E N I M G E H E I M E N S I T Z U N G E N.

Erst ein Jahr nach dem entschieden wurde und alle "Geschäfte" längst abgewickelt sind, kann man sich unter erschwerten Bedingungen die Informationen beschaffen, was von diesen Waffenhändlern übelster Sorte genehmigt und erledigt wurde.

Sie sind entsetzt darüber, dass sich an den Händen unserer Kanzlerin, ihren Helfershelfern und ihren Koalitionspartnern FDP und SPD schon so viel Blut befindet und offensichtlich niemand und schon gar nicht unserer ach so freie Presse daran Anstoß nimmt.

Auch entsetzt darüber, dass es geheime Treffen im Kanzleramt geben soll, bei denen die jeweiligen Chefredakteure von unserer Mutti "auf Linie" gebracht werden.

Sie sind entsetzt darüber, dass Milliarden und immer mehr Milliarden für die Banken-Rettungen ausgegeben werden, die Banken aber nach wie vor horrende Boni ausschütten und weiter das Geld verzocken dürfen, ohne jegliche Einschränkung.

Sie sind entsetzt darüber, dass der Zinssatz jetzt 0,25% für die Banken beträgt und damit die Ersparnisse der Bürger immer weniger werden. Nur damit die Banken billigstes Geld bekommen um genug zum Zocken zur Verfügung zu haben.

Sie sind entsetzt darüber das in geheimen Verhandlungen in Europa laufend Sachen beschlossen werden, die diese Bürger direkt betreffen und sie so gut wie keinen Einfluss nehmen können. (nur Z. bsp.: ESM oder TTIP)

Sie sind entsetzt darüber, dass dass eine Verkäuferin bei Lidl rund 42% Steuern und Abgaben zahlt, ein Vermögensmillionär hingegen 25% und ein international tätiges Unternehmen ca. 10%.

Ja klar haben sie keine Lösungen für diese vielen schwierigen und komplexen Probleme. Aber das haben unsere Politiker ganz offensichtlich auch nicht, denn die setzen sich damit, öffentlich erst gar nicht auseinander, weil die ja nur wieder gewählt werden möchten um weiterhin in Ihrer angeblichen Macht baden zu dürfen und natürlich die exorbitant hohen Diäten und Spesen, die aber absolut in keinem Verhältnis zu ihren Leistungen stehen, abgreifen zu können.

Auf jeden Fall erscheinen dann ganz klar Leute wie die Journalistin Krone-Schmalz, Peter Scholl-Latur, Dirk Müller, Pedram Shahyar, Ken Jebsen, Andreas Popp, Lars Mehrholz etc, glaubwürdiger und honoriger wie unsere, sich nur Selbstverherrlichenden und nicht mehr zu ertragenden Berufswahlkämpfer in der Regierung und der Opposition.

Erkennen sie doch endlich, dass die meisten Leute einfach Angst haben vor der Zukunft unter den herrschenden Gegebenheiten und deshalb auch zu solchen Mahnwachen gehen.

Und ich bin mir ganz sicher, dass sehr, sehr, sehr viele hilflos allein zu Hause mit ihrer Angst sitzen und sich nicht trauen ihre Angst zuzugeben oder sie einfach verdrängen und Mutti weiter zuhören.

Fro 20.06.2014 | 02:29

Ein Trauerspiel der sog. Linken: Da treffen sich regelmäßig am Montag einige Hundert Systemkritiker, die nicht in die 'linke Schublade' passen, und schon ist die Aufregung groß und hysterische Abgrenzung ist angesagt. Unter 306 Befragten finden sich 2, die ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild haben; 2 weitere werden als Antisemiten ausgemacht. Jede Befragung von Teilnehmern gewerkschaftlicher Demos würde besorgniserregendere Ergebnisse zu Tage fördern..

Erschütternd, dass es so viele Menschen gibt, die sich einen 'guten Führer' wünschen. Aber das findet man in allen gesellschaftlichen Bereichen – möglicherweise insbesondere in Deutschland. Obama wurde seinerzeit als ein solcher ausgemacht und fand in Deutschland Zustimmung und Sympathie bei 86% der Bürger. Merkel wird allseits gelobt wegen ihrer Führungsqualitäten... Viele Linke wünschen sich nach Lafontaines Rückzug eine neue 'Führungspersönlichkeit'....

Fro 20.06.2014 | 02:56

Und mit den Leuten, die meinen es hätten sich weltweit Zionisten an die Hebel der politischen Macht gesetzt, könnte man als aufgeklärter Linker – der niemanden verloren gibt – in dem Sinne reden, ihm zu erklären, dass es nicht darauf ankommt wer an den Hebeln der Macht sitzt, sondern darauf, die Hebel durch eine weltweite Demokratisierungsoffensive selbst in die Hände der Weltenbürger zu bringen. Aber soviel Phantasie und Engagement ist von den sog. Linken heute wohl nicht mehr zu erwarten...

Fro 20.06.2014 | 03:39

Und meine Empfehlung an die mitlesenden Montagsdemoteilnehmer: Leute die auffällig häufig die Versammelten mit ihren geschlossenen Weltbildern beschallen wollen - mögen sie Elsässer, Jebsen, Mährholz, Popp oder sonstwie heißen, sollten sich in aller Bescheidenheit den allgemeinen Redezeiten, die man Teilnehmern einräumt, bzw die sie nutzen, anpassen. Es darf ihnen keine Sonderrolle zugestanden werden. Sie sind Bürger wie alle. Keine Ansager oder Führer.

Hunter S.T. 20.06.2014 | 09:21

Der kategorische Imperativ gefällt mir auch, sind viele Menschen bestimmt auch (in ähnlicher Form) mit aufgewachsen: 'Was du nicht willst, was man dir tu...' oder von Voltaire: 'Behandle deinen gegenüber immer so, wie du von ihm erwartest, dass er dich behandelt.' Voltaire zitiere ich auch gerne zum Thema Meinungsfreiheit:'Ich bin nicht einverstanden, mit dem, was sie sagen, aber ich würde bis zum Äußersten dafür kämpfen, dass sie es sagen dürfen.' ohne Ausnahme. Ich halte die direkte Demokratie für die geeignetste Staatsform, wobei es wohl immer schwierig wird, wenn man keine unvoreingenommene Presse hat, insbesondere in unserer repräsentativen Demokratie, die ich für obsolet halte (natürlich nur das repräsentative daran ^^) Das Grundgesetz sollte meiner Meinung nach durch eine ordentliche Verfassung ersetzt werden (was nicht heißen soll, dass im GG keine guten Ansätze wären)... Also Herr Wunderlich, leben Sie lang und in Frieden :)

Richard Zietz 20.06.2014 | 09:32

Die im Beitrag vorgetragene Wertung der Studie stellt wieder einmal die universelle Gültigkeit des Bonmots »Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast« unter Beweis. Die Studie der TU kam also zu dem Ergebnis, dass rechte Einstellungstopoi vorhanden sind – allerdings weit weniger konzentriert und durchgehend als von den Demogegnern stets behauptet. Darüber hinaus offerierte sie die – vor Ort leicht selbst überprüfbare – »Überraschung«, dass sich ein Großteil des Mahnwachenpublikums parteientechnisch eher nach links orientiert.

So That? Das darf natürlich nicht sein. Konsequenterweise bemühten sich die Gegner der Mahnwachen gleich nach Studienveröffentlichung, die Ergebnisse mittels Begriffsfilibusterei und dem Herauspicken passender Teilergebnisse doch noch im Sinn eines durchgängig rechten »Brands« auszulegen. Was ist Fact? Rechte bzw. stark widersprüchliche Topoi existieren – was kaum jemand bestreiten wird. Ein Wunder, wenn anders. Ähnlich stark ausgeprägte Rechts-Cluster wird man bei Untersuchungen der Gesamtbevölkerung ebenfalls finden; lediglich die antikapitalistischen Aussagen (Medien, parteipolitische Präferenz) dürften hier geringeren Zuspruch finden. Es ist doch einfach so: Da »die« Linke derzeit schwer erklären kann, warum sie sich in Sachen Ukraine und Kriegsgefahr abstinent verhält, muß die Gegenbewegung dazu nach Kräften gebasht und als »rechts«, querfrontig usw. hingestellt werden. In der Vergangenheit, als die Linke noch links war, hat man’s durchaus noch anders gehalten – und Widersprüchlichkeiten wie z. B. Heimatverbundenheit bei Anti-AKW- und Statbahngegnern oder eine gewisse Deutschlandzentriertheit in der Friedensbewegung hingenommen. Heute kriecht man lieber unter den Rocksaum von Frau Merkel und Herr Steinmeier. Und bezeichnet das ganze auch noch als schwer »links«.

Hunter S.T. 20.06.2014 | 09:43

Bei der Frage mit dem 'Führer' würde ich mir keine zu großen Sorgen machen. So wie ich die Teilnehmer der Montagsdemos kennengelernt habe, ist für fast alle die Demokratie selbstverständlich. Insofern hatten viele, die die Frage beantwortet haben, wohl eher Putin als Hitler im Kopf (ja, ich denke Putin ist Demokrat, wenn auch nicht unbedingt ein 'lupenreiner'). Der Begriff 'krude' mag auf einige der Theorien undTeilnehmer zutreffen, im Kern handelt es sich aber meiner Ansicht nach, um ehrliche, aufrechte, besorgte Menschen, die absolut berechtigte Kritik hervorbringen, z.B. in Bezug auf Fiat-Geld/ Giralgeld-Schöpfung aus dem Nichts, Politik Israels/ Zionismus, Kriege, Atomkraft, Lobbyismus usw. Anders als oftmals behauptet, werden auch die unterschiedlichsten Lösungsansätze diskutiert, vom bedingungslosen Grundeinkommen bis hin zu Parallelwährungen. Unter'm Strich finde ich die Menschen dort weit weniger krude, als die 'Regierenden' und was diese alles so dulden und mittragen, von Gladio bis MKUltra.

dame.von.welt 20.06.2014 | 10:01

°Das Grundgesetz sollte meiner Meinung nach durch eine ordentliche Verfassung ersetzt werden (was nicht heißen soll, dass im GG keine guten Ansätze wären)°

Was genau halten Sie denn am Grundgesetz für keine °guten Ansätze°? (das Grundgesetz ist, ganz nebenbei bemerkt, °eine ordentliche Verfassung°, lesen Sie es unten im Artikel nach °Vom Provisorium zum Definitivum°)

Um Ihnen die komplexe Beantwortung dieser Frage etwas zu erleichtern, im Vergleich zum Grundgesetz der vom Runden Tisch gewischte Verfassungsentwurf von 1990.

salvo 20.06.2014 | 10:28

in einer Gesellschaft, in der ein Kommentator zu einem Fußballspiel vor Millionenpublikum wie selbstverständlich von sich gibt, dass Iraner Südländer sind und als solche nicht gut organisiert, ist rechtsextremes Gedankengut strukturell tief verwurzelt, auch wenn sich die meisten Menschen politisch-ideologisch nicht als rechtsextrem identifizieren. Es ist dasselbe wie in der Westukraine: Explizit rechtsextreme Parteien haben bei den letzten Wahlen einen verhältnismäßig geringen Stimmenanteil erhalten. Das ändert nichts daran, dass rechtsextremes Gedankengut weit verbreitet ist. Der Fokus auf die Teilnehmer der sogenannten Montagsdemos ist primär 'politisch' motiviert und zwar dient der Rechtsextremismusvorwurf explizit der Diskreditierung dieser Protestform.

Hunter S.T. 20.06.2014 | 10:40

Na ja, selbst in dem von Ihnen zitierten Artikel steht, dass das Volk das GG nie ratifiziert hat, das sagt mir z.B. gar nicht zu (siehe Art. 146 GG). Ich kann allerdings gut damit leben, wenn Sie nur 'gute Ansätze' im GG finden (was Sie zwar nicht gesagt haben, wovon ich aber aufgrund der Fragestellung ausgehe) insofern kommen wir doch gleich zu dem von Ihnen an anderer Stelle erwähnten 'agree to disagree'.

MO 20.06.2014 | 10:58

Vielleicht sollte man lieber mal die so genannte Linke bzw. die Ditfurth-Nato-Steinmeier-Querfront zum Objekt einer Studie machen. (Die hätten es nötiger)

Mit Fragen wie: "Halten Sie die Zusammenarbeit mit einer Regierung, in der ohne Not offen agierende Faschisten eingebunden werden für alternativlos? A. Ja, B. Nein, ich würde dagegen protestieren C. Ist mir egal, Steinmeier weiß, was er tut." Oder auch: "Würden Sie sich an der Kritik an Zentralbanken beteiligen, A. Ja, B. Nein, Banken sind okay C. Auf keinen Fall. Ich hole stattdessen meine Israelfahne aus dem Schrank und störe."

dame.von.welt 20.06.2014 | 11:42

Ein °agree to disagree° an der richtigen Stelle ersparte Ihnen ja auch eine wohlüberlegte und inhaltlich substanzielle Antwort auf meine Frage.

Die war übrigens ganz ernst gemeint - mich interessiert brennend, was Sie als einer der wir-haben-ja gar-keine-ordentliche-Verfassung-Sager gern am Grundgesetz geändert sähen. Sie sollten auch lieber nicht ins Blaue vom Inhalt meines Denkens ausgehen, geht schief. Warum, glauben Sie, habe ich den Verfassungsentwurf von 1990 verlinkt? Weil ich das GG in der aktuellen Form uneingeschränkt Spitze finde?

Ich bin mit Volksabstimmungen weit skeptischer als Sie, sähe aber z.B. Artikel 16 gern wieder in der ursprünglichen Form und finde z.B. und u.a. das Recht auf Arbeit einen interessanten Punkt im Verfassungsentwurf von 1990.

Aber: gern...;-)...

knattertom 20.06.2014 | 12:54

1. Unterstellen sie ihm eine rechte Gesinnung, die ich aus allem was ich von K. Jebsen bisher gehört und gesehen habe, nicht nachvollziehen kann.

2. Unterstellen Sie ihm, dass er eine politische Karriere anstrebt, obwohl er seit Ewigkeiten als Journalist arbeitet, und

3. Ziehen sie seine "Herkunft" als Grund dafür heran, dass ihm eine solche Karriere verwehrt bliebe, verwendete er seinen richtigen Namen.

Ich würde eine solche Argumentation perfide nennen. Davon jemanden "in die Ecke" stellen zu wollen, halte ich nichts.

knattertom 20.06.2014 | 13:07

"analog zum menschlichen Verständnis, das Sie für Jebsen nach dessen unfairem Rauswurf aus dem rbb aufbringen und von anderen einfordern."

Hier mal ein schönes Beispiel dafür, wie Sie "unterschieben", etwas was Sie mir ja ständig unterstellen, bisher aber zu belegen nicht in der Lage waren. Nur weil ich einen Grund dafür anführe, warum mir jemandes Argumentation sinnig erscheint, fordere ich noch lange nichts von anderen ein......

Regina 20.06.2014 | 13:13

"wohl eher Putin als Hitler im Kopf "
Ich fände es schlimm genug, wenn ein so hoher Anteil der Leute einen Mann wie Putin an der Macht wollten.
Und es hieß nun mal Hitler und nicht Putin.
Was die Leute dabei im Kopf hatten, ist allerdings eine interessante Frage...;-)

Ob man das gehörte als kruede empfindet, kommt sicher auch auf die Mahnwache an, die man besucht.
Die haben ja offensichtlich schon sehr unterschiedliche Ausrichtungen.


knattertom 20.06.2014 | 13:18

".....aber wir sollten seit Rousseau, Kant u. a. der Aufklärung viel weiter sein und diesen Anspruch stelle ich, dass jeder seinen Verstand benutzt."

Ja, ausdrückliche Zustimmung, nur manchmal zweifle ich, ob von letzterem überhaupt ausreichend auf die Menschheit verteilt ist. Inzwischen habe ich es mir abgewöhnt davon auszugehen, bei Menschen stets auf ausreichen Intelligenz zu stoßen. Zum Teil scheint mir diese, entgegengesetzt diametral, mit der Ausbreitung von INTEL, abzunehmen.......

wwalkie 20.06.2014 | 13:33

' Voltaire zitiere ich auch gerne zum Thema Meinungsfreiheit:'Ich bin nicht einverstanden, mit dem, was sie sagen, aber ich würde bis zum Äußersten dafür kämpfen, dass sie es sagen dürfen.'

Bitte verstehen Sie es nicht als besserwisserisch, aber weil man's so oft hört und liest (in unterschiedlichen Versionen zudem):

Das Zitat ist nicht echt, sondern es wurde dem großen Kämpfer gegen stumpfen Dogmatismus, der heute noch die "bête noire" aller Gegenaufklärer ist, von einer Evelyn Beatrice Hall in den Mund gelegt, und zwar im 1906 (!) erschienenen "The Friends of Voltaire".

Der echte Voltaire wusste sehr wohl, dass Toleranz auch Grenzen hat.

dame.von.welt 20.06.2014 | 13:35

Sie haben bestimmt vollkommen recht.

Bei mir hatten Sie ja schließlich schon alle Hoffnung auf bewegliche Vorurteile und auf Wahrnehmung im Kontext verloren, klick.

Einfordern wäre, wenn Sie mir noch ein Minimum an Redlichkeit und Denkvermögen zugestehen würden: trotz unterschiedlicher Meinungen über Jebsens aus Ihrer Sicht anti-zionistische, aus meiner Sicht tradiert-antisemitische Äußerungen.

Sie haben sich ganz offenbar ein Bild von mir gemacht, nehmen Sie's gern und werden Sie glücklich damit. Lieb wäre mir allerdings, Sie würden nicht länger versuchen, die nachlesbare Realität Ihrem Bild mittels übler Unterschübe und persönlicher Werturteile passend zu machen.

Das trägt btw. auch ganz genau nichts zu inhaltlicher Auseinandersetzung bei.

knattertom 20.06.2014 | 13:58

"Da »die« Linke derzeit schwer erklären kann, warum sie sich in Sachen Ukraine und Kriegsgefahr abstinent verhält, muß die Gegenbewegung dazu nach Kräften gebasht und als »rechts«, querfrontig usw. hingestellt werden."

Nach meiner Wahrnehmung, war es innerparlamentarisch ausschliesslich "die Linke", welche die Entwicklungen in der Ukraine kritisiert haben und die Beteiligung von rechtsextremen und faschistischen Kräften an der Putschregierung in Kiew als solche benannt haben.

Wenn Sie allerdings noch davon ausgehen, dass man Grüne und SPD "zur linken Seite" zählen kann, dann haben Sie da recht......

Da die Montagsdemos "parteifrei" bleiben wollen, was ich begrüsse, und die Linke langsam auch begreift, das die Redezeit einer "unter 10%-Partei" gegen einen 70% Grokoblock nicht ausreicht, zumal wenn sich die andere Oppositionspartei als übler Wendehals herausstellt, der selbst in der Opposition nicht begreift, woher der Wind weht und die Reise zu gehen scheint, sollte man ihr m. E. etwas Zeit geben, bevor man ein abschliessendes Urteil fällt.

knattertom 20.06.2014 | 14:21

Liebe Dame,

in jenem oben verlinkten Kommentar habe ich sie provoziert, stimmt. Und zwar bewusst, da ich es ziemlich daneben finde, wenn Sie sich einerseits stundenlang hinsetzen und ein KenFM-Video transkriptieren, in welchem für Sie unakzeptable Äusserungen getätigt werden, andererseits aber, wenn ich Ihnen ein weiteres Gespräch verlinke, in dem Aussagen aus ersterem Video erklärt und durch zusätzliche Aussagen zum Teil relativiert werden, kommt von Ihnen:

"nennen Sie mir freundlicherweise die Minute, ab der Jebsen sich zu seinem älteren Beitrag äußert. Ich habe genau null Lust, mir weitere eineinhalb Stunden Jebsen reinzuziehen."

Richard Zietz 20.06.2014 | 14:31

Nur zur Klarstellung: »Die Linke« ist in Texten/Kommentaren von mir eigentlich so gut wie immer parteiübergreifend gemeint. Einbezogen in den Begriff ist meist alles, was irgendwie antikapitalistisch-links ist: außerparlamentarische Bewegungen und Gruppen, die Linkspartei sowie entsprechende Teilmengen bei Piraten, Grünen und SPD.

Die Partei (nicht: »Die Partei« ;-) tituliere ich aus Kennzeichnungsgründen meist mit der Bezeichnung »Linkspartei«. Deren Benennung als »Die Linke« (dann noch mit dem protzig-dummen Großschreibungsgedöns) finde ich weder gelungen noch inhaltlich zielführend. Aber das sollen die mal alleene hinkriegen.

knattertom 20.06.2014 | 14:55

"Sie haben sich ganz offenbar ein Bild von mir gemacht, "

Nein, habe ich nicht, ich bin nur bemüht, Ihre Motivation zu verstehen. Auf offenen oder verdeckten Antisemitismus hinzuweisen ist ja ein sehr berechtigtes Anliegen und mit einigen Äusserungen in dem KFM-Video kann ich auch nur schwer leben.

Trotzdem finde ich es nur recht und billig, stets beide Seiten zu sehen.

"Das trägt btw. auch ganz genau nichts zu inhaltlicher Auseinandersetzung bei."

Das stimmt und deswegen möchte ich gerne wieder zu Inhalten zurückkommen. Gibt es bereits irgendwelche handfesten Forderungen aus den Reihen der Montagsdemonstranten?

knattertom 20.06.2014 | 15:14

Hallo,

und vielen Dank für die Einschätzung der Demonstration und ihrer Teilnehmer. Gerade für Ortsabwesende, wie mich, ist jeder Augenzeugenbericht von Interesse.

Ich persönlich empfinde jeden einzelnen, der von Ihnen aufgeführten, Punkte bereits ausreichend wichtig, um da für Veränderungen auf die Straße zu gehen.

Abschliessend: Zum lernen und zum demonstrieren ist man nie "zu alt".

dame.von.welt 20.06.2014 | 15:22

°... da ich es ziemlich daneben finde, wenn Sie sich einerseits stundenlang hinsetzen und ein KenFM-Video transkriptieren, in welchem für Sie unakzeptable Äusserungen getätigt werden, andererseits aber ...°

Es geht Sie ein feuchtes Nichts an, womit ich warum meine Zeit verbringe (Montagsdemos und ihre Forderungen et al gehören übrigens auch in Zukunft nicht dazu). Die Erklärung für meine Unlust im Bezug auf Ihr Video - bis auf weiteres lebenslange Jebsen-Überdosis.

Aus dessen Gespräch mit Pedram Shahyar war mir keine Realitivierung durch zusätzlich Aussagen ersichtlich, sondern die Erklärung eines Narzissten, der im Falle seiner Kränkung (unfairer Jobverlust) sehr tief ins Klo übelster Ressentiments zu packen bereit ist, der Meinung ist, mit einer selbsterklärten Entschuldigung sei alles wieder im Lack, weil: er würd's ja gewißlich nicht wieder tun.

Das Mindeste, was Jebsen zu tun hätte, würde er mich wieder unter seine Hörer zählen wollen, wäre eine Volksrede zu seinen am Strafrecht entlangschrammenden Antisemitismen, nebst ausführlichen Begründungen, warum das jeweils voll daneben war, plus Unveröffentlichung des Videos.

Meine Meinung und, wie gesagt, um mich als Hörer zurück zu gewinnen. Sie halten das ganz so, wie es Ihnen beliebt, ebenso tut das Jebsen. Und ich denke mir meinen Teil über die Herstellung bräunlicher Anschlußfähigkeiten und über angewandte Querfront.

Ich hatte Sie auch nicht genötigt, Ihren offensichtlichen Irrtum Jebsen/Antizionismus durch Lektüre von z.B. Wolfgang Benz °Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart Band 1-6° zu korrigieren oder wäre beleidigt, wenn Sie darauf nicht wirklich Lust hätten und würde Sie bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit provozieren. Stattdessen hatte ich Ihnen die mir relevant erscheinende Punkte knapp zusammengefasst, fruchtlos.

Seitdem habe ich aber zur Belohnung Ihre ständigen Unterstellungen und Unterschübe an der Hacke, es nervt. Ich schrieb es Ihnen bereits in der wiedererwärmten Diskussion: bitte machen Sie mal was an Ihrem Diskussionsstil - oder - lassen Sie mich bitte in Ruhe.

Ende der Durchsage, mir ist egal, welche der beiden Optionen Sie wählen.

knattertom 20.06.2014 | 15:25

"„…hier verneinten 93,9 Prozent der Mahnwachenteilnehmer ein „gutes Funktionieren“ der Bundesrepublik…“

Diese Bundesrepublik funktioniert so entsetzlich reibungslos, geschmiert und rasant, dass einem nur noch angst und bange werden kann und diesen Leuten geht dass Zweckmäßige und erfolgreiche Funktionieren dieses Gemeinwesens nicht gut genug!?"

Eine sehr merkwürdige Fragestellung auch hier, wie ich finde.

Gutes Funktionieren einer der weitentwickelsten Waffenindustrien der Welt, inklusive kaum vorhandener Beschränkungen durch die Politik, ist wohl für 99,5 % von uns allen ein Paradoxon, für 0,5% allerdings macht diese Aussage dann sogar doppelt Sinn.

wwalkie 20.06.2014 | 15:29

Das wird ihm hier viele Kritiker einbringen, dem Michael Jäger, der in einem kurzen Kommentar des neuen Freitag die Mahnwachen-FED-Kritik zum Beispiel nimmt und luzide (wie ich finde) schreibt:

Dass jetzt manche Linke bereit sind, mit der extremen Rechten zu paktieren, ist eine der von der Ukraine-Krise ausgelösten Katastrophen. Es ist im Grunde deren Fortsetzung, denn schon auf dem Majdan-Platz war der Pakt mit den Faschisten der Sündenfall.

knattertom 20.06.2014 | 15:44

"Stattdessen hatte ich Ihnen die mir relevant erscheinende Punkte knapp zusammengefasst, fruchtlos."

Liebe Dame,

auch wenn ich gelernt habe, dass "Mann" besser fährt, wenn er "Frau" das letzte Wort haben lässt, doch nochmal eine Antwort.

So ganz fruchtlos sicherlich nicht, denn, wie ich oben schrieb:

"Auch stimme ich zu, dass er den Beitrag, nach diesem Gespräch, aus dem Netz nehmen sollte."

Und nur weil ich nicht auf alles eingehe, heisst das nicht, dass ich es nicht gelesen und zur Kenntnis genommen habe.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

miauxx 21.06.2014 | 01:01

Ich denke, ihr habt irgendwie beide recht - wenngleich ich mehr GEBEs Begründung zuneige (aber andere Worte wähle).

Zunächst: Solche Fragestellungen der Sozialforschung lassen sich nicht mit rein quantitativen Erhebungen hinreichend klären. Das geht nur über qualitative Verfahren, in denen denen der Befragte auch Gelegenheit zu mehr Erklärungen bekommt anstatt nur mit "Ja", "Nein" oder "Weiß nicht" zu antworten. Insofern neige ich eigentlich mehr GEBEs Begründung zu.

Der Frage, ob man zustimme, dass "Zionisten weltweit an den Schalthebeln der Macht" säßen, möchte ich, so um eine aufrichtige Antwort bemüht, nicht mit einem "Ja" oder "Nein" beantworten, weil ich zunächst eine genaue Kenntnis darüber gar nicht behaupten kann. Die so formulierte Frage müsste ich überdies entweder als tendenzielle Unterstellung einer Gesinnungshaltung verstehen - etwa, weil ich einer Montagsdemo beiwohnte - oder als völlig verfehlt. Letzteres etwa, weil ich es für unrelevant halte, ob die Schalthebel mit "Zionisten" oder sonstwelchen -isten besetzt seien und ich mir darüber keine mir vermeintlich passende Farbe verpassen lassen will.

Die Frage mit "Nein" zu beantworten, wäre aus den eben genannten Gründen zwar auch möglich. Aber eben nur sehr bedingt; sie bleibt ambivalent. Denn sie lässt am Ende eben doch zu viel offen. Und zwar wiederum aus den oben genannten Gründen. So könnte ich ja meinen, an den "Schalthebeln" säßen sicher alle möglichen, aber an "Zionisten" sei dabei nicht zu denken.

Man könnte es auch so sagen: Die Variante, "Aber es gibt nur eine Antwort auf die Frage: Nein.", lässt sich zu stark auf die dumme Unterstellung ein, man müsste diese Frage doch schließlich stellen dürfen. Dass ein klares "Nein" sich der eigentlichen Problematik stelle, ist eine Täuschung.

knattertom 21.06.2014 | 02:48

"Dass jetzt manche Linke bereit sind, mit der extremen Rechten zu paktieren, ist eine der von der Ukraine-Krise ausgelösten Katastrophen. Es ist im Grunde deren Fortsetzung, denn schon auf dem Majdan-Platz war der Pakt mit den Faschisten der Sündenfall."

Nun, inzwischen ist von allen Seiten zu vernehmen, das pures "Links" - "Rechts" durch eine inhaltliche Auseinandersetzung ersetzt werden sollte. Das scheint nur bei den Medien irgendwie nicht anzukommen......

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Ehemaliger Nutzer 21.06.2014 | 10:14

Das wirkliche Problem, übrigens mehr für die Linken als für die Rechten, ist diese schleichende Vermischung. Es ist nicht gut für die Linke, wenn sie die Abgrenzung zu selbst seichtem braunem Müll nicht konsequent und hart vollzieht. Am Ende ist sie ohne es zu wollen ein Steigbügelhalter.

Natürlich ist eine rechtsextreme Aussage aus der Mitte der Gesellschaft gefährlicher als die von seinem Rande. Nichts ist schlimmer als bürgerliche Brandstifter, die diese Propaganda seriös verpackt und gewählt ausgedrückt präsentieren, denn erst so kommt sie auch bei denen an, die bisher nur latent dahin tendierten, es dachten, aber es nicht wagten auszusprechen. Rechtsextreme Äußerungen in und aus der Mitte der Gesellschaft wirken wie ein Trojanisches Pferd.

dame.von.welt 21.06.2014 | 10:23

Und weil's so schön ist: ein Triple-A-Medium, bei dem auch was °irgendwie nicht anzukommen scheint°, die NZZ vom 20.6.2014: Gegen Juden, Kiew und Kondensstreifen

°... Die neuen Montagsdemonstrationen gehören zum Niederschmetterndsten, was Deutschland derzeit zu bieten hat, formal wie inhaltlich. Wo man auch hinkommt: Da tummeln sich meist ein paar Dutzend, bestenfalls ein paar hundert Menschen. Sie hören Rednern zu, die in quälender Langatmigkeit nicht nur über Politik und die bösartige Verschwörung der westlichen Medienmafia referieren, sondern auch über ihre Erfahrungen mit Selbstversorgung, aussterbenden Bienenvölkern und Bio-Drinks. Die Grossdemonstration scheint im Zeitalter des Internets auszusterben, in Deutschland bringen allenfalls noch Erdogan, Gegner der Endlagerung und Gewerkschaften einige tausend auf die Beine. Alles andere spielt im virtuellen Raum. ...

So richtig verärgert über das neue Phänomen sind linke Aktivisten wie Hans Nowak von der Aktion Bundesweite Montagsdemo. Er sieht Demagogen am Werk und distanziert sich ausdrücklich von den neuen Friedensbewegten, unter die sich «ultrarechte, faschistoide und faschistische Personen» gemischt hätten. Nowak ist durchaus scharfsichtig. Man kann die Redner grob in zwei Kategorien unterteilen. Da sind zum einen die Spinner, Esoteriker und Verschwörungstheoretiker, oft etwas älter, bedächtiger. Sie strahlen vor Glück darüber, unverhofft eine neue Plattform gefunden haben, und mit der ihnen eigenen Liebe zum Detail erzählen sie vom Gift, das aus Kondensstreifen tropft, von der gezielten Sprengung der Twin Towers oder davon, dass Michael Jackson entweder ermordet wurde oder ähnlich wie Elvis noch immer lebt, wenn auch in einem anderen Körper und in einer anderen Galaxie. Am Potsdamer Platz berichtete eine sehr gesund wirkende Frau 20 Minuten über die Heilkraft der Schwarzwurzel.

Wichtiger sind die «Politischen», die den Kern der neuen Bewegung ausmachen. Mobilisiert hat sie aktuell die Krise in der Ostukraine, ihre Feinde aber sind die altbekannten: die Amerikaner, die Kapitalisten, speziell die jüdische Finanzoligarchie, die Homosexuellen, die etablierten Medien, die politische Elite, manchmal auch Israel. Das Weltbild der Redner ist, grob zusammengefasst, dies: Die faschistischen Amerikaner, gelenkt vom jüdischen Finanzkapital, wollen die Weltmacht und haben zu diesem Zwecke nicht nur die ihrerseits diktatorische EU mobilisiert, sondern, mit Geld und Ruchlosigkeit, auch die Revolte in der Ukraine organisiert. Nun aber, da Kiew faschistisch geworden ist, müssen sie zur Kenntnis nehmen, dass ihnen nicht nur Putin und seine wackeren Russen auf die Schliche gekommen sind, sondern auch Tausende von friedliebenden Bürgern, die es nicht mehr hinnehmen, dass die gleichgeschalteten Medien ihnen die Wahrheit im Osten vorenthalten ...°

Ein nicht nur sprachliches Lesevergnügen.

knattertom 21.06.2014 | 15:46

Ich habe gestern über unsere Diskussion nachgedacht und sie auch nochmal nachgelesen.

Bei vielem was Sie schreiben und worauf Sie verweisen, bin ich inhaltlich nahe bei Ihnen, von daher recht verwunderlich, dass wir uns hier so zoffen.

Wenn ich von Anfang an schrieb, dass ich es nicht mag, jemanden "in die Ecke zu stellen" oder "an den Pranger", dann vor allem daher, dass ich einen Beitrag und eine Diskussion allein hier, aber nicht mit dem eigentlichen Recipienten, als genau das empfinde.

Wenn Sie K. Jepsen den Beitrag vorab oder auch parallel per Email zusenden, damit er darüber nachdenken, Stellung beziehen und ggf. etwas ändern kann, dann ok, aber so wie es lief, kam es genau wie beschrieben bei mir an.

Sie verwiesen in Ihrem Artikel und der Diskussion vor allem auf die Gefahr, das die, in dem transkriptierten Gespräch, verwendeten Termini und Vergleiche, vollkommen verkehrte Signale aussenden, und da stimme ich ebenfalls zu. Ich hatte ja bereits auch an verschiedenen Stellen bemerkt, dass diese sich langsam entwickelnde Bewegung in meinen Augen als rein nationale Veranstaltung erstens wenig Aussicht auf einen irgendwie gearteten Erfolg, also eine Entwicklung zum Guten, hat und zweitens stets Gefahr läuft in eine sehr negative Richtung abzudriften.

Was Diskussionstil angeht, sind mir gestern nochmal einige persönliche Angriffe und Sticheleien aufgefallen, unötig wie ich finde.

Für den Artikel von M Jäger vielen Dank, sehr lesenswert. Der war mir entgangen.

Den obigen NZZ-Artikel empfinde ich allerdings als dumm und anmaßend, er betreibt genau das, was ich kritisiere, Menschen werden "in eine Ecke gestellt".

knattertom 21.06.2014 | 15:59

Das würde ich ignorant bis geschichtsvergessen nennen......

Ihrem Kommentar oben an Salvo stimme ich übrigens zu.

Mir ging gestern der Gedanke durch den Kopf, wie es gelingen kann, Menschen, die eher heimatverbunden und sesshaft sind, von den positiven Seiten eines geeinten Europas zu überzeugen?

Wer nicht gern reist, keine Verwandtschaft im europäischen Ausland hat oder ein Hobby betreibt, das zum reisen veranlasst, kann eigentlich nur die gefühlt negativen Auswirkungen der EU wahrnehmen.

Ist solch eine Person, die aus ihrem Sichtwinkel natürlich eher für einen "Lösungsansatz" der auf der "Nation" aufbaut, zu gewinnen ist, "rechts"?

Für den einen ja, für den anderen nein......, von daher ist m.E. vor allem eine Abgrenzung gegen inakzeptable Ansichten erforderlich, mit den anderen gilt es zu diskutieren.

dame.von.welt 21.06.2014 | 22:03

°Wenn ich von Anfang an schrieb, dass ich es nicht mag, jemanden "in die Ecke zu stellen" oder "an den Pranger", dann vor allem daher, dass ich einen Beitrag und eine Diskussion allein hier, aber nicht mit dem eigentlichen Recipienten, als genau das empfinde.

Wenn Sie K. Jepsen den Beitrag vorab oder auch parallel per Email zusenden, damit er darüber nachdenken, Stellung beziehen und ggf. etwas ändern kann ...°

Ken Jebsen ist eine Person des öffentlichen Lebens, nicht mein Kumpel.

Medien (und als Blogger bin ich ein winzig kleines Sandkorn darin) haben definitiv nicht die Aufgabe, Personen des öffentlichen Lebens liebevoll zu erziehen, sondern über ihre öffentlichen Äußerungen und Handlungen Bericht zu erstatten.

Genau das habe ich mit der Zusammenfassung und Verschriftung des Videos gemacht. Und zwar zu einem Zeitpunkt, zu dem Ken Jebsen eine neue Anhängerschaft gewonnen hat, die z.T. aus politisch bestenfalls Teilinformierten, z.T. aus handlungsschwangeren, deswegen erschreckend unkritischen Linken besteht. Vorher hatte m.W. noch niemand dieses spezielle Video genauer und kritisch bespiegelt, weswegen ich das nachgeholt habe. Außerdem, weil mir persönlich vor zwei Jahren die Gesichtszüge entglitten und ich Ken Jebsen seitdem für definitiv ungeeignet als Führungspersönlichkeit halte.

Es ist btw. ziemlich wahrscheinlich, daß Herr Jebsen auch ganz ohne meine Email Kenntnis von meinem Blog erhielt, werfen Sie mal einen Blick auf das Datum des Blogs, dann auf das Datum des Gesprächs mit Pedram Shahyar und einen auf die KenFM-FB-Seite, auf der er JEDEN kritischen Blog im Freitag ausführlich würdigt. Nur meinen nicht, seltsam, hm?

°Bei vielem was Sie schreiben und worauf Sie verweisen, bin ich inhaltlich nahe bei Ihnen, von daher recht verwunderlich, dass wir uns hier so zoffen.°

Das haben Sie hinter Ihren Unterstellungen und persönlichen Angriffen aber gut verborgen...;-)... Auf die habe ich Ihrer Meinung nach nicht oder bestenfalls milde zu reagieren? Meister Knattertom, Sie haben mich u.a.m. in Richtung strafbare üble Nachrede geschoben, indem Sie mir unterstellten, ich würde Jebsen Antisemit nennen, was ich nie und nirgendwo getan habe. Das fand ich auch im Zusammenhang mit der Schnelligkeit, mit der die Führungspersönlichkeiten der Montagsdemos/Mahnwachen mit juristischen Zwangsmitteln gegen kritische Veröffentlichungen über sie bei der Hand sind, wenig freundlich von Ihnen.

Ken Jebsen hat sich höchstselbst in die Ecke übler antisemitischer Äußerungen gestellt, ich habe die Ecke beleuchtet. Dafür töten Sie mich seit geraumer Zeit als Boten, was mir auf die Nerven geht. Lassen Sie's endlich bleiben und bitte: überdenken Sie mal Ihre Auffassung von Berichterstattung, Meinungsäußerung und Medien.

knattertom 21.06.2014 | 22:34

"Das haben Sie hinter Ihren Unterstellungen und persönlichen Angriffen aber gut verborgen...;-)"

Ja, ich bestätige, mea culpa, ich habe einmal geschrieben, sie würden hier jemanden als einen Antisemit hinstellen und nein, es stimmt nicht, sie haben nur darauf hingewiesen, das sich da jemand in einer Form äussert, die als Antisemitismus verstanden werden kann. Hoffe, das passt dann so.

Wenn ihnen dieses Video allerdings bereits seit zwei Jahren bekannt ist, verstehe ich nicht, warum Sie damit so lange gewartet haben,.

Aber schon klar, Sie sind ja kein Jemandes-Kumpel.

Aber auf der Suche nach einem Anführer sind Sie irgendwie schon, ja? Na, da unterscheiden wir uns dann doch, ich halte es eher mit der Einstellung von Flo, weiter oben.

Darf ich mich jetzt wieder setzen, Frau Oberlehrerin?

dame.von.welt 21.06.2014 | 22:49

°Wenn ihnen dieses Video allerdings bereits seit zwei Jahren bekannt ist, verstehe ich nicht, warum Sie damit so lange gewartet haben,

Wie schon geschrieben: Und zwar zu einem Zeitpunkt, zu dem Ken Jebsen eine neue Anhängerschaft gewonnen hat, die z.T. aus politisch bestenfalls Teilinformierten, z.T. aus handlungsschwangeren, deswegen erschreckend unkritischen Linken besteht. Vorher hatte m.W. noch niemand dieses spezielle Video genauer und kritisch bespiegelt, weswegen ich das nachgeholt habe.

°Aber auf der Suche nach einem Anführer sind Sie irgendwie schon, ja? ... Darf ich mich jetzt wieder setzen, Frau Oberlehrerin?°

Am Arsch, Knattertom, reicht mir jetzt.

knattertom 22.06.2014 | 00:37

"Dafür töten Sie mich seit geraumer Zeit als Boten,"

Liebe Dame,

ein weiterer Versuch Ihnen plausibel zu machen, was ich meine....:

Der Vorwurf einer "jüdischen Weltverschwörung" hinter der Schutzmauer des Hochfinanzkapitals, ist das Pendant zum Vorwurf einer "Jebsenschen Antisemitismusverschwörung" unter dem Deckmantel der Friedensdemonstrationen.

Sie versuchen den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben und das hilft einfach niemandem.

Wie Jebsen in dem Gespräch mit P.S. sagt, dass es genau zwei Kollegen gab, die nach der missverständlichen Äusserung "PR des Holocausts", zu ihm gekommen sind und ihn direkt angesprochen haben, dass er das doch nicht so gemeint haben kann, wie er es höchst missverständlich ausgedrückt hat, ist es doch ganz genau diese Grundhaltung der Mitteleuropäer, nicht zu kooperieren sondern zu konkurrieren, und diese Grundhaltung ist das eigentliche Übel gegen das sich die Montagsdemonstrationen richten (sollten).

Die Studie befragt die Teilnehmer aus der Menge und die scheinen zumeist einen Kopf zum denken auf den Schultern zu haben. Darauf kommt es vor allem an!

Im übrigen noch als Replik zu dem von Ihnen verlinkten Artikel aus der NZZ.

rioges 23.06.2014 | 03:50

Gäbe es eine relevante Bewegung für Frieden in diesem Land, also nicht nur Funktionäre diverser Friedensgruppen als Restposten einstiger Größe, dann wäre diese ganze Diskussion gegenstandslos. So bleibt es aber dabei, dass diese Montagsdemos tatsächlich irrelevant sind, zumindest außerhalb linker, halblinker, oder ultralinker Diskussionsrunden.
Es mag sein, dass sich das Ganze im Treibhaus Berlin etwas anders darstellt - aber wen in der Republik interessiert Berlin?

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Ehemaliger Nutzer 28.06.2014 | 19:17

Verspätete Antwort, trotzdem von Herzen.

Das Problem ist in der Tat der Begriff der Nation. Wenn ich richtig in Geschichte aufgepasst habe (und der Lehrer das auch korrekt interpretiert hat), hat das Martin Luther den Europäern die blöde Idee einer Nation, die einig ist und sich von anderen unterscheidet, eingebrockt.

Es gibt innerhalb Europas keine größeren Unterschiede zwischen den Völkern, keine größeren, als die Unterschiede zwischen allen Zweigen einer Familie auch sind. Die Abgrenzung, hier wir und dort die, ist das Grundübel.

Nationen mögen so unwichtig sein wie eine Zuhörigkeit zu Eigenarten, sie dürfen nicht trennen. Europa hat es nicht vermocht dieses Problem zu lösen, obwohl es als Auslöser von Hass und Gewalt der Kern allen Übels ist.

Um das zu erkennen, muss man nicht reisen. Es reicht sich bewusst zu machen, dass es auch Deutsche gibt, die geizig wie Schotten sind, unpünktlich wie Italiener, Feinschmecker wie Franzosen, temperamentvoll wie Spanier, stumm wie Friesen und gerne trinken wie Finnen. Nach der Völkerwanderung und all den Vermischungen der Jahrhunderte danach war auch nichts anderes zu erwarten. Das Trennende gibt es nicht, die Menschen bilden sich das aber gerne als existent ein.

knattertom 29.06.2014 | 03:11

Ja, danke für die Antwort und volle Zustimmung. Ich trinke auch gern Tee, sogar mit Milch...., wie die Friesen ja übrigens auch.

Wenn man manche hier liest, dann könnte man meinen, mit dem Rückbau der EU in Nationalstaaten, wären alle Probleme auf einen Schlag gelöst....., die sind entweder zu jung, oder haben ein schlechtes Gedächtnis, oder kommen aus dem Osten und haben zu selten "den schwarzen kanal" geschaut :o)

K. E. v. Schnitzler hatte in vielem leider nicht unrecht, nur die Art wie er es verpackt hat, war nicht gut.

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Ehemaliger Nutzer 29.06.2014 | 10:57

Die Sendung von Schnitzler war in UK ein Kult. Es gab sogar Feten, auf denen (dank der Erfindung des Videos) mehrere Folgen gezeigt und abgefeiert wurden. Für mich war es eine echte Herausforderung, weil ich diesen Wortmüll, den der Typ verzapft hat, in die englische Sprache übersetzen musste. Die Sendung war manchmal sogar besser als Monty Python oder die Dave Allen Show.

knattertom 29.06.2014 | 21:16

"Es gibt innerhalb Europas keine größeren Unterschiede zwischen den Völkern, keine größeren, als die Unterschiede zwischen allen Zweigen einer Familie auch sind. Die Abgrenzung, hier wir und dort die, ist das Grundübel."

Es ist tatsächlich so...., auf Reisen in Spanien und hier in Portugal treffe ich regelmässig auf Typen, die verblüffende Ähnlichkeit mit meinem Bruder aufweisen. Die Historiker streiten über die Herkunft des Namens "Andalusien", eine Erklärung geht davon aus, dass ursprünglich "Wandalusien", also das Land der Wandalen gemeint war, und die stammten, wie die Sueben auch, aus Mitteleuropa und waren Germanen.

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Ehemaliger Nutzer 01.07.2014 | 10:27

Sowas kommt in Deutschland gar nicht gut an. Da stellen sich Leute auf die Straße und reden über irgend ein Thema like "Speakers Corner". Im Gegensatz zum Internet, hier müssen sie mit ihrer Person in der Öffentlichkeit stehen und sind entsprechend angreifbar. Schon mal gut für die "Lauscher". Unter Pseudonym kann ich mal was raushauen, hier sollte man dann besser überlegen. Dass jeder sagen kann, was er will - unerhört. Gefährdet das nicht die freiheitliche Demokratie? Immerhin, ein Sonneborn ist über die SpassPARTEI ins EU-Parlament eingezogen.

Ins Grübeln kommt man schon, wenn bei solchen Veranstaltungen "Zeitreisende" erzählen, sie kämen aus der Zukunft und hätten "eine wichtige" Botschaft. Sollten in Deutschland nicht nur Experten oder Doktoren (Titel kann man kaufen) und Professoren reden dürfen. Dann müßte man diesen Internetauftritt hier auch nochmal überarbeiten.

Diese Knallerstudie werde ich auf jeden Fall demnächst auch bei einer CSU-Versammlung durchführen. Auf einer PARTEI-Parteiversammlung lasse ich es lieber.

Zeitzeuge_2009 01.07.2014 | 13:41

Also ich denke wir sollten diese Hetzte gegen uns durch diese Juttas, die Mainstream-Medien und die etablierten Parteien eher als Erfolg sehen.

Wir treten friedlich auf angemeldeten Montagsmahnwachen öffentlich in Erscheinung und deshalb können sie uns nicht von der Straße weg prügeln lassen.

Mit unseren Inhalten wollen und können, ja dürfen sie sich nicht auseinandersetzen, denn sie würden keine Argumente haben und müssten viele Fragen beantworten. Das wollen und können sie nicht, ohne sich als willige Handlanger zu entlarven.

Handlanger von Banken, Energiewirtschaft, Rüstungsindustrie und vielen anderen noch Mächtigen, die nur die einfache Bevölkerungen immer weiter ausbeuten wollen. Und vor allem Handlanger und Erfüllungsgehilfen von unseren total bankrotten „Freunden“ aus den USA, die nur noch aufrecht gehen können weil sie weltweit immer mehr Kriege führen.

Also was bleibt ihnen übrig?

Sie machen uns schlecht , beschimpfen uns als Neurechte, Antisemiten etc und machen sich damit wirklich lächerlich.

So versuchen sie verzweifelt zu verhindern dass wir immer mehr werden. Denn davor haben sie eine panische Angst. Das ist doch schon so gut wie eine Kapitulation. Um so mehr sie uns weiter diffamieren um so mehr gestehen sie ihre Hilflosigkeit ein.

Es gilt also: Motiviert und unbeirrt weiter machen wie bisher!

Zeitzeuge_2009 01.07.2014 | 23:16

Ich bin jetzt 70 Jahre alt und war zum ersten Mal in meinem Leben auf einer Demo. Die Menschen, die ich auf den Friedensmahnwachen getroffen habe hatten einfach Angst. Angst, dass wir von unseren Politikern in weitere Kriege und in Armut und Elend geführt werden.

Sie sind entsetzt darüber, dass viele unserer Soldaten in einem vollkommen sinnlosen Krieg in Afghanistan geschickt wurden und ihr Leben lassen mussten. Es wurde dort nichts erreicht, ausser dass sich unsere Kanzlerin in den USA bei den Republikanern (Bush) und Demokraten (Obama) devot "lieb Kind" gemacht hat.

Sie sind entsetzt darüber, dass der Aufforderung der USA unsere Rüstungsausgaben massiv zu erhöhen nicht widersprochen wird, sondern schon von der neuen Kanonen-Uschi von horrenden Mehrausgaben für die Rüstung und vielen weiteren "Friedensmissionen" in aller Welt gefaselt wird.

Sind mehr als entsetzt darüber, dass wir einen Bundespräsidenten haben der unter anderem meint, dass die "glückssüchtige deutsche Gesellschaft wieder gefallene Soldaten ertragen muss" oder in einem Interview sagt:

"Und in diesem Kampf für Menschenrechte oder für das Überleben unschuldiger Menschen ist es manchmal erforderlich, auch zu den Waffen zu greifen."

Sie sind sehr entsetzt darüber, dass Deutschland an dritter Stelle in der Welt für Waffenexporte steht und im Geheimen von den jeweils regierenden Berufswahlkämpfern entschieden wird, an wen und wohin was an mörderischen Waffen geliefert werden darf.

Die Bürger wollen keinen Wohlstand auf Kosten toter Kinder, toter Frauen, toter Männer oder Toter Soldaten durch Deutsche Waffen in der ganzen Welt. Das ist unseren skrupellosen Politikern, die täglich tausendfachen Tod durch Deutsche Waffen im Kauf nehmen, um immer mehr Geld zu verdienen, sehr wohl bekannt. Deshalb werden ja seit Jahren diese Entscheidungen wer welche Waffen erhalten darf in geheimen Sitzungen von der jeweiligen Regierung getroffen.

Erst ein Jahr nach dem entschieden wurde und alle "Geschäfte" längst abgewickelt sind, kann man sich unter erschwerten Bedingungen die Informationen beschaffen, was von diesen Waffenhändlern übelster Sorte genehmigt und erledigt wurde.

Sie sind entsetzt darüber, dass sich an den Händen unserer Kanzlerin, ihren Helfershelfern und ihren Koalitionspartnern FDP und SPD schon so viel Blut befindet und offensichtlich niemand und schon gar nicht unsere ach so freie Presse daran Anstoß nimmt.

Auch entsetzt darüber, dass es geheime Treffen im Kanzleramt geben soll, bei denen die jeweiligen Chefredakteure von unserer Mutti "auf Linie" gebracht werden.

Sie sind entsetzt darüber, dass Milliarden und immer mehr Milliarden für die Banken-Rettungen ausgegeben werden, die Banken aber nach wie vor horrende Boni ausschütten und weiter das Geld verzocken dürfen, ohne jegliche Einschränkung.

Sie sind entsetzt darüber, dass der Zinssatz jetzt 0,25% für die Banken beträgt und damit die Ersparnisse der Bürger immer weniger werden. Nur damit die Banken billigstes Geld bekommen um genug zum Zocken zur Verfügung zu haben.

Sie sind entsetzt darüber das in geheimen Verhandlungen in Europa laufend Sachen beschlossen werden, die diese Bürger direkt betreffen und sie so gut wie keinen Einfluss nehmen können. (nur Z. bsp.: ESM oder TTIP)

Sie sind entsetzt darüber, dass dass eine Verkäuferin bei Lidl rund 42% Steuern und Abgaben zahlt, ein Vermögensmillionär hingegen 25% und ein international tätiges Unternehmen ca. 10%.

Ja klar haben sie keine Lösungen für diese vielen schwierigen und komplexen Probleme. Aber das haben unsere Politiker ganz offensichtlich auch nicht, denn die setzen sich damit, öffentlich erst gar nicht auseinander, weil die ja nur wieder gewählt werden möchten um weiterhin in Ihrer angeblichen Macht baden zu dürfen und weiterhin natürlich die exorbitant hohen Diäten und Spesen, die aber absolut in keinem Verhältnis zu ihren Leistungen stehen, abgreifen zu können.

Auf jeden Fall erscheinen dann ganz klar Leute wie die Journalistin Krone-Schmalz, Peter Scholl-Latur, Dirk Müller, Pedram Shahyar, Ken Jebsen, Andreas Popp, Lars Mehrholz etc, um ein vielfaches glaubwürdiger und honoriger wie unsere, sich nur Selbstverherrlichenden und nicht mehr zu ertragenden Berufswahlkämpfer in der Regierung und der Opposition.

Erkennen sie doch endlich, dass die meisten Leute einfach Angst haben vor der Zukunft unter den herrschenden Gegebenheiten und deshalb auch zu solchen Mahnwachen gehen.

Und ich bin mir ganz sicher, dass sehr, sehr, sehr viele hilflos allein zu Hause mit ihrer Angst sitzen und sich nicht trauen ihre Angst zuzugeben oder sie einfach verdrängen und Mutti weiter zuhören.

Hunter S.T. 25.07.2014 | 16:36

Ich denke, ich habe Ihnen durchaus eine inhaltlich substanzielle Antwort gegeben, wenn auch nicht so ausführlich, wie Sie es anscheinend gerne gehabt hätten. Die fehlende Ratifizierung durch das Volk ist für mich der größte Kritikpunkt. Gilt natürlich nur für mich, wenn sie mehr über die Thesen anderer Kritiker erfahren möchten, beschäftigen Sie sich doch einfach mit den diversen selbsternannten Reichsregierungen, die (meiner Meinung nach) zwar in der Regel etwas über's Ziel hinausschießen, aber hier und da doch interessante Ansätze für weitere Recherchen liefern (Shaef-Gesetze, fehlender Geltungsbereich, Fortbestand des deutschen Reiches usw.).

Hunter S.T. 25.07.2014 | 16:53

'Ich fände es schlimm genug, wenn ein so hoher Anteil der Leute einen Mann wie Putin an der Macht wollten. Und es hieß nun mal Hitler und nicht Putin.' Eben nicht, es hieß starker Führer, was nicht automatisch Hitler bedeutet. Ich persönlich wäre sehr froh darüber, wenn sich hier mehr Menschen einen starken Politiker wie Putin wünschen würden. Er tritt für seine Überzeugungen und sein Volk ein- ein echter Patriot. Nicht so wie unsere 'Mutti', die sich gar nicht entscheiden kann, welchen menschenverachtenden Kriegstreibern sie tiefer hinten reinkriechen soll, den Ammies oder den Zionisten. Putin ist ein weitsichtiger und cleverer Politiker, der der unipolaren Weltordnung eine klare Absage erteilt hat und stattdessen eine multipolare Welt mit freien Völkern anstrebt. Aus diesem Grund wird er auch vom Westen so abgrundtief gehasst, er steht den Plänen der Ammies zur Full Spectrum Dominance im Weg. Die Yankees würden doch sogar einen weiteren Weltkrieg in Kauf nehmen, um ihre Pläne umzusetzen...

Hunter S.T. 25.07.2014 | 16:59

Kein Problem, empfinde ich gar nicht als besserwisserisch, sondern als hilfreiche Info. Sonst hätte ich diesen Irrtum nur noch weiter verbreitet^^ Ich stehe allerdings weiterhin zu der Aussage, auch wenn sie nicht von Voltaire stammt. Ich denke natürlich auch, dass Toleranz Grenzen hat, aber nicht in Bezug auf freie Meinungsäußerung. Wenn jemand Mist erzählt, sollte man meiner Meinung nach mit Argumenten dagegen vorgehen und nicht mit Verboten...

Hunter S.T. 03.08.2014 | 09:51

Ich kann ja mal versuchen, meinen Standpunkt genauer darzulegen. Putin hat schon auf der Sicherheitskonferenz 2007 in München die unipolare Weltordnung, wie sie von den USA mit ihrer Full Spectrum Dominance angestrebt wird, kritisiert. Des Weiteren hat er z.B. in einem vom ZDF bis zur Unkenntlichkeit zusammengeschnittenen Interview (pure Propaganda) vorausgesehen, dass das Ansehen von Ländern sinken wird, die nicht ihre eigenen Interessen vertreten. Putin ist nicht umsonst so beliebt im eigenen Land. Die Medien in Russland sind ebenfalls wesentlich freier, als es hier dargestellt wird. Oftmals sind sie den westlichen Medien sogar meilenweit voraus. Ich kann 'the truthseeker' von RT nur wärmstens empfehlen, isbesonder die Folge über die Boston Bombings, wo die Aktion als False Flag entlarvt wird. In diesem Zusammenhang isr auch 'Operation Northwoods' erwähnenswert, vor allem wenn man an Flug MH 17 denkt. Kurz gesagt, Putin hat bestimmt auch seine Leichen im Keller, ist meiner Meinung nach aber den westlichen regierenden Politikern in jedem Fall vorzuziehen.