Jan Rymon

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RE: Der Wulff und die bösen Medien | 09.01.2012 | 18:38

Mich nervt vor allem die Hybris einzelner Redakteure, persönlich den Präsidenten stürzen zu wollen. Das Urteil wird verkündet – bevor aufgeklärt wurde. Macht doch erst einmal euren Job und findet heraus, was tatsächlich gelaufen ist! Meine Empörung basiert nicht auf einem Ausraster oder mehr oder weniger üblicher Boni, sondern wird begründet durch den Eindruck von Korrumpierbarkeit, planmäßiger Vertuschung und Machtdrohung. Aber genau diese Fragen sind bisher nicht überzeugend beantwortet. Rücktrittsforderungen und das Konsequenzenziehen überhaupt dürften von mir aus gern den Verantwortlichen überlassen werden, wenn die Fakten tatsächlich zu bewerten sind.

RE: Die kommende Debatte | 16.10.2011 | 15:01

@luddisback

"wer soll jetzt "wir" sein? wer ist mit "die" gemeint?"
Mit "Wir" ist unsere Gemeinschaft der Auf- und Abgeklärten umrissen, deren gemeinsames Merkmal ist, (versuchte) Brandanschläge für keinen wünschenswerten Kommunikationsanlass zu halten. Und "die" hab ich als Artikel benutzt, also "die Andersdenkenden" usw. "Plausch" trifft das von mir Gemeinte nicht besonders, ich spreche von gesellschaftlichem Diskurs.

Im Grunde sagen Sie es an anderer Stelle selbst, die "denk- und sprechtabus" sind zu überwinden.

Für mich führt die gegenwärtige Diskussion allerdings (gezielt) am Problem vorbei, indem die Aktion zur/als Gewalttat erklärt und damit die Diskussion über tatsächliche Gewaltanwendung ("gerechter Krieg" in Afghanistan und anderswo) ausgeschlossen wird.

Die "kommende Debatte" sollte sich nach meiner Meinung auf a) das originäre Thema konzentrieren (und die Unbekannten als Empörte, nicht als Gewalttäter wahrnehmen) sowie b) die Diskussion angeblich "alternativloser" Antworten von den Verantwortlichen einfordern, selbst anstoßen und ergebnisoffen führen.

RE: Die kommende Debatte | 15.10.2011 | 17:22

Anders sind immer die Andern

Danke für den Beitrag! Wie aber soll die kommende Debatte geführt werden - über die Andersdenkenden oder gemeinsam mit ihnen? Die Situation wirkt auf mich, als stünden wir auf dem Kopf und beklagten, dass da welche den aufrechten Gang nicht beherrschen.

Spannender, als Ausdrucksweise, Logik oder Themenpalette zu bemängeln, scheint mir, die von den Autoren beanspruchte Ernsthaftigkeit meinerseits ernst zu nehmen – ggf. bis zum Beweis des Gegenteils. Auch ich lese die Texte so, dass der staatlich legitimierte Gewalteinsatz in Afghanistan angeprangert und infolge der Aktion beendet werden soll. Ziel des Engagements wäre demnach die Herbeiführung eines gesellschaftlichen Diskurses über Sinn und Legitimation des sogenannten "gerechten Krieges".

Warum wird diese Gesprächsforderung nicht angenommen? Wer jungen Leuten sein "Empört Euch!“ zuruft, sollte von den Alten zugleich auch verlangen können: "Entspannt Euch!" Was ist denn passiert? Zugausfälle in vergleichbarer Größenordnung kriegt die Bahn in Berlin ohne Bezug auf Menschenrechte und christliche Werte permanent selbst hin. Als Headline der Stunde sind nicht nur "Terror" oder "Chaos" abzulehnen, sondern ist auch die Forderung nach "Dialog" zu erheben!

Wir könnten uns einfach mal auf das Experiment einlassen, den Unbekannten zu sagen: "Okay, wenn ihr die am offenen Gespräch Interessierten seid, die ihr zu sein vorgebt, kommt ins Offene und lasst uns reden. Wir werden euch nicht strafverfolgen, sondern euch zuhören. Aber macht euch auf Widerspruch gefasst!"

Warum ist ein solches Szenario unrealistisch? Mit den mörderischsten Machthabern der Welt können wir Realisten essen, scherzen und Verträge schließen, unsere ohnmächtigen Kindern aber kriminalisieren wir, weil uns ihr Ton nicht passt?

Die Verantwortung für das Scheitern einer Verständigung kann man natürlich auch den sich anders Artikulierenden zuschieben, die sich nicht an die Regeln halten, ihren Widerspruch nonverbal ausdrücken und deren verdrehte Weltsicht deshalb indiskutabel ist.

Wenn mich das Grundrauschen in meinen Ohren irritiert, sollte ich vielleicht mal was anderes probieren als Kopfstände.

RE: Die kommende Debatte | 14.10.2011 | 18:51

Wie jetzt, Textänderung (besser wohl: Sinnkorrektur) einer unter dem Autorennamen publizierten Kolumne ohne Nachfrage und Kenntlichmachung? Bin sprachlos.

RE: Manipulation statt Information - ARD macht uns den schwarzen Kanal | 14.10.2011 | 13:55

> "Gaddafis Geheimnisse" vom 05.09.2001

> wiederholt auf PHoenix am 04.10.2011
> und am 08.0.2011

> die Bilder stammen aus einem Panoramabeitrag vom 08.09.2011

Information oder Manipulation?
Oder einfach nur hastig?