janto ban

Problem zerkannt, Problem geBant.
janto ban
RE: Merkel und die schwarz, gelb, grünen Keulen? | 08.10.2017 | 15:41

Wenn man Anfang 2015 in D jemandem erzählt hätte, dass es ab Ende 2015 als "Rechtsruck" bezeichnet wird, dass/wenn ungesteuerte/unsteuerbare Migration im 6-stelligen Bereich pro Jahr aus dem assyrisch-arabisch-(nord-)afrikanischen Raum als politisch nicht sonderlich wünschenswert eingeschätzt wird; die Leute hätten es - links wie rechts der Mitte - nicht geglaubt.

Und erst die irre Kopplung in die Hose gegangener EU-Migrationspolitik mit Rechtsextremismus hat die AfD in D zu dem gemacht, was sie wurde. Wenn wir das nicht wieder entflechten, tragen wir uns den Matsch unter den Schuhen weiter selbst ins Haus.

Eine Kanzlerin jedenfalls, die sagt, eine Situation wie 2015 könne, dürfe und solle sich nicht wiederholen; und gleichzeitig, dass sie jederzeit alles wieder genauso machen würde und dass es, Achtung, nicht ihr Land sei, wenn es kein freundliches Gesicht zeigen dürfe, sollte sich nicht wundern, dass sie nur noch mit Ach und Krach im Amt bleiben kann - falls überhaupt. Wenn ich nicht wüsste, dass sie selbst weiß, dass sie - in Kombination - unaushaltbaren Blödsinn redet, würde ich sagen: die müsste mal zum Arzt.

RE: Merkel und die schwarz, gelb, grünen Keulen? | 08.10.2017 | 15:09

Mal was ganz anders. Warum ist die Tonqualität immer so schlecht..? Kann man sich da mal bei PHOENIX beschweren, bitte..?

RE: Tief und entzündet | 08.10.2017 | 14:56

Schleunigst. Keine Ahnung, warum ich mir nicht merken kann, wie man das schreibt. Tasusendmal gegoogelt, tausendmal wieder vergessen. Ich werde alt.

RE: Tief und entzündet | 08.10.2017 | 14:51

[Zitat dos] "In vielen Gegenden/Regionen Europas ist die Fremdenfeindlichkeit derart verwurzelt, daß Flüchtlinge/Neusiedler/ Migranten dort entweder wieder abhauen oder dort zugrundegehen, beides hielt und hält diese Gegenden von "Fremden" "frei". " [Zitat dos Ende] Und es ist die große Frage unserer Tage, was nun eigentlich demokratischer ist; die fremdenfeindlichen Gegenden per Erlass von oben umzukrempeln oder den Willen, in Zeiten zuweilen etwas aggressiv wirkenden Islams (räusper, hüstel) kein gemischt-religiöses Land von werden zu wollen. Denn sooo 'fremden'feindlich sind diese Länder ja gar nicht. Die stehen halt ökonomisch nicht so gut da wie D. Und sie sehen, dass und wie selbst geübte Einwanderungsländer wie Frankreich an gesellschaftliche Stress-Grenzen stoßen. Und dass und wie unsere Deutschländer-Erdogan-Fraktion einstweilen am Rad dreht. Da sagen z.B. Polen und Ungarn: das wollen wir nicht. Was eine klare Ansage ist, die man gut oder scheiße finden kann. Das ändert an der Tatsache aber nichts. Wie weit man mit Zwang kommt, sehen wir gerade wieder an der Kausa Katalonien. Madrid hat es in nur einer Woche geschafft, die Unabhängigkeitsbewegung durch die Decke zu boosten. Wollte aber das Gegenteil erreichen. So kann's halt gehen, wenn man Politik vorbei am kleinen 1x1 der Psychologie betreibt..

RE: Tief und entzündet | 08.10.2017 | 14:24

Hallo Herr Leusch, // erst mal: die Idee mit dem Behelfsabsatz ist gut. Die leihe ich mir mal aus. // "In anderen Fällen, Janto Ban, macht es vielleicht einfach ihre Janto- Sprache, die immer eine Nummer zu überdreht erscheint, auch wenn sie das vielleicht spannend, spaßig, selbstbestätigend finden mögen." Glauben Sie es oder nicht: ich rede auch so. Somit hat es wohl auch etwas mit dem Denken zu tun. Denn die Drei gehören ja zusammen. Über die große Frage, ob ich so b i n oder 'nur' so tue, weil es mir gefällt/ich mir so gefalle, sind Wälzer erschienen. Und so spannend das Thema auch ist: darüber können wir hier nicht ernsthaft reden wollen. Wir könnten, allen persönlichen Unterschiedlichkeiten zum Trotz, über den Inhalt meines Textes reden - und die Form einfach mal Form sein lassen. Aber das geschieht - hier, wie so oft - zu selten. // Sie schreiben zum Beispiel: "Zudem behauptete ich niemals, die Flüchtlingsdebatte sei verlogen." Aber das weiß ich doch. Ich bin doch derjenige, der das behauptet. Zum Beispiel hier, in/mit diesem Blog. Es ist eine Behauptung. Eine These. Sie entspringt meiner Beobachtung der Debatte. Die nicht so verbissen bipolar (gewesen) wäre, wenn auf beiden (durch Merkels eingangs zitierte Sätze aufs Plakativste charakterisierten) Seiten ein Mindestmaß an Grundehrlichkeit geherrscht hätte. Zu der wir langsam finden. Aber es hat zu lange gedauert. Es ist mir egal, wie selbstherrlich es in Ihren Ohren klingt; aber wenn die Abgeklärtheit, mit dem ich seit Spätsommer 2015 über das Thema schreibe, die Debatte von Anfang an beherrscht hätte, wäre die AfD nie und nimmer bei 13% gelandet. Das haben Sie hiermit schriftlich. // Was meine ich mit 'Abgeklärtheit'..? Beispiel 'Verteilung innerhalb der EU'. Dass die nicht funktionieren würde, stand schon Ende 2015 fest; spätestens aber nach dem Brexit. Und nachdem Ungarn das EuGH-Urteil nicht anerkennt, steht für alle, die es wissen wollen, fest, dass eher die EU auseinanderbricht, als dass es zu dem kommt, von dem alle irgendwie sagen, dass es kommen müsste. Aber es müsste so viel. Es wird nur nicht (alles). Und wenn man das sieht, muss man das einfach mal als Gegebenheit betrachten. // Beispiel Rück-/Abschiebungen. Auch da werden allzu gern Wunsch und Wirklichkeit verwechselt. Nehmen wir die Syrer. Wenn/falls der Krieg da irgendwann mal zuende ist, gehen die meisten wieder zurück/schicken wir sie zurück..? Nachdem eine ganze Generation Kinder fließend Deutsch spricht, schreibt und denkt..? Ich denke, das glauben Sie und ich nicht. Und das ist auch nicht schlimm. Es muss dann aber zum Grundsatz der Debatte erhoben werden; ansonsten ist es eben unehrlich bis verlogen. Da bleibe ich bei. // Beispiel Kosten. Ein lächerlicher Klacks ohne die geringsten Folgen für Land und Leute, sagen die Euphoriker. Niemandem geht es schlechter/wird es schlechter gehen, aber allen besser. Die Flüchtlingskrise, eine demographische, kulturelle, ökonomische "Großchance", wie Georg Diez, der heimliche Anführer der 101%igen, kürzlich schrieb. Ich halte diese höchst einseitige, maximal zweckoptimistische Sichtweise für brandgefährlich. Denn es kostet D zunächst viele Milliarden jährlich. Was wir (im Moment) schultern können, keine Frage. Aber wir haben in Teilen EU-Europas z.B. astronomische Arbeitslosenzahlen. Da bräuchten wir erst mal eine große Binnen-Wanderung, weg aus der Perspektivlosigkeit, immer hin zu den Arbeitsplätzen. Und wie erklären Sie es den 'einfachen Leuten', dass sich u.a. für "notleidende Banken" und Kriegsflüchtlinge sprudelnde Milliarden-Quellen auftun, wärend seit Jahrzehnten die Reallöhne purzeln und die allgemeinen Arbeitsbedingungen immer schlechter werden..? Und wie, dass ihnen einerseits erzählt wird, ihre Arbeit würde in Zukunft von Robotern und Quantencomputern erledigt, während auf der andern Seite 'Fachkräfte-Anwerbung' per Genfer Flüchtlingskonvention betrieben wird..? // Ich weiß, da bin ich zuletzt wieder jantopolemisch geworden. Doch es passt so vieles einfach nicht zusammen. Und das muss ganz dringend zu einer in sich konsistenten Erzählung zusammengebracht werden. // "Niemand weiß es. Denn niemand will es wissen. Nicht jene, die vollgleichzeitig alle Grenzen abschaffen, ein bedingungsloses Grundeinkommen in D einführen und sich Judith Butler als Bundesfamilienministerin vorstellen wollen." Scheibe ich im Blog. Das ist das, was ich den flüchtlingseuphorischen Debattanden zu Denken aufgeben möchte. Die andere Seite, die, ganz clever, "schon in Afrika helfen" will, bekommt von mir was anderes zu hören. Das ist polemisch, plakativ und stark verkürzt, ja. Aber eben meine Art aufzuzeigen, was in der Debatte schief läuft. // Da können Sie mir jetzt wieder schreiben, dass es aber doch auch Maß und Mitte gibt und die Dinge im Großen und Ganzen laufen, wie sie immer liefen; ein bisschen aufnehmen, ein bisschen abschieben, ein bisschen integrieren, ein bisschen umverteilen, alles easy. Aber das, Herr Leusch, bildet sich in der öffentlichen (!) Debatte der vergangenen zwei Jahre nicht ab. Wenn es so gewesen wäre, hätte ich nichts gesagt. // Lesen Sie doch, was Merkel im Abstand von nur 14 Monaten sagt; diese beiden, sich emotional wie intellektuell diametral gegenüberstehenden Extrem-Aussagen. Oder erzählen Sie mir, dass Sie es nicht als unaushaltbaren Gap empfinden, dass die amtierende Bundeskanzlerin zu den Worten 'nicht mein Land' (sic!) greift, für etwas, von dem sie ein Jahr später sagt, es "könne, dürfe und solle" sich nicht wiederholen. // Das, was da zwischen liegt, muss aufgearbeitet werden! Und zwar schläunigst. Und so, dass ein gesellschaftlicher Versöhnungsprozess in Gang kommen kann, an dessen Ende eine übergroße Mehrheit sagt: Alles easy. Ein bisschen aufnehmen, ein bisschen abschieben, ein bisschen integrieren, ein bisschen umverteilen; alles wie immer. Und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Ich kann und will nicht von mir auf andere schließen, aber mich dürstet es danach. // LG!

RE: Tief und entzündet | 03.10.2017 | 21:16

Fun Fact am Rande: https://www.youtube.com/watch?v=w6ztE4h6NKc Das ist der Link zur Rede, die Frank-Walter Steinmeier heute zur Einheitsfeier gehalten hat. Weil er schlauer ist als ich, nennt er die Flüchtlings-Debatte nicht verlogen, sondern sagt, dass wir uns ehrlich machen müssen. Was inhaltlich genau das Gleiche ist. Jetzt sind Sie dran ihm vorzuwerfen, er tue so, als sei er der einzige, der durchblickt. Ein "kritischer" Brief wäre wohl angebrach. So richtig mit Füller auf Papier noch, weil er es ist.

RE: Tief und entzündet | 03.10.2017 | 20:33

Scheiß drauf. || Da passt der ständige Anwurf, alle seien verlogen, außer vielleicht man selbst, nicht so gut. || Ja, das passt Ihnen gut in den Kram, Sie feinstsäuberlich ausformulierende Krawallschachtel. Haargenau so sage ich das immer. Ich bin der einzige ehrliche, klar denkende Mensch auf der ganzen Welt. Ich, ich, ich, Janto Ban. Dass ich lediglich an zwei Beispielen, Merkel und Herrmann, die Grundverlogenheit der Debatte insgesamt aufzeigen wollte: scheiß drauf. Ich, ich, ich, Janto Ban. Alles klar, Herr Kapitän. Und ja: herzerwärmend süß, wie ich schon sagte, was manche Bundesländer so machen. Steht zu hoffen, dass das mit Rom, Kairo und Peking abgestimmt ist. P.S.: Die Schwippschwester des Liebhabers meines Ex-Stiefonkels großväterlicherseits hat auch Patenschaften in Afrika. Das reißt alles raus.

RE: Tief und entzündet | 03.10.2017 | 20:18

|| Sie können offenbar mit Kritik nicht umgehen, Janto Ban. || Hatte nach diesem Satz schon keine Lust mehr. Außer Beleidigungen und Milchmädchen-Platitüden hatte Ihr Kommentar doch nichts zu bieten. Und Sie sind mit keiner einzigen Zeile auf den Inhalt meines überschaubaren Blögchens eingegangen. Wie könnte ich mich also kritisiert fühlen..? Und dann auch noch im besten Sinne, wa..? Ich glaub' es hackt. Den Rest lese ich morgen.

RE: Sie hat uns verkohlt | 03.10.2017 | 20:03

Nicht. Augstein muss sich von dem Schock erholen, dass Putins Wahlempfehlung auf dem Gebiet der ehemaligen UdDDR so zahlreich entsprochen wurde. Und das macht er doch gut. Der ist schnell wieder fit. https://de-de.facebook.com/rtdeutsch/videos/1107386606058234/

RE: Sie hat uns verkohlt | 03.10.2017 | 19:45

Ja ja. Ich ärgere mich doch genauso, dass die GRÜNEN überhaupt auf die seltsame Idee kommen, im Bund mit (vor allem) der FDP regieren zu können. Zu dürfen, hätte ich beinahe geschrieben. Aber das lasse ich mal.

Jetzt weiß ich nur nicht, was Sie sich anderes vorstellen, Herr Augstein. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich geschrieben, dass zwischen allen Ihren Zeilen steht, dass die AfD irgendwie mit in die Regierung müsste. Gemeinsam mit der anderen, großen Ost-Partei: den LINKEN.

Aber es kollidiert offenbar das gepflegte Putinverständnis (das sich im Osten der wiederentzweiten Republik aus den Stimmen von AfD und Linkspartei zur absoluten Mehrheit addiert) mit der für einen dF-Chef unaussprechlichen Erleichterung darüber, dass die anti-revolutionären, altwestdeutschen Verhältnisse den nicht vorhandenen Ost-Wähler*Innen-Willen gerade noch mal aufzufangen in der Lage sind.

Bzw. wären, so "Jamaika" gelänge, was ich erst glaube, wenn ich es sehe. Und/oder die SPD das Land dann doch nicht mehr aus der Opposition, sondern aus einer neuen "Gro"Ko heraus erretten wollen würde, kurz vor'm einstweiligen Untergang.

Statt zu wetten, ob "Jamaika" kommt oder nicht, würde ich lieber wetten, wo auf gehobener politischer Ebene zuerst ernsthaft über die Vorteile einer geleilten Republik diskutiert wird - in Ost oder West. Ich tippe auf Ost. Denn der Westen ist ja seinerzeit nicht gegen seinen Wilen annektiert und dann runtergewirtschaftet worden, nicht wahr.

Pff. Eigentlich ein ganz guter Text, Herr Augstein. Uneigentlich auch. Aber schlau werde ich daraus nicht, wie man sieht. Eher doof.