janto ban

Problem zerkannt, Problem geBant.
janto ban
RE: Antisemiten sind immer die anderen | 12.12.2017 | 17:51

|| Die Erkenntnis, dass es im migrantisch geprägten Milieu weit verbreiteten Judenhass gibt, als Rassismus abzutun, wäre unredliche Diffamierung. ||

??? Warum steht da nicht bei, dass genau das vom dF und in der dFC mit einer Verve getan wurde/wird, die ihresgleichen sucht, aber nirgends findet..?

|| Doch von „importiertem Antisemitismus“ zu sprechen (...) ist eine bemerkenswerte Befreiung Deutschlands aus seiner Verantwortung. ||

??? Ich nehme mal stark an, dass Spahn zusätzlichen/neuen Antisemitismus meint. Zumindest hat er einen spezifischen Hintergrund, durch den er sich vom 'alteingesessenen', dt./europäischen Antisemitismus unterscheidet. Nicht im Ergebnis, sondern in der Ursache.

|| Wenn antisemitische Einstellungen dort also verbreitet sind, dann auch, weil es die deutsche Gesellschaft versäumt hat, gegen diese vorzugehen. ||

??? Na klar. Ich, der ich von der Freitagslinken zum rassistischsten Schwein unter Gottes Sonne gestempelt wurde, soll mich jetzt mit Erdogans islamistischem Geschwader in einen Stühlchenkreis setzen und denen mal gut zureden.

|| Auch Sigmar Gabriels Gerede davon, Konflikte aus anderen Weltregionen dürften nicht in Deutschland ausgetragen werden, zeugt von erschütternder Sachunkenntnis. Antisemitismus ist kein Konflikt, sondern Menschenhass. Es ist, als habe das Nach-Auschwitz-Deutschland nur darauf gewartet, endlich neue Antisemiten zu finden. ||

Schande, ist das krank. Ihr seid hoffnungslos verloren, Leute. Ganz wirklich. Dass Antisemitismus Menschenhass ist, ist völlig richtig. Aber für den konstruierten Rest solltet ihr euch langsam mal in Grund und Boden schämen.

Einfach nur noch unfassbar alles. Was hat der Putinismus euch die Hirne zerfressen. Gott im Himmel.

RE: Antisemiten sind immer die anderen | 12.12.2017 | 17:28

|| Antisemiten sind immer die anderen ||

Nein, nicht die anderen. Ich. Ich bin das alles. Antisemit, Islamhasser, Russlandhasser und so weiter. Ihr mit euern an Lächerlichkeit kaum mehr zu überbietenden Selbstwidersprüchen seid die besten der Besten. Mit Auszeichnung.

RE: Nicht seine Wahl | 05.12.2017 | 16:22

Oh, schade. Das Lösungswort wäre ein lustiges Oxymoron gewesen:

ANTIFASCHISTISCHER ALS PUTIN

RE: Die Ausweitung der Kampfzone | 05.12.2017 | 16:14

|| ehedem standen dichtung und dichtigkeit hoch im kurs ||

Immer noch, bei mir sogar. Gedichtigkeit ist wunderbar. Die maßt und verst und stropht und neiner! Ganz so dicht wie ich ist keiner. :p

RE: Die Ausweitung der Kampfzone | 05.12.2017 | 08:44

Da könnte ich wieder im Einzelnen drauf antworten. Damit wir aber nicht zu weit vom Thema und der sogenannten Würdigung hier abdriften, schreibe ich mal in der 1. Person Plural, ohne mich zu meinen:

Sollten wir der Meinung sein, dass "dumme Anmachen, unverlangt zugesandte Blumensträuße oder im Suff geschriebene SMS (...) eklatante Beispiele für (... ...) strukturellen Sexismus" sind, aber wir den Islamismus, als eine der archetypischen Formen strukturellen Sexismus', nicht mal im Ansatz als Sexismus erkennen können, wollen und/oder dürfen, dann sind wir hoffnungslos verloren/nicht mehr ganz dicht.

Mehr hab' ich dazu nicht mehr zu sagen.

RE: Nicht seine Wahl | 04.12.2017 | 16:04

|| Sie werden überrascht sein – mir ist aber der Ex KGB`ler Putin berechenbarer - als die sogenannten demokratisch legitimierten Völkerrechtsverletzer! ||

Bitte glauben Sie mir, dass ich niemals zuvor von etwas weniger überrascht war, als davon.

RE: Akute Einsturzgefahr | 04.12.2017 | 15:54

Wir sind schwer zugange, unser Mutter und ich. Sie vermengt Haferflöckchen mit Fett für die Vögelein und ich baue im Frühjahr ein 5-Sterne-Insektenhotel.

Wir haben das Schilf nicht zurückgeschnitten, stutzen die Hecke nicht während der Nistzeiten; egal, was die Nachbarn sagen, spritzen nix, versiegeln nix, rupfen das sogenannte Unkraut manuell und freuen uns über jede Wespe, die um die Leckereien zum Käffchen tänzelt. Auf ca. 400 Quadratmetern. Fühlt euch gerettet.

Nur, als im Sommer ein paar Wespen meinten, zwischen Dachfenster und Ollern sei ein cooles Plätzchen für ein Eigenheim, bin ich mit Klebeband und Deo vorgerückt. Getötet habe ich sie nicht, rede ich mir ein. Nur verscheucht.

RE: Nicht seine Wahl | 03.12.2017 | 21:28

Genau! Es dauert immer ein bisschen, bis man erkennt, dass "wir" nicht immer die Guten sind. Völlig richtig. Mir ist das im Alter von 17 bis 19 Jahren aufgefallen, als sich meine politische Grundhaltung formte. Dass Lutz Herden erkennt, dass Putin nicht immer der Gute ist, wird die Welt aber wohl nicht mehr erleben.

Ich wollte auf den Kinderkram, der mir hier geantwortet wurde, eigentlich gar nicht reagieren. Denn niemand muss ja einen Herden-Text zum Stichwort "Syrien" gelesen haben, um grob zu wissen, was drin steht. Putin Putin über alles. Das geht seit Jahren so - und wird auch nicht aufhören. Warum sollte es..? Putin ist halt immer der Gute. Was will man da machen..?

RE: Die Ausweitung der Kampfzone | 03.12.2017 | 21:01

Falls du diesen Artikel meinst, kann ich nicht erkennen, dass mein Kommentar sich mit Žižek beißt.

Wenn ich das Wörtchen "liberal" dem Wörtchen "autoritär" polarisierend gegenüberstelle und mehrere Male "gesellschafts-" vor "-politisch" setze, dürfte unübersehbar klar sein, dass ich mit "liberal" nicht (wirtschafts-)neoliberal meine, sondern gesellschafts-liberal. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Nehmen wir eine der kleinsten, sozialen Einheiten: die Familie. Ob die patri-archaisch organisiert ist oder nicht, hängt Nullkommanull mit ihren wirtschaftlichen Verhältnissen zusammen. The best things in life are free, hat Janet Jackson mal gezwitschert. Und die politische Grundhaltung gehört definitiv dazu. Ein Mensch zu sein, der nach Kräften bemüht ist, seinen Gegenübern getreu Artikel 3 Abs. 3 GG zu begegnen, kostet nicht einen Pfennig. (Der Punkt "politische Anschauungen", als Dreh- und Angelpunkt dessen, worüber wir hier so reden, bleibt dabei problematisch. Imgrunde ist er sogar das Problem. Aber darüber müsste man stundenlang irgendwo anders reden.)

Den Blödsinn jedenfalls, dass liberale Gesellschaftspolitik einzig und allein in Tateinheit mit dem verheerenden (Wirtschafts-)Neoliberalismus einhergeht, höre ich mir nicht mehr an. Nicht zuletzt, weil es von dort aus zur Idee, dass es sich bei gesellschaftlicher Liberalität um ein verzichtbares Abfallprodukt des 'weibisch-verweichlichten Westens' handele, wie z.B. die anti-linksliberalen Alpha-Ochsen Putin, Erdogan und Trump es sehen, ein allzu kurzer ist.

Da mache ich nicht mit. Kann aber sein, dass die Sache (sehr viel) komplizierter ist, als ich sie darstelle. Deshalb ist aber meine Verkürzung nicht falsch. Es ist halt eben genau das: eine Verkürzung.

RE: Die Ausweitung der Kampfzone | 03.12.2017 | 10:50

|| neue Gefechtslinien haben sich aufgetan ||

Oh nein, die gesellschaftspolitische Gefechtslinie ist nach wie vor die selbe (sic!): liberal-progressiv vs. autoritär-konservativ.

Neu ist allein, dass rechts-autoritärer Traditionalismus nicht mehr rechts-autoritärer Traditionalismus genannt werden darf (vgl. "Über solch eine Schlagrichtung freut sich die AfD."), wenn er von Personen/Gruppen ausgeht, die von der liberal-progressiven Linken irgendwann mal zu den kategorisch Guten erkoren wurden. Aus (welchen) Gründen (auch immer).

Aber das stammt aus Zeiten, in denen Oma und Opa nach Afghanistan oder Marokko trampten, um sich da mal so richtig auszubumsen. Und ich will es nicht verächtlich machen, sondern aufzeigen, dass und wie Zeiten sich ändern. Und wie falsch es werden kann, wenn mit veralteten Prämissen in den politischen Kampf gezogen wird.

Wenn Religions-Kritik nicht mehr als Herrschafts-Kritik im Allgemeinen und Islamismus-Kritik nicht mehr als Kritik am (gesellschafts-)politischen Missbrauch einer Weltreligion verstanden werden darf, haben wir ein unaussprechliches Problem.

Mindestens so groß wie das, was entstand, als aus Anti-Hitler-Russland Putin-Kadyrow-Russland wurde und aus der Türkei Erdoğanistan. Also aktualisier' mal schnell dein Betriebssystem, liebe sog. antifaschistische, emanzipatorische Linke; und hör auf, die Naturkonstante (liberal-progressiv vs. autoritär-konservativ) zu pervertieren, indem du z.B. Leute in die rechte Ecke stellst, die nichts weiter tun, als Rechtsextremismus mit Islam-Hintergrund als das zu bezeichnen, was er ist:

Rechtsextremismus mit Islam-Hintergrund.