janto ban
08.07.2016 | 23:19 12

"Putins unerklärter Krieg gegen den Westen"

Reportage "Die Reportage zeigt, mit welchen Methoden Russland versucht, Deutschland zu beeinflussen."

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied janto ban

Eingebetteter Medieninhalt

Die ARD fasst den Irrsinn noch mal schön zusammen.

Dass und wie das Ganze zurückwirken würde war schon gleich nach Ausbruch der sogenannten Ukraine-Krise absehbar. Wollte aber niemand hören.

Bei S.P.O.N. das Erstarken des Rechtsextremismus' bejammern, während sich im hauseigenen Forum die Querfront konstituiert. Epochale Fehlleistung.

Und es geht weiter. Zum Beispiel unter diesem Blog, in dem endlich mal alles steht, was man in D angeblich nicht sagen darf. (16 x "Lügen"; 7 x "Propaganda"; 23 x "USA")

Wohl bekommt's.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (12)

Richard Zietz 09.07.2016 | 00:32

Am besten an dem Film hat mir der Maaßen gefallen; angesichts des nicht abreißenden Troubles wegen der VS-Verstrickung in den NSU-Komplex war diese Gelegenheit, mal richtig gegen die russische Gefahr vom Leder zu ziehen, für den Mann sicher ein innerer Reichsparteitag.

Am zweitbesten fand ich die Musik – echt … Thriller, fast so gut wie bei Compact-TV. Man meint direkt, hinter jeder Ecke einen Russen mit Messer zwischen den Zähnen zu verspüren.

Natürlich beinhaltet diese wahre Aufklärungssendung noch mehr Highlights. Und immer journalistisch korrekt – wie beispielsweise bei dem Versuch, Compact-Herausgeber Elsässer mit versteckter Kamera zu interviewen. Da lobe ich mir doch direkt den deutschen Journalismus – der so viel anders, um nicht zu sagen: besser ist als der russische.

Die Details sollte man bei so viel journalistischer Wahrheit ebenfalls nicht übersehen. So kann Golineh Atai sich anscheinend eine neue schicke Friseur leisten. Während für Flames in die Tastatur dauerhauende Russland-Knechte, falls überhaupt, allenfalls ein Stück kalte Pizza abfällt. Ebenfalls gut gefallen hat mir die Original-ostukrainische Webseite mit lateinischer Schrift – und das auch noch in Deutsch.

Die Fakten in dem Beitrag fand ich etwas mager. Aber a) kann von einem Film nicht alles erwarten, b) kapieren das der Durchschnittsbürger sowieso nicht.

Fazit: ein wertvolles Stück deutscher politischer Aufklärungsjournalismus. Der mir ohne Ihren Tipp sicher entgangen wäre.

Richard Zietz 09.07.2016 | 15:13

»Passt schon.«

Danke. Aber trotzdem nicht perfekt. Den Soundtrack des Streifens als nur »fast« so gut zu klassifizieren als die übliche musikalische Unterlegung bei Compact-TV – da muß wohl der in mir schlummernde Rest-Transatlantiker mit mir durchgegangen sein. Wie auch immer: Im Rückblick erscheint es mir so, als dass Elsässer, Putin und wie sie alle heißen von diesen Jungs durchaus noch was lernen können. (Außerdem ist es sowieso so, dass der VS Rechte gern übernimmt – insofern wirds dann auch auf der Ebene ein Schuh’.)

pleifel 09.07.2016 | 16:47

Nun wird mir endlich klar, was den Osten vom Westen unterscheidet: die hybride Kriegsführung. Elsässer und Co haben schon mächtig viel Einfluss. Und was so ein Fall "Lisa" erst auslösen kann. Jedenfalls bei weitem nicht die Wirkkräfte, wie es einige herausragenden Propagandalügen im Westen erreichten, aufzählend mit dem Tonking-Zwischenfall, über die Baby-Massaker im Kuwait- Krankenhaus, bis hin zu den Nazi-Vergleichen von Scharping im Jugoslawienkrieg und letztlich die Cameronlügen im Irakkrieg: das waren schon ganz andere Kaliber (aus einer langen Liste).

Aber zwecks Ausgewogenheit bemüht sich Russland redlich, auf dem Gebiet mitzuhalten, was uns auch nicht weiter verwirren wird. Allerdings brauche ich keinen Rechtsextremismus zu bemühen, um den Wahnsinn der neuen Eskalation hinsichtlich militärischer Konfrontation zu erkennen, natürlich alles unter dem Label der erforderlichen Verteidigung.

Was nun alles aus der Krim und einer aktiv destabilisierten Ukraine „herausgesaugt“ wird, ist schon beachtlich. Wenn ich mich noch an die Panik der USA erinnere, als es um Kuba ging, dann kann ich mich im Vergleich dazu nur amüsieren. Jedenfalls ist die Instrumentalisierung des Ukrainekonflikts vorzüglich gelungen, übriges nur ein weiterer Mosaikstein in einer längerfristigen Europastrategie der USA. Aber wir (Europäer) lassen uns ja gerne weiter verarschen. Denn wer hier nicht klare Kante vertritt, wird passgenau einsortiert!

pleifel 09.07.2016 | 18:16

Da darf aber auch nichts außer Acht gelassen werden, denn was kann wichtiger sein als für Nachwuchs im richtigen Umfeld zu sorgen. Wie blöde können junge Frauen nur sein (bei Männern ist eh nichts mehr zu gewinnen), sich auf den Wahnsinn einzulassen, so nach dem Motto: schnell noch ein Kind vom Soldaten, bevor der im Krieg umkommt. Und das alles für eine Oberschicht, die ihre Kinder allenfalls in der Etappe sitzen hat.