Jakob Augstein
17.03.2009 | 16:30 28

Althaus spielt mit Bild

Wahlkampf Skifahrer und Wahlkämpfer Dieter Althaus gibt der "Bild"-Zeitung das erste Interview seit dem Unfall und eröffnet damit den Wahlkampf. Aber wird seine Rechnung aufgehen?

Dieter Althaus ist wieder da und Dieter Althaus kehrt zurück. Diese elliptische Formulierung fand der CDU Politiker Bernhard Vogel am vergangenen Wochenende für den Thüringischen Ministerpräsidenten, als dieser in Abwesenheit zum Spitzenkandidaten seiner Partei für die kommende Landtagswahl gewählt wurde. Vogel hatte Recht. Und wie.

Althaus hat der Bild-Zeitung ein langes Interview gegeben, das die Opposition in Wut und Teile der eigenen Partei in Ratlosigkeit versetzt. Noch am Bodensee, wo er sich von jenem Skiunfall erholt, bei dem am Neujahrstag eine Frau getötet wurde, hat Althaus Bild-Chef Kai Diekmann empfangen und mit ihm, buchstäblich, über Gott und die Welt geredet.

Althaus gibt einige sonderbare Sätze von sich: "Ich brauche deutlich weniger Medikamente" und "Auch die Therapie schlägt hervorragend an", die angesichts der Belastungen eines Spitzenpolitikers nicht eben Mut für die Zukunft machen. Und er gibt auch Sätze von sich, die ein - gelinde gesagt - schales Gefühl zurücklassen. Nach der Toten gefragt sagt Althaus: " Ich glaube, Schuld ist nicht die richtige Kategorie, um ein solch tragisches Unglück zu bewerten. Ich fühle mich aber verantwortlich. ... Es gibt einfach nichts in der Zeit vor dem Unfall, womit ich das Unglück hätte verhindern können. .... Natürlich war ich zutiefst traurig und entsetzt, dass infolge des Unfalls eine junge Frau starb. Deshalb war für mich von Anfang an klar: Ich stehe zu dem, was geschehen ist - auch jenseits aller Schuldfragen. Und unabhängig davon, dass ich keine Erinnerung daran habe." Heribert Prantl hat dazu in der Süddeutschen geschrieben, dass Schuld durchaus die Kategorie sei, mit der Althaus Tat zu messen sei: "Ohne Schuld gibt es keine Strafe. Das folgt aus den rechtlichen Kategorien. Die rechtliche Kategorie ist auch für einen amtierenden Ministerpräsidenten die richtige Kategorie."

Für Bild ist dieses Gespräch ohne Zweifel ein Scoop. Diekmann hat darüber am vergangenen Sonntag in der Bild am Sonntag berichtet, am Montag erschien der erste Teil des Interviews in Bild, am Dienstag der zweite. Für Althaus ist es offenbar der Versuch, Zweifel über seinen Gesundheitszustand auszuräumen und das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Die Bild-Zeitung ist nun sein erklärter Verbündeter. Indem er sich ihr offenbarte hat er, wie so viele andere Prominente vor ihm, gleichsam einen Pakt mir ihr geschlossen. Der stramme Kommentator Hugo Müller Vogg besiegelte das öffentlich mit der Feststellung: "Inzwischen wissen wir, dass der CDU-Politiker bald wieder Thüringen regieren wird."

Linkspartei und SPD werfen Althaus nun vor, seinen Unfall zum Wahlkampfthema zu machen. Links-Kandidat Bodo Ramelow sagte: "Es trägt den Charakter einer Operette, wenn wir jetzt täglich Meldungen über den Genesungsprozess von Herrn Althaus bekommen" und lenke von den politischen Fragen des Wahlkampfes ab. Thüringens SPD-Chef Christoph Matschie schimpft: "Entweder ist er krank, dann muss er sich zurückhalten. Oder er ist es nicht mehr, dann muss er die Regierungsgeschäfte wieder aufnehmen."

Aber natürlich sind das auch Aussagen aus dem Wahlkampf. Und natürlich ist die Vorstellung irrig, dieser Unfall hätte in den kommenden Wochen keine öffentliche Rolle spielen können. Althaus hat mit seinen Bild-Veröffentlichungen den Wahlkampf selber eröffnet. Und er geht dabei hohes Risiko ein. Wird seine Rechnung aufgehen? 


 

Kommentare (28)

Leopold Loewe 17.03.2009 | 19:29

Klar hat jemand einen bleibenden Schaden davongetragen, der, nachdem er die fahrlässige Tötung eines anderen Menschen vollbracht hat und dafür in einem fragwürdigen Schnellverfahren schuldig gesprochen und gelinde bestraft wurde, sagt: "Ich glaube, Schuld ist nicht die richtige Kategorie, um ein solch tragisches Unglück zu bewerten. Ich fühle mich aber verantwortlich. ... Es gibt einfach nichts in der Zeit vor dem Unfall, womit ich das Unglück hätte verhindern können."
Selbstverständlich hätte er, nämlich am Neujahrstag nicht so Ski fahren, wie er es getan hat. Ich ärgere mich jedesmal auf der Piste über unbedachte Fahrer(innen)...
Thüringen verdient einen anderen "Landesvater" als jenen, der einem Kleinkind seine Mutter und einem Mann seine Frau genommen hat und dann nicht einmal Schuld empfindet...
Eigentlich hatte ich gehofft, dass er in sich geht und das von selbst erkennt, ein ganz Dummer war er vor dem Unfall ja nicht, aber Parteien und ihre Funktionäre ticken halt leider zu oft nicht nach Vernunfts-Maßstäben. Auch dieser tiefe Fall eines Spitzen-Politikers zeigt: Genau deswegen darf unsere Gemeinschaft auf keinen Fall aufhören, der Vernunft beim Überleben zu helfen...

Leopold Loewe 17.03.2009 | 20:20

Klar hat jemand einen bleibenden Schaden davongetragen, der, nachdem er die fahrlässige Tötung eines anderen Menschen vollbracht hat und dafür in einem fragwürdigen Schnellverfahren schuldig gesprochen und gelinde bestraft wurde, sagt: "Ich glaube, Schuld ist nicht die richtige Kategorie, um ein solch tragisches Unglück zu bewerten. Ich fühle mich aber verantwortlich. ... Es gibt einfach nichts in der Zeit vor dem Unfall, womit ich das Unglück hätte verhindern können." Selbstverständlich hätte er, nämlich am Neujahrstag nicht so Ski fahren, wie er es getan hat. Ich ärgere mich jedesmal auf der Piste über unbedachte Fahrer(innen)... Thüringen verdient einen anderen "Landesvater" als jenen, der einem Kleinkind seine Mutter und einem Mann seine Frau genommen hat und dann nicht einmal Schuld empfindet... Eigentlich hatte ich gehofft, dass er in sich geht und das von selbst erkennt, ein ganz Dummer war er vor dem Unfall ja nicht, aber Parteien und ihre Funktionäre ticken halt leider zu oft nicht nach Vernunfts-Maßstäben. Auch dieser tiefe Fall eines Spitzen-Politikers zeigt: Genau deswegen darf unsere Gemeinschaft auf keinen Fall aufhören, der Vernunft beim Überleben zu helfen...

Vincent 17.03.2009 | 20:51

Aber die Frage, die sich mir dahingehend auch immer wieder aufwirft, ist warum die etablierten Medien diese Thematik mit Samthandschuhen anfässt. Bisher kommt es mir so vor, als sieht der Großteil der Bevölkerung die Sache so, dass der Althaus zu glimpflich aus der Sache rauskam und dass er definitiv schuld ist. Aber traurigerweise hat so gut wie kein Medium das Zepter in die Hand genommen und dem Dieter den schwarzen Peter zugesteckt, den er sich so redlich verdient hat. Gerade hier begeht die Bild, die sonst jedes kleines Thema aufzubauschen weiß, den Weg der Beschwichtigung, des Drüberhinwegsehens. Wie können solche Medien von sich behaupten neutral zu sein? Andere Zeitschriften, wie zum Beispiel der Spiegel betrachten das ganze ja schon etwas unvoreingenommener und stellen die Schuldverhältnisse schon klar, doch wagen sie es bis jetzt noch nicht eindeutig Farbe zu bekennen, die jeder sieht.
Ich hoffe nur, dass der Wahlkampf nicht weiter unter dieser Thematik leidet und dass Althaus das Opfer spielt. Das wäre unfair den anderen Parteien gegenüber, die einen fairen Wahlkampf führen wollen. Ich hoffe auch, dass durch den Unfall nciht wichtige thüringische Themen unter den Teppich fallen, wie die Problematik der völlig schlecht ausgestatteten Personaldecke der Kinderbetreuung und die Chuzpe, die die CDU-Mehrheit zum erfolgreichen Volksbegehren für mehr Demokratie durchzog.

Lago 17.03.2009 | 21:10

Tja, aber was Thüringen "verdient" hat, entscheiden "leider" die Thüringer. Und die werden Althaus mit Bravour wiederwählen, auch dank dieses Unfalls. Dafür kann Althaus nichts - also dass ihn die Thüringer aufgrund des Unfalls wählen werden, für den Unfall kann er schon etwas - und im Wahlkampf ist man ja nicht zimperlich. Da nimmt man, was man kriegt.

ebertus 17.03.2009 | 21:53

"Es gibt einfach nichts in der Zeit vor dem Unfall, womit ich das Unglück hätte verhindern können. .... "

Eine andere (Anfänger)piste nach dem Abwärtsschuß hochzurasen, bwußt eine zur Verhinderung derartiger "Kunsstücke" dort bei der Einmündung in die andere Piste aufgestellte Begrenzung zu umfahren??? Nein, da erinnert man sich am besten nicht; soweit so schlecht, aber dennoch medizinisch u.U. möglich, begründbar.

Nur, hätte man ihm nicht stecken sollen, wie er - gutachterlich bestätigt - gefahren ist? Oder sind das (obige Aussage) die medizinisch ebenfalls, möglicherweise erwartbaren Zeichen von Realitätsverlust? Könnte bzw. müsste sogar, bei einem derartigen Vorfall, seiner jetzigen und wieder angestrebten, öffenlichen Funktion nicht auch "von amts wegen" eingesetzte Fachleute den Zustand von Althaus neutral begutachten? Reicht da handverlesenes Personal, Familie, Partei und die Bildzeitung?

Anette Lack 18.03.2009 | 13:37

Der "Freitag" stellt vor kurzem die Frage: Wie wollen wir leben? und druckte dazu drei Utopien...
Frei danach frage ich mich heute angesichts Ihres Beitrages: Wie will ich leben? Meine Utopie:

Ich wünsche mir einen Ministerpräsidenten und damit hohen Beamten dieses Landes, der eingestehen kann, dass er schuld am Tod eines Menschen ist. Ich wünsche ihn mir als jemandem, der sich fragt, wie er damit in Zukunft weiterleben kann und wird. Der sich eine Auszeit nimmt, um darüber nachzudenken und diesen tiefen Einschnitt in sein Leben zu verarbeiten.

Er sollte jemand sein, der so verantwortungsbewusst mit sich und seinem Körper umgeht, dass er sich die entsprechende Zeit nimmt, um wirklich gesund zu werden; und der sich damit auch um sein "Seelenheil" kümmert. Der um seine Vorbildfunktion weiß und durch dieses Verhalten ein Vorbild ist.

Ich wünsche ihm (Partei)-Freunde, die ihm all dies nahelegen, wenn er es selber noch nicht weiss, und die somit für ein ethisch-moralisches Handeln auch einen Wahlsieg riskieren.

Und ich wünsche mir den Chefredakteur einer großen, durchaus meinungsbildenden Zeitung als einen reifen Menschen, der wirklich unbequeme Fragen stellt und das Offensichtliche benennt. Ich wünsche ihn mir als jemanden, der den Mut hat, mit seiner Zeitung einmal neue, unbequeme Wege zu gehen....

Asep 19.03.2009 | 16:34

einerseits ´ne sms an den "eigenen" parteitag und andererseits ein großes interview in bild. ich finde da stellen sich mehr fragen.
sehr gutes stück von heribert prantl zum thema.

http://www.sueddeutsche.de/politik/578/462197/text/

oder darf solches hier nicht verlinkt werden?
sehr schön war auch kurt kister gestern über guttenberg.

http://www.sueddeutsche.de/leben/460/462080/text/

jockele 19.03.2009 | 17:05

Ich weiß ja nicht, wie ein Ethik-Wissenschaftler den Unterschied zwischen "Verantwortung" und "Schuld" definiert - ich möchte nur mal ganz bescheiden mit meiner kleinen Logik nachfragen: Wenn ich "Verantwortung" für einen von mir begangenen Fehler habe, dann bin ich doch eigentlich am Ergebnis "schuld", oder liege ich da gänzlich falsch? Warum ist "Schuld" dann eine andere Kategorie?

Oxhöfter 20.03.2009 | 01:47

Althaus has gewiss ohne Absicht einen Menschen getötet. Damit wird er seines Lebens nicht mehr froh werden.

Jetzt will er zurück in die Verwaltung des Landes Thüringen. Re-gieren? Regieren ist Vorrecht der Könige.Alles andere ist Verwaltung. Re-gieren - Gieren ist der wichtigste Bestandteil dieses Wortes.

Von Verwaltern erwartet man Treue. Mal sehen, was dabei herauskommt.

Oxhöfter 20.03.2009 | 01:47

Althaus has gewiss ohne Absicht einen Menschen getötet. Damit wird er seines Lebens nicht mehr froh werden.

Jetzt will er zurück in die Verwaltung des Landes Thüringen. Re-gieren? Regieren ist Vorrecht der Könige.Alles andere ist Verwaltung. Re-gieren - Gieren ist der wichtigste Bestandteil dieses Wortes.

Von Verwaltern erwartet man Treue. Mal sehen, was dabei herauskommt.

kukidenta 20.03.2009 | 12:03

Was mich an den Formulierungen von Althaus stört, ist dass er von einem "tragischen Unfall" spricht. Natürlich ist es tragisch, wenn ein Mensch stirbt. Aber ist es eventuell nicht auch ein Unfall, der durch eine leichtsinnige Fahrweise verursacht wurde? Darauf wird es von seiten des Ministerpräsidenten wohl nie eine Antwort geben, da er sich nicht mehr an das Geschehen erinnern kann oder will.

Frans-von-Hahn 21.03.2009 | 09:53

Herr Althaus äußert sich in dem Interview mit der BILD auch zu den juristischen Folgen des Unfalls: "Es hat keine juristischen Folgen für die politische Betätigung. Das Urteil wird nicht in mein polizeiliches Führungszeugnis übernommen. Das ist wichtig, auch für meine politischen Ämter."

Er erkennt, dass ein Eintag in das Führungszeugnis Auswirkungen auf seine politische Karriere haben wird. Daher meine Frage an die Juristen unter den Lesern: Welche rechtlichen Grundsätze gibt es zur Eintragung einer Straftat wie Althaus sie begangen hat, und einem Eintrag in das Führungszeugnis ?

kay.kloetzer 22.03.2009 | 09:57

Althaus benimmt sich wie seine potenziellen Leser: Er verdrängt, schweigt und er flüchtetet in die Parallelwelt der BILD-Zeitung. Genau darum könnten sich die Wähler mit ihm identifizieren - und das ist ja das aktuell Ausschlaggebende für die Auseinandersetzung mit Menschen und Themen, es könnte in diesem Jahr auch Wahlentscheidungen beeinflussen. Diffuse Angst fressen Denken auf. Hoffnung speist sich zunehmend aus Gemeinsamkeit, behaupteter, versteht sich.

Jakob Augstein 22.03.2009 | 13:45

Ich stimme mit der Richtung der meisten Kommentare völlig überein. Auch ich denke, dass ein Politiker, der fahrlässig einen Menschen tötet, für ein solches Amt nicht mehr kandidieren sollte.
Aber ich bin nicht sicher, ob es zu dieser Kandidatur überhaupt kommen wird. Ich halte es für durchaus wahrscheinlich, dass Althaus im Frühling zurückzieht - weil der Druck zu groß wird. Der Wahlkampf hat jetzt erst begonnen und durch sein Interview hat er selber den Rahmen abgesteckt, innerhalb dessen sich der Kampf abspielen wird.
(Andererseits muss man sich fragen, ob er eine andere Wahl hatte als derart in die Offensive zu gehen. Störend - ja abstoßend - ist eben nur die Art und Weise, wie er es tut. Er bekennt sich eben nicht zu seiner Schuld. Das werden die Leute ihm - vielleicht - übelnehmen.)

Schackerbilly 22.03.2009 | 14:43

50km/h sind auf der Skipiste nicht weiter ungewöhnlich und auch nicht zwangsläufig ein Macho-Gehabe. Hierzu die zweite FIS-Skiregel:

"Jeder Skifahrer muss 'auf Sicht' fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der 'Verkehrsdichte' anpassen."

Es kommt also völlig auf die jeweiligen Umstände an.

chapultepec 22.03.2009 | 17:21

meinen Sie etwa die mindestens 1.2 Millionen Tote in Irak + eine unbekannte Zahl von Toten aus Afghanistan die auf dem Konto der Rot-Grünen Regierung (s.http://www.freitag.de/2005/41/05410601.php) und der anschließende Koalitionsregierung geht? Ich kann nämlich auch kein Vertrauen zu diesen Menschen haben

ZITAT DES TAGES
"kill one person call it murder, kill one million call it foreign policy"

task 22.03.2009 | 22:46

Ob jemand, der fahrlässig einen Menschen tötet, noch für ein politisches Spitzenamt in Frage kommt, darüber mag man diskutieren. Völlig indiskutabel ist auf jeden Fall die Art, wie Althaus das furchtbare Ereignis medial per Exklusivstory für 'Bild' in einer Weise ausschlachtet, die bisher Leuten wie Dieter Bohlen vorbehalten war. Für das Amt eines Ministerpräsidenten hat er sich damit definitiv disqualifiziert. Verstörender ist allerding noch der Gedanke, er könne diesen Zirkus eventuell nicht ganz freiwillig mitmachen - es wäre nicht das erste Mal, dass 'Bild' jemanden zu einer solchen Exklusivstory erpresst hat, indem ihm bedeutet wurde, man könne den Ton der Berichterstattung auch ändern. Dann würde aus dem tragisch leidenden Schmerzensmann Althaus eben der rücksichtslose Pistenmörder, und seine Wiederwahl könnte er dann natürlich vergessen.

Joachim Petrick 23.03.2009 | 01:46

Lieber Herr Augstein,
die Krux des Dieter Althaus ist der zielführende „Jux“ den die Boy- Group. die ihn als „Gefangenen“ umzingelt, angefeuert vom Ministerpräsident a. D. Bernhard Vogel, nachdem Dieter Althaus diese Boy- Group als Steigbügelhalter auf dem Ski- Flug seiner Karriere- Leiter genährt, ins Fett der politischen Landschaft getrieben, nun mit ihm, Karriere sichernd, Medien Präsenz auf die Spitze jagend, mit des Wahnsinns fette Beute des Entsetzens Hohn und Spott treibt.
Eine Boy- Group wäscht der anderen die Hand im Land und schon ist die Boy- Group der BILD exclusiv auf derselben Welle zur Stelle.
Warum?, um alles auf die Schnelle zutun, damit niemand auch nur ansatzweise eine eilig unheilige Ahnung erlangt, was für ein brutaler Hooligan der Ski- Piste Dieter Althaus war, der sich nicht scheute, das Leben anderer für einen Sekunden Kick auf seiner Abfahrt ins politische Abseits namenlosen Niemansland zu riskieren!?
JP

Wanderer 23.03.2009 | 21:44

Dies ist der Schlüsselsatz:
"Es gibt einfach nichts in der Zeit vor dem Unfall, womit ich das Unglück hätte verhindern können."
Wer schon einmal alpin Ski gefahren ist, weiß, warum einer bergauf fährt: um zu bremsen, weil er vorher zu schnell war. Wenn man eine Abfahrt hinunterrast, sich dabei mental und körperlich überfordert, die Situation immer weniger im Griff hat, dann ist die Fahrt bergauf die größte, leider nicht sichere Chance zum Bremsen und zur Schadensvermeidung.
Der Ursprungsfehler geschah also vor der Geisterfahrt bergauf, nämlich als Althaus zu schnell wurde, sich überforderte und die Lage unterschätzte. Warum kam wohl der Bodyguard nicht hinterher?
Das ist der makabre Witz an der Sache: Althaus setzt sich nicht mit seinem Fehler auseinander, sondern wiederholt ihn: ist zu schnell, überfordert sich, bekommt die Situation nicht mehr in den Griff.
Dass Althaus mit seinem Trauma noch nichts realisiert hat, ist eine Sache. Dass er von Landes-CDU und Bildzeitung angetrieben wird, ist die andere.
Gibt es denn ausgerechnet in der Thüringer CDU keine Skifahrer?