Ulrike Herrmann: „Die Lösung der Klimakrise? Grünes Schrumpfen!“

Im Gespräch Ulrike Herrmann hat ein Buch über „Das Ende des Kapitalismus“ vorgelegt. Sie glaubt: Nur eine „Kriegswirtschaft“ kann die CO₂-Emissionen rasch senken. Im Gespräch mit Jakob Augstein erklärt sie, wie dieser Übergang gelingen kann
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 47/2022
Ulrike Herrmann erhielt für ihren „kritischen und pointierten Wirtschaftsjournalismus“ 2019 den Otto-Brenner-Preis
Ulrike Herrmann erhielt für ihren „kritischen und pointierten Wirtschaftsjournalismus“ 2019 den Otto-Brenner-Preis

Foto: Philipp Plum für der Freitag

Auf dem Cover des Bestsellers, den Ulrike Herrmann geschrieben hat, wird einem Das Ende des Kapitalismus versprochen. Das sei nötig, weil unser Wirtschaftssystem auf Wachstum beruhe und das fürs Klima notwendigerweise fatal sei. Die Konsequenz: Der Staat soll die Kontrolle über die Produktion übernehmen! Jakob Augstein hat die Autorin gefragt, wie das gelingen soll.

Jakob Augstein: Frau Herrmann, auf dem Weltklimagipfel hat der amerikanische Präsident gesagt: Die USA wollen in den kommenden Jahren CO₂ einsparen und gleichzeitig eine neue Ära des Wachstums einläuten. Hat Joe Biden Unsinn geredet in Ägypten?

Ulrike Herrmann: Ja, das ist Unsinn. Natürlich ist es richtig, so viele Windräder und Solarpaneele zu installieren wie möglich.

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